Bauchdeckenstraffung - Bauchstraffung

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Die plastische Bauchoperation löst die Abschaffung des überflüssigen Fettes, der hängenden Haut und Festigung der Bauchmuskeln. Sie wird in der Vollnarkose durchgeführt und dauert 2 und mehr Stunden. Nach dem Eingriff wird der Bauch mit der Bauchbinde bandagiert, die etwa 1 Monat zu tragen ist. Die Hospitalisation dauert 3-4 Tage, danach noch 5-7 Tage der Ruheregime und die ganze Rekonvaleszenz 2-4 Wochen.

Die Bauchdeckenstraffung, auch Bauchstraffung oder Abdominoplastik genannt, ist ein operativer Eingriff, um überschüssige und schlaffe Haut am Bauch zu entfernen. Bei dieser Operation wird mit Hilfe eines Schnitts am Unterbauch der Hautüberschuss entfernt und gleichzeitig die Bauchmuskulatur in der Mitte gerafft, sodass daraus ein straffer und flacher Bauch resultiert. Um eine optimale Behandlung zu sichern, ist die Beratung durch einen Facharzt für Plastische Chirurgie unerlässlich, da dabei die für den Patienten passenden Möglichkeiten und Alternativen dargestellt werden.

Für wen ist Bauchdeckenstraffung geeignet?

Eine Bauchdeckenstraffung hat zum Ziel, überschüssige und schlaffe Haut am Bauch zu entfernen. Des Weiteren wird bei diesem Eingriff auch die Bauchmuskulatur in der Mitte gerafft, wodurch gleichzeitig eine erschlaffte und auseinandergewichene Bauchmuskulatur korrigiert wird.

Dieses Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln wird als Rektusdiastase bezeichnet. Dabei ist die Lücke zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln vergrößert, wodurch sich der Bauch als ganzes deutlich nach vorne wölbt. Oftmals entsteht eine Rektusdiastase aufgrund einer raschen Größenzunahme der Bauchwand, wie bei einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtszunahme.

Straffung der Muskulatur bei Rektusdiastase
Straffung der Muskulatur bei Rektusdiastase

Damit ist eine Bauchdeckenstraffung für alle Patienten geeignet, die einen deutlichen Hautüberschuss am Bauch oder eine vorwölbende Rektusdiastase oder auch beides gleichzeitig haben und sich einen flacheren und strafferen Bauch wünschen.

Ursachen:

  • Schwangerschaft
  • starke Gewichtsabnahme
  • deutlicher Hautüberschuss am Bauch
  • Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln (Rektusdiastase)

Falls der Hautüberschuss durch lokale Fettpolster bedingt ist, kann alternativ eine Fettabsaugung durchgeführt werden. Zudem können verschiedene Verfahren zur Straffung der Haut mittels Ultraschall- oder Wärmeenergie angewendet werden.

Bei kleineren Hautüberschüssen kann eine sogenannte Mini-Abdominoplastik, also kleine Bauchdeckenstraffung, durchgeführt werden. Dabei ist der Schnitt am Unterbauch kleiner und der Bauchnabel wird nicht versetzt.

Bei sehr ausgeprägten Hautüberschüssen kann es auch notwendig sein eine Bauchdeckenstraffung mit Mittelschnitt, auch Fleur-de-Lis-Technik genannt, durchzuführen. Dabei wird neben einem Schnitt im Unterbauch auch ein gerader Schnitt in der Bauchmitte durchgeführt.

Methoden der Bauchdeckenstraffung:

  • Bauchdeckenstraffung mit Schnitt im Unterbauch
  • Bauchdeckenstraffung ergänzt durch Fettabsaugung
  • Bauchdeckenstraffung mit Mittelschnitt
  • Mini-Abdominoplastik

Um das richtigen Verfahren für das bestmögliche Ergebnis zu wählen, ist eine ausführliche Untersuchung und Beratung durch einen Facharzt für Plastische Chirurgie unerlässlich.

Auch kann eine Bauchdeckenstraffung mit anderen Eingriffen kombiniert werden, um mehrere Problemzonen gleichzeitig zu behandeln. Es lassen sich im selben Eingriff auch lokale Fettpolster am Bauch und an den Flanken durch eine Fettabsaugung entfernen. Im Rahmen eines sogenannten Mommy Makeovers wird eine Bauchdeckenstraffung mit einer Bruststraffung  oder Brustvergrößerung  kombiniert, um die typischen Problemzonen einer Frau nach Schwangerschaft und Stillzeit zu behandeln.

Bauchdeckenplastik ist kombinierbar mit:

  • Fettabsaugung
  • Brustvergrößerung
  • Bruststraffung
  • Bruststraffung mit Implantat

Ablauf der Bauchdeckenstraffung

Die Bauchdeckenstraffung ist ein operativer Eingriff, der in Vollnarkose durchgeführt wird. Damit ein optimaler Behandlungsablauf gesichert werden kann, beginnt der Weg zum straffen Bauch mit einer ausführlichen Untersuchung und Aufklärung durch den behandelnden Facharzt für Plastische Chirurgie. Es könnten vor einer Bauchdeckenstraffung gegebenenfalls weitere Untersuchungen, wie Blut- oder Ultraschall-Untersuchungen, notwendig sein.

