Re-Operation - der Eingriff nach dem Eingriff: Die Anzahl an Re-Operationen nach ästhetischen Eingriffen steigt

Die Anzahl der Re-Operationen nach ästhetisch-plastischen Eingriffen aufgrund von Komplikationen steigt ständig. Dies verzeichnen nicht nur das Aufklärungsportal rund um die ästhetisch-plastische Chirurgie www.estheticon.de, sondern auch die führenden Experten auf dem eigens für dieses Thema initiierten SOS-Kongress (Secondary Optimising Surgery) Anfang März in Stuttgart.

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„In den letzten Jahren können wir die Tendenz verzeichnen, dass die Anzahl der Re-Operationen anwächst. Das liegt natürlich daran, dass die Anzahl der ästhetischen Eingriffe generell steigt. Es gibt aber auch das Problem, dass Ärzte ästhetische Operationen anbieten, obwohl sie eventuell nicht ausreichend ausgebildet und erfahren dafür sind, weil sie hier ein gutes Geschäftsmodell sehen“, erläutert Professor Axel-Mario Feller, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, München und Chairman des SOS Kongresses. Untermauert wird dieses Bild auch auf dem Portal www.estheticon.de: die Suchanfragen mit dem Stichwort „Komplikationen“ sind von 2010 bis 2013 um mehr als 1.148 Prozent gestiegen auf mittlerweile 53.700 Erstanfragen im Jahr.

Ein misslungener Eingriff -  was kann dahinter stecken?

Gründe für objektiv misslungene ästhetische Operationen sehen Fachleute wie Feller vor allem in der schlechten Planung. „Nicht selten geben Ärzte den Patienten auch nach, obwohl sie von vorneherein wissen, dass Sie kein gutes Ergebnis erzielen können. Als Gutachter vor Gericht sehe ich dann Fälle wie hängende übergroße Brüste, deren Brustwarzen nach unten zeigen“, so Feller. Ein zusätzlicher Grund kann in der mangelnden Qualifikation und Erfahrung des Behandlers liegen. „Es liegt in unserer Verantwortung, einen Patienten umfangreich aufzuklären und ihm ein vollständiges Bild zu zeichnen. Wenn er dann seine Erwartungen nicht entsprechend mäßigen kann und auf dem ursprünglichen Wunsch beharrt, sollte man als Operateur klar Abstand von einem Eingriff nehmen und dies auch so kommunizieren“, so der Expertenrat.

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Professor Axel-Mario Feller

Die Crux mit der Psyche – Vorsicht Dysmorphophobie1!

Besondere Sensibilität brauchen die Ärzte im Umgang mit dysmorphoben Patienten, d.h. Patienten, die unter einer falschen und oftmals krankhaften äußerlichen Selbstwahrnehmung leiden. Sie können extrem unter einem vermeintlichen Makel leiden, der objektiv jedoch nicht als störend oder operationsbedürftig angesehen werden würde. Diese Patienten sind mit dem Ergebnis einer Schönheitsoperation meist nie zufrieden und wollen sich deswegen immer wieder operieren lassen.

„Wir brauchen ein hohes Einfühlungsvermögen und Fachkompetenz um dies zu erkennen. Eine Re-Operation sollte dann auf jeden Fall für die Gesundheit des Patienten vermieden werden. Er sollte besser zu einem Psychologen geschickt werden“, sagt Dr. Giovanni Botti, Direktor der Villa Bella Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Italien und international anerkannte Koryphäe und Referent auf dem SOS-Kongress. „Auch wenn das Thema sehr sensibel ist, sind die Betroffenen oft bereit dafür und ich erlebe sogar viele dankbare Patienten.“

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Dr. Giovanni Botti

1 Als Dysmorphophobie griechisch: dys = miss-, morphe = Gestalt, äußere Erscheinung,  phobios Furcht, Angst  »»»  „Missgestaltsfurcht“. Bei Dysmorphophobie handelt es sich um eine Krankheit, bei der Betroffene befürchten, durch einen Defekt, der für andere entweder überhaupt nicht oder lediglich minimal erkennbar ist, stark entstellt zu sein. Quelle: www.dysmorphophobie.de

