Tattoo Entfernung - Entfernung von Tätowierungen

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Ob Sterne am Handgelenk oder die Fee auf dem Bauch, Tattoos sind Trend. Kaum ein Star zeigt sich heute noch ohne blaue Tinte auf der Haut. Auch fernab der Showbühne lassen sich immer mehr Menschen mit dieser Form des Körperschmucks verzieren. Doch was man sich in jungen Jahren unter die Haut stechen lässt, ist einem mit zunehmendem Alter oft unangenehm. Nicht selten entsteht der Wunsch, die Tätowierung entfernen zu lassen. Hierfür steht eine Reihe von Methoden zur Verfügung. Als eine sehr schonende und gleichzeitig effektive Methode hat sich die moderne Lasertherapie bewährt, mit welcher auch Alters- und Pigmentflecken behandelt werden.

Welche Arten von Tätowierung existieren?

Tätowierung ist nicht gleich Tätowierung, auch wenn die Unterschiede nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen sind. Vor einer Tattooentfernung ist deshalb zunächst abzuklären, um welche Art des zu entfernenden Körperschmucks es sich handelt. So wird zwischen so genannten Laientattoos und professionell gestochenen Tätowierungen unterschieden. Bei ersteren werden die Farbpigmente lediglich in die erste Hautschicht eingebracht, sowie weniger widerstandfähige Farben benutzt. Aufgrund dieser “Oberflächlichkeit” ist eine Entfernung leichter möglich. Die Bandbreite professioneller Tätowierungen erstreckt sich über Dauertattoos, zu denen auch das Permanent Make-Up zählt, bis hin zu temporären Tätowierungen (Temptoos, Bio-Tattoos, temporary tattoo). Im Unterschied zu dauerhaften Tattoos sollen temporäre nach einer gewissen Zeitspanne von selbst verblassen. Da es jedoch keine selbstauflösende Tattoofarbe gibt, werden hier ähnlich der Laientätowierungen die Farbpigmente nur in die oberen Hautschichten eingebracht. Durch die Hauterneuerung sollen diese im Laufe der Zeit nach oben wandern und verblassen. Jedoch gibt es keine Garantie für diesen Vorgang, so dass sich vermeintlich temporäre Tattoos oft als dauerhaft erweisen.

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Wer kann sich einer Tattooentfernung mittels Laser unterziehen?

Da es sich bei der Tattooentfernung mittels Laser um ein schonendes, ungefährliches Verfahren handelt, ist es weitläufig einsetzbar. Einzig bei Hautveränderungen oder einer bestehenden Schwangerschaft liegt eine Kontraindikation vor.

Vor der Tattooentfernung mittels Laser

Während Ihrer Konsultation beurteilt der Hautarzt den Zustand Ihres Tattoos und schlägt eine Vorgehensweise vor, mit der das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann. Bestandteil der ersten Konsultation sollte auch ein Test sein, der auf einer kleinen Hautfläche die Wirksamkeit der Lasermethode testet. Dies ist nötig, da es bei der Entfernung zu sogenannten Farbumschlägen kommen kann. Schwarz kann sich während der Laserentfernung in andere Farben umwandeln, Rot oder Braun können sich wiederum zu Schwarz verfärben. Diese Farbveränderungen sind oft schwerer zu entfernen als die ursprüngliche Farbe, so dass zunächst auf einem kleinen Areal eine Testbehandlung stattfinden sollte, um etwaige Komplikationen auszuschließen.

