Schmerzen bei VNUS Closure

Schmerzen bei VNUS Closure

Alex  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
  • 3 Antworten
Hallo ,
ich habe in den nächsten Tagen einen Termin zur Venenbehandlung.
Mein Arzt macht es in lokaler Betäubung.
Ich habe jedoch bedenken der Schmerzen während der Behandlung.
Wieviel oder was merkt man dabei
Dr. med. Martin Pelle  |  Premium member  |  Phlebologie  |  Wohlen
  • 69 Antworten
  • 5 Gefällt mir
Hallo Alex,

Also die VNUS closure Behandlung ist eine wirklich schonende und schmerzarme Behandlung. In den Händen eines erfahrenen Operateurs ist es durchaus in örtlicher Betäubung mit der sogenannten Tumeszensanästhesie möglich. Es gibt allerdings neuere noch schonendere Verfahren mit gleich guten Ergebnissen wie das VNUS closure Verfahren: das ClariVein-Verfahren. Hier ist noch nichteinmal eine örtliche Betäubung notwendig. Schauen Sie mal im Internet unter www.krampfaderleiden.com oder auf meiner Homepage.
Ich führe diese Behandlung seit Nov.2011 regelmässig durch, mit grossem Erfolg und sehr zufriedenen Patienten. Der grosse Vorteil liegt darin, dass man sofort am nächsten Tag wieder arbeiten kann und nur 2 Tage die Stützstrümpfe tragen muss.

Herzliche Grüsse

Dr. med. Martin Pelle
Praxis für Chirurgie

Alex  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
  • 3 Antworten
Hallo Herr Dr. Pelle,
vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Seit nun einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem Arzt, der mit der Methode "VnusClosure" erfolgreich arbeitet. Immer wieder wurde ich vertröstet. Hätte ich gewußt, dass es noch eine schonendere Methode gibt, hätte ich bestimmt diese gewählt.Was mich nun noch stutzig macht ist die Aussage, dass ich den Strumpf nach dem Eingriff noch mindestens sechs Wochen trägen müsse. Ist das wirklich nötig?
Gruß Alex Seim

Antwort an Alex

Dr. med. Martin Pelle  |  Premium member  |  Phlebologie  |  Wohlen
  • 69 Antworten
  • 5 Gefällt mir
Hallo Alex,

die VNUS closure Behandlung wende ich nun schon seit 2008 an und habe mehr als 600 Behandlungen durchgeführt. In der ganzen zeit habe ich all meinen Patienten nur für 2 Tage einen Stützstrumpf verordnet. Länger ist nur dann notwendig, wenn auch zusätzlich eine Insuffiziens der tiefen Beinvenen vorliegt, was aber bei Ihnen wohl nicht der Fall ist.
Das schonendere Clarivein-Verfahren wende ich, wie gesagt, seit November 2011 an und es ist in meinen Augen eine absolute Bereicherung des Spektrums und hat viele Vorzüge gegenüber dem VNUS closure Verfahren. Fragen sie ihren Chirurgen, wieviel Erfahrung er hat mit dem VNUS closure Verfahren.
Leider ist die Schweiz wahrscheinlich zu weit weg für sie, ansonsten kann ich ihnen anbieten, den Eingriff hier machen zu lassen. Ich kann ihnen eine Wochenendbehandlung anbieten.
Sie können mich auch gerne mal anrufen, wenn Sie mehr wissen möchten.
Herzliche Grüsse

Dr.med. Martin Pelle

Antwort an Dr. med. Martin Pelle

Alex  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
  • 3 Antworten
Hallo Herr Dr. Pelle,
nun habe ich den Eingriff hinter mich gebracht und die Befürchtung der Schmerzen war unbegründet. Ich muss aber sagen, dass der Eingriff nicht erfolgreich war. Der Chirurg hat die erkrankte Vene nicht getroffen und somit wurde der Eingriff nach fast einer Stunde abgebrochen.
Gerne würde ich ihr Angebot annehmen und mich in "erfahrene Hand" begeben, aber das scheint wohl nicht möglich, weil ich in Deutschland über die normale Krankenkasse ( BKK Novitas ) versichert bin und ich nicht glaube das die einen Eingriff in der Schweiz bezahlen würden.
Bedanken möchte ich mich aber trotzdem für ihre Antworten.
MfG
Alex Seim

Antwort an Alex

Dr. med. Martin Pelle  |  Premium member  |  Phlebologie  |  Wohlen
  • 69 Antworten
  • 5 Gefällt mir
Hallo Frau Seim,

schade,dass es nicht geklappt hat. Es ist leider so, dass es hin und wieder bei diesem Verfahren Schwierigkeiten bei der Punktion gibt, es gibt dann allerdings noch die Möglichkeit über eine kleine Inzision (5mm bis 1cm lang) die Vene darzustellen und so die Behandlung trotzdem zu einem guten Ende zu bringen. Eine andere Möglichkeit ist, den Eingriff in Narkose durchzuführen.
Mein Angebot steht, sie sind bei mir willkommen. Sie können bei Ihrer Krankenkasse anfragen, ob der Eingriff auch in der Schweiz bezahlt wird, wenn er nicht teurer als in Deutschland wäre. D.h. ich würde ihnen den Eingriff zu deutschen Konditionen anbieten.
Mit freundlichen Grüssen
Dr.med.Martin Pelle

Antwort an Dr. med. Martin Pelle

ochjo  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
  • 1 Antworten
der mann ist ja ganz scharf auf kundschaft. scheint ja sehr erfolgreich..die

