Tatsächlich tubuläre Brüste? Kostenübernahme?

Tatsächlich tubuläre Brüste? Kostenübernahme?

Jasmin_Prinz  |  Visitor  |  Berlin (mit Stadtbezirken)
Hallo zusammen,
ich sprach mit mein Gynäkologe zgl. meiner Brustform und dieser meinte, es könnte hiere eine tubuöäre Brustdeformität vorliegen, die behandelt werden kann.
Mir war bis jetzt durchaus bewusst, dass meine Brüst anders sind als andere; konnte diesem Umstand allerdings keinen Namen zuordnen. Mein Leidensdruck ist hoch (variert zwischen Fremdartigkeitsgefühl und dem Wunsch nach einer Amputation).
Beim Recherchieren fand ich Bilder von tubulären Brüsten. Diese Brüste waren allerdings wesentlich kleiner - zwar sahen meine Brüste bei Beginn ihrer Entwicklung ebenfalls so aus, allerdings habe ich mittlerweile mehr Volumen (Cup D-E). Meine Brüste, wie auf den Bildern zu sehen, sehen so seit Abschluss der Pubertät aus. Auch die Elastizität der Haut meiner Brüste ist im Gegensatz zu meiner restlichen Haut erheblich vermindert. Die Adern scheinen durch die Haut hindurch. Ich bin mittlerweile 34 Jahre alt und habe keinerlei Falten (auch keine Lachfalten) im Gesicht. Generell habe ich ein sehr jugendliche Aussehen.

Meine Fragen bevor ich eine Maschinerie in Gang setze, die nur Nerven und Zeit kostet:
1. Sind das tatsächlich tubuläre Brüste?
2. Was wären potentielle OP-Vorgehensweisen? Ich möchte eigentlich aufgrund des bereits vorhandenen Volumens keine Implante bzw. müsste für ein Implantat Gewebe weichen. Mein Ziel wäre eigentlich ein wesentlich kleineres Volumen der Brust.
3. Ich ziehe demnächst aus beruflichen Gründen nach Berlin (ich lebte die letzten 10 Jahre im Ausland). Wie steht es um eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse? Welche Wege/Schritte muss ich einleiten, um ein Gutachten zu bekommen (welcher Arzt? Kosten? etc.)?
4. Gibt es sonst noch Hinweise, die zu beachten wären? Tipps?

Vielen Dank im Voraus!
Jasmin
Dr. med. Sixtus Allert  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Hameln, Hannover
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Hallo,
1. Sind das tatsächlich tubuläre Brüste?
soweit auf den Bildern erkennbar nein.

2. Was wären potentielle OP-Vorgehensweisen? Ich möchte eigentlich aufgrund des bereits vorhandenen Volumens keine Implante bzw. müsste für ein Implantat Gewebe weichen. Mein Ziel wäre eigentlich ein wesentlich kleineres Volumen der Brust.

Damit haben Sie schon wesentliche Elemente einer möglichen Korrektur genannt. Bei Ihnen ist vor allem eine Straffung sinnvoll, ggf. mit ein wenig Verkleinerung.

3. Ich ziehe demnächst aus beruflichen Gründen nach Berlin (ich lebte die letzten 10 Jahre im Ausland). Wie steht es um eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse? Welche Wege/Schritte muss ich einleiten, um ein Gutachten zu bekommen (welcher Arzt? Kosten? etc.)?

Kostenübernahme sehe ich kritisch, und das werden die Kassen vermutlich auch tun.
Wenn Sie es versuchen wollen: gehen Sie zu einem Plastischen Chirurgen mit Kassenzulassung, lassen sich untersuchen und beraten. Wenn er Ihnen dann einen Kostenübernahmeantrag ausstellt, muss noch die Kasse/ der MdK entscheiden.

