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Chefarzt Gonzales ist Gründer und Inhaber der Nürnberger Fachklinik und seit dem 11. Juli 1978 Facharzt für Chirurgie. Der Chirurg Wilfredo Gonzales war bereits Facharzt für Chirurgie bevor es die Bezeichnung Facharzt für Plastische Chirurgie entstand.Ihr Chefarzt W. Gonzales berät Sie über die Vort
Erstellt am 4.02.2021 · Update 18.01.2022

Übersicht Inhaltsverzeichnis

  • Was genau versteht man unter einem Lipödem?
  • Wie entsteht ein Lipödem?
  • Faktoren für vermehrtes Unterhautfettgewebe
  • Unterschied zur Lipohypertrophie
  • Wer gehört zur Risikogruppe für Lipödeme?
  • Wie äußert sich ein Lipödem?
  • Die drei Stadien eines Lipödems
  • Symptome eines Lipödems
  • Wie wird ein Lipödem therapiert?
  • Walking, Schwimmen, Radfahren – Bewegung hilft
  • Liposuktion als Therapieoption
  • Anästhesie
  • Ablauf der Lipödem Operation
  • Nach der Operation
  • Nachbehandlung von Lipödem
  • Komplikationen
Lipödeme machen sich hauptsächlich an den Extremitäten bemerkbar: Hier an den Oberschenkeln

Typisches Symptom des Lipödems: Vermehrte Wassereinlagerungen an den Beinen

Was genau versteht man unter einem Lipödem?

Beim Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, die je nach Erscheinungsbild auch als Säulenbein oder Reiterhosen-Phänomen bezeichnet wird. Hauptmerkmal eines Lipödems ist krankhaft vermehrtes Unterhautfettgewebe. Die auftretenden Fettanlagerungen sind stets symmetrisch und treten hauptsächlich an den Extremitäten, primär den Beinen auf. Ebenso klagen Betroffene über vermehrte Wassereinlagerungen im Gewebe, was zusätzlich die Entstehung von Ödemen fördert. Laut Definition liegt ein Lipödem dann vor, wenn sich neben der Fettgewebsvermehrung auch regelmäßig spürbare Beschwerden bemerkbar machen. Dazu zählen u.a. eine verstärkte Berührungsempfindlichkeit und ein unangenehmes Spannungs- oder Druckgefühl der Haut. Da Hände, Füße und Rumpf von der Fettverteilungsstörung unbeeinträchtigt bleiben, kommt es zu einem proportionalen Missverhältnis zwischen dem bei Normalgewichtigen schlanken Oberkörper und der fülligen unteren Körperhälfte. Betroffene leiden in der Folge oft unter einer Stigmatisierung ihres Erscheinungsbildes, was psychisch sehr belastend ist und das Selbstwertgefühl der Betroffenen nicht selten stark beeinträchtigt.

Auch schlanke Frauen sind häufig von Lipödemen betroffen

Das Reiterhosensyndrom findet man häufig auch bei schlanken Frauen

Wie entsteht ein Lipödem?

Über die auslösenden Faktoren des Lipödems ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz einig. Hormonelle Veränderungen wie die Pubertät oder Schwangerschaft spielen bei der Krankheitsentstehung jedoch eventuell ebenso eine Rolle wie die erbliche Veranlagung. Neben der Vergrößerung und Vermehrung der Fettzellen, werden auch die Blutkapillaren durchlässiger. Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe sind die Folge. Diese Faktoren führen in der Summe zu den krankheitstypischen Symptomen, wie einem erhöhten Druck im Unterhautfettgewebe und damit verbundenen Spannungsgefühlen und Schmerzen. Die genauen Ursachen eines Lipödems liegen also bis heute noch im Dunkeln. Einig sind sich die Wissenschaftler jedoch darüber, dass Ernährung und Körpergewicht Faktoren sind, die die Krankheit negativ beeinflussen können. Auf deren Entstehung haben sie jedoch keinen nennenswerten Einfluss. Ein Indiz dafür ist, dass auch schlanke Frauen die Fettverteilungsstörung entwickeln können. Die erbliche Veranlagung könnte bei der Krankheitsentstehung offenbar von großer Relevanz sein. Denn es ist auffällig, dass häufig zwei oder mehr Frauen einer Familie betroffen sind. Gleiches gilt für die weiblichen Hormone. Prinzipiell kann ein Lipödem zwar grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt auftreten. Doch oft wird es nach hormonellen Umstellungen wie Pubertät, Schwangerschaft oder der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel festgestellt.

