Wie lässt sich die Verträglichkeit von Silikon Implantate testen?

Planen Sie einen Eingriff?

Füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus und schicken Sie unverbindlich Ihre persönliche Anfrage an bis zu 4 Spezialisten für diesen Eingriff. Erhalten Sie einfacher eine konkrete Antwort von den Fachexperten der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie: schnell und kostenlos!

Haben Sie den Eingriff hinter sich?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen in einem kurzen Fragebogen mit und helfen Sie anderen, eine Entscheidung zu treffen.

  1. Step 8
  2. Step 9
  3. Step 10
  4. Step 11
  5. Step 12
  6. Step 13
  7. Step 14
  8. Step 15

Was ist Ihre jetzige Körbchengröße?

Welche Körbchengröße wünschen Sie sich?

Welche Brustform gefällt Ihnen?

Wie würden Sie Ihre Brust bezeichnen?

Welche Implantatmarke bevorzugen Sie?

Wann soll die BrustOP stattfinden?

Sind Sie an einer Finanzierung interessiert?

Wollen Sie sich gegen Komplikationen nach der BrustOP versichern?

Wie lässt sich die Verträglichkeit von Silikon Implantate testen?

Strawberry  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
Hallo,

Ich habe ein schlecht ausgefülltes A Körbchen und spiele mit dem Gedanken die Brüste vergrößern zu lassen. Ich habe leider viel über das Thema Breast Implant Illness gelesen, was mich doch ziemlich verunsichert hat. Deshalb möchte ich hier fragen, ob es die Möglichkeit gibt vor einer OP bestimmte Werte zu überprüfen und damit zu schauen ob man zu der Gruppe Menschen gehört, die auf Silikon Implantate reagieren könnte. Wenn ja, welche Werte sollte man da untersuchen lassen? Ich habe jetzt von dem HLA B 27 gelesen aber es gibt wohl auch weitere Werte, die relevant sind. Also falls sich jemand auskennt, wäre nett wenn ich dazu eine Antwort bekommen könnte.
Dr. Adelana Santos Stahl & Priv.-Doz. Dr. Stéphane Stahl  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Saarbrücken
  • 80 Antworten
  • 34 Gefällt mir
Hallo,
nach aktuellem Forschungsstand gibt es keine faktenbasierten Daten über die Entstehung des s.g. "Breast Implant Illness" oder "Silicone Implant Illness". Nach bestem Wissen und Gewissen gibt es keinen Hinweis aus hochwertigen Studien über einen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und Autoimmunerkrankungen. Einzelne Fallberichte lassen keinen Rückschluss über einen Zusammenhang zu. Demnach gibt es keine Laboruntersuchung die auf ein Risiko schließen lässt. Die Informationen aus unsicheren Quellen oder von medizinischen Laien sollten immer mit Fakten aus wissenschaftlichen Studien abgewogen werden. Nichts desto trotz verbleibt immer und bei allem eine Restunsicherheit (siehe auch Zusammenhang von Gehirntumoren und Handystrahlung).
Anders verhält es sich mit dem Brustimplantat-assoziierten anaplastischen Großzell-Lymphom (BIA-ALCL).
Mehr dazu erfahren Sie unter:
https://www.centerplast.de/brust/brustvergroesserung/brustvergroesserung-mit-implantat/
Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. Stahl
CenterPlast Saarbrücken
Fee  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
  • 35 Antworten
  • 59 Gefällt mir
Liebe Dres. Stahl,
weltweit vernetzen sich immer mehr Betroffene von BII. WIR sind die Studie!!! Wenn monetäre Gründe dagegen sprechen, die Augen zu öffnen und all die z.T. schwerst kranken Frauen als "Einzelfälle" und nicht studienbasiert abzutun, stelle ich inzwischen die Grundsätze eines Arztes in Frage. Ich bin eine Betroffene von BII und weiß, wovon ich rede. Müssten Sie auch nur einen Tag wie ich verbringen, würden Sie silche Statements nicht verfassen.
Frauen sillten in ALLE Richtungen umfassend aufgeklärt werden, um eine gut durchdachte Entscheidung treffen zu können!
Mit freundlichen Grüßen,
Fee