4. Gibt es sonst noch Hinweise, die zu beachten wären? Tipps?

Nicht rauchen, Sport, Hautpflege

Beste Grüße
Dr Sixtus Allert
Kreisklinik Groß-Umstadt - Prof. Dr. med. Ralf Thomas Michel  |  Premium member  |  Groß-Umstadt, Frankfurt, Offenbach am Main, Erbach
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Hallo,
soweit es auf den Fotos erkennbar ist haben Sie keine tubulären Brüste.Insofern wäre es nicht
sinnvoll eine "Maschinerie" hinsichtlich Ihrer Krankenkasse in Gang zu setzen.Mit Ihrem Wunsch eine Straffung und ein kleineres Brustvolumen zu erreichen ist eine moderate Brustreduktion mit Mastopexie sicher der zielführende Weg.Entsprechend der übermittelten Bilder ist es dabei jedoch sehr unwahrscheinlich,daß die Krankenkasse die Kosten übernimmt da es sich nicht um eine medizinische OP-Indikation handelt.
Zu Ihrer letzten Frage:eine gesunde Lebensweise ist immer die beste Voraussetzung für ein gutes operatives Ergebnis.
Freundliche Grüße
Prof.Dr.med.Ralf Thomas Michel
http://www.prof-dr-michel.com
Dr. med. Hans Bucher  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Nürnberg
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1. Es sieht nicht wie tubuläre Brust aus
2. Straffung in narbenarmer Technik
3 Natürlich keine Kassenleistung
4. Beratung erforderlich.
Dr.med. Klaus Ueberreiter und Dr.med.Ursula Tanzella  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Birkenwerder, Berlin
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Es handelt sich nicht um tubuläre Brüste; die Kosten werden definitiv nicht übernommen.
Eine Verkleinerung auf Ihre Wunschgröße durch Reduktionsplastik wäre das Mittel der Wahl; dabei entstehen jeweils Narben um die dann wesentlich kleineren Warzenhöfe und von dort senkrecht nach unten. Diese sind später wenig auffällig. Krankenhausaufenthalt 2 Tage, Kosten bei uns 4800,- €
Ca. 10 Tage Ausfall, in aller Regel ganz unkomplizierter Verlauf.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Klaus Ueberreiter
www.park-klinik-birkenwerder.de
Dr. med. Jaroslaw Tribull-Potapczuk  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin
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Danke für Ihre Anfrage.
Den Bildern nach sind es keine tubulären Brüste, aber verifizieren kann man diese Aussage natürlich erst bei einer persönlichen Untersuchung. Die deutlich überdehnten Areolae (auch "Warzenhöfe" genannt) sprechen dafür, dass der sog. "Hautmantel" quasi "zu groß" geworden ist und das Aussehen daher von einem Straffungseingriff ( wovon es mehrere Arten gibt) auf jeden Fall profitieren würde. Dieser würde sich visuell auch als eine "Verkleinerung" auswirken, ohne jedoch die üblichen Risiken einer Verkleinerung in Kauf nehmen zu müssen. Sowohl die Frage der Kosten als auch die deren eventueller Übernahme muss individuell erwogen werden, weil hier der sprichwörtliche "Teufel" tatsächlich im Detail sizt. Wenn sich die Aussage der beigelegten Bilder bei einer persönlichen Konsultation in der Sprechstunde bestätigt, dann stünden Ihnen hier mehrere Lösungsvarianten zur Auswahl.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Tribull
Privatdozent Dr. med. Andreas E. Steiert  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin
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Sehr geehrte Frau Prinz.
Die tubuläre Brust unterscheidet sich durch wesentliche Merkmale von einer ptotischen (hängenden) Brust, wie bei Ihnen. Bei der tubulären Brust handelt es sich um eine Fehlbildung, bei der am häufigsten die unteren Brustanteile (Haut und Drüse) unterentwickelt sind. Je nach Größe der Brust "hängen" dann die "normal" entwickelten Brustanteile der oberen Brustanteile über die zu kleinen Brustanteile herüber. Es gibt aber noch weitere Störungen, bis hin zu Fehlentwicklungen, die auch den knöchernen Brustkorb betreffen. All das liegt bei Ihnen sicher nicht vor, so dass auch schon anhand der Fotos klar ist, dass Sie keine Kostenübernahme erwarten dürfen; wie Sie schon sagten, wird Sie das nur Nerven und Kraft kosten.
Ich bin davon überzeugt, dass mit Ihrem Volumen durch eine Mastopexie, auch ohne Implantat, eine ansprechende Brustform möglich ist.
Gerne kann ich Ihnen das i.R. einer persönlichen Vorstellung in meiner Sprechstunde demonstrieren. Zusätzlich kann ich durch meine OP-Technik garantieren, dass Sensibilität und Stillfähigkeit erhalten bleiben werden.
Beste Grüße aus Berlin
www.steiert.berlin
PD Dr. Andreas Steiert
Dr. med. Paul J. Edelmann  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Frankfurt
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"...1. Sind das tatsächlich tubuläre Brüste?" Nein, ganz eindeutig nicht, Jasmin.
Zu erkennen ist eine Mammaptose, die mit einer Mastopexie (Straffung) z.B. nach Lassus (ohne horizontale Schnittführung in der Inframammarfalte) sehr schön zu korrigieren ist.

Eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse sehe ich als unwahrscheinlich an.

Stellen Sie sich bitte bei einem erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie (w/m/g) vor und besprechen Ihre Wünsche!

Beste Grüße aus Frankfurt,

Dr. med. Paul J. Edelmann.
http://www.praxis-edelmann.de
Estetik International Health Group  |  Premium member  |  Istanbul
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Guten morgen Frau Jasmin,

Für Ihnen ist ein Bruststraffung der Perfekte Operation.
In welchen Fällen kann man sich der Bruststraffungsoperation unterziehen?

• Schlaffe Brüste nach dem Stillen
• Bei einer Wachstumsverzögerung
• Schlaffe Brüste aufgrund hoher Gewichtänderung
• Schlaffe Brüste aufgrund des Alters oder der Schwerkraft
• Breiter Brustwarzenhof
• Wenn man aufgrund der schlaffen Brüste unter Selbstbewusstseinsproblemen leidet
• Wenn man sich aufgrund der schlaffen Brüste nicht frei anziehen kann

Um die Brüsten zu straffen nutzt den Arzt der technik mit den T-schnitt.
Der narbe ist ungefähr 6 Monaten nach OP für 90% verblasst

Weiter kann der Arzt um volume zu behalten Implantaten nutzen und wann Sie kein Implantaten wollen kann der Arzt ein Fett transfer nach die brusten machen.

Mfg

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