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Erneutes aufgehen der Naht

Sab22
22.03.2026 · letzte Antwort: 4.04.2026

Hallo zusammen,

ich würde mich über eine fachliche Einschätzung bzw. Erfahrungen freuen.

Bei mir wurde vor etwa 4 Wochen aufgrund einer Wundheilungsstörung ein Brustimplantat entfernt. Während der Operation wurden das Implantat entfernt, die Kapsel eröffnet bzw. saniert, das Gebiet gespült, eine Drainage eingelegt und Gewebe bzw. Flüssigkeit mikrobiologisch untersucht. Laut Befund konnten keine Bakterien nachgewiesen werden.

Auffällig war in meinem Verlauf, dass die Naht immer wieder an derselben hinteren Stelle (im Bereich der Narbe) aufgegangen ist. Das ist mir inzwischen schon zum zweiten Mal passiert. Bilder füge ich zur besseren Einschätzung mit bei.

Aktuell heilt alles ab, und es wurde vorgeschlagen, nach etwa drei Monaten ein neues Implantat einzusetzen.

Dazu hätte ich ein paar Fragen: • Ist ein Zeitraum von etwa 3 Monaten bis zur Re-Implantation in solchen Fällen üblich bzw. ausreichend? • Gibt es bestimmte operative Maßnahmen oder Techniken, die bei einer späteren Re-Implantation sinnvoll sein können, wenn zuvor immer wieder Probleme mit der Naht bzw. Wundheilung an derselben Stelle aufgetreten sind? • Wäre es in so einem Fall eventuell sinnvoll, nicht-resorbierbare Fäden zu verwenden, die später gezogen werden, statt Fäden, die sich von selbst auflösen? • Welche Faktoren können aus Ihrer Erfahrung dazu führen, dass eine Narbe immer wieder an derselben Stelle aufgeht?

Vielen Dank für jede Einschätzung oder Erfahrung.

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Antworten (4)

Alle Antworten auf diese Frage stammen von echten Ärzten

4.04.2026

Ein Intervall von etwa 3 Monaten bis zur Re-Implantation ist in solchen Fällen üblich und meist ausreichend, sofern die Wunde reizlos und stabil verheilt ist.

Wiederholtes Aufgehen der Naht kann verschiedene Ursachen haben, z. B. lokale Durchblutungsstörungen, Spannung auf der Naht, dünnes/geschwächtes Gewebe, Narbenqualität oder auch mechanische Belastung.

Für die Re-Implantation können je nach Befund Maßnahmen sinnvoll sein wie eine spannungsarme Wundadaptation, ggf. Schichtverschluss, Stabilisierung der Weichteile (z. B. durch interne BH-Techniken oder Netze) oder eine Anpassung der Implantatlage.

Nicht-resorbierbare Fäden können in bestimmten Situationen Vorteile bieten, sind aber nicht grundsätzlich überlegen – entscheidend ist die gesamte Nahttechnik und Gewebequalität.

Wichtig ist eine vollständig stabile Weichteilsituation vor erneuter Implantation.

Mit freundlichen Grüßen

(0)
Köln
Schönheitschirurgie, Ästhetische Medizin ...
24.03.2026

Hallo,
ich würde tatsächlich mindestens 6 Monate vor einer erneuten Vergrößerung zuwarten. Falls Sie auf das resorbierbares Nahtmaterial allergisch reagiert haben, kann es hilfreich sein nicht-resorbierbares Nahtmaterial zu verwenden. Ich hoffe ich konnte helfen.
Vg
Dr. S. Tran Viet

Bad Liebenzell
Plastischer Chirurg
24.03.2026

Ich würde 6-9 Monate warten. Die restlichen Fragen können pauschal nicht beantwortet werden. Dazu ist eine Untersuchung notwendig.

(0)
Nürnberg
Plastischer Chirurg
24.03.2026

Guten Morgen,

Abwarten und dann ggf. nicht resorbierbare Fäden intracutan verwenden.,
Dazu muss der Verschluss spannungsfrei möglich sein, was durch richtige Präparation und entsprechende Größe des Implantats erreicht wird.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. K. Sawatzki, München

München
Schönheitschirurgie
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