Schamlippenkorrektur - Schamlippenverkleinerung

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Der weibliche Intimbereich ist in den letzten Jahren zunehmend in den Focus der Presse geraten. "Designer-Vagina" und "Porno-Muschi" sind hier die von den Journalisten gewählten plakativen Schlagworte, die jedoch die Problemlage und Beweggründe der Patientinnen leider völlig unzutreffend beschreiben und das Thema Schamlippenkorrekturen in eine (un)moralische Ecke drängen. Sachlich betrachtet geht es bei Intimchirurgie schlicht um folgendes:

Ihre inneren Schamlippen werden von den betroffenen Frauen als zu lang empfunden; oftmals erscheint auch das Klitorishäutchen sehr üppig und damit deutlich sichtbar. Durch eine operative Schamlippenkorrektur werden die Hautüberschüsse auf eine als normal empfundene Länge gekürzt. Das Ergebnis sieht idealerweise ganz natürlich, sozusagen „wie von der Natur gemacht“ aus und beschert den Patientinnen damit eine verbesserte Lebensqualität.

Indikationen

Während der körperlichen Entwicklung in der Pupertät, aufgrund von Geburtsvorgängen oder auch aufgrund hormoneller Einflüsse sind bei einigen Frauen die inneren Schamlippen deutlich verlängert, so dass diese nicht mehr von den äußeren Schamlippen bedeckt werden und im Stehen nach unten hin herausragen. 

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Oftmals ist auch das Klitorishäutchen, das die Klitoris bedeckt und schützt, recht üppig; von manchen Patientinnen wird dies als „Hautpuschel“ beschrieben, der im Stehen deutlich sichtbar im oberen Ansatz der äußeren Labien hervortritt. 

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Dies wird von vielen Frauen als unästhetisch und oft auch psychisch belastend empfunden. Sie berichten im Arztgespräch von ihrer Scham bei Besuch einer öffentlichen Sauna oder des Umkleide- und Duschbereichs im Fitnessstudio. Viele berichten auch von Hemmungen gegenüber dem Partner, von Befangenheit beim Geschlechtsverkehr und – gerade junge Damen – von der Scheu, überhaupt eine körperliche Beziehung einzugehen und diesen vermeintlichen Makel in intimen Momenten zu offenbaren. Zu diesen subjektiven und psychischen Belastungen kommen oft auch ganz praktische Probleme hinzu: Starke Reibung und damit verbunden Reizung, Schmerz und Entzündung der Schamlippen bei Reiten oder Fahrradfahren zum Beispiel. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch verlängerte bzw. sehr voluminöse Schamlippen und dem damit verbundenen erhöhten hygienischen Aufwand auch Pilzinfektionen und/oder Blaseninfektionen begünstigt werden. Zumindest berichten einige unserer Patientinnen von dem Abnehmen solcher Infektionen nach einer durchgeführten Schamlippenkorrektur.

Behandlungsablauf

Im Beratungsgespräch sollte zunächst einmal festgestellt werden, worin genau die Patientin ihr eigentliches Problem sieht. Sind es die zwischen den äußeren Schamlippen herausragenden inneren Labien? Ist es ein voluminöses Klitorishäutchen? Ist für die Patientin zusätzlich eine schlechte sexuelle Stimulierbarkeit ein Thema? Gerade das Aussehen des weiblichen Intimbereichs sollte keiner wie auch immer gearteten Norm unterliegen oder dem surrealen Idealbild einer Designer-Vagina nacheifern. Für fast alle Frauen ist die Frage schlicht: Welcher Hautüberschuss stört mich? Und kann man diesen Hautüberschuss so verringern, dass das Ergebnis danach möglichst natürlich und unoperiert aussieht?

Eng mit der ganz individuellen Ausgangslage der Patientin verknüpft ist die OP-Technik, die für das gewünschte optimale Ergebnis angewandt werden muss. Ist lediglich eine Kürzung der inneren Labien gewünscht, reicht meist ein schlichter Randschnitt aus, der die gewünschte Kontur der neuen Schamlippe – korrekte Anzeichnung vorausgesetzt - relativ problemlos erreichen kann.