Antwort an Fee

Dr. Adelana Santos Stahl & Priv.-Doz. Dr. Stéphane Stahl  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Saarbrücken
  • 80 Antworten
  • 34 Gefällt mir
Liebe Fee,
Es tut mir leid, dass Sie schmerzhafte Erfahrungen nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten machen mussten.
Ich ergreife gerne jede Gelegenheit, um zu einer sachlichen Diskussion beizutragen. Sie haben bereits festgestellt, dass ich sehr umfassend in alle Richtungen auf meiner Internetseite zum ALCL, BII und sonstigen Risiken und Alternativen aufkläre. Das tue ich gerne auch in diesem Forum.
Informationen im Internet können hilfreich sein. Sie ersetzen jedoch nicht ein langjähriges Studium, eine langjährige Ausbildung und viele Jahre der Berufserfahrung. Ich möchte versuchen Ihnen ein paar Konzepte näher zu bringen und bitte um Nachsicht, wenn es mir nicht gelingt auf Fachwörter zu verzichten.
Die Aussagekraft von wissenschaftlichen Aussagen lässt sich in Stufen unterteilen:
Berichte über einen einzelnen Fall und Expertenmeinungen haben eine geringere Aussagekraft als die Berichte über mehrere Fälle (Fallserien). Fallserien haben eine geringere Aussagekraft als die Untersuchung einer Gruppe von Betroffenen und der direkte Vergleich mit nicht Betroffenen (Fall-Kontroll-Studie). Fall-Kontroll-Studien haben eine geringere Aussagekraft als Interventionsstudien. Bei Interventionsstudien werden Menschen untersucht, bevor und lange nachdem Sie einem Risikofaktor ausgesetzt wurden. Die Ergebnisse werden dann mit Menschen verglichen, die in der gleichen Art und Weise und im gleichen Zeitraum untersucht wurden. Die Erkenntnis mehrerer guter und vergleichbarer Interventionsstudien hat die höchste Aussagekraft.
Studien werden ferner nach Qualitätskriterien unterschieden. Die Untersuchung vieler Patienten nach mehreren Jahren und eine sorgfältige statistische Überprüfung sprechen unter anderem für eine gute Studie. Eine Diagnose die auf der Grundlage von Symptomen gestellt wird, ist nicht so gut wie eine Diagnose die durch mehrere Untersuchungen bestätigt wurde. Die Berücksichtigung und Auswertung wechselwirkender Einflussgrößen wie Lebensstil, Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme usw. spricht ebenfalls für eine gute Studie. Die transparente Methodenbeschreibung und die Darlegung von Interessenkonflikten ist in wissenschaftlichen Zeitschriften gängige Praxis (http://www.icmje.org/).
Ursächliche Zusammenhänge werden in der Medizin nach den Bradford Hill Kriterien Untersucht. Für die Erklärung verweise ich Sie aus Platzgründen auf meine Internetseite (https://www.centerplast.de/brust/brustvergroesserung/brustvergroesserung-mit-implantat/). Die Anwendung der hier genannten und international anerkannten Maßstäbe lässt nach heutigem Wissensstand keinen Rückschluss auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten und Autoimmunerkrankungen zu. Das bedeutet nicht, dass es diese Erkrankung nicht gibt, oder dass sich ein Zusammenhang nicht Zukunft nachweisen lässt. Daran wird intensiv geforscht. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, es verbleibt immer und bei allem eine Restunsicherheit.
Erlauben Sie mir noch anzumerken, dass persönliche Angriffe im Schutz der Anonymität nicht zu Ihrer Glaubwürdigkeit beitragen.
Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. Stahl
Dr. Christian Kerpen  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Hamburg
  • 301 Antworten
  • 122 Gefällt mir
Hallo strawberry ,

ja das mit der breast implant illness geht zur Zeit durch die sozialen Netzwerke und ist, ja wie soll man es sagen zweiseitig zu sehen: Zum einen ist es so, dass natürlich die Gruppe der Implantat-Trägerinnen statistisch auch eine Kohorte darstellt die wie die Gesamtbevölkerung auch zu gewissen Prozentzahlen von gewissen Erkrankungen betroffen ist. Hierzu muss man auch wissen, dass die Wahrscheinlichkeit im Laufe seines Lebens einmal eine Episode einer Autoimmunerkrankung zu erleiden so um die ca. 10% liegt. Man hat in der Tat in gewissen Studien aber auch HLA-Antigene gefunden die nur bei Implantat Trägerin auftreten, aber auch nicht bei allen und auch muss ein Antigen nicht immer gleich eine Erkrankung bedeuten. Was man festhalten muss, ist das gewisse Frauen auf Brustimplantate negativ reagieren. Ich selber habe im Laufe der letzten 15 Jahre drei externe Patientinnen mit solchen Symptomen behandelt, bei zwei habe ich die Implantate mit Kapsel komplett entfernt bei einer wurde die Kapsel belassen und es wurde nur neue Implantate einer Markenfirma eingesetzt. In allen drei Fällen waren die Beschwerden wenige Wochen nach der Operation verschwunden  bis deutlich gebessert. Letztendlich müssen hier valide klinische Studien getätigt werden um das Thema weiter auf einer wissenschaftlichen Basis zu erforschen. Man darf nicht vergessen, dass es Millionen von Implantat Trägerinnen gibt die vollkommen gesund und glücklich sind.

