In welchen Bereichen wird Vampir Lifting eingesetzt?

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Wahrscheinlich haben Sie schon den Begriff Vampir Lifting gehört, Sie wissen aber nicht genau, was dieser Begriff bedeutet. Es geht um die Eigenblutplasmatherapie, die auch als PRP-Behandlung bezeichnet wird. In dem Artikel von Herrn Dr. Markus Bringmann erfahren Sie, in welchen medizinischen Bereichen die PRP-Behandlung eingesetzt wird.

Was ist PRP?

Unter dem Begriff PRP versteckt sich „Plättchenreiches Plasma“ (im Englischen „platelet-rich plasma“). Das Plasma wird aus dem Vollblut des Patienten gewonnen. Die körpereigene Blutplättchen (Thrombozyten) enthalten aktive Wachstumsfaktoren, Zytokinen und Adhäsionsproteine, die eine starke regenerative Wirkung erzeugen.

PRP Therapie
Die PRP-Behandlung kann präventiv bei jungen Patienten eingesetzt werden.

Dank dieser Wirkung werden die Stammzellen aktiviert und die Neubildung von Gewebe und Gefäßen wird angeregt. Dies führt auch zur Normalisierung der biologischen Prozesse im Gewebe.

Die PRP-Behandlung hat viele positive Wirkungen in den folgenden Bereichen:

  • Regeneration
  • Wundheilung
  • Schmerztherapie
  • Anti-Entzündungsmittel ohne Nebenwirkungen

Interessieren Sie sich für die PRP-Behandlung? Viele nützliche Informationen finden Sie in unserer Fachbeschreibung!

Vampir Lifting: Bio-Simulator der Hautzellen in der ästhetischen Medizin

Durch das Vampir Lifting lässt sich die jugendliche Hautstruktur erhalten und aus diesem Grund kann die PRP-Behandlung auch präventiv bei jungen Patienten eingesetzt werden.

Mit dem zunehmenden Alter ist es ratsam, die PRP-Behandlung noch mit Hyaluronsäure oder Sculptra zu kombinieren, um die Wiederherstellung der Hautspannkraft und Elastizität zu unterstützen.

PRP und Hautverjüngung

Durch die PRP-Behandlung lässt sich die Struktur der Haut deutlich verbessern. Durch die Eigenblutplasmatherapie werden vorwiegend die Falten unter den Augen oder in dem Bereich der Oberlippe unterspritzt.

PRP kann darüber hinaus aber auch in dem Bereich des Halses oder des Dekolletes eingesetzt werden. Die PRP-Therapie ermöglicht auch die Behandlung der Handrücken, was reife Patienten sehr schätzen.

PRP und Haarausfall

Die PRP-Behandlung eignet sich sehr gut bei dem Haarausfall. Durch die PRP-Behandlung kommt es zur Regeneration der inaktiven Haarwurzel und zur Stimulation des Haarwachstums.

Eine Behandlungskur besteht aus 5 Behandlungen, wobei Abstände von 2-4 Wochen empfohlen sind. Nach der Behandlungskur reichen in der Regel 2-4 Behandlungen pro Jahr, um das Ergebnis zu erfrischen.

Bei sehr jungen Patienten reichen 2-4 PRP-Behandlungen pro Jahr, um die Verlangsamung der Alterungsprozesse zu bewirken.

PRP Behandlung gegen Haarausfall
Die PRP-Behandlung eignet sich sehr gut bei dem Haarausfall.

PRP-Therapie: Turbo Heiler in der regenerativen Medizin

In der regenerativen Medizin wird PRP bei den folgenden Indikationen eingesetzt:

  • beginnende Arthrose
  • Muskelfaserrissen
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Rotatorenmanschetensyndrom
  • postoperative Wundheilung
  • Narben
  • Schwangerschaftsstreifen - Striae

Weitere Infos zu den Indikationen für eine PRP-Behandlung erfahren Sie hier!

PRP in der Sportmedizin

PRP wird erfolgreich auch bei Sportverletzungen eingesetzt:

  • Frakturen, Achillessehnenentzündung
  • Golfer-/Tennisellenbogen (Epocondilitis) usw.

PRP und Schmerzbehandlung

Durch die Eigenblutplasmatherapie lassen sich die Schmerzen deutlich lindern. Es empfiehlt sich darüber hinaus die zusätzliche Neuraltherapie und MesoDolorTherapie, um rasche Heilerfolge zu erzielen.

PRP und Dermatologie

PRP wird auch erfolgreich in der Dermatologie eingesetzt. Durch PRP lassen sich folgende Indikationen effektiv behandeln:

  • Rosacea
  • Dermatitis
  • Erythemen
  • postinflammatorische Hyperpigmentierungen
  • Normalisierung der Stoffwechselprozesse, z.B. bei Akne

PRP und postoperative Nachpflege

PRP wird auch in der Plastischen Chirurgie und nach Laserbehandlungen als postoperativer Heilbeschleuniger erfolgreich eingesetzt, und zwar beispielsweise nach Facelift, Nasenkorrektur oder Augenlidstraffung.

Suchen Sie einen Spezialisten für Eigenblutplasmatherapie? Sehen Sie sich unser Ärzteverzeichnis an!

Wie wird die PRP-Behandlung durchgeführt?

Um das PRP-Plasma zu gewinnen, muss dem Patienten erstens ca. 20 ml Blut entnommen werden. Danach wird das Blut in einem speziellen Gefäß aufbereitet, um die Blutbestandteile zu trennen. So bekommen wir den sog. Buffy Coat, der aus aktiven Wachstumsfaktoren, Zytokinen, Adhäsionsproteinen, Leukozyten und Thrombozyten besteht.

Der Buffy Coat, das aktivste Teil des menschlichen Plasmas, wird intrakutan, in die Haut injiziert, wobei es sich besonders um den Augenbereich und Lippenbereich handelt.

Das restliche Eigenblutplasma wird reichlich mit Hyaluron und Plazenta angereichert und an den restlichen Flächen vom Gesicht intrakutan und bei dicken Haut auch subkutan appliziert. Die PRP-Behandlung ist mit keinen großen Schmerzen verbunden. Es werden Mikroinjektionen wie bei Mesotherapie oder ein Derma-Pen wie bei Micro Needling eingesetzt.

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Vorteile der Eigenblutplasmatherapie

  • einfache, nicht-invasive Behandlung
  • Verbesserung der Hautqualität
  • keine Narben
  • örtliche Betäubung, keine Vollnarkose
  • Behandlungsdauer 30 bis 45 Minuten
  • keine Ausfallzeit
  • schmerzfreie Behandlung
  • schnelle Wundheilung und sehr schnelle Genesung
  • regenerative Wirkungen
  • Natürliches Ergebnis
  • sichere, natürliche und effektive Methode

Eigenblutplasmatherapie und deren Kontraindikationen

Die Eigenblutplasmatherapie kann bei Kindern, Jugendlichen, schwangeren Frauen und stillenden Müttern nicht durchgeführt werden.

Publiziert: 19.11.2018

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