Am Operationstag selbst wird zunächst der zu operierende Bereich durch den Operateur markiert. Diese Markierungen dienen zur Orientierung und Planung während der Operation. Während ein Anästhesist die Narkose durchführt und den Patienten überwacht, führt der Operateur den Eingriff durch.

Es wird ein Schnitt am Unterbauch durchgeführt und die Bauchdecke mobilisiert. Da der Bauchnabel fest mit der inneren Bauchwand verwachsen ist, wird er dabei der Bauchnabel umschnitten und verbleibt an Ort und Stelle. Die Bauchmuskeln werden dargestellt und gerafft.

Bauchdeckenstraffung: Mittelnaht
Bauchdeckenstraffung: Mittelnaht

Der Hautüberschuss wird markiert und der Hautlappen entfernt. Zuletzt wird die Bauchdecke nach unten gestrafft und schichtweise mit selbstauflösenden Fäden fein vernäht. Der Bauchnabel wird dann an der gestrafften Haut eingenäht. Üblicherweise dauert eine Bauchdeckenstraffung je nach Ausmaß zwischen einer bis drei Stunden.

Hautlappenentfernung bei Bauchstraffung
Hautlappenentfernung bei Bauchstraffung

Je nach Notwendigkeit werden während der Operation Wund-Drainagen eingelegt, um überschüssiges Wundwasser aufzufangen. Diese werden dann im Verlauf wieder schonend entfernt.

Nach der Operation wird ein Mieder angelegt, der die Bauchdecke stützt und komprimiert. Das Kompresssionsmieder wird dann für insgesamt 4 bis 6 Wochen durchgehend getragen.

Die Patienten ruhen sich im Anschluss an die Operation und Narkose für einige Stunden aus und werden überwacht. Abhängig von Art und Umfang der Bauchdeckenstraffung kann ein Klinikaufenthalt von einigen Tagen notwendig sein.

Nach der Entlassung nach Hause werden Kontroll-Untersuchungen vereinbart, welche zu Beginn in kleineren und später in größeren Zeitabständen durchgeführt werden. Ein Ziehen der Fäden ist oftmals nicht notwendig, da mit selbstauflösenden Fäden gearbeitet wird.

Heilung nach Bauchdeckenstraffung 

In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff heilen die Operationswunden ab. Dabei sind noch Schwellungen und Schmerzen möglich, weshalb eine körperliche Schonung und eine adäquate Schmerzmedikation notwendig sind. Es kann zu Beginn ein Spannungsgefühl am Bauch vorhanden sein, ähnlich einem starken Muskelkater.

In den folgenden Wochen nehmen diese Einschränkungen zunehmend ab, der Patient kann sich leichter und besser fortbewegen. Üblicherweise sollte aber eine volle körperliche Belastung erst nach vier bis sechs Wochen stattfinden.Meistens wird nach ein bis zwei Wochen der Operationsverband abgenommen und gegebenenfalls Fadenmaterial entfernt.

Narbe nach Bauchdeckenstraffung
Narbe nach Bauchdeckenstraffung

Die Wundheilung ist dann abgeschlossen und die Narbenreifung beginnt. Diese kann bis zu einem Jahr dauern. Deshalb sollte eine intensive Narbenpflege mit fettenden Salben, im weiteren Verlauf mit Narbengels oder Narbenpflastern durchgeführt werden. Die Narben sollten für mindestens sechs Monate vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Das Aussehen der Narbe am Unterbauch und um den Bauchnabel ist letztlich abhängig von der körpereigenen Narbenbildung und von dem Verhalten des Patienten. Deshalb ist es nicht mit Sicherheit möglich, dieses vorherzusagen.

Effekt der Bauchdeckenstraffung

Die Effekte der Bauchdeckenstraffung sind sofort sichtbar: der Bauch ist flacher und straff. Allerdings sind zu Beginn noch Schwellungen vorhanden. Da die Narbenreifung einige Monate andauert, kann frühestens nach drei bis sechs Monaten von einem definitiven Endergebnis gesprochen werden. In diesem Zeitraum kann es zu einem leichten Nachsacken der Haut kommen. Dieser Effekt hängt von der Stärke und Festigkeit des Bindegewebes der Patienten ab.

Effekt der Bauchdeckenstraffung
Flacher und straffer Bauch nach Bauchdeckenstraffung

Komplikationen und Risiken bei Bauchdeckenstraffung

Da es sich bei der Bauchdeckenstraffung um einen umfangreichen Eingriff an der Haut, dem Unterhautgewebe und der Muskulatur des Bauches handelt sind damit einige Risiken verbunden. Darüber wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch aufgeklärt.