Letztendlich ist es Ihre Entscheidung für Ihren persönlichen Fall Risiken und Nutzen abzuwägen.

Beste Grüße aus Hamburg

Ch. Kerpen
Fee  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
  • 35 Antworten
  • 59 Gefällt mir
Lieber Herr Dr. Kerpen,
wir (BII-Betroffenen) tragen bzw. trugen zu einem großen Teil sog. "hochwertige" Implantate und sind dennoch z.T. schwerst krank. Darüber hinaus dürfte die Dunkelziffer weltweit sehr hoch sein, denn die meisten Frauen brauchen Jahre, bis sie ihren Zustand und ihre Symptome erst mit ihren Implantaten in Verbindung bringen. Kapselgewebe im Körper zu belassen, bedeutet für die meisten Frauen, weiterhin krank zu bleiben, denn dort sind u.a.sämtliche von den Inplantaten ausgeschiedenen Toxine gespeichert. Dies belegen etliche von Dr. Blais, Canada, untersuchten Kapseln. Schade, dass weiterhin verharmlost wird, was vielen Frauen die Hölle auf Erden beschert, anstatt hinzuschauen und - wie in Amerika bereits der Fall - und sich auf saubere Explantationen zu spezialisieren. Welche Gründe da wohl im Wege stehen?....
Mit freundlichen Grüßen,
Fee

Antwort an Fee

Dr. Christian Kerpen  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Hamburg
  • 301 Antworten
  • 122 Gefällt mir
Hallo Fee,
leider kann ich nur von den wenigen Studien zu dem Thema berichten und von den wenigen Fällen die ich in den 15 Jahren gesehen und behandelt habe. Ich bezweifle auch nicht das es die BBI gibt, aber die Erkrankungen aus dem rheumatischen und autoimmunen Formenkreis sind sehr vielfältig, diffizil und symptomreich. Ich persönlich habe meine Vorgehensweise angepasst und suche z.B. bei PatientInnen die ältere oder Billigimplantate bekommen haben gezielt nach Symptomen. Zwei meiner Fälle waren wirklich von einem Billighersteller der mir auch sonst schon negativ aufgefallen ist. Aber, wie gesagt, viele Implantatträgerinnen haben auch gar keine Beschwerden und dann kann man auch einen klassischen Implantatwechsel oder Explantation durchführen. Wenn Symptome vorliegen oder es auch einfach der Wunsch ist dann kommt natürlich alles raus. Dies kann natürlich auch Nachteile für die Form bzw. den Wiederaufbau haben. Dies alles muss zwingend in einem ausführlichen Gespräch erläutert werden.
Wie auch die Thematik des ALCL zeigt, dauert es aber immer etwas bis neue Erkenntnisse die breite Masse erreicht haben. Und gerade die "Schönheitschirurgen" ohne plastisch-chirurgische Facharztausbildung und ohne Anbindung an die Fachgesellschaften sind hier natürlich ganz hinten.
Wir bleiben dran und verharmlosen nicht!
Beste Grüße aus Hamburg

Ch Kerpen
Dr.med. Rolf Bartsch  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Wien
  • 369 Antworten
  • 182 Gefällt mir
Liebe Strawberry, vorab lässt sich eine Verträglichkeit/Unverträglichkeit leider nicht feststellen. Wir haben aber auch auf unserer Website einen Blogbeitrag dazu geschrieben https://www.theaesthetics.at/breastillness/, vielleicht hilft dieser zur Aufklärung.

Liebe Grüße aus Wien

Dr. Rolf Bartsch
Plastischer Chirurg, 1190 Wien

Whatsapp: +  4369... Nr. anzeigen 4369911222000  Telefonnummer
Facebook: https://m.facebook.com/bartsch.rolf
Instagram: https://www.instagram.com/drrolfbartsch/
web: www.theaesthetics.at

Weitere Bewertungen

Sabrina 18.09.2019
Zufrieden

Ich hatte eine Tubuläre Brust und eine sehr starke Asymmetrie. Die Rechte Brust war sehr viel tiefer und kleiner als die Linke. Es wurde besprochen das ich B ligt Implantate bekomme, da mein Gewebe sehr schwach und geris... Mehr 

1 Gefällt mir   1 Kommentar  

Brustvergrößerung - Videos zum Thema

Spezialist in Ihrer Nähe