Kostenübernahme der Brustverkleinerung mit 47 Jahren, 1.67 m, 89 kg

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Kostenübernahme der Brustverkleinerung mit 47 Jahren, 1.67 m, 89 kg

Felibi69  |  Bayern
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Hallo

Ich bin 47 Jahre alt , 1.67m groß und wiege derzeit leider 89 kg.
Im Okt 2014 wurden bei einer gynäkologischen Untersuchung , axillaren Lymphknotenmetastasen aufgrund eines Mamma CA's (histologisch 2x gesichert) festgestellt.
Allerdings hat man trotz aller diagnostischer Verfahren (Mammographie, Thomosynthese, Mamma MRT, PET CT) kein Primärtumor gefunden.
Allerdings wurde beim Mamma MRT eine Läsion auf 10 Uhr in der linken Brust gesehen.
Jetzt im Rahmen der Vorsorge wurde wieder eine Läsion im MRT gesehen.
Da ich wie gesagt eine sehr große Brust habe ( 90 E) und durch die Bestrahlung die linke Brust etwas größer ist, ich weiß, dass durch die Reduktionsplastik das Krebsrisiko minimiert werden kann, ich schon zwei Bandscheibenvorfälle habe, wurde die Kostenübernahme vom MDK abgewiesen.
Ich habe alle diagnostischen Befunde, Attest eines niedergelassenen plastischen Chirurgen, Attest meines Gyn mitgesendet.
Begründung : Gewicht zu reduzieren und wieso ich nun fast drei Jahre nach meiner Diagnose darauf komme bzgl einer Brustverkleinerung .
Jetzt habe ich wieder ein Schreiben verfasst mit dem Befund vom Sommer 2016 (Mamma MRT) , indem ich auch erwähnt habe, unter Antihormontherapie leider an Gewicht zuzunehmen ....etc
Wohl geht das nun ans Sozialgericht.
Gibt es noch andere Möglichkeiten - wenn dies dann dort auch abgewiesen wird????
Ich weiß echt nicht, wie krank man sein muss, dass die Kasse die Kosten trägt.
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Dr. med. Sixtus Allert  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Hameln, Hannover
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 |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Hameln, Hannover
Hallo,
es ist bekannt und vielfach dokumentiert, dass gerade Brustverkleinerungen das Risiko für Brustkrebserkrankungen deutlich senken, weil vor allem aus den beiden oberen Quadranten der Brust - dort, wo statistisch die meisten Primärherde auftreten - Gewebe entfernt wird. Möglicherweise hat sich dieser Zusammenhang aber noch nicht bis zu den Versicherungen herumgesprochen.
Bei Ihrer Befundkonstellation würde ich aber auch nicht auf Einsicht Ihrer Kasse warten. Stellen Sie sich in einem senologischen Zentrum vor, dort werden Patientinnen mit Befunden wir Ihren gemeinsam von Frauenärzten und Plastischen Chirurgen behandelt.
Eine Therapie des Brustkrebses (ein bisschen technisch: das muss die "führende" Diagnose sein, nicht die "zu grosse Brust") ist eine "befundangepasste Verkleinerung im Sinne einer Brustrekonstruktion". D.h die OP wird nicht zuerst zur Verkleinerung durchgeführt, sondern die Verkleinerung wird erstens zum Entfernen des Knotens, zweitens zur gleichzeitigen Rekonstruktion der Brust durchgeführt. Das sind klare medizinische Indikationen, die die Kasse nicht negieren kann.
Beste Grüße
Dr Sixtus Allert

Antwort an Felibi69

Katzenfreund  |  Baden-Württemberg
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Hallo Sabine,

ich wünsche Dir wirklich, dass Du auf dem vorgeschlagenen Weg über so ein Zentrum weiterkommst. Viel Glück und Durchhaltevermögen dafür.

Gruß Gaby
Spezialist in Ihrer Nähe