Randschnitt

Der Randschnitt reicht jedoch nicht aus, um ein üppiges Klitorishäutchen zu strafffen und auch – der schwierigste Teil der OP-Planung – den Übergang zwischen Klitorishäutchen und innerer Schamlippe natürlich und unauffällig zu gestalten. Hier sind fortgeschrittene Techniken wie z.B. die 3D-Reduktion Labioplasty erforderlich, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Eine Operation in der Keilschnitttechnik – die in den letzten Jahrzehnten bei den damals noch seltenen Labienkorrekturen angewandt wurde – birgt ein großes Risiko von Wundheilungsstörungen aufgrund der hohen Spannung, die auf die Naht kommt. Sollte die Naht aufreißen, ist das Ergebnis kaum noch reparabel. Aus diesem Grunde raten erfahrene Intimchirurgen von der Verwendung der Keilschnitttechnik ab.

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Die Operation selbst kann – je nach Vorliebe der Patientin und/oder des Arztes – in örtlicher Betäubung (also mit einer Betäubungsspritze wie beim Zahnarzt), im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose durchgeführt werden. Nach einer möglichst feinen und detaillierten Anzeichnung der Schnittführung wird der Intimbereich desinfiziert, der OP-Hygiene entsprechend steril abgedeckt und – falls nicht in Narkose – entsprechend betäubt. Anschließend erfolgt der Hautschnitt entlang der vorgezeichneten Linien. Welches Skalpell der Arzt hierbei bevorzugt – ein herkömmliches Stahlskalpell, ein Radiofrequenzskalpell oder ein Laserskalpell – ist für das Ergebnis nicht so sehr entscheidend. Wichtig ist hingegen, dass die Blutstillung besonders penibel durchgeführt wird, um spätere Hämatome und dadurch bedingte unnötige übermäßige Schwellung zu vermeiden. Bei der Nahttechnik zeigt sich dann die Erfahrung des Intimchirurgen – besonders feine, kaum sichtbare Intracutan-Nähte mit feinsten Fäden zeigen unmittelbar nach der OP ein schöneres Ergebnis als Einzelknopfnähte mit dickerem Nahtmaterial. Ein späteres Fädenziehen sollte nach Möglichkeit durch selbstauflösendes Nahtmaterial vermieden werden; Fädenziehen ist im empfindsamen Intimbereich ohne Betäubung überaus schmerzhaft und sollte der Patientin möglichst erspart bleiben.

Rekonvaleszenz

Eine Schamlippenkorrektur wird in aller Regel ambulant durchgeführt, so dass die Patientin kurz nach dem Eingriff wieder nach Hause bzw. ins Hotel zurückkehren kann. Wegen der Gefahr einer möglichen Nachblutung sollte aber in den auf die OP folgenden 24 Stunden Klinik und Arzt möglichst kurzfristig erreichbar sein.

In den Tagen nach der OP ist körperliche Schonung angesagt. Weite Fußwege oder Sport sollten vermieden werden, um erhöhte Belastung und damit einhergehende störende oder gar schmerzende Schwellung der operierten Region zu vermeiden. Es ist völlig normal, wenn sich ein Bluterguss oder eine deutliche Schwellung – teils auch in den nicht operierten äußeren Schamlippen oder im Klitorisbereich – bildet. Das ist nicht gefährlich, geht im Heilungsverlauf wieder zurück und beeinflusst üblicherweise das Endergebnis nach der Schamlippenkorrektur nicht. Bei Schmerzen, Rötung, übermäßigem Juckreiz oder Öffnen einer Wundnaht sollte jedoch kurzfristig der Operateur kontaktiert werden, der über die weiteren Behandlungsmaßnahmen entscheidet.

Auch bezüglich der Nachbehandlung – Medikation, Desinfektion/Cremes, Duschen, Sport etc. – sollte man den Empfehlungen des Operateurs folgen. Jeder Arzt hat seine eigenen Erfahrungen mit der Nachbehandlung von Schamlippenkorrekturen gemacht und wird ihnen das empfehlen, was nach seiner Ansicht die beste Methode ist, um einen reibungslosen Heilungsverlauf und ein schönes OP-Ergebnis zu erhalten.