Die Spezialisierung – Die Zukunft für sichere ästhetisch-plastische Chirurgie

Die Experten auf dem SOS-Kongress sind sich einig: kaum ein anderes Fachgebiet in der Medizin erfordert so ein umfassendes Wissen auch angrenzender Fachrichtungen, wie die ästhetisch-plastische Chirurgie. Technische, anatomische und medizinische Gegebenheiten unterscheiden sich je nach Körperregion signifikant, was dem Operateur extremes Detailwissen abverlangt. „Als Präsident der weltweit tätigen ISAPS (International Society of Aesthetic and Plastic Surgery) ist es meine Mission, unsere Mitglieder für die Notwendigkeit der Spezialisierung zu sensibilisieren. Denn nur wer einen Eingriff oft durchführt, dem erschließen sich Zusammenhänge und Details. Nur so kann man aus Fehlern lernen und besser werden. Für sichere, ästhetisch zufriedenstellende Ergebnisse!“, führt Dr. Carlos Oscar Uebel aus, Plastischer Chirurg aus Brasilien.

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Dr. Carlos Oscar Uebel

Und Feller ergänzt: „Das ist mit Sicherheit im Sinne der Patienten, aber die Spezialisierung muss auf einem breiten Ausbildungs- und Erfahrungsfundament stehen. Auf keinen Fall sollte sie zu früh im Werdegang erfolgen, damit man Eingriffe inklusive eventueller Komplikationen wirklich kompetent händeln kann.“

Die Qual der Wahl – wie findet man nun den richtigen Operateur?

Damit ein ästhetischer Eingriff ein Erfolg wird, ist in erster Linie zunächst der kritische und aufgeklärte Patient gefragt. Die Suche nach dem optimalen Behandler sollte mit größter Sorgfalt geschehen. Das Portal www.estheticon.de kann hier bei den ersten Schritten wirksam helfen. Gemeinsam mit der VDÄPC (Vereinigung der Deutschen Ästhetischen und Plastischen Chirurgen) hat es die sieben Grundregeln für eine seriöse Arztauswahl aufgestellt:
1. Der Operateur
Der behandelnde Arzt sollte ein "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" sein oder eine fachärztliche Spezialisierung im Bereich ästhetischer Operationen aufweisen.
2. Eine Mitgliedschaft
Der behandelnde Arzt sollte ein Mitglied einer anerkannten Fachgesellschaft sein.
3. Die Erfahrung
Wie gut kennt man den Arzt? Fragen nach seiner Berufserfahrung, Spezialisierung und Anzahl der Operationen bislang sind nützlich.
4. Das Vertrauen
Man sollte dem Operateur vertrauen. Auf das Bauchgefühl zu hören kann sehr hilfreich sein.
5. Die Sicherheit
Bei größeren Operationen, wie etwa einer Bauchdeckenstraffung oder massiver Brustreduktion, sollte der Patient darauf achten, dass er in einer Klinik mit einem entsprechenden Nachsorgepotential operiert wird.
6. Untersuchung
Eine umfassende Beratung und Untersuchung ist wichtig. Dabei sollte keine Frage offen bleiben.
7. Kosten
Der Patient sollte Ärzte meiden, die außergewöhnlich günstige Preise anbieten. Womöglich möchten sie Patienten in ihre Praxis locken. Ein zu hoher Preis setzt wiederum eine hohe Qualität nicht grundsätzlich voraus!