Die Wundfläche am Unterbauch und am Bauchnabel kann sich selten entzünden. Eine solche Wundinfektion wird dann mit Antibiotika behandelt und heilt meist problemlos ab.

Gelegentlich kann es zu sogenannten Wundheilungsstörungen kommen, wobei ein Teil der Wunde aufgehen kann und dann langsamer abheilt als der Rest der Wunde. Deutlich seltener kann es dazu kommen, dass die Haut um die Wunde oder am Bauchnabel schlechter durchblutet wird und abstirbt. Daraus resultiert ebenfalls eine neue Wunde, die dann langsam abheilt. Dieses Risiko ist bei Rauchern erhöht.

Im Operationsgebiet können sich selten Wundwasser oder Blut ansammeln. Dieses sogenannte Serom oder Hämatom bedarf dann vereinzelt auch das Ablassen durch eine Punktion oder Eröffnung.

Nach der Operation ist die gestraffte Bauchdecke zunächst weniger sensibel und fühlt sich dumpf an. Dieser Zustand kann einige Wochen bis Monate anhalten, sehr selten kann es ein dauerhafter Sensibilitätsverlust verbleiben.

Das Aussehen der Narben nach der Operation ist sehr individuell. Selten gibt es breite oder unschöne Narben. Deutlich seltener sind überschießende Narben, sogenannte Keloide. Diese können durch spezielle Therapien verbessert werden.

Das Management von diesen Komplikationen bedarf meist weitere Behandlungen und Eingriffe. Ein Facharzt für Plastische Chirurgie ist ausgebildet mit solchen Komplikationen sicher umzugehen und ein gutes Ergebnis für den Patienten sicherzustellen.

Kontraindikationen einer Bauchdeckenstraffung

Da die Bauchdeckenstraffung eine planbare Operation ist, sollten im Vorfeld die optimalen Bedingungen für den Eingriff sichergestellt werden. Alle akuten Erkrankungen wie Entzündungen der Haut oder grippale Infekte sollten zunächst behandelt und versorgt werden.

Bei chronischen Erkrankungen und Erkrankungen mit Medikamenteneinnahme sollte das Operationsrisiko im Verhältnis zur Operation stehen. Kritisch zu sehen sind Gerinnungsstörungen und die Einnahme von Gerinnungshemmern, da dabei das Blutungsrisiko erhöht ist.

Ebenso können Herz-Kreislauf-, Gefäß- und Lungen-Erkrankungen das Narkoserisiko erhöhen. Ein schlecht eingestellter Diabetes wie auch das Rauchen erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen.

Des Weiteren ist der Zeitpunkt einer Bauchdeckenstraffung sehr wichtig für das Ergebnis. Falls der Patient noch ein starkes Übergewicht hat, ist es sinnvoll, zunächst einen weiteren Gewichtsverlust abzuwarten. Falls bei weiblichen Patienten ein Kinderwunsch besteht, sollte eine Bauchdeckenstraffung erst nach der Schwangerschaft durchgeführt werden, da diese zu einem erneuten Erschlaffen der Haut und der Bauchmuskeln führen kann.

Die Bauchdeckenstraffung, auch Bauchstraffung oder Abdominoplastik genannt, ist ein operativer Eingriff um überschüssige und schlaffe Haut am Bauch zu entfernen und erschlaffte Bauchmuskeln zu straffen. Oftmals ist die Bauchdeckenstraffung nach einer starken Gewichtsabnahme oder nach Schwangerschaften notwendig.

Bei der Operation wird mit Hilfe eines Schnitts am Unterbauch der Hautüberschuss entfernt und gleichzeitig die Bauchmuskulatur gerafft, sodass daraus ein straffer und flacher Bauch resultiert. Abhängig vom Ausmaß des Hautüberschusses können verschiedene Verfahren gewählt werden. Eine ausführliche Untersuchung und Beratung durch einen Facharzt für Plastische Chirurgie ist dabei unerlässlich.

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert ein bis drei Stunden. Die Heilungsphase dauert ca. vier bis sechs Wochen, zu deren Beginn noch eine Schwellung und Schmerzen vorhanden sein können. Während dieser Zeit muss ein Kompressionsmieder getragen werden. Die Narbenreifung kann einige Monate andauern und ist sehr individuell. Eine Narbenpflege und Sonnenschutz unterstützen ein optimales Ergebnis.

Die Risiken und Komplikationen einer Bauchdeckenstraffung sind sehr gering und selten, solange der Eingriff gut geplant ist. Selbst im Fall von Komplikationen wird ein ausgebildeter Facharzt für Plastische Chirurgie die nötigen Behandlungen einleiten und ein gutes Ergebnis für den Patienten sicherstellen.

 

Aktualisiert: 27.11.2018

Autor

Dr. Allert studierte Medizin in Bonn, Wien und New York und verfügt über Zusatzbezeichnung Plastische Chirurgie und Handchirurgie. Seit 2006 ist Dr. Allert Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont, seit 2009 Ärztlicher Direktor des Klinikums.

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