Wenn Sie mit ca. einer Woche Arbeitsausfall, zwei bis drei Wochen Sportpause und etwa vier Wochen Enthaltsamkeit rechnen, sind Sie höchstwahrscheinlich auf der sicheren Seite.

Behandlungsresultat

Je besser beim Beratungsgespräch die Kommunikation zwischen Arzt und Patientin in Bezug auf das gewünschte Endergebnis war, und je besser der Operateur mit einer individuell angepassten OP-Technik den Patientenwunsch umsetzen kann, desto besser ist auch das Ergebnis der Schamlippenkorrektur.

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Je nach Ausgangslage ist es oft nicht möglich, die oft propagierte „geschlossene Muschel“ der äußeren Labien zu erreichen. Wenn der obere Ansatz der beiden äußeren Schamlippen zu weit voneinander entfernt liegt, ist ein vollständiger Verschluss schon anatomisch kaum zu erreichen. Trotzdem wird ein erfahrener Arzt eine weitgehende Bedeckung der inneren Schamlippen erreichen können.

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Auch ein vorher prominentes Klitorishäutchen sollte – einen erfahrenen Intimchirurgen vorausgesetzt – nach Abschluss der Heilung unauffällig und natürlich wirken.

Komplikationen

Unmittelbar nach der OP besteht die Gefahr einer Nachblutung. Diese sollte immer möglichst umgehend behandelt werden, um größere Einblutungen ins Gewebe und damit einhergehende Schwellung, Schmerzen und ggf. Wundheilungsstörungen zu vermeiden. Bei einer Nachblutung muss die OP-Naht nochmals geöffnet, das blutende Äderchen verschweißt und die Wunde anschließend wieder fein verschlossen werden.

Während der Heilungsphase besteht – gerade bei vorbelasteten Frauen – die Gefahr einer Pilz- oder Blaseninfektion. Pilzinfektionen gehen mit starkem Juckreiz einher, sind aber durch eine einmalige Pilzkur (Creme bzw. Vaginalzäpfchen) leicht und schnell zu behandeln. Gegen eine Blaseninfektion, die sich durch Schmerzen beim Wasserlassen offenbart, hilft ein entsprechendes Antibiotikum. Von einer vorbeugenden Antibiotikagabe raten wir eher ab, weil es die Scheidenflora und damit die Anfälligkeit für Pilzinfektionen beeinflusst sowie Antibiotika-Resistenzen fördert.

Sollte eine Wundheilungsstörung auftreten, sich also die Naht öffnen, ist Ihr Operateur der erste Ansprechpartner. Er entscheidet gemeinsam mit Ihnen, ob die Wundnaht erneuert oder eine Sekundärheilung abgewartet werden kann.

Sollten nach Abschluss der Heilungsphase noch Asymmetrien oder eine Überlänge der inneren Schamlippen bestehen, kann über eine Korrektur-OP nachgedacht werden.

Kontraindikationen

Ihr Arzt sollte Sie nicht operieren, wenn das von Ihnen gewünschte OP-Ergebnis mit den angebotenen OP-Methoden schlichtweg nicht erreicht werden kann. Es ist unerlässlich, ein ehrliches Bild über das zu erwartende Ergebnis aufzuzeigen, um später nicht wegen unrealistischer Wunschvorstellungen enttäuscht zu sein.

Bei einer krankhaften, hormonell bedingten Labienhypertrophie empfiehlt es sich, vor einer Schamlippenkorrektur erst die hormonellen Hintergründe des übermäßigen Schamlippenwuchses abzuklären.

Zusammenfassung

Eine Schamlippenkorrektur ist – wenn sie von einem erfahrenen Intimchirurgen nach dem neuesten Stand der OP-Technik durchgeführt wird – ein relativ risikoarmer Eingriff. Die deutliche Verbesserung der Lebensqualität nach der Verkleinerung der Labien wird von den Patientinnen durchweg wesentlich höher bewertet als die operationsbedingten Einschränkungen durch Schmerzen und Schwellung in der kurzen Zeit nach der OP.

Publiziert: 13.09.2017

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