Neue Dimensionen in der Behandlung der Stammvarikose

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Die operative Behandlung von Krampfadern ist der häufigste Einzeleingriff in Deutschland mit ca. 300.000 Eingriffen pro Jahr insgesamt. Als Alternative zur herkömmlichen Stripping-Operation, dem Ziehen der Krampfadern, haben sich mittlerweile Techniken etabliert, die auf Skalpellschnitte verzichten können.

Prinzipiell verläuft der neuartige Closure Fast Eingriff in örtlicher Betäubung (Tumeszenz-Lokalanästhesie). Abweichend von den Standard-OP-Techniken sind insbesondere folgende Punkte:

  • Skalpellschnitte werden nicht benötigt, die zu behandelnde Vene wird lediglich wie bei einer Blutentnahme punktiert.

  • In die Vene wird unter Ultraschallkontrolle ein spezieller Katheter eingeführt, der die Vene schonend erhitzt.

  • Innerhalb einiger Minuten wird der Katheter unter Freisetzung von Wärmeenergie zurückgezogen. Auf die Punktionsstelle wird ein Pflaster geklebt im Verlauf der Vene ein Druckverband angelegt.

  • Der Eingriff dauert insgesamt ca. 60 Minuten.

  • Nach dem Eingriff viel Laufen oder das Bein erhöht lagern.

  • Eine Kontrolle erfolgt in der Regel am Tag nach dem Eingriff.

  • Der Patient trägt für 1 Woche einen Kompressionsstrumpf, auf eine Thromboseprophylaxe kann bei der Closure Fast Technik sogar verzichtet werden.

In den USA und in Europa wurden seit 1998 mehrere hunderttausend Patienten mit der methodisch ähnlichen Radiowellen-Methode und zwischenzeitlich ebenso viele mit endoluminaler Laser-Anwendung behandelt. Die kurzzeitigen und mittelfristigen Ergebnisse unterscheiden sich nicht signifikant von den klassischen Operationsmethoden.

Der Verschluss der behandelten Vene kann mittlerweile garantiert werden. Die allgemeinen Risiken und Nebenwirkungen gleichen denen der Standard-OP-Methode, sind allerdings schwächer ausgeprägt oder kommen - wie beispielsweise Infektionen - praktisch gar nicht vor.

Insbesondere bei der neuartigen Closure Fast Technik geben nur noch 10 - 20% der Patienten Schmerzen nach dem Eingriff an. Dies bedeutet insbesondere für beruflich engagierte Menschen, dass Sie möglicherweise sogar am OP-Tag wieder ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können.

In der Regel sind - mit eventuellen Nachbehandlungen in den ersten Monaten nach dem Eingriff - die Krampfadern mittel- oder langfristig entfernt. Da aber die Anlage des Patienten Krampfadern zu bilden nicht beeinflusst werden kann, können Krampfadern prinzipiell auch nach Closure Fast wiederkehren. Selbst dann ist aber nicht unbedingt eine herkömmliche Operation erforderlich, sondern es kann erneut ein minimalinvasives Verfahren angewendet werden. Hier muss zudem erwähnt werden, dass auch bei der herkömmlichen Standard-OP-Technik, dem Stripping, nach 5 Jahren bei wenigstens 20% der Patienten eine erneute OP erforderlich sein kann.

Die Behandlung wird derzeit von nahezu allen privaten Krankenversicherungen übernommen.

Zusammenfassung der Vorteile

Die wesentlichen Vorteile der endoluminalen Techniken sind

  • kosmetisch bestmögliches Resultat, da nur eine Punktion der Vene durchgeführt wird

  • geringere Blutungen ins Gewebe oder in die Haut

  • annähernd normale Beweglichkeit und Belastbarkeit bereits am Tag des Eingriffs

Publiziert: 28.11.2008

Entfernung von Krampfadern mit Radiofrequenzablation (VNUS Closure) - Neuigkeiten

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