Der Ablauf einer Bruststraffung (Brustkorrektur)

Vor der Bruststraffung

Vor der Bruststraffung wird Ihnen der Chirurge genug Zeit widmen und mit Ihnen über Ihre Vorstellungen sprechen. Er schlägt eine Methode vor, die im Hinblick auf die Operationsziele sowie auf Ihre konkrete Situation (Brustform, Hautqualität, andere Operationen im Brustbereich) die beste ist. Es werden auch Front- und Seitenbilder der Brust angefertigt. In einigen Kliniken wird auch eine computerunterstütze Modellierung eingesetzt, die Ihnen hilft, sich das Ergebnis der Operation besser vorzustellen. Ihre Brust wird gemessen und in Abhängigkeit von Ihrem Alter und Ihrer Familienanamnese werden Sie zur Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) geschickt. Diese Untersuchung sollte dann auch bald nach der Operation und nach der Verheilung wiederholt werden.

Anästhesie

Bruststraffungen werden in den meisten Fällen unter Vollnarkose durchgeführt. Die Patienten werden vor einer Operation unter Vollnarkose angehalten, für ungefähr 6 Stunden vor der Operation nichts zu essen, zu trinken und zu rauchen, eine Übernachtung in der Klinik ist ebenfalls erforderlich.

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S-förmige Narbe

Die Brustraffung (Brustkorrektur)

Die Bruststraffung dauert normalerweise anderthalb bis dreieinhalb Stunden.

Die Techniken variieren und unterscheiden sich nach der Lage der Narbe. Der Typ der Straffung wird vom Arzt in Abhängigkeit von der Größe der Ptosis sowie von dem gewünschten Effekt gewählt. Wichtig sind auch die Größe und das Gewicht der Brust.

Periareoläre Schnittführung (um den Warzenhof): Diese Technik wird bei leichter Ptosis eingesetzt. Es wird ein eiförmiger Schnitt um den Warzenhof geführt. Der Chirurge trennt die Haut vom darunter liegenden Gewebe und verschiebt diese nach oben. Auf diese Weise kann die Ptosis nur bei kleineren, nicht besonders schweren Brüsten korrigiert werden. Bei zu schweren Brüsten würde sich die Narbe deformieren.

B-Technik: Zur Korrektur mittlerer und leichter Ptosis. Das Prinzip ist gleich wie bei der periareolären Schnittführung, jedoch zusätzlich noch mit einem kleinen seitlichen Schnitt. Die Narbe ist dann S-förmig.

Periareoläre Schnittführung mit vertikalem Schnitt: Ähnlich wie die vorherige Technik hilft diese Methode bei der Behandlung insbesondere mittlerer Ptosis. Der Schnitt wird um den Warzenhof und senkrecht nach unten zur Brustumschlagsfalte geführt.

Umgekehrter T-förmiger Schnitt (Anker): Dieser Schnitt wird für Bruststraffung bei einer schweren Ptosis eingesetzt. Der Schnitt wird um den Warzenhof, senkrecht in die Brustumschlagsfalte und dann zur Seite geführt.

Modellierung des Warzenhofs mit der Brustwarze: Es handelt sich auch um einen modellierenden Eingriff, dieser konzentriert sich jedoch nur auf den Warzenhof mit der Brustwarze. Mit dieser Technik werden sog. eingezogene Brustwarzen (Schlupfwarzen), die Hypertrophie (Vergrößerung der Brustwarze) und/oder die Variabilität und Asymmetrie der Brustwarzen korrigiert.

Eingezogene Brustwarze (Schlupfwarze): Diese Anomalie ist genetisch bedingt, kann jedoch auch nach einer Brustverkleinerung oder in Folge einer Geschwulsterkrankung entstehen. Die Brustwarze wird in das Innere der Brust eingezogen. Die Schlupfwarzen werden aus ästhetischen Gründen sowie auch wegen häufiger Infektionen korrigiert, die durch eine erschwerte Hygiene dieser Stelle bedingt sind. Die Therapie ist chirurgisch und zurzeit gibt es eine Vielzahl von Techniken, die sich mit diesem Problem befassen. Techniken, die sich um die Beibehaltung der Stillfunktion der Brustwarze bemühen, sind jedoch weiniger zuverlässig. Am häufigsten wird die Technik der Fixierung mit Nähstich und einem Silikondrain eingesetzt. Mit dem Stich wird die Brustwarze umgedreht und im unteren Teil angeschnitten. In das angeschnittene Gewebe wird dann ein fixierender Drain eingesetzt. Der Effekt ist sehr ästhetisch. Der Eingriff erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung, die Funktion der Brustwarze wird jedoch nicht beibehalten, sodass bei jüngeren Frauen eher die Technik der Freimachung von Seitenbändern zu empfehlen ist.

Hypertrophie der Brustwarze: Es handelt sich um die Korrektur einer Brustwarze, bei der sich angeboren oder während des Lebens das Bindegewebe vermehrte. Es gibt eine Vielzahl von Techniken, deren Ausführung einfach ist, sofern die Stillfunktion der Brustwarze nicht beibehalten werden soll. Der Schnitt kann quer durch die Brustwarze geführt und die Brustwarze dann verengt werden, oder horizontal V-förmig. Der Schnitt kann auch nur von einer Seite geführt werden. Die Narbe ist sehr unauffällig und der Eingriff kann auch extra unter lokaler Betäubung ausgeführt werden.

Modellierung des Warzenhofs: Der Warzenhof gilt als durchschnittlich bei einer Größe von 40x40 mm. Bei der Operation ist auch die Muskelmasse unter dem Warzenhof zu berücksichtigen, die das Schrumpfen des Warzehofs bewirkt und somit das Ergebnis beeinflussen könnte. Der Eingriff erfolgt entweder gleichzeitig mit der Brustkorrektur oder extra unter lokaler Betäubung. Die Narbe liegt um den Warzenhof, aus welchem die überflüssige Haut beseitigt wurde.

Nachoperation: Bei Brustkorrekturen ist die primäre Unzufriedenheit der Patientin eher selten, häufiger entsteht mit der Zeit die Ptosis wiederholt. Eine Nachoperation ist erst im Abstand von einem Jahr nach der ersten Bruststraffung zu empfehlen. Es ist mit größeren Komplikationen sowie mit größerer Vernarbung des Brustgewebes zu rechnen. Die Schnitte können in den ursprünglichen Narben geführt werden.

In allen Fällen werden die Schnitte und somit auch die Narben so geführt, dass sie möglichst unauffällig sind und immer in der Unterwäsche oder im Badeanzug versteckt bleiben. Die Bruststraffung wird auch bei Patientinnen durchgeführt, bei denen früher Brustimplantate eingesetzt wurden. Es handelt sich um einen anspruchsvollen Eingriff, bei dem oft die Brustimplantate aufgrund ihrer verschlechterten Qualität ausgetauscht werden müssen.

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Schnittverlauf und Umfang des entfernten Gewebes

Publiziert: 01.04.2009

Bruststraffung (Mastopexie) - Neuigkeiten

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