KK-Kostenübernahme bei Brustverkleinerung aufgrund schwerer Atemwegserkrankung?

KK-Kostenübernahme bei Brustverkleinerung aufgrund schwerer Atemwegserkrankung?

Jule  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
  • 2 Antworten
Guten Tag,

ich möchte versuchen bei meiner Krankenkasse (AOK BaWü) die Kostenübernahme einer Brustverkleinerung zu erreichen.

Mein Problem ist folgendes:
Ich habe Mukoviszidose (Cystische FIbrose=CF) und leide aufgrund dieser Grunderkrankung schon an starken Atemeinschränkungen. Meine große Brust verstärkt meine Symptome immer mehr:
Aufgrund der großen Brüste bin ich gezwungen entsprechende BHs zu tragen, welche meine Atembewegung mehr und mehr einengen (meine Lungenfunktion ist bereits bei unter 60 % FEV1).
Auch führt die große Brust dazu, dass ich stets "gebeugt" stehe/sitze. Dies beeinträchtigt meine Atmung. Zudem ist meine Atemhilfsmuskulatur durch meinen, durch die Mukoviszidose geprägten, Brustkorb dauerverspannt und extrem schmerzhaft, was durch die große Brust eindeutig nochmals forciert wird.
Kein BH tragen ist aufgrund der Schmerzen keine Option.
Sport, der für meine Grunderkrankung extrem wichtig wäre, ist aufgrund starker Schmerzen kaum möglich, denn auch der teuerste und beste Sport-BH kann eine schwere Brust nicht erleichtern. Aber vor allem die beeinträchtigte Atmung ist meine größte Einschränkung, welche im Hinblick auf den vorbestimmten Verlauf meiner Grunderkrankung definitv immer mehr zunehmen wird.
Abnehmen ist ebenfalls keine Option: ich bin 1.73 m groß und wiege 63 kg (BMI=21). Mein Mukoviszidose-Krankheitsverlauf wird durch geringes Körpergewicht negativ beeinflusst. Die so wichtige Gewichtszunahme, welche meinen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen würde, vermeide ich, da bei jeder Gewichtszunahme meine Brust größer wird.
Ich habe derzeit Größe 70 F, vor und während der Menstruation ein noch größeres Körbchen.

Ich habe noch keinen Antrag bei der Krankenkasse gestellt. Mein Vorhaben war, dass ich meine Mukoviszidose-Ärztin und meine Physiotherapeutin mit ins Boot hole. Da ich aufgrund der völlig verkrampften und verhärteten Atemhilfsmuskulatur neurologische Auffälligkeiten in der Muskulatur habe, muss ich einen Neurologen konsultieren, welchen ich evtl. ebenfalls um eine Stellungnahme bitten könnte.

Hat schonmal jemand aufgrund einer Atemwegserkrankung (in meinem Fall leider eine tödllich verlaufende Erbkrankheit) eine solche Kostenübernahme von der KK gestattet bekommen?

Ich bin gerne auch offen für Tipps, wie ich eine Ablehnung vermeiden bzw. meinen Antrag bestens formulieren/vorbereiten kann?

Ich möchte noch betonen: In meinem Fall handelt es sich ja nicht um eine Erkrankung wie Asthma, wo die Einschränkung hauptsächlich während eines Anfalls auftreten. Ich lebe mit den Symptomen leider 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Heilung gibt es keine.
Privatdozent Dr. med. Andreas E. Steiert  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Berlin
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Hallo. Ich denke, dass das in Ihrem Fall kein Problem sein sollte. Aber bitte beachten Sie:
1. Lassen Sie sich nur in einer Einrichtung operieren, in der mögliche Komplikationen beherrscht werden und im besten Fall auch CF-Spezialisten vor Ort sind.
2. daraus ergibt sich auch, wer Ihr Indikationsschreiben, welches fundiert mit entsprechender Sachkenntnis verfasst sein müsste, erstellen sollte.

Wo kommen Sie her?
Mit freundlichen Grüßen
www.steiert.berlin
PD Dr A Steiert
Jule  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
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Guten Tag Herr Dr. Steiert,

vielen Dank für Ihre Einschätzung.
Ich komme aus dem Raum Stuttgart, bin hier auch in Behandlung in einer Mukoviszidose-Ambulanz.
Dr. med. Sixtus Allert  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Hameln, Hannover
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Hallo,
Sie sollten mit allen Befunden zu einem Plastischen Chirurgen mit Kassenzulassung in einer Klinik mit allen Versorgungsmöglichkeiten gehen. Dieser wird nach Untersuchung und Beratung einen Kostenübernahmeantrag stellen, in dem alle relevanten Details stehen. Ihre Fragestellung ist vor allem eine anästhesiologische - denn die Kollegen der Narkoseabteilung kümmern sich um Ihre Atemwege während der OP und ggf auch danach.
Mit Ihrer angeborenen schweren Erkrankung der Lunge sind auch geringste Risiken in dieser Richtung gegen die Möglichkeiten einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität ehrlich abzuwägen. Und dabei helfen Ihnen die genannten Abteilungen einer Klinik.
Beste Grüße
Dr Sixtus Allert
Jule  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
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Guten Tag Herr Dr. Allert,
ja, das ist natürlich ein zu bedenkender Faktor.
Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.
Estetik International Health Group  |  Premium member  |  Istanbul
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Semra für dieser Frau habe ich wirklich keine Anhung. sie ist krank und kann keine OP an die brüsten machen aber sie hat schmerzen von die brüsten , normale weisse ein brust verkleinerung

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