Lipödeme bilden sich in Folge von erhöhten Wasseransammlungen im Gewebe

Durch die erhöhte Durchlässigkeit der Kapillaren, erhöhen sich die Wasseransammlungen im Gewebe

Faktoren für vermehrtes Unterhautfettgewebe

Für die krankheitstypische Vermehrung des Unterhautfettgewebes sind meist zwei ausschlaggebende Faktoren verantwortlich. Einerseits steigt die Zahl der Fettzellen an, andererseits vergrößern sich diese auch immer mehr. Die Durchlässigkeit der als Kapillaren bezeichneten feinen Blutgefäße nimmt in den betroffenen Regionen weiter zu. Dadurch gelangt mehr Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem ins umliegende Gewebe. Da diese Wasseransammlungen irgendwann nicht mehr vollständig abtransportiert werden, bilden sich Ödeme. In der Folge erhöht sich bei einem Lipödem der Druck im Gewebe. Neben dem zuvor erwähnten Spannungsgefühl, der gesteigerten Empfindlichkeit auf Druck und Berührungen und Schmerzen, neigen Betroffene aufgrund der fragileren Kapillaren auch vermehrt zu Hämatomen. Bereits leichte Stöße können bei ihnen Blutergüsse unter der Haut hervorrufen.

Unterschied zur Lipohypertrophie

Auch bei einer Lipohypertrophie ist das Unterhautfettgewebe an den Beinen vermehrt. Im Unterschied zum Lipödem handelt es sich dabei aber um ein rein optisches Phänomen, das nicht zu spürbaren Symptomen führt. Jedoch kann eine Lipohypertrophie manchmal die Vorstufe eines Lipödems sein.

Wer gehört zur Risikogruppe für Lipödeme?

Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen auf, am häufigsten zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Oft beginnt die Entstehung kurz nach der Pubertät oder nach einer Schwangerschaft und schreitet dann im Laufe der Zeit weiter voran. Bis zur Diagnose vergehen oft Jahre. Viele Betroffene suchen erst einen Arzt auf, wenn weder Diäten noch Sport das Problem beseitigen konnten. Doch eine möglichst frühzeitige Behandlung ist enorm wichtig, um eine Verschlimmerung zu verzögern oder bestenfalls zu stoppen.

Lipödeme äußern sich entweder in Form des Reiterhosensyndroms am Gesäß oder in Form des Säulenbeins über die gesamte Länge der Beine.

Reiterhosensyndrome zeigen sich hauptsächlich am Gesäß, Säulenbeine hingegen über die ganze Länge der Beine.

Wie äußert sich ein Lipödem?

Akute Symptome eines Lipödems sind primär geschwollene Beine, eine erhöhte Druckempfindlichkeit der Haut, Schmerzen und eine Neigung zu Hämatomen. Als Langzeitfolge kann ein Lipödem zu einem zu Fehlstellungen der Gelenke, einem veränderten Gangbild und zu vorzeitigem Gelenkverschleiß führen. Vermehrt sich das Unterhautfettgewebe vor allem im oberen Teil der Oberschenkel und am Gesäß, handelt es sich um das sogenannte Reiterhosenphänomen. Beim Säulenbein ist das Fett hingegen gleichmäßig über die gesamte Länge beider Beine verteilt. Beim Suavenhosen-Phänomen zieht sich das Lipödem von den Hüften bis zu den Sprunggelenken. Es kommt aber auch vor, dass vorrangig die Waden betroffen sind. Circa 30 Prozent der Frauen mit einer Fettverteilungsstörung an den Beinen haben zusätzlich auch Lipödeme an den Armen. Ausschließlich auf die oberen Extremitäten beschränkte Lipödeme kommen hingegen nur selten vor.

