Kapselfibrose und Studien

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Kapselfibrose und Studien

Annietan  |  Visitor  |  Berlin (mit Stadtbezirken)
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Hallo liebe Ärzte und User,

ich bin sehr verwirrt. Einerseits lese ich das Studien belegen die Implantatoberfläche (texturiert oder nicht) ist wichtig und verringert Kapselfibrosen enorm, andererseits habe ich heute zum Beispiel das gelesen:

"Capsule formation Baker III and IV has nothing to do with the surface of the implants- it is merely due to slow infection with Biofilm producing bacteria, mostly St. epidermidis of the patient ! Read the recent literature on Breast Implants and Biofilm (abstracts at www.pubmed.gov) and use the more natural feeling of silicone gel filled implants with natural feeling - and a vial of antibiotics (any cephalotin) into the implant pocket at the end of the operation."

von Gottfried Lemperle (* 17. Dezember 1936 in Berlin) ist ein deutscher plastischer Chirurg. Er ist seit 1996 Herausgeber des einzigen Handbuchs der Ästhetischen Chirurgie in deutscher Sprache und Gründer der Hilfsorganisation für Plastische Chirurgie, Interplast-Germany e.V.

Wie seht ihr das? Kommt es jetzt mehr auf die Bakterien oder die Textur an? Ich verstehe gar nichts mehr. Leider habe ich zweimal auf der linken Seite eine Kapselfibrose bekommen trotz texturierer Implantate, aber mein Arzt hat ansonsten ein sehr gutes Ergebnis geleistet.
Melli875  |  Visitor  |  Bayern
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Bitte informiere dich auch über BIA-ALCL (Krebs) der überwiegend bei texturierten Implantaten auftritt. Ich denke es kommt auch mit auf dein Immunsystem an und natürlich auch noch weitere Faktoren, ob evtl schon Keime auf den Implantat waren und silikon bleeding, Oberfläche. Bei jeder weiteren Op steigt das Risiko eine erneute KF zu bekommen.
Dr. med. Christina Irene Günter  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  München
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Hallo Annietan, Sie fassen in Ihrem Beitrag die Situation an sich gut zusammen. Leider wissen wir auch heute immer noch nicht was eine Kapselfibrose im Einzelnen auslöst. Es gibt Forschung zu dem Thema, dennoch haben wir noch keine allgemeingültigen Antworten. Das meist was wir wissen ist empirisch beobachtet: So wissen wir das es einige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Kapselfibrose gibt, zB: Infektionen (akute oder eben auch "chronisch" die s.g. Biofilmbildung), Blutergüsse, glatte Implantat, Patientinnen die bereits einmal eine Kapselfibrose hatte, etc. Auch die Lage des Implantates, über dem Brustmuskel und der Zugang, durch den Warzrnvorhof erhöhen das Risiko. Es wird geforscht aber leider haben wir nicht alle Antworten gefunden. Herzliche Grüsse aus München Dr Dr Christina Günter
Prof. Dr. med. Frank-Werner Peter  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin
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Nun, da hat es Sie aber erwischt ....
Die beste Lösung in Ihrer Situation ist es, Polyurethan-beschichtete texturierte Implantate zu verwenden. Das Risiko einer Kapselfibrose ist um den Faktor 5 bis 10 niedriger.
Dies können wir Ihnen gerne anbieten.
Schöne Grüsse
Prof. Dr. Frank-Werner Peter
www.beauty-pro.de
Susanne  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
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Hallo Annietan , aktuell trage ich links seit 8 Jahren mikrotexturierte Implantate und habe eine hauchdünne Kapsel , die bis jetzt keine Veränderungen aufweist , welche auf eine KF hindeuten ! Zuvor hatte ich glatte Implantate , mit denen ich eine KF Baker 4 entwickelt habe , die mir aber keine Schmerzen bereitet hat und die Optik hat mich seltsamer Weise nicht sonderlich gestört !? Ich würde heute nicht mehr so lange warten , denn durch die Kapselentnahme ist einiges von meinem eh schon geringem Eigengewebe verloren gegangen , was wieder andere Probleme mit sich bringt :-( Hattest du nach deinen OP`s ein Antibiotikum ? Hast du schon mal über Lipofilling nachgedacht ?
VG von Susanne
Dr. med. Klaus Ueberreiter und Dr. med. Ursula Tanzella  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Birkenwerder, Berlin, Potsdam
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Vor ungefähr 20 Jahren wurden die Implantate mit rauer Oberfläche entwickelt, da man annahm, dass die Narbenbildung welche als ursächlich für Kapselbildung gesehen wurde dadurch verringert wird. Dies trifft in den ersten Jahren auch zu, aber nach längerer Verweildauer ist der Effekt nicht mehr nachzuweisen. Heute nehmen wir an, dass die so genannte Kapselbildung letztenendes ein Schutzmechanismus des Körpers gegen den sogenannten Biofilm ist, welcher sich auf der Implantatoberfläche bilden kann.
Wenn sie schon zweimal einen Implantatwechsel hatten, wird es auch beim nächsten Implantatwechsel wieder zu der Kapselbildung kommen. Es ist sehr schwer, einen vorhanden Biofilm völlig beim Implantatwechsel zuvermeiden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Klaus Ueberreiter
Dr. med. Jaroslaw Tribull-Potapczuk  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin
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Sehr gute Frage, auf die wir jedoch keine eindeutige Antwort haben. Es gibt mehrere gängige Theorien über die Kapselbildung ( sog. "bacterial coating", oder "silicone bleeding" usw., usw.). Keine davon klärt jedoch die Ursache eineutig. Die Beweislage ist schwierig, zumal immer wieder das altbekannte Problem auftaucht, dass die Koexistenz zweier Faktoren nicht unbedingt deren Kausalität bedeuten muss. Unumstritten ist lediglich, dass Ihr Körper diese Kapsel als eine Immunantwort auf den Fremdkörper selbst bildet. Das an sich ist noch kein Problem und eher ein "Normalfall". Der Handlungsbedarf entsteht erst dann, wenn diese Antwort größere Ausmaße annimmt (Baker-III-IV). Da die eindeutigen Beweise für die Ursache fehlen , stützen sich die Handlungsempfehlungen lediglich auf die bisherige Statistik. Was konkret in Ihrem Fall am sinvollsten zu tun wäre, müssen Sie daher mit dem behandelnden Arzt individuell besprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Tribull

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