Wirkungsweise der Tattooentfernung mit Laser

Für die Entfernung von Tattoos können mehrere Laserarten zum Einsatz kommen, welche sich in Art und Weise der Pigmententfernung unterscheiden. Rubin- und nq-switch Nd:YAG-Laser (Neodym-Yaglaser) entfernen Farbpigmente mittels selektiver Photomolyse. Hierzu wird gepulstes Licht in die unteren Hautschichten geschossen, wo es von den Farbpigmenten absorbiert wird. Diese zerplatzen daraufhin und der Körper entsorgt die als Fremdkörper wahrgenommenen Überreste über das Lymphystem. Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten, sind bei der Photomolyse mehrere Sitzungen nötig, im Laufe derer die Tätowierung Schritt für Schritt verblasst. Bei dieser Methode ist die Wahl des Lasers vor allem von der Farbe der Tätowierung abhängig. Ist diese dunkel gehalten, kommt zumeist ein Rubin-Laser zum Einsatz, auf dessen Wellenlänge die Töne Schwarz, Grün und Braun gut reagieren. Der Nd:YAG-Laser wird benutzt, wenn das Tattoo vorwiegend im roten oder hellgrünen Farbspektrum gehalten ist. Beide Lasertypen arbeiten mit einer Genauigkeit von einem tausendstel Millimeter, womit eine maximale Schonung des umgebenden Gewebes gewährleistet ist.
Eine andere Methode ist die Verdampfung des Tattoos durch Erbium- oder CO2-Laser. Hierbei werden durch kalte Verdampfung die oberen Hautschichten entfernt, deren Färbung keine Rolle spielt. Im Gegensatz zur Photomolyse wird durch das Verdampfen die Haut geschädigt, was zu Narbenbildung führen kann.

Nach der Tattooentfernung

In Abhängigkeit von der gewählten Behandlungsmethode kann es zu leichten bis starken Hautrötungen und Schwellung kommen, weshalb die Haut nach der Behandlung gekühlt werden sollte. Auch die Bildung von Schorf ist möglich. Das behandelte Areal sollte nach der Behandlung mehrere Wochen lang vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Zudem sollte in den Monaten nach der Tattooentfernung eine Sonnencreme mit hohem UV-Filter (50+) auf die behandelte Haut aufgetragen werden.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Die Anzahl der Sitzungen hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Größe der Tätowierung, den verwendeten Farben und Art und Tiefe des Pigmenteinträge, spielt die angewandte Methode eine große Rolle. Während bei der Verdampfung durch Erbium- oder CO2-Laser die Tätowierung meist in ein bis zwei Sitzungen entfernt werden kann, sind beim Einsatz von Rubin- oder nq-switch Nd:YAG-Laser (Neodym-Yaglaser) mehrere Sitzungen notwendig. In der Regel sind bei professionellen, permanenten Tattoos zwischen 6 bis 15 Behandlunge nötig. Bei temporären Tattoos oder Laientätowierungen können auch weniger Termine ausreichen. Pro Termin wird ein Areal von höchstens 300 cm2 behandelt, da  bei größeren Flächen das Infektionsrisiko stark ansteigt. Die Behandlungen erfolgen im Abstand von zirka 3 Wochen, um die Haut nicht übermäßig zu strapazieren.
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Ist eine Tattooentfernung mittels Laser schmerzhaft?

Zumeist ist das Stechen des Tattoos schmerzhafter als dessen Entfernung. Die Behandlung mit einem Laser ist zwar intensiv, aber dennoch sehr schonend. Häufig wird sie mit der Berührung einer Brennnessel verglichen, die Intensität variiert je nach Schmerzempflichkeit und Körperstelle. In den meisten Fällen ist keine Betäubung erforderlich. Bei umfangreicheren Behandlungen oder der Verwendung eines Erbiumlasers ist es möglich, eine örtliche Betäubung durch Salben oder eine leichte Analgosedierung einzusetzen. Wenn Sie extrem schmerzempfindlich sind, können Sie sich für diese Art der Anästhesie entscheiden.

Risiken

Nach der Entfernung der Tätowierung kann es im Bereich des behandelten Areals zu starken Rötungen kommen. Ebenso können Blasenbildung oder Blutungen auftreten, und in seltenen Fällen kann es zu einer Depigmentierung der Haut kommen. Das Risiko der Narbenbildung ist von der gewählten Methode abhängig. Diese ist bei Behandlungen mit Erbium- oder CO2-Laser aufgrund der Technik des Verdampfens höher als bei der Photomolyse. Um die genannten Risiken zu minimieren, sollte auf die Wahl eines auf Laserbehandlung spezialisierten Dermatologen Wert gelegt werden.

Erneute Tätowierung?

Prinzipiell ist es möglich, sich ein behandeltes Areal erneut tätowieren zu lassen. Jedoch sollte zwischen der Tattooentfernung mittels Laser und einem neuen Tattoo ein halbes Jahr liegen.

Aktualisiert: 30.04.2013

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