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Unter Spannungsnase versteht man eine Nasendeformität, die durch die Überschussbildung der knorpeligen Nasenanteile definiert ist. Hauptproblem ist ein überlanger Knorpel der Nasenscheidewand, kombiniert mit zu großen Dreiecksknorpel und Flügelknorpel. Die Nasenpyramide ist schmal und überprojiziert und erinnert an die Wölbung eines Domes.

Sehr oft ist die Spannungsnase auch mit einem knöchernen Höcker kombiniert. Bei der Korrektur einer Spannungsnase muss daher auf folgende Aspekte geachtet werden: knöcherner Höcker, knorpeliger Höcker, Größe der Dreiecksknorpel, Breite der Flügelknorpel, Ausmaß der Projektion, Verlauf des Nasolabialwinkels (stumpf, spitz oder passend), Kollaps der Nasenflügel bei verstärktem Einatmen.

Welche Nasendeformitäten gibt es? Lassen Sie sich hier erkundigen.

Spannungsnasen sind immer eine Herausforderung für den Operateur, weil die Operationsplanung aufgrund der starken Variabilität dieser Deformität besonderer Erfahrung bedarf. Das betrifft beispielsweise das simple Detail des Nasolabialwinkels. Ist dieser Winkel stumpf, kann man gleichzeitig verbreiterte Flügelknorpel keinesfalls durch Entfernung eines Teils verschmälern, selbst wenn sie sehr breit sind, weil die Nasenspitze nach dieser Maßnahme weiter nach oben rotiert und damit der Nasolabialwinkel noch stumpfer wird. Daher muss die Verschmälerung anders erfolgen. Zusätzlich muss eine Verlängerung des Nasenrückens eingeplant werden (siehe Kapitel 6), ein eher komplexes Manöver das nicht leicht gelingt, oder man verschmälert die Flügelknorpel dennoch und kalkuliert eine zusätzliche Verlängerung des Nasenrückens bzw. eine Abstützung ein, um die Aufwärtsrotation zu verhindern.

spannungnase 1a
spanungnase 1b

Die Liste solcher kleiner, für das Ergebnis jedoch enorm wichtiger Einzelheiten ließe sich beliebig fortsetzen. Dem Leser soll mit der Beschreibung eines einzigen Details klar gemacht werden, wie komplex die Korrektur einer Spannungsnase sein kann und meistens auch ist.

Operation

Ein häufiger Bestandteil der Korrektur der Spannungsnase ist natürlich die Höckerabtragung. Danach müssen die weiteren Weichteilkorrekturen durchgeführt werden. Dazu gehören in variablem Ausmaß folgende Aspekte:

  • der Nasenrücken muss abgesenkt werden
  • die Nasenspitze muss verschmälert werden
  • die Nasenflügel müssen verschmälert werden
  • die Projektion der Nase muss verkleinert werden
  • der Nasolabialwinkel muss korrigiert werden (meistens vergrößert, aber nicht immer)

Verwendete Technik: offene Technik

Komplikationen – Hinweise

Da bei der Spannungsnase relativ „viel korrigiert“ werden muss, sind entsprechend viele kleine Einzelschritte zu realisieren. Damit erhöht sich auch die Fehlerwahrscheinlichkeit, weil bei einer umfassenden Nasenkorrektur jeder Teilschritt gelingen muss, damit die gesamte Operation als „erfolgreich“ betrachtet werden kann. Zu den in Kapitel 1 beschriebenen Komplikationen nach Höckerabtragungen kommen daher noch alle möglichen Probleme hinzu, die nach den hier aufgelisteten Korrekturmaßnahmen der Flügelknorpel, der Nasenscheidewand, des Nasolabialwinkels, der Nasenrückenlänge, der Nasenprojektion und der Breite der Nasenspitze auftreten können. Diese reichen von Formasymmetrien über Schiefstellungen, Verziehungen bis hin zu unharmonischen Proportionen, also wenn ein Anteil der Nase nach dem Eingriff irgendwie nicht zum Rest der Nase passt. Für den Ratsuchenden gilt: Der befragte Operateur muss die Operation in allen Details beschreiben, die geplanten Schritte begründen und Beispiele von Operationsergebnissen zeigen, die der (Spannungs-)Nase des Patienten entsprechen. So kann einigermaßen nachgeprüft werden, ob diese Art der Korrektur im Repertoire des Operateurs liegt. Die meisten Komplikationen können korrigiert werden.


Aktualisiert: 20.02.2018

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