Baby und Brustvergrößerung

Ellaenna  |  Visitor  |  Sachsen-Anhalt
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Hallo zusammen,

Ich habe demnächst meine bv:)

Ich habe ein wenig Respekt vor der Zeit danach, da ich ein 7Mon altes Baby habe.

Hand aufs Herz, wie habt ihr es gemacht? Ganz vermeiden, den kleinen im Arm zu halten, geht wahrscheinlich nicht, auch wenn ich viel Unterstützung habe.
Gibt es Tipps? Was darf ich partout nicht?

Es gibt eine hp (dr. orthus) , bei ihm hört es sich gar nicht so schlimm an, wenn man das Baby kurz trägt.

Was habt ihr euren größeren Kindern zu euer op gesagt?

Lg
Prof. Dr. med. Klaus Plogmeier  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin, Leipzig
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Je nach Technik ist es durchaus in Ordnung, eine kleines Kind auf den Arm zu nehmen. Am Besten lässt sich das mit dem Operateur gemeinsam herausfinden.
Grüße
Ellaenna  |  Visitor  |  Sachsen-Anhalt
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Danke für Ihre Antwort, das beruhigt mich und ich werde nochmal gezielt darauf ansprechen.
Viele liebe Grüße
Dr. med. Konstanze Warbanow  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Köln
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Hallo Ellaenna,

vermutlich wird auch die Schwangerschaft und Stillen dazu geführt haben, dass Sie sich jetzt eine Brustvergrößerung wünschen.
Meines Erachtens sollte jedoch eine vernünftige Zeit zwischen Geburt und Operation verstreichen. Üblich ist mindestens ein halbes Jahr zu warten, sicher besser ist es aber, erst nach 1 Jahr die Operation anzugehen. Aus folgenden Gründen:
1. Das Kind ist im ersten Jahr komplett auf Sie angewiesen und braucht Ihren vollen (Körper-) Einsatz. Alle körperlichen Aktionen wie das Kind rein-/ rauszunehmen aus Bett, Kinderwagen, Stuhl, Autositz oder das einfache Tragen und Umlagern oder auch "nur" unbeschwertes Kuscheln erfordert den uneingeschränkten Einsatz von Arm- und Brustmuskulatur. Nach einer OP können Sie das mehrere Wochen nicht in dem Maße leisten, was schade für das Kind (und Sie!) wäre.
2. Die Brustmuskulatur und die Brust brauchen nach einer Operation Ruhe und Zeit, um zu verheilen. Eine Brustvergrößerung ist kein kleiner Eingriff. Sie werden merkliche Schmerzen haben und sich zumindest anfangs nur sehr eingeschränkt bewegen können. Blutergüsse brauchen ca. 14 Tage, die Schwellung noch einmal länger, um abzuklingen. Bei zuviel Aktion wie z.B. durch ein Baby, können die Beschwerden deutlich vermehrt und der Heilungsverlauf erheblich verlängert werden.
3. Sie sollten sich psychisch und physisch für so eine Operation Zeit und Kraft nehmen. Ich finde es immer ganz wichtig, dass Patientinnen für größere Operationen den Kopf frei haben, es keine Nebenkriegsschauplätze gibt und es keine "Hauruck"-Aktionen werden. Sie sollten sich auf sich konzentrieren können. Sollten Probleme nach einer Operation auftreten, können diese dann auch besser bewältigt werden. Es ist also ganz wichtig, den richtigen Zeitpunkt für eine Operation zu finden, da eine Operation sowohl geistig als auch körperlich an einem zehrt.
4. In der Regel hat sich der weibliche Körper nach 7 Monaten nach einer Schwangerschaft (SS) noch nicht wieder vollständig normalisiert und zurückgebildet. Das Haut-Weichteil-Gewebe ist eventuell noch lockerer und voluminöser als vor der SS, das Körpergewicht ist ggf. noch erhöht. Das kann auch die Brüste betreffen. Diese brauchen ebenfalls ihre Zeit für die Rückbildung. Es wird in positiver oder negativer Hinsicht dort eventuell ein Hautüberschuss oder ein Volumen vorgegaukelt, welche sich erst nach 1 - 1 1/2 Jahren wieder eingependelt haben. Unabhängig davon, ob man gestillt hat, kann es während der Brustop noch zum Austritt von Muttermilch kommen oder deren Produktion wieder angeregt werden. Dieses habe ich mehrfach erlebt. Das kann auch nach längerer Zeit noch auftreten, die Wahrscheinlichkeit dafür vermindert sich aber mit dem Abstand.
5. Durch die Veränderungen am Körper durch Schwangerschaft und Geburt sowie der allmählichen Rückbildung dieser Veränderungen kann eine korrekte Beurteilung der Gewebeverhältnisse und der Körperproportionen schwierig werden. Das könnte die Auswahl der Implantate und auch die Vorgehensweise in der Brustoperation ungünstig beeinflussen. Deshalb sollte man erst eine Normalisierung des Körpers 1 bis 1 1/2 Jahre nach SS/ Geburt abwarten, um dann ein optimales und nachhaltiges Ergebnis zu erzielen.

Ich kann es verstehen, wenn man durch Schwangerschaft und Geburt vorübergehend oder auch dann dauerhaft nicht mehr mit seinem Körper zufrieden ist. Sie sollten ihm aber auch die Zeit gönnen, sich wieder zu normalisieren. Das passiert von alleine oder auch mit Ihrer Hilfe. Viele Patientinnen finden erst nach einem Jahr (etwa, wenn das Kind laufen kann) Zeit, sich wieder mehr um sich selber zu kümmern und z.B. auf die Ernährung zu achten oder mit Sport anzufangen. Sie haben keine Eile. Die Brustvergrößerung läuft Ihnen nicht davon und sollte eigentlich eher das i-Tüpfelchen nach der allgemeinen Regeneration als eine vorzeitige Reparatur am Körper sein.

