Gynäkomastie? Es gibt eine Lösung

Unter Gynäkomastie versteht man eine Verweiblichung der männlichen Brust. Diese entsteht in der Regel im Rahmen der Pubertät, und ist bei ca. 40 % aller männlichen Jugendlichen nachweisbar.

Bei über 95 % geht diese vorübergehende Gynäkomastiebildung jedoch im Rahmen der Pubertät von alleine wieder zurück. Des weiteren gibt es mehrere Medikamente, die eine Gynäkomastie auslösen können, zum Beispiel Hormonpräparate die auch für den Muskelaufbau verwendet werden. Zum Dritten gibt es tumoröse Veränderungen im Bereich der Hypophyse im Gehirn (Prolaktinom) oder im Bereich der Nebenhoden. Im letzteren Fall ist eine Behandlung der Tumore Voraussetzung für eine dauerhafte Behandlung der Gynäkomastie.

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Illustratives Foto

Herr Dr. von Hesler, welche Behandlungsmethoden kann man bei einer Gynäkomastie verwenden?

Die Gynäkomastie kann in der Mehrzahl der Fälle mit einer alleinigen Absaugung behandelt werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sich kein fester beziehungsweise kompakter Drüsenkörper nachweisen lässt, den man mit der Saugmethode nicht erreichen kann. Bei der Saugmethode werden lediglich zwei ca. 3mm große Schnitte im Bereich der unteren Brustfalte für das Absaugen benötigt, sodass es so gut wie keine sichtbaren Narben gibt.

Falls es doch zu einer operativen Entfernung des Brustdrüsenkörpers kommen muss, erfolgt dies über einen Schnitt im Bereich des Warzenhofes, der in seltenen Fällen noch seitlich etwas verlängert werden muss. Hierbei ist häufig eine Vollnarkose erforderlich. Auch die hormonellbedingte Gynäkomastie bildet sich trotz Behandlung der Ursache nicht von alleine zurück, sodass auch hier eine Operation (Absaugen/Ausschneiden) erforderlich wird.

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Dr. med. Friedrich-W. von Hesler, Kosmetische Chirurgie am Kröpcke

Ist das Ergebnis einer Gynäkomastie von Dauer oder können sich wieder neue Brüste bilden?

Das Ergebnis nach Absaugung und Ausschneiden der Brustdrüse ist in der Regel dauerhaft, wenn jedoch eine starke erneute Gewichtszunahme bzw. ein Wiederauftreten von Tumoren eintritt ist eine Rezidivbildung möglich.

Wird die Empfindlichkeit der Brustwarzen oder der umgebenden Haut durch die Gynäkomastie beeinträchtigt?

Nach der Fettabsaugung (Kosten Fettabsaugen) ist das Gewebe im Bereich der Brust zunächst taub, erholt sich jedoch in aller Regel innerhalb von spätestens 2 - 3 Monaten wieder vollständig. 

Nach einer operativen Entfernung der Brustdrüse kann es in seltenen Einzelfällen zu einer aufgehobenen Empfindlichkeit im Bereich der Brustwarzen kommen.

Wie gross und auffällig sind die Narben nach einer Gynäkomastie?

Die Narben bei der Fettabsaugung sind klein und verheilen in aller Regel unauffällig, Keloidbildungen oder eine hypertrophe Narbenbildung kann natürlich im Einzelfall nie ganz ausgeschlossen werden. Die Narben nach der Exzision müssen deutlich länger sein, aber auch hier ist die Wundheilung bzw. Narbenbildung in der Regel gut.

Worauf müssen die Patienten nach dem Eingriff achten? Gibt es Einschränkungen?

Nach dem Eingriff bekommen alle Patienten ein Kompressionsmieder angepasst, das für ca. 14 Tage zu tragen ist. Häufig ist auch das Aufbringen von zusätzlichen Schaumstoffverbänden die aufgeklebt werden sinnvoll, umso eine bessere Verteilung des Druckes auf die Wundfläche zu erreichen.

Erfahren Sie noch mehr über Gynäkomastie in diesem Video:
https://www.estheticon.de/video/gynaekomastie

Aktualisiert: 06.03.2017

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