Lipödem Therapie

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Was ist eigentlich Lipödem und wie behandelt man es? Ist es Übergewicht? Ist es ein Lymphödem? Ist es durch die Venen verursacht worden? Zu viel gegessen? Ein Lipödem ist eine geerbte und vererbbare Krankheit, die hauptsächlich Frauen haben, sehr selten erscheint es bei Männern, und besteht darin, dass die Fettzellen an den Oberarminnenseiten, insgesamt oder teilweise an den Beinen sowie teilweiße am Gesäß, Fettstoffe und Flüssigkeit speichern.

Wie entsteht Lipödem?

Dies geschieht allmählich so dass die Gefäße - die Venen und Lymphgefäße welche zwischen den Fettzellen verlaufen eingeengt werden, wodurch ein Rückstau mit Erhöhung des Beindrucks entsteht und sich blaue Flecken bei leichtem Druck bilden. Die Fettzellen vermehren sich nicht, sie nehmen stetig an Volumen zu.

Wissenschaftliche Untersuchungen führen zu der Annahme, dass die Volumenzunahme der erkrankten Fettzellen mit der Menarche (erste Regelblutung) oder der ersten Schwangerschaft sich deutlicher entwickeln, da der Körper in dieser Zeit höheren weiblichen Hormonwerten ausgesetzt ist. Auch nach der Menopause (Wechsel Jahre) kann es anfangen.
Dabei hat man eine direkte Verbindung zu weiblichen Hormonen festgestellt, auch mit der Einnahme der Pille!

Lipobeine

Therapie

Da es sich nicht um eine Stauung der lymphatischen Flüssigkeit handelt, ist eine manuelle lymphatische Ganzkörperdrainage fehl am Platz. Ebenso das tragen von Kompressionsstrümpfen oder –strumpfhosen. Da das speichern der Fettsubstanzen hormonell reguliert wird und wir keinen Einfluss darauf haben, ist das Durchführen von Diäten auch fehl am Platz.

Aktuell streiten sich die Forscher, weil gedacht wird, dass diese Fettzellen durch einen DNA-Defekt das Hormon Leptin produzieren. Dieses Hormon verhindert, dass die gespeicherten Fettstoffe aus den Zellen als Brennstoffe beim Sport verbrannt oder bei den Diäten reduziert werden.

Momentan gibt es keine heilende Behandlung der Krankheit, man entfernt mechanisch so viel wie möglich der erkrankten Fettzellen aus den betroffenen Gebieten, schonend z.B. mit der Vibrationsliposuctionskanüle. Die betroffene Gebiete sind sehr unterschiedlich von Patient zu Patient dabei versucht man den Körper proportional zu gestalten. Es ist aber keine Schönheitsoperation. Aktuell gibt es zur Zeit auf der ganzen Welt keine Tablette, Spritze oder Salbe die diese Erkrankung beseitigt. Es wird nach einer Methode zur nicht operativen Behandlung geforscht.

Trotzdem das Lipödem in medizinischen Kreisen als eine deutliche Krankheit anerkannt wird, zahlen die Krankenkassen die operative Behandlung nicht.

Lipödem Operation

Die Therapie der Wahl, ist die mechanische Entfernung der erkrankten Fettzellen, dies wird mittels Liposuction gemacht, dafür gibt es verschieden Techniken, die Absaugung sollte von einem erfahrenen Operateur gemacht werden, um die lymphatischen Gefäße nicht zu schädigen, "wichtig ist nicht womit sondern wie“.

Lipödem Innen

Davor muss die Operation ausgiebig mit der Patientin besprochen werden, Komplikationsmöglichkeiten, die Entwicklung nach der Operation und Erfolgsaussichten - aus medizinischen Gründen sollte es wenn möglich in einer Sitzung gemacht werden, eine Narkose- und Operationsfähigkeitsuntersuchung muss der Hausarzt vor dem Eingriff machen um die Belastbarkeit der Patientin zu erkennen und um mögliche Komplikationen von vorne herein zu vermeiden.

Unter stationären Bedingungen und in Vollnarkose ist es möglich bis zu 12 Liter in einer Sitzung ab zu saugen.

Anästhesie

Die Tumeszens Lokal Anästhesie ist eine sehr beliebte Betäubungsmethode, die sich für Behandlungen an kleineren Flächen eignet, u.a. bei Schönheitsliposuctionen. Wenn aber die Liposuction bei einem Lipödem an den gesamten Beinen und am Gesäß durchgeführt wird, ist diese Betäubungsart ungeeignet. Weil die zu infiltrierende (einflößende) Menge an Lokalanästhetika und Adrenalin in den Operationsgebieten toxische Werte (schädliche) erreichen, was sogar einen tödlichen Effekt haben kann.

Deswegen, damit die Operation nicht Raten, mit den entsprechenden übermäßigen Kosten und den seelischen und körperlichen Belastungen gemacht wird, wird die TIVA = Total Intravenöse Anästhesie empfohlen, welche schonend ist. Der Narkosearzt überwacht den Kreislauf, und durch die Vene werden Schlaf- sowie Schmerzlindernde Medikamente verabreicht, was die Liposuction von großen Flächen erlaubt.

Ablauf der Lipödem Operation

Durch kleine Stiche an bereits vorhandenen Hautfalten führt der Operateur eine Kanüle von 2-3 mm Durchmesser in das Operationsgebiet ein. Er bewegt diese Kanüle hin und her, um das Fettgewebe modellierend abzusaugen und soviel wie möglich vom erkrankten Gewebe zu entfernen. Entscheidend ist, dass die Lymphgefäße unverletzt bleiben, um ein vom Operateur verursachtes Lymphödem zu vermeiden. Hier zeigt sich, wie wichtig die Chirurgische/ Gefäßchirurgische Ausbildung ist. Am Ende wird der Patient in die Postoperative Überwachung verlegt.

Nach der Operation

Nach der Operation erhalten in der Regel die Patientinnen auf dem Operationstisch eine individuell nach Maß angefertigte Kompressionsmieder Hose angezogen, damit die Haut nicht hängt wenn sie aufstehen oder sitzen. Ein Druck wie bei den phlebologischen oder lymphologischen Strumpfhosen ist nicht notwendig.

Nachbehandlung von Lipödem

Nach der Entlassung hat sich als sehr positiv bewertet, dass kräftige manuelle Drainagen von mindestens Zwei Stunden Zwei mal am Tag das Ödem weniger werden lassen und die Haut schrumpft. Duschen ist für eine Woche nicht zu empfehlen, Baden für ca. 6 Wochen auch nicht. Das Rauchen ist absolut untersag in dieser Zeit.

Diätetisch kann die Heilung durch Einnahme von täglich zwei Esslöffel Eiweißpulver , Vitamin A, C, und E unterstützt werden, selbstverständlich ist das Gehen und sich Bewegen von Anfang an sehr wichtig, Sport ist für 6 Wochen nicht möglich.

Komplikationen

Liposuctionen, die von erfahrenen Operateure gemacht wurden erwarten kaum eine Komplikation. Es könnte eine Infektion auftreten auf einer der Wunde, oder in Form von einer Erysipel an einem Bein, wenn Lymphgefäße lädiert wurden ein sekundäres oder Iatrogenisches Lymphödem, Nachblutungen bei Arterien- oder Venenverletzungen.

 

 

 

 

Aktualisiert: 04.01.2017

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