Was gibt es für „Filler“, die erlaubt und unbedenklich sind?

Was gibt es für „Filler“, die erlaubt und unbedenklich sind?

FAQ
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Welche Füllmaterialien stehen mir heute zu der Behandlung meiner Falten zur Verfügung?
Dr. med. Nikolaus Linde  |  Premium member  |  Zürich, St. Gallen
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An erster Stelle der „Filler“ stehen die Hyaluronsäuren, deren Hersteller inzwischen so zahlreich sind, dass der Markt unübersichtlich geworden ist. Man darf aber sagen, dass die Qualität von CE zugelassenen sog. vernetzten Hyaluronsäuren (diese sind chemisch so verändert, dass sie Monate bis Jahre halten) allesamt unbedenklich sind. Mit Hyaluronsäuren hat man inzwischen seit über 30 Jahren gute Erfahrung. Hyaluronsäuren kann man für alle Falten verwenden, ohne auf spezielle Gegebenheiten zu achten. Neben der Hyaluronsäure gibt es dann noch injizierbares Polylactat, Sculptra genannt, dass teilweise aufgrund früherer falscher Anwendungen ein schlechtes Image hat, inzwischen aber unbenklich verwendet werden kann, sofern man es tief spritzt, also zum Auffüllen ganzer Gesichtspartien verwendet. Sculptra hält bis zu zwei Jahren (manchmal auch länger). Eine andere langanhaltende Substanz Hydroxylapaptit oder auch Radiesse genannt, eignet sich auch für langanhaltende Ergebnisse wenn es um die Betonung von Konturen geht wie z.B. Kieferkante oder Jochbogen. Zum Aufspritzen einfacher Falten eignet es sich nicht, weil es tief plaztiert werden muss. Eigenfett ist ein weiterer „Filler“, das sich immer mehr durchsetzt. Richtig angewendet bleibt oftmals 70% des gespritzten Volumens für Jahre oder sogar für immer. Der Nachteil bei Eigenfett ist, dass man es vor der Injektion zuerst gewinnen muss, wofür eine kleine Fettabsaugung notwendig wird. Eigenfett eignet sich nicht für kleine Fältchen sondern zur Volumengabe im Gesicht. Die neueste Behandlungsform von Gesichtsfalten besteht darin, PRP, also Blutplasma zu spritzen, das mit Blutplättchen angereichert ist. Hierfür ist eine einfache Blutentnahme notwendig und das PRP wird dann durch die Zentrifugation gewonnen. Allerdings benötigt es mehrere Behandlungen bis das gewünschte Ergebnis erzielt werden kann.

Kollagen, Silikon und andere dauerhaften Implantate sind in Europa so gut wie vom Markt verschwunden, weil sie teilweise ihre Zulassung verloren haben oder wegen schwerster Komplikationen ein ganz negatives Image bekommen haben.

Herzliche Grüße

Dr. Linde

http://www.drlinde.com/

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