"Übung macht den Meister" gilt auch für die Plastische Chirurgie

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Autor: Hybner

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Gubisch, ein weltweit anerkannter plastischer Chirurg insbesondere im Bereich der Nasenoperationen, nahm sich Zeit für Estheticon und beantwortete auf dem eigens initiierten SOS-Kongress (Secondary Optimising Surgery) in Stuttgart Fragen rund um die steigende Reoperationsrate und die Qualitätskriterien in der ästhetischen Chirurgie.

w Gubisch

Prof. Gubisch, was für ein Gedanke steht hinter dem SOS Symposium?

In kaum einem anderen chirurgischen Fachbereich wird so selten über Fehler gesprochen wie in der ästhetischen Chirurgie. Dabei ist die Fehlerrate auch dort nicht gering. Das einzige Fach, welches auch in der ästhetische Chirurgie ausbildet, ist die Plastische und Ästhetische Chirurgie.

In alle anderen Fächern, in denen auch ästhetische Chirurgie angeboten wird, gehört die Ästhetik nicht zum Ausbildungsplan. Aber selbst ein plastischer Chirurg kommt während seiner Ausbildung zum Facharzt kaum dazu eine ästhetische Operation durchzuführen.

Zu den