Erneute Brust OP möglich ohne Vorbericht?

Erneute Brust OP möglich ohne Vorbericht?

mondschein  |  Visitor  |  Wien
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Liebe Ärzte
Ich habe vor 16 Jahren meine Brust nach einer Schwangerschaft in Tschechien straffen lassen.
Vor 8 Jahren hatte ich meine 2. Schwangerschaft und meine Brust hängt leider wieder etwas aber noch mehr stört mich, das sie zu groß ist.
Jetzt würde ich gerne eine Brustverkleinerung machen lassen.

Ich habe eine Kostenübernahme von der Krankenkasse bekommen allerdings sagt der Arzt bei dem ich schon ein Erstgespräch hatte, er braucht ein OP Bericht von der Bruststraffung vor 16 Jahren wo drinnen steht wie die OP durchgeführt wurde . Ob die obere Blutzufuhr durchtrennt wurde oder die untere. Damit es nicht zu Durchblutungsstörung kommt und die Brustwarzen absterben. Ich hoffe ich habe dass jetzt richtig beschrieben.

Leider habe ich ein großes Problem das zu bekommen, den die Privatklinik in Brün gibt es seit ca. 6 Jahren nicht mehr und die Ärztin, die mich damals dort operiert hat, hat danach in einer anderen Klinik operiert, wo ich auch schon angerufen habe. leider ohne Ergebnis, die Ärztin ist schon seit 2 Jahren in Pension.

Meine frage ist, gibt es dennoch eine Möglichkeit eine erneute Brust Op durchführen zu lassen. Ich habe gehört, dass sowas nach so langer zeit normal wieder zu wächst und keine Probleme bereiten sollte. Stimmt das?

LG Slavi
Dr. med. Steffen Handstein  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Dresden
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Hallo mondschein,
die von Ihnen geschilderte Situation ist leider unter den Bedingungen nicht ganz außergewöhnlich, deshalb besteht beispielsweise in Deutschland die Verpflichtung Unterlagen nach operativen Eingriffen bis zu 30 Jahre zu archivieren. Die Information, dass "nach so langer Zeit" nach einer Brustverkleinerung alles wieder normal "zu wächst", ist allerdings sicher nicht richtig. Deswegen wäre es natürlich sehr sinnvoll, wenn Ihr behandelnder Plastischer Chirurg Informationen zur Operationstechnik des ersten Eingriffs hätte, damit man bei der jetzt von Ihnen geplanten zweiten Operation die nötigen Informationen hat, um mit einer daran angepassten OP-Technik Komplikationen z. B. Durchblutungsstörungen und ein daraus folgendes Absterben von Gewebeanteilen wie etwa der Brustwarze vermeiden kann. Prinzipiell ist eine weitere Bruststraffung/-verkleinerung in einer Situation wie bei Ihnen durchaus möglich. Die Wahl der Technik ist aber sehr abhängig von Ihrem aktuellen Befund, was man selbstverständlich über dieses Medium nicht, sondern nur im Rahmen einer persönlichen Konsultation sinnvoll beurteilen kann. Gleichwohl erfordert eine erneute Operation in diesem Zusammenhang sehr viel Erfahrung des Plastischen Chirurgen, damit insbesondere diese Risiken so gering wie möglich gehalten werden. Im Zweifel ist es nicht verkehrt, dass Sie sich noch eine zweite Meinung einholen sollten.
Viele Grüße

Dr. Steffen Handstein
Vizepräsident VDÄPC (Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen)
Chefarzt
Klinik für Plastische, rekonstruktive und Brustchirurgie
Leiter Mammazentrum Ostsachsen
Städtisches Klinikum Görlitz
Girbigsdorfer Straße 1-3
02828 Görlitz

Praxis Königspark Dresden
Franziska-Tiburtius-Straße 8
D-01326 Dresden
Germany
praxis@praxis-koenigspark.de
www.praxis-koenigspark.de
Dr. med. Paul J. Edelmann  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Frankfurt
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Vorbehaltlich einer klinischen Untersuchung und unter Berücksichtigung dessen, dass vor 16 Jahren lediglich eine Mastopexie (Bruststraffung) - "...Brust nach einer Schwangerschaft in Tschechien straffen lassen..." - und keine Brustreduktionsplastik (Brustverkleinerung) vorgenommen wurde, sollte die Blutversorgung der Brust weiterhin erhalten sein.
In diesem Fall spräche nichts gegen eine sekundäre Mastopexie mit oder ohne Brustreduktionsplastik.

Beste Grüße aus Frankfurt,

Dr. med. Paul J. Edelmann.
http://www.praxis-edelmann.de
Fran  |  Visitor  |  Bayern
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Hallo Mondschein,

ich habe denselben Fall. Ich hatte vor 35 Jahren bereits eine BV-OP, allerdings hier in einem Uni-Klinikum in meiner Heimatstadt. Ob die Unterlagen dort nach 35 Jahren noch beschaffbar gewesen wären wage ich zu bezweifeln.

Nun liess ich nochmals eine Brustverkleinerung durchführen.
Mein Operateur hat die "Gegebenheiten" in meiner Brust während der OP "eruiert". Unterlagen wollte oder brauchte er diesbezüglich keine. Und es hat alles sehr gut funktioniert.

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