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Haartransplantation

Aktualisiert: 16.04.2013
 

Die Haare sind seit altersher ein Schönheitssymbol und ganz wesentlicher Bestandteil des Erscheinungsbildes eines Menschen. Eine Haarausdünnung oder sogar ein Haarausfall kann somit psychisch belastend werden. Die Schönheitschirurgie kann dieses Problem mit Hilfe einer Haartransplantation lösen.

Was ist eine Haartransplantation?

In den meisten Fällen werden zur Auffüllung von Stellen des Haarausfalls bzw. der Haarausdünnung Stanz-Transplantate und Mikro-Transplantate aus Eigenhaar verwendet. Sie funktioniert am Besten bei Männern mit klassischer Kahlköpfigkeit, nachdem sich der Haarausfall stabilisiert hat. Ein Haarausfall ist vor allem durch den Alterungsprozess, eine Veränderung hormoneller Prozesse und erbliche Veranlagung bedingt.

Ein Haarausfall kann auch durch Verbrennungen oder Traumata bedingt sein, wobei ein Eingriff in diesen Fällen als rekonstruktiv angesehen wird. Er kann deshalb von der Krankenversicherung übernommen werden.

Falls Sie sich mit dem Chirurgen darüber einig geworden sind, dass eine Operation die beste Lösung für Sie ist, können Sie sich diesem Eingriff ruhigen Gewissens unterziehen, da er schon seit 30 Jahren durchgeführt wird. Sofern Sie eine Haartransplantation erwägen, hilft Ihnen der folgende Text, den Operationsablauf zu verstehen, und er liefert Informationen zur Vorbereitung auf die Operation sowie deren Ergebnisse. Es ist allerdings nicht möglich, alle Fragen, eine Haartransplantation betreffend, allgemein zu beantworten, da Vieles individuell unterschiedlich ist. Falls Sie Dinge, die die Operation betreffen, nicht verstehen, wenden Sie sich direkt an einen Arzt.

Operationsablauf einer Haartransplantation

Die Haartransplantation findet unter örtlicher Betäubung statt und ist zeitlich ziemlich anspruchsvoll. Sie dauert im Schnitt mehrere Stunden, wobei es aber natürlich auf die Größe der Stellen ankommt, die in die Transplantation einbezogen werden sollen. Die Operation beginnt mit der Entnahme von Stanz-Transplantaten mit hochwertigem Haarbewuchs aus der Haut im Hinterkopfbereich. Die Größe eines solchen Stanz-Transplantats variiert je nach Größe der kahlen Stelle, in die das Transplantat verpflanzt werden soll. Meist beträgt die Größe aber 1,5 x 10 cm. Lediglich die Haare im Entnahmebereich des Transplantats werden direkt vor dem Eingriff auf ungefähr 2 mm herabgeschnitten. Der restliche Haarbewuchs muss nicht gekürzt werden. Die Ränder an den Entnahmestellen werden später vernäht, sodass im Hinterkopfbereich nur eine verborgene, kaum sichtbare Narbe verbleibt.

In einem weiteren Schritt wird das entnommene Transplantat per Skalpell in einzelne, kleine "Stöpselchen" unterteilt, die je nach Größe 1 - 3 ("Mikrostöpsel" - Mikrotransplantat) oder 3 - 6 ("Ministöpsel" - Minitransplantat) Haarwurzeln enthalten. Mikrotransplantate werden, im Gegensatz zu Minitransplantaten, eher zur Haarverpflanzung in den späteren Haaransatz verwendet, damit das Endergebnis natürlicher aussieht. Früher verwendete Transplantate mit mehr Haarwurzeln führten zum Schluss zu einem unnatürlichen Aussehen mit dichtem Haarwuchs. Den könnte man am ehesten mit dem Aussehen von Haaren einer Puppe vergleichen, da neue Haare aus ein und denselben Punkten wachsen und zwischen diesen "Bündeln" größere Abschnitte ohne Haare liegen.

Bei der klassischen, bisher verwendeten Transplantationsmethode werden die Transplantate mit den Haarwurzeln mit Hilfe von Mikropinzetten in Einkerbungen in der kahlen, zu behaarenden Kopfhaut verpflanzt. Diese Einkerbungen werden meist mit Hilfe von Spezialskalpellen gebildet und ihre Größe sollte ungefähr der Größe der zu verpflanzenden Transplantate entsprechen. Die so verpflanzten Haare weisen an der neuen Stelle dieselben Eigenschaften wie an der Entnahmestelle auf. Sie wachsen natürlich, lassen sich schneiden, verfärben usw. Zu bedenken ist aber, dass deren vollwertiger Wuchs erst nach längerer Zeit beginnt, und dass das Transplantationsergebnis erst nach 5 bis 6 Monaten bewertet werden kann.