Eine direkte Empfehlung von Patient zu Patient, wie es auf www.estheticon.de möglich ist, hat sich schon häufig als sehr hilfreich bei der Suche nach dem richtigen Operateur erwiesen. Auch die neue Funktion der Beurteilung der Ärzte untereinander kann objektives Kriterium dafür sein, einen Behandler besser einschätzen zu können. „Die Empfehlung von Arzt zu Arzt ist das glaubwürdigste und wichtigste Kriterium überhaupt. Wenn man einen Namen dann zwei oder dreimal gehört hat, kann man sich praktisch sicher sein, dass dies der richtige Arzt für die geplante Wunsch-OP ist!“, empfiehlt Feller.
Auch Fragen wie „Wo würden Sie Ihre Frau für diese Operation hinschicken?“ oder  „Wie oft haben Sie diesen Eingriff in den letzten vier Wochen durchgeführt?“ können wirksame Fragen sein, um die Eignung eines Behandlers besser beurteilen zu können.

Das Fazit der Experten des SOS-Kongresses lautet deswegen: „Patienten können sich so viel Leid und Komplikationen zum Wohle Ihrer Gesundheit sparen. Wir können Patienten nicht genug aufklären. Es ist ein neues Maß an Freiheit, dass man heutzutage etwas tun kann, wenn man unter einem körperlichen „Makel“ leidet! Es kann ein Gewinn für jeden Einzelnen sein, aber es muss eben verantwortungsbewusst, richtig geplant und bei einem seriösen, gut  qualifizierten Arzt geschehen.“

Über das Portal Estheticon ‐ www.estheticon.com

Estheticon bietet alle Informationen zur ästhetischen Medizin. Konzipiert ist es als Beratungs‐ und Kontaktportal für an ästhetisch‐plastischen Eingriffen interessierte Endverbraucher. Diese finden hier Fachinformationen, die sehr übersichtlich strukturiert und gut verständlich erläutert sind.

Detaillierte Beschreibungen aller Leistungen und Arten von Eingriffen sowie Video‐Reportagen und Vorher‐Nachher Fotos ermöglichen eine schnelle Orientierung.

Zu jedem Themenbereich werden Ärzte und Praxen mit vollständigen Kontaktdaten, einem Überblick ihres Leistungsspektrums und einer Preisübersicht aufgeführt.

Die Besucher des Portals können zudem unmittelbar mit den Ärzten kommunizieren: entweder öffentlich in den nach Eingriffsart sortierten Diskussionsforen oder privat und persönlich durch das Kontaktformular des Interneteintrages.

Positive Erfahrungen können mit anderen geteilt werden, Ärzte und Praxen bewertet und empfohlen werden. Dies ist derzeit in 14 Sprachversionen weltweit möglich.

Mit durchschnittlichen Besucherzahlen von mehr als einer Million Erstbesuchern in allen Sprachversionen ist Estheticon das größte Internetportal für ästhetisch‐plastische Chirurgie. Im Jahr stellen Besucher mehr als 28.000 öffentliche Fragen in die verschiedenen Themenforen ein und bekommen über 24.000 Antworten von Ärzten und Fachleuten.

Über das Unternehmen Estheticon

Das 2006 von Pavel Hilbert und Artur Holba gegründete Unternehmen Estheticon bietet seine Internetdienste mittlerweile in 14 Sprachversionen an und arbeitet international mit Ärzten und Fachleuten aus mehr als 80 Ländern zusammen.

Das Aufklärungs‐ und Informationsportal wird stetig nach den Anforderungen der Märkte und kontinuierlichem Feedback von Ärzten, Gesellschaften und Usern professionalisiert und auf weitere Sprachversionen ausgeweitet. Dabei werden lokale Marktbedürfnisse individuell berücksichtigt.

Mehr als 20 feste und freie Mitarbeiter recherchieren Themen, pflegen Kundenbeziehungen und kümmern sich rund um die Uhr um die Aktualisierung der Inhalte.

Die Deutsche Sprachversion www.estheticon.de ging 2007 online und verzeichnet durchschnittlich 140.000 Besucher im Monat.

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Für weitere Presseanfragen sowie Hintergrundinformationen zu den zitierten Ärzten, den im Anhang aufgeführten Eingriffen oder wenn Sie ein persönliches Interview wünschen, wenden Sie sich bitte an:

Andrea Forch PR
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Aktualisiert: 20.03.2014

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