Stirnfalten Botox-Alternativen?

Stirnfalten Botox-Alternativen?

Isi88  |  Visitor  |  Hessen
Guten Tag,

ich habe ganz feine beginnende Stirnfalten (nur bei gutem Licht erkennbar) und habe Angst vor einem hängenden Lid nach Botox, auch wenn es eine sehr seltene Nebenwirkung ist. Daher drei Fragen: 1.) gibt es irgendeine erfolgsversprechende Alternative zu Botox im Bereich der Stirn? 2.) kann man das Risiko dadurch ausschalten, dass man eine sehr, sehr kleine Menge (z.B. 5 Einheiten) spritzt? 3.) wie kann man eine persönliche Überempfindlichkeit gegenüber Botox testen?

Für Antworten wäre ich Ihnen sehr dankbar!
Dr. med. Stephan Günther  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Düsseldorf
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Hallo Isabella,

also 1. gibt´s bei Botox-Behandlungen an der STIRN kein hängendes Lid, allenfalls bei Botox-Behandlungen an der Braue oder Zornesfalte.
Zweitens wird man an der Stirn sowieso immer mit einer kleinen Dosis anfangen (3-4-5 Einheiten) und ggf. später steigern.
Alle wirksamen Alternativen, wie z.B. Haluron, haben auch ihre Risiken, wie Knübbelchen oder Gefäßverschluß ... sind also in meinen Augen nicht wirklich die optimale Wahl.

Sonnige Grüße
Dr. Günther
Dr. med. Paul J. Edelmann  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Frankfurt
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Ein "Botox-Allergietest" kann im Bereich des Unterarms vorgenommen werden.

Eine Injektion von 5 Einheiten Botulinumtoxin sind wirkunglos, um Teile des Musculus frontalis zu deaktivieren.

Ein dauerhafte Ergebnis erreichen Sie mit einem endoskopisch assistierten Stirnlift, Isi.
Hierbei erfolgen 2-3 kleine Schnitte im Haarbereich, die postoperativ nicht erkennbar sind. Die Stirn wird unter Sicht unterminiert (freipräpariert) und leicht angehoben.

Gerne berate ich Sie in meiner Sprechstunde - auch Samstags.

Beste Grüße aus Frankfurt,

Dr. med. Paul J. Edelmann.
http://www.praxis-edelmann.de
Dr. med. Patrice Moubayed  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Bad Wildungen
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bei einer überdosierung kann es schon zu einer hängenden braue führen, die konsekutiv zu einem pseudo- schlupflid führen kann, also ist die sorge nicht unberechtigt. allerdings wird mit kleinen dosierungen angefangen und wenn nicht zu nah an der braue gespritzt, ist das risiko sehr übersichtlich. zu einem späteren zeitpunkt des lebenszyklus wird natürlich auch die indikation eines stirnlifts mit einkerbung des frontalis muskels in betracht gezogen, aber da sind sie mit ihren 'beginnenden falten' sicher noch nicht! allergietests können zu eigenkosten durchgeführt werden, aber führen in seltensten fällen zu einem positiven ergebnis.
LG
Dr. med. Christina Irene Günter  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  München
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Hallo Isi88, wenn man es genau nimmt, gibt es zwei Ursachen von queren Stirnfalten: bei jungen Leuten ist es in der Regel die lebhafte Mimik, da können sie schon relativ früh im Leben auftreten. Diese Stirnfalten sind sehr vorsichtig und mit der Dosierung sehr zurückhaltend u.U. mit Botox behandelbar, ohne dass man sich zu viele Sorgen machen muss, dass es zum Schlupflid kommt. Bei fortgeschrittenem Alter ist die Ursache zumeist eine andere: unsere Haut wächst unser Leben lang und wird uns daher zu Gross. Ab ca. Mitte Dreissig beginnt es dann meistens im Gesicht sichtbar zu werden. Häufig sind da dann die queren Stirnfalten ein erstes Zeichen. Diese entstehen aber dadurch, dass der grosse Stirnmuskel (M. frontalis) die Haut der Stirn reflektorisch hochzieht, damit kein Schlupflid entsteht. In der Situation rate ich eher von Botox ab und zur Alternative zu Botox: einem Stirnlift oder u.U. auch mal zu einer Lidstraffung. Manchmal kann hier auch ein Medizinisches Peeling zielführend sein, letztlich kann man das aber nur im persöhnlichen Beratungsgespräch beurteilen. Hyaluronsäure ist nie eine Alternative zu Botox, weil sie eine andere Wirkung hat (Botox "beruhigt" die Muskelaktivität, Hyaluronsäure füllt auf). In der Stirn ist das Unterspritzen mit Hyaluronsäure zudem sehr Risikoanfällig: Gefässverschlüsse und sichtbare Granulombildungen, daher Rate ich eher davon ab. In Asien ist das sehr beliebt und häufig sehen die Ergebnisse für unseren Europäischen Geschmack auch nicht gut und ästhetisch aus. Überempfindlichkeiten oder Allergien gegen Botix sind sehr selten und in der Regel auch nur nach langjährigen Behandlungen beschrieben. Auffallen tut dies dann häufig damit, dass normal Behandelt wird, die gewünschte Wirkung aber ausbleibt, da der Körper Antikörper gebildet hat, die das Botox sofort abfangen. Grundsätzlich kann man einen Allergietest durchführen lassen, dieser müsst dann, wie die Behandlung auch selber bezahlt werden, die Krankenkasse ist da nicht zuständig. Viel Erfolg! XXXX( *Hinweis: durch Estheticon gelöscht,weil es gegen die Diskussionregeln verstößt). Beste Grüsse Dr Dr Christina Günter

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