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Komplikation nach Schamlippenverkleinerung

Patient: Sali17

Lörrach

Ungefährer Preis: 2.700 €

Gemeldet von Sali17. Kann je nach Patient und Komplexität variieren. Der Durchschnittspreis von Schamlippenverkleinerung ist 2.200 €.

Die es lohnt sich-Behandlung

Gemeldet von Sali17. 97% der Patienten haben angegeben, dass es sich lohnt.

5.10.2026 · Aktualisierung: 5.10.2026

Ich möchte meine Erfahrung mit einer Labiaplastik teilen, weil ich mir vor meiner eigenen Operation mehr Informationen über mögliche Folgen gewünscht hätte.

Ich habe mich damals für eine Verkleinerung der kleinen Schamlippen entschieden, weil sie mich persönlich sehr gestört haben und ich mich damit unwohl gefühlt habe. Ich hatte mich im Vorfeld informiert und mich letztlich für die Operation entschieden. Was ich dabei allerdings nicht gefunden habe, war ein Hinweis auf die Art von Komplikation, mit der ich heute leben muss.

Leider bin ich aus meiner Sicht an den falschen Chirurgen geraten. Bei mir wurden die kleinen Schamlippen praktisch vollständig entfernt. Auf einer Seite ist noch ungefähr ein Millimeter Gewebe vorhanden.

Seit der Operation habe ich ein erhebliches Problem beim Wasserlassen: Mein Urinstrahl lässt sich nicht mehr richtig kontrollieren bzw. gezielt nach unten führen. Stattdessen verteilt sich der Urin teilweise in verschiedene Richtungen. Ich benetze dadurch regelmässig mich selbst, die Toilette und den Bereich darum und muss mich nach dem Wasserlassen häufig vollständig reinigen.

Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, ist im Alltag aber ausgesprochen belastend. Es ist nicht einfach nur unangenehm – es bedeutet zusätzlichen Reinigungsaufwand, ständige Aufmerksamkeit und Situationen, in denen man sich unterwegs oder bei anderen Menschen sehr unwohl fühlt.

Direkt nach der Operation. als die "Pflaster" weg waren hatte ich dieses Problem bereits. Ich habe den Chirurgen bei einer Kontrolle darauf angesprochen. Damals wurde mir gesagt, ich solle zunächst abwarten, bis alles vollständig abgeheilt sei. Nach einem Jahr bestand das Problem jedoch unverändert. Als ich es erneut angesprochen habe, bekam ich die Antwort: „So etwas habe ich noch nie gehört.“

Doch: Es gibt dieses Problem.

Ich habe danach selbst weiter nach einer Erklärung gesucht. Bei meiner ersten Frauenärztin bekam ich darauf keine konkrete Antwort. Auch bei zwei weiteren Spezialistinnen konnte die Ursache zunächst nicht eindeutig eingeordnet werden. Erst bei einer Frauenärztin, die selbst Labiaplastiken durchführt und entsprechend Erfahrung mit solchen Operationen hat, wurde der Zusammenhang mit der Operation erkannt bzw. bestätigt.

Ob und in welchem Umfang sich das Problem durch eine Rekonstruktion beheben lässt, ist derzeit noch nicht abschliessend geklärt.

Ich möchte ausdrücklich nicht behaupten, dass eine Labiaplastik grundsätzlich eine schlechte oder gefährliche Operation ist. Die wissenschaftliche Literatur beschreibt insgesamt hohe Zufriedenheitsraten und überwiegend seltene Komplikationen. Gleichzeitig wird auch betont, dass Erfahrung des Operateurs, Kenntnisse der Anatomie und die Wahl der geeigneten Operationstechnik eine wichtige Rolle spielen.

Genau deshalb möchte ich Frauen, die über eine solche Operation nachdenken, dazu ermutigen, sich wirklich sehr genau mit der Wahl des Operateurs auseinanderzusetzen.

Nicht nur danach fragen, ob jemand diese Operation anbietet. Sondern fragen, wie häufig sie tatsächlich durchgeführt wird, welche Ausbildung und Erfahrung konkret mit dieser Operation besteht, welche Techniken angewendet werden und welche möglichen funktionellen Folgen auftreten können.

Ich hatte mich vor meiner Operation informiert. Trotzdem bin ich auf diese mögliche Folge nicht gestossen. Erst danach habe ich bei meiner Recherche einen einzigen Bericht einer Frau gefunden, die sehr ähnliche Beschwerden beschrieben hat. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie selbst allerdings noch nicht, wodurch diese verursacht wurden.

Ich vermute deshalb, dass solche Erfahrungen möglicherweise viel seltener öffentlich geteilt werden, als sie tatsächlich vorkommen. Denn wer möchte schon öffentlich erzählen, dass man sich beim Wasserlassen regelmässig selbst komplett nass macht? Das ist eine sehr intime und persönliche Angelegenheit. Es geht nicht nur um körperliche Einschränkungen, sondern auch um eine gewisse Blossstellung und die Angst, dass andere Menschen davon erfahren könnten.

Ich schreibe das deshalb nicht, um Frauen von einer Labiaplastik abzuhalten. Ich möchte vielmehr erreichen, dass Frauen eine wirklich informierte Entscheidung treffen können.

Wenn eine Operation durchgeführt wird, die das Ziel hat, das eigene Wohlbefinden zu verbessern, sollte man sich auch darüber bewusst sein, dass ein zu weitgehender Gewebeverlust nicht nur eine optische Frage sein kann, sondern unter Umständen erhebliche Auswirkungen auf den Alltag haben kann.

Informiert euch deshalb bitte sehr genau – insbesondere darüber, wer die Operation durchführt und wie viel Erfahrung diese Person tatsächlich mit Labiaplastiken hat.

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