Viel Glück
Dr. Konstanze Warbanow
www.forum-klinik.de
Ellaenna  |  Visitor  |  Sachsen-Anhalt
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Vielen Dank für Ihre umfangreiche Antwort.
Ich bespreche nochmal mit dem Arzt, er sagte, dass 7 Monate nach Geburt/Abstillen in Ordnung ist.

Viele liebe Grüße

Antwort an Ellaenna

Dr. med. Konstanze Warbanow  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Köln
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Hallo Ellaenna,
sicherlich, ich erwähnte auch, dass eine Brustvergrößerung frühestens 6 Monate nach Geburt/ Abstillen möglich ist. Die Frage ist nur, macht das wirklich Sinn und möchte man das. Man muss leider heutzutage auch bedenken, dass viele Ärzte, die sich auf die ästhetische Chirurgie spezialisiert haben, auch davon leben müssen. Es kann schon sein, ohne jemanden etwas zu unterstellen, die einzelnen Patientenfälle sind da auch sehr unterschiedlich gelagert, dass man Patientinnen eher und unbesorgter operiert, als man es seinem eigenen Familienmitglied anraten würde. Auch werden Umstände und postoperative (nach OP) Verläufe oft heruntergespielt wie z.B. Schmerzen nach OP. Liegen Implantate hinter dem Muskel, davon gehe ich aus, haben Sie sicher 1 - 2 Wochen heftigen, anfangs eventuell nur mit Schmerzmittel erträglichen "Muskelkater", dann wird es bis zur 4. Woche deutlich besser. Nach 6 Wochen hat sich alles so weit normalisiert, dass Sie schon mit Sport anfangen können. Bei einer Über dem Muskel-Lage der Implantate ist das anders, da ein Muskel nicht traktiert und gedehnt werden muss, aber diese Ebene ist weniger empfehlenswert und kommt seltener vor.

Letztendlich ist es Ihre Entscheidung und mit klarem Verstand sollten Sie alle Punkte genau abwägen. Ich denke, Sie wollen Ihr Kind uneingeschränkt genießen und es an nichts fehlen lassen. Man sollte sich schon fragen, ob da in den ersten 12 Monaten für eine eigene Operation der Raum da ist. Auch der Körper braucht für sich Zeit, um wieder in Form zu geraten, das ist sicher nicht vor 1 Jahr abgeschlossen, gelegentlich noch länger nicht. Ich nehme an, Sie sind jung. Sie leben sicher noch 50 - 60 Jahre. Da mit einem Wechsel der Implantate alle 10-15 Jahre gerechnet werden muss, werden nach einer erstmaligen Implantateinlage noch vermutlich mindestens 3 ! Implantatwechsel, sprich Operationen mit entsprechendem finanziellem Einsatz, auf Sie zukommen, wenn Sie ein Leben lang "durchhalten". Was also zählen da noch zusätzliche 6 Monate Wartezeit. In der Realität sagen viele Patienten den Implantaten sowieso irgendwann Goodby und lassen diese ganz entfernen. Die Alternative heißt dann Brustunterfütterung mit eigenem Fettgewebe, um das Volumen beizubehalten. Das ist übrigens auch zum jetzigen Zeitpunkt eine Überlegung wert z.B. wenn man auch überflüssige Fettpolster nach Schwangerschaft(en) loswerden möchte.

Generell, denke ich, geht es darum, dass solch eine Operation nicht frühstmöglich durchgeführt werden muss, sondern wenn es zeitlich optimal für Körper und Seele passt.
 
Viele Grüße aus Köln
Dr. Konstanze Warbanow
www.forum-klinik.de

Antwort an Dr. med. Konstanze Warbanow

Beate  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
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So ehrlich bekommt man selten eine kostenlose Beratung. Finde ich toll. Gruß Beate
Dr.med. Rolf Bartsch  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Wien
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Liebe Ellaenna,
eine Woche lang solltest du dich wirklich schonen und nichts sowie niemanden heben. Jedoch solltest du trotzdem ab dem ersten Tag an langsam mit den normalen Alltagsbewegungen beginnen. Du musst dich wie gesagt bewegen, da sonst alles versteift bzw. verkrampft.

Hier noch die wichtigsten Punkte die zu beachten sind:
🔜 AUSFALLSZEIT: 5-10 Tage, je nach Beruf
💉 TUT ES WEH?: Medium. nur die ersten 1-2 Tage.
🛀 WANN DARF ES NASS WERDEN?: Duschen nach 14 Tage - nach Nahtentfernung
☀ SONNE & SOLARIUM: Sonnenbad nach 2-3 Wochen möglich. Sonnenschutz der Narben so lange sie rot sind 6-12 Monate.
🎊 ERGEBNIS: nach 8-12 Wochen

Liebe Grüße aus Wien

Dr. Rolf Bartsch
Plastischer Chirurg, 1190 Wien

Whatsapp: +  4369... Nr. anzeigen 4369911222000  Telefonnummer
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Ellaenna  |  Visitor  |  Sachsen-Anhalt
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Auch Ihnen ein herzliches Dankeschön für Ihre Hinweise bzw Empfehlungen!
Enjoylove  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
Ich hatte genau im selben alter meine bv und hatte mich immer mit auf’n Boden gesetzt auch zum
Umarmen etc ging alles

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