Die drei Stadien eines Lipödems

Die drei Stadien eines Lipödems

Abhängig Erscheinungsbild und Ausmaß der Fettgewebsvermehrung, werden Lipödeme in folgende Stadien eingeteilt:

  • Stadium 1:
    Das Fettgewebe in der verdickten Unterhaut ist gleichmäßig verteilt, die Hautoberfläche noch glatt.
  • Stadium 2:
    Im Unterhautfettgewebe bilden sich knotige Strukturen, auf der Haut zeigen sich Wellen und größere Dellen.
  • Stadium 3:
    Das stark verhärtete und vermehrte Fettgewebe bildet Furchen und Überhänge. Diese Fettwülste – auch als „Wammen“ bezeichnet - entstehen vorwiegend an den Knien und Innenseiten der Oberschenkel.
Symptome eines Lipödems sind vielfältig und teilweise auch schmerzhaft.

Lipödeme verursachen eine Vielzahl an teilweise auch schmerzhaften Beschwerden.

Symptome eines Lipödems

Neben optischen Auswirkungen kann ein Lipödem zudem auch weitere unangenehme Symptome mit sich bringen. Wie ausgeprägt diese sind, ist individuell unterschiedlich und korreliert nicht zwangsläufig mit dem Stadium der Erkrankung. Zu den wichtigsten Symptomen und Folgeerscheinungen gehören jedoch:

Geschwollene Arme und Beine
Beine und Arme fühlen sich durch das Gewicht des vermehrten Fettgewebes schwer an. Hinzu kommen Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, die ein Lipödem begleiten können. Längeres Sitzen oder Stehen und warmes Wetter fördern Wassereinlagerungen zusätzlich. Dies ist auch der Grund, warum gerade abends die Beine oft stark geschwollen sind.

Druckempfindlichkeit und Schmerzen
Vom Lipödem betroffenen Bereiche reagieren meist sehr empfindlich auf Druck. Bereits leichte Berührungen können als schmerzhaft und unangenehm empfunden werden. Viele Patientinnen leiden auch ohne äußere Druckeinwirkung unter Schmerzen.

Hämatome
Da die feinen Blutkapillaren im vermehrten Unterhautfettgewebe leicht reißen, entstehen bereits beim geringsten Anlass oftmals Hämatome. Bereits ein leichter Stoß genügt, um einen Bluterguss hervorzurufen.

Erschwertes Gehen und Wundscheuern
Fetteinlagerungen an den Innenseiten der Oberschenkel stören nicht nur beim Gehen. Durch das ständige Aneinanderreiben kann die Haut dort auch aufscheuern. Das Wundlaufen birgt zudem die Gefahr, dass sich an den offenen Stellen Entzündungen und Infektionen bilden.

Lymphödeme
Bei einem fortgeschrittenen Lipödem in den unteren Extremitäten, kann die Lymphflüssigkeit nicht mehr richtig abfließen. Ohne eine entsprechende Behandlung entsteht durch den Stau im Gewebe ein sekundäres Lymphödem, welches die Unterschenkel und meist auch die Füße noch mehr anschwellen lässt. Bezeichnet wird diese Mischform als Lipo-Lymph-Ödem.

Gelenkverschleiß und Fehlstellungen
Eine weitere mögliche Folge des gestörten Ganges durch die Fettwülste an den Oberschenkelinnenseiten, sind Fehlstellungen der Beine. Die falsche Belastung und das Mehrgewicht können vor allem am Knie zu frühzeitigem Gelenkverschleiß führen.

Die Kompressionstherapie wird vielfach bei einer Lipödem-Diagnose angewendet.

Die Kompressionstherapie wird vielfach bei einer Lipödem-Diagnose angewendet.

Wie wird ein Lipödem therapiert?

Ein Lipödem kann nicht ursächlich geheilt werden, deshalb zielt die Therapie darauf ab, die Symptome zu bessern und eine weitere Zunahme der Fettansammlungen zu unterbinden. Eine Kompressionstherapie und im fortgeschrittenen Stadium die manuelle Lymphdrainage, sowie Sport und Bewegung sind zentrale Bausteine der Therapie. Damit keine Verschlimmerung eintritt, ist es vor allem für übergewichtige Patientinnen wichtig abzunehmen. Normalgewichtige sollten unbedingt darauf achten, ihr Gewicht zu halten. Eine als sehr effektiv geltende Behandlungsmöglichkeit ist zudem eine Liposuktion, bei der die vermehrten Fetteinlagerungen per OP reduziert werden. Die Therapie des Lipödems basiert auf zwei Säulen: Zum einen der Diagnose an sich und damit verbundenen einer Linderung der Symptome. Zum anderen die weitere Zunahme der Fetteinlagerungen zu stoppen und drohende Komplikationen wie Lymphödeme oder Gangbildstörungen zu verhindern. Heilbar sind Lipödeme zwar nicht, aber bei frühzeitig begonnener und konsequent durchgeführter Therapie, lassen sich die Symptome in der Regel erfolgreich mildern. Die Kompressionstherapie verzögert oder stoppt dabei die Zunahme des Lipödems und lindert die Beschwerden. Für eine optimale Entfaltung dieses Effektes müssen die Betroffenen ihre Kompressionsstrümpfe oder Radlerhosen bzw. Bolerojacken regelmäßig tragen. Auch die so genannte apparative intermittierende Kompression – eine Kompressionsbehandlung mit Geräten – kann in besonderen Fällen hilfreich sein.

Bewegung, Ernährungsumstellung und Massagen können Lipödeme wirkungsvoll lindern

Bewegung, Ernährungsumstellung und Massagen können Lipödeme wirkungsvoll lindern

Walking, Schwimmen, Radfahren – Bewegung hilft

Gemäß den aktuell geltenden Behandlungsleitlinien ist zudem die manuelle Lymphdrainage in späteren Stadien der Krankheit fester Baustein der Therapie. Dabei wird mit einer besonderen Massagetechnik überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportiert. Es gibt jedoch Spezialisten, die von diesem Ansatz abraten. So solle die Lymphdrainage erst verordnet werden, sobald die Diagnose eines Lymphödems evident sei. Dies auch nur unter der Voraussetzung, dass die Kompressionstherapie kontinuierlich umgesetzt wird. Unumstritten ist hingegen der Rat, sich möglichst viel zu bewegen. Sämtliche Wassersportarten sind hier optimal geeignet, ebenso Gymnastik, Joggen, Walking und Radfahren. Körperliche Bewegung und eine Umstellung der Ernährung können zudem eine Gewichtszunahme effektiv verhindern und somit dazu beitragen, eine Verschlimmerung der Krankheit zu unterbinden.

Die Liposuktion stellt bei Lipödemen einen chirurgischen Therapieansatz dar, der oftmals Beschwerdefreiheit bringt

Die Liposuktion stellt bei Lipödemen einen chirurgischen Therapieansatz dar, der oftmals Beschwerdefreiheit bringt

Liposuktion als Therapieoption

Leider können die oben genannten Behandlungsmaßnahmen ein Lipödem nicht gänzlich heilen, bzw. beseitigen. Eine operative Fettabsaugung (Liposuktion) kann jedoch das vermehrte Unterhautfettgewebe entfernen. Techniken wie Ultraschall oder Vibration lösen im Rahmen einer Liposuktion das Fett zunächst vom angrenzenden Gewebe und saugen sie im Anschluss über ein Endoskop ab. Viele Studien belegen, dass eine Liposuktion die Symptome des Lipödems deutlich lindert. Teilweise bis hin zur Beschwerdefreiheit für viele Jahre. Einige Patientinnen benötigen zwar weiterhin eine Therapie mit Kompression, aber viele kommen nach einer Liposuktion auch ohne diese Behandlung aus. Risikofaktor ist jedoch eine erneute Gewichtszunahme nach einer Fettabsaugung. Es besteht dann die Gefahr, dass sich das Lipödem neu bildet. Wer sich also für eine Liposuktion entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass danach das Körpergewicht dauerhaft unter Kontrolle gebracht werden muss. Zudem können wie bei allen OPs auch hier Komplikationen wie Nachblutungen oder Wundinfektionen auftreten. Auch die Kostenübernahme durch die Krankenkassen, ist in den seltensten Fällen auf Einzelantrag möglich, so dass die Kosten selbst getragen werden müssen.

Die jeweilige Anästhesie-Methode richtet sich stets nach dem Umfang der Liposuktion

Die jeweilige Anästhesie-Methode richtet sich stets nach dem Umfang der Liposuktion

Anästhesie

Die Tumeszens Lokal Anästhesie ist eine sehr beliebte Betäubungsmethode, die sich für Behandlungen an kleineren Flächen eignet, u.a. bei Schönheits-Liposuktionen. Wenn aber die Liposuktion bei einem Lipödem an den gesamten Beinen und am Gesäß durchgeführt wird, ist diese Betäubungsart ungeeignet. Weil die zu infiltrierende (einflößende) Menge an Lokalanästhetika und Adrenalin in den Operationsgebieten toxische Werte (schädliche) erreichen, was sogar einen tödlichen Effekt haben kann. Deswegen, damit die Operation nicht Raten, mit den entsprechenden übermäßigen Kosten und den seelischen und körperlichen Belastungen gemacht wird, wird die TIVA = Total Intravenöse Anästhesie empfohlen, welche schonend ist. Der Narkosearzt überwacht den Kreislauf, und durch die Vene werden Schlaf- sowie Schmerzlindernde Medikamente verabreicht, was die Liposuktion von großen Flächen erlaubt.

Ablauf der Lipödem Operation

Durch kleine Stiche an bereits vorhandenen Hautfalten führt der Operateur eine Kanüle von 2-3 mm Durchmesser in das Operationsgebiet ein. Er bewegt diese Kanüle hin und her, um das Fettgewebe modellierend abzusaugen und so viel wie möglich vom erkrankten Gewebe zu entfernen. Entscheidend ist, dass die Lymphgefäße unverletzt bleiben, um ein vom Operateur verursachtes Lymphödem zu vermeiden. Hier zeigt sich, wie wichtig die chirurgische/ gefäßchirurgische Ausbildung ist. Am Ende wird der Patient in die postoperative Überwachung verlegt.

Nach der Operation ist eine postoperative Überwachung essentiell um Komplikationen zu vermeiden

Nach der Operation ist eine postoperative Überwachung essentiell um Komplikationen zu vermeiden

Nach der Operation

Durch kleine Stiche an bereits vorhandenen Hautfalten führt der Operateur eine Kanüle von 2-3 mm Durchmesser in das Operationsgebiet ein. Er bewegt diese Kanüle hin und her, um das Fettgewebe modellierend abzusaugen und so viel wie möglich vom erkrankten Gewebe zu entfernen. Entscheidend ist, dass die Lymphgefäße unverletzt bleiben, um ein vom Operateur verursachtes Lymphödem zu vermeiden. Hier zeigt sich, wie wichtig die chirurgische/ gefäßchirurgische Ausbildung ist. Am Ende wird der Patient in die postoperative Überwachung verlegt.

Die Nachbehandlung von Lipödemen besteht häufig aus manuellen Drainagen von mindestens zwei Stunden pro Tag

Die Nachbehandlung von Lipödemen besteht häufig aus manuellen Drainagen von mindestens zwei Stunden pro Tag

Nachbehandlung von Lipödem

Nach der Entlassung hat sich als sehr positiv bewertet, dass kräftige manuelle Drainagen von mindestens zwei Stunden zwei Mal am Tag das Ödem weniger werden lassen und die Haut schrumpft. Duschen ist für eine Woche nicht zu empfehlen, Baden für ca. 6 Wochen auch nicht. Das Rauchen ist absolut untersag in dieser Zeit. Diätetisch kann die Heilung durch Einnahme von täglich zwei Esslöffel Eiweißpulver, Vitamin A, C, und E unterstützt werden, selbstverständlich ist das Gehen und sich Bewegen von Anfang an sehr wichtig, Sport ist für 6 Wochen nicht möglich.

Komplikationen

Bei Liposuktionen, die von erfahrenen Operateuren ausgeführt wurden, muss kaum mit Komplikationen gerechnet werden. Es können jedoch in seltenen Fällen Wundinfektionen auftreten. Dies kann passieren, wenn Lymphgefäße lädiert wurden und dadurch sekundäre oder Iatrogenische Lymphödeme oder Nachblutungen entstanden sind.

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