Brust wieder vergrößert nach Mammareduktion / Vergrößerte Knoten in der Brust

Brust wieder vergrößert nach Mammareduktion / Vergrößerte Knoten in der Brust

J.Gold  |  Visitor  |  Berlin (mit Stadtbezirken)
Liebe Ärzte/innen,

Ich habe 2014 meine Brust von 70C/D auf 70B/C verkleinern lassen. Die OP ist sehr gut geglückt, Narben gut verheilt und Brust war auch noch 1,5 Jahre später in er gleichen Größe. Angebliche hat meine Ärztin noch nie eine Brust mit so wenig Fettgewebe gesehen. Damaliges Gewicht vermutlich 53kg.
Nach ca. 2 Jahre leichte Gewichtszunahme (max. 2-3kg, also 55/56kg bei 1,69m) nach Absetzen der Pille (Juvenile) wegen zu häufigen Zwischenblutungen und langsame aber stetige Zunahme der Brustgröße, z.T. Körbchengröße E.
Seit dem Zeitpunkt laufe ich von einem Arzt zum anderen um das Problem zu beseitigen. Ich vermute die Gewichtszunahme hat kaum etwas damit zu tun, sondern das starke Reagieren meines Brustgewebes auf hormonelle Schwankungen. Ich wurde bereits mit folgenden Hormonen behandelt:
- aktuell: Androcur 50mg, Gynokadin als Gel (körpereigenes Östrogen)
- Cabergolin + Bromokreptin (wegen leicht erhöhtem Prolaktin)
- Progestogel
- Angus Castos

Androcur und Gynokadin helfen bis jetzt am besten, können das Problem aber nicht vollständig verhindern. Alle anderen Medikamente habe quasi nichts gebracht. Brust ist immer noch größer als nach der OP, außerdem sehr hart/geschwollen mit Knoten. Habe das Medikament letztens für 2 Monate abgesetzt, nach 1 Monat kam meine Tage, Brust ist wieder extrem gewachsen (Körbchengröße E). Nehme jetzt wieder das Androcur/Gynakodin.

Warum reagiert meine Brust so stark auf hormonelle Schwankungen (auch Stress scheint zu einem Wachstum zu führen)? Meine Mutter hat im Alter von 60 Jahren auch die gleichen Probleme und ganz viele Knoten in der Brust.

Kann man in solchen Fällen nur einen Teil des Brustdrüsengewebes entfernen, ähnlich wie eine Masektomie? Kann ich dann noch Kinder stillen? Bereits in dem Gutachten (OP wurde der KK gezahlt) stand: "Brust tastet sich derb und knotig, insbesondere im unteren äußeren Quadranten." (hier habe ich den meisten Zuwachs an Volumen)
Ich würde ungern nochmal eine komplette Mammareduktion durchführen...
Außerdem: Woher habe ich die Sicherheit, dass die Brust dann nicht schon wieder wächst.

Ich bin Berufstänzerin. Große Brüste sind in meinem Beruf einfach nicht möglich und eine hohe Belastung.
Was kann ich machen? Was passiert genau passiert hormonell in meinem Körper? Die Brustlinie ist außerdem recht tief und die Brüste fallen stark nach außen (dort, wo die Vergrößerungen und Knoten sind).

Für jegliche Hilfe bin ich dankbar, auch Tipps zu wissenschaftlichen Papers oder Endokrinologen/innen, die auf dieses Problem spezialisiert sind. Danke.
Dr. med. Joachim Karl Grab  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Mannheim
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Guten Morgen,
wurde das entnommene Gewebe bei der letzten Reduktion untersucht?
Wenn jetzt erneut Knoten aufgetreten sind, sollen diese sonographisch und feingeweblich ( z. B. durch Stanzbiopsie) untersucht werden.
Von eine Mastektomie würde ich bei Ihrer schlanken Körpersilhouette vorerst abraten , da es schwierig sein kann, Implantate zu „ verstecken“, insbesondere bei Ihrem körperbetonten Beruf!
Eine Form korrigierende, straffende Reduktion sollte unter Entfernung der knotigen Arealen aber eine Verbesserung oder gar Beseitigung des Problems bringen.

Gerne untersuche und berate ich Sie persönlich, wenn Ihnen Mannheim nicht zu weit ist!

Herzliche Grüße!

Dr. med. Joachim Grab
Privatdozent Dr. med. Andreas E. Steiert  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin
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Hallo.
Seien Sie nicht zu besorgt, Drüsengewebe hat im Vrgl. zu Fett immer eine höhere Festigkeit / Resistenz.
Dennoch sind wir bei an Größe zunehmenden Knoten vorsichtig und empfehlen Ihnen daher sich bei einem zertifizierten Brustzentrum vorzustellen (Vivantes-Urban, Charite-Mitte) um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist.
Die weibliche Brust wird durch Hormone gesteuert und unterliegt oft beträchtlichen Schwankungen während des Lebens. Es ist aber individuell sehr, sehr unterschiedlich. Es gibt Frauen, deren Brust, selbst nach den Wechseljahren noch an Größe zunimmt, andere wiederum haben mit sehr starken Schrumpfungen des Drüsengewebes nach Schwangerschaft zu kämpfen, so dass häufig viel Volumen in der Brust verlorengeht und durch Eigenfett und Implantaten wieder aufgebaut werden muß.
Auf Ihren Fotos, soweit beurteilbar, wirkt die rechte Brust größer, insbesondere, wie Sie sagen, nach außen hin, also lateral.
Insgesamt erscheint die Brustwarze bezogen auf die Brust zu hoch; entweder kam es nach der OP zu einem "sacking down" des inneren Drüsengewebes oder die Resektion war unglücklich geplant, denn die Brustwarze sollte im Zentrum der Brust platziert sein.
Ohnehin entnimmt man überwiegend das laterale Gewebe, da es dort am ehesten stört.
Hinsichtlich stillen:
Es ist ja fraglich, ob Sie nach der bereits erfolgten OP noch stillen können ?
Selbstverständlich kann man eine erneute OP durchführen, in der man vorwiegend in der rechten Brust Drüsenanteile außen entfernt und dabei die Größen der Brust angleichen kann. Entsprechend Ihren Vorstellungen kann die Brust auch noch einmal verkleinert werden. Ob Ihre Brüste dann noch einmal an Größe und Volumen zunehmen, bleibt aber ungewiss.
Die radikale Alternative wäre eine subtotale Mastektomie, also Entfernung des Drüsengewebes und ein Aufbau mit Implantaten, dann hätten Sie eine stabile Größensituation, jedoch Fremdmaterial mit dem Risiko einer Kapselfibrose.
Zunächst lassen Sie aber bitte Ihre Brust untersuchen.
Danach kommen Sie gerne in meine Praxis und wir können über alle möglichen Alternativen sprechen.
Beste Grüße
PD Dr. Andreas Steiert
google search: Steiert Berlin

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