Die Ärzte retteten einem Patienten aus dem Sudan das Leben
„Es war eine Alles-oder-Nichts-Operation.“ Nektarios Sinis (35), Leitender Oberarzt.
Ein Röntgenbild vor der rettenden Arm-Bein-OP. Dort, wo der Knochen immer dunkler wird, ist er weich wie Butter Mehr zum Thema Organspende und Transplantation: Leben mit Herz, Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse eines Toten Organspende Dieser Tote lebt in vier Menschen weiter Kranke Melissa Dieser Kasten ist ihr HERZ Datenpanne in England Ärzte entfernten falsche Spender-Organe
Sensations-OP am Martin-Luther-Krankenhaus (Grunewald). Die Ärzte retteten einem Patienten aus dem Sudan das Leben. Indem sie seine Wade zum Unterarm umbauten!
Sonmeya Neraghini war vor zwei Jahren bei einem Verkehrsunfall am linken Arm schwer verletzt worden.
In seiner afrikanischen Heimat hatte man ihn mehrmals operiert – leider schlecht. Chirurg Nektarios Sinis: „Beide Unterarmknochen waren gebrochen, das ganze Muskelgewebe weg, Nerven und Sehnen vollständig verletzt.“
Mithilfe der Paul Gerhardt Diakonie gelangte der junge Mann todkrank nach Berlin.
Sinis: „Die Knochen waren weich wie Butter, von Eiter zerfressen.“
Die Mediziner wagten die 15-Stunden-OP, entnahmen den kaputten Knochen.
„Als Ersatz operierten wir dem Patienten das linke Wadenbein heraus, setzten es mit allen Gefäßen, Muskeln, Haut und Nerven im Arm ein“, erklärt Sinis. Das Bein blieb voll funktionstüchtig.
Bald soll Sonmeya Neraghini seinen Arm wieder richtig bewegen können.