Antwort an ochjo

Dr. med. Martin Pelle  |  Premium member  |  Phlebologie  |  Wohlen
  • 69 Antworten
  • 5 Gefällt mir
Ich bin, wie Sie richtig festgestellt haben, ein grosser Befürworter dieser neuen Behandlungsmöglichkeiten des Krampfaderleidens. Ich beschäftige mich nun schon seit mehr als 20 Jahren mit der Behandlung von Krampfadern und wende seit 2008 diese neuen Kathetertechniken an. Mittlerweile habe ich mehr als 1000 Behandlungen durchgeführt und bin immer wieder auf`s neue von den guten Ergebnissen, der schnellen Beschwerdebesserung und der Patientenzufriedenheit begeistert.
Bei gleich guten, wissenschaftlich bewiesenen, Ergebnissen, kann diese Technik in ca. 95% der Fälle die herkömmliche Varizenoperation ersetzen. Die Vorteile sind, dass es die, bei der grossen Varizenoperation doch hin und wieder auftretenden schwerwiegenden Komplikationen, nicht gibt. Der patient braucht keine Narkose, sondern nur eine örtliche Betäubung, er hat viel weniger Schmerzen nach der OP, er hat nahezu keine Narben und muss nur 2 Tage lang Stützstrümpfe tragen. Ein Tag nach dem Eingriff kann man alle Aktivitäten wieder aufnehmen.
Kurzum, es ist ein sehr schonendes Verfahren mit ausgezeichneten kosmetischen Ergebnissen ohne Narben, und es ist volkswirtschaftlich gesehen erheblich billiger als die herkömmliche Operation. Daie Technik ist nicht ganz einfach, daher ist es wichtig eine Chirurgen zu finden, der diese Operation häufig durchgeführt hat.
Freundliche Grüsse,
Dr.med. Martin Pelle

Antwort an Dr. med. Martin Pelle

Alex  |  Visitor  |  Nordrhein-Westfalen
  • 3 Antworten
Hallo Herr Dr. Pelle,
anfang September habe ich den nächsten Termin zur Operation bei meinem Arzt. Nach einem nochmaligen Gespräch mit ihm sagte er mir, dass ich den Strumpf dann mindesten 6 Wochen tragen müsse. Gibt es irgendwelche medizinische Gründe für diese lange Zeit und warum verordnen Sie nur zwei Tage? Es ist doch die gleiche Metode der Operation. Ich habe die Frage zwar schon mal angeschitten, aber so ganz verstehe ich das nicht.
Gruß Alex Seim

Antwort an Alex

Dr. med. Martin Pelle  |  Premium member  |  Phlebologie  |  Wohlen
  • 69 Antworten
  • 5 Gefällt mir
Guten Tag Frau Seim,
ich verstehe Ihre Verwirrung hinsichtlich der widersprüchlichen Empfehlungen zur Kompressionstherapie nach der Varizenbehandlung mit dem VNUS closure Verfahren. Bei der herkömmlichen Strippingoperation war es immer so, das eine Kompressionsbehandlung für 6 Wochen empfohlen wurde. Da bei dieser doch eingreifenden Operation im Bein eine nicht unerhebliche Wundfläche mit Blutergussbildung geschaffen wurde und es auch zu Lymphabflussproblemen durch abgerissene Lympfgefässe kam, war hier eine 6-wöchige Kompressionsbehandlung sinnvoll und notwendig.
Bei den neuen Katheterverfahren, wie dem VNUS closure Verfahren, fällt diese grosse Wundfläche weg und es kommt auch nicht zu einem Lymphabflussproblem. Es gibt daher keine wirkliche medizinische Begründung für eine langfristige Kompressionsbehandlung. Auch gibt es in der entsprechenden medizinischen Literatur keinerlei Empfehlung zu einer langfristigen Kompressionsbehandlung bei dem VNUS closure Verfahren. Ich habe bei 98% meiner zahlreichen Patienten seit 2008 eine Kompressionsbehandlung für 2 Tage verordnet und habe ausgezeichnete Ergebnisse gesehen und keinerlei Nachteile durch eine möglicherweise zu kurze Dauer. Vergleichen kann ich die Ergebnisse durchaus, da ich von 1991 bis 2007 die Strippingoperation durchgeführt habe.
Wie überall gibt es allerdings Ausnahmen: liegt z.B. als Begleiterkrankung eine Störung des Lymphgefäss-Systems vor oder eine Insuffiziens (Schwächung) des tiefen Beinvenensystems oder liegen andere Weichteilerkrankungen vor, dann kann durchaus eine längere Kompressionsbehandlung erforderlich und nützlich sein.
Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen verständlich beantworten. Fragen Sie Ihren Arzt, warum er eine längere Kompressionsbehandlung für notwendig erachtet, wahrscheinlich hat er einen guten Grund hierfür. Ein guter Arzt wird Ihnen Ihre Fragen nicht verübeln und sie entsprechend beantworten.
Alles Gute und viel Erfolg bei der Operation.
Dr.med. Martin Pelle
PD Dr. med. Jakob Bodziony  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Luzern
  • 47 Antworten
  • 3 Gefällt mir
Die VNUS Closure Methode ist verhältnissmässig zur z.B Stripping-Operation relativ schmerzarm. Man muss aber sagen, die Schmerzempfindung ist bei jedem anders. Machen Sie sich keine Sorgen über Schmerzen, die Lokalanästhesie ist sehr effektiv und wirkt schnell.

Weitere Bewertungen

Zufrieden

Ich habe mir vor einigen Wochen bei Herrn Dr. Pelle in der Schweiz an den Krampfadern operieren lassen. Er hat das VNUS closure Verfahren angewendet. Von Begin hatte ich grosses Vertrauen, das in keinster Weise entäuscht... Mehr 

VNUS Closure

93% Zufriedenheit. Insgesamt 15 Erfahrungen.

Spezialist in Ihrer Nähe