Brustverkleinerung und eine potenzielle Krebserkrankung

Brustverkleinerung und eine potenzielle Krebserkrankung

jana75  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
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Hallo,
ich bin schon lange am Überlegen, dass ich meine Brüste verkleinern lasse. Nach beiden Schwangerschaften haben ich Größe E. Bei Körpergröße 157, ständige Nackenschmerznen und Rückenschmerzen.
Es ist aber doch ein großer Eingriff in die Brustgewebe und ich habe Angst, dass sich vielleicht später daraus Krebs entwickelt. Hat jemand vielleicht irgendwelche Studien gelesen, die sich damit beschäftigen?
Danke.
Übringens bin ich 43 Jahre alt.
Dr. med. Hans Bucher  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Nürnberg
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Diese Angst ist sicherlich unbegründet.
Dr. med. Erhan Demir FEBOPRAS, BA  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Köln
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Guten Tag,
Studien zB aus Canada (Plast Reconstr Surg. 1999 May;103(6):1674-81.) konnten aufzeigen, das kein erhöhtes Risiko besteht - im Gegenteil wurde eher ein statistisch reduziertes Risiko aufgefunden - dies dürfte aber eher in einem verbesserten Screening der Patienten (positiv/negativ) liegen als tatsächlich an der Operation einer Brustverkleinerung.

Mit freundlichen Grüßen aus Köln

Dr. Demir
Dr. med.univ. Maria Wiedner  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie  |  Wesseling
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Hallo Jana,

da durch das Entfernen von Drüsengewebe die Menge an potentiell entartbarem Gewebe reduziert wird, sinkt das Krebsrisiko. Aber selbst bei einer vollständigen Entfernung der Brustdrüse, z.B. bei Brustkrebs-Genträgerinnen, bleibt ein Restrisiko, an Brustkrebs zu erkranken. Daher sind v.a. bei familiärer Belastung, d.h. Brustkrebs in der nahen Verwandtschaft, insbesondere in jüngeren Jahren, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen notwendig. Vor einer Operation ist auf jeden Fall eine Mammographie und Sonographie notwendig. Gerne berate ich Sie persönlich im Krankenhaus Wesseling. Herzliche Grüße, Dr. Maria Wiedner
MUDr. Josef Kulhánek MBA  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Prag
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Hallo Jana,

sind keine Beweise das diese OP ist mit Brustkrebs verbunden. Dann keine Angst davon.

Viele Grusse

Kulhanek Prag
Dr. Adelana Santos Stahl & Priv.-Doz. Dr. Stéphane Stahl  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Saarbrücken
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Eine gute Frage, die von den Kollegen bereits hinreichend beantwortet wurde. Ihre Frage wirft eine weitere Frage auf, die Sie mit Ihrem Chirurgen besprechen sollten:
Ist eine Untersuchung des entfernten Gewebes notwendig?
Bei Patientinnen bei denen das entfernte Brustgewebe feingeweblich untersucht wird, finden sich in ca. 14% der Fälle Brustkrebsvorstufen und in ca. 2 % der Fälle Brustkrebs (Mastroianni M, et al. Plast Reconstr Surg. 2019 Feb;143(2):271e-275e). Eine feingewebliche Untersuchung sollte bei Patientin, die Brustkrebs in der Vergangenheit hatten oder Patientinnen über dem 50. Lebensjahr erwogen werden.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. Stahl
CenterPlast Saarbrücken
Dr. med. Paul J. Edelmann  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Frankfurt
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Mir ist keine wissenschafltiche Studio bekannt, Jana, die ein erhöhtes Krebsrisiko nach Brustreduktionsplastik nachgewiesen hat.
Aus meiner Sicht sind Ihre Bedenken unbegründet.

Beste Grüße aus Frankfurt,

Dr. med. Paul J. Edelmann.
http://www.praxis-edelmann.de
jana75  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
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Ich danke vielmals für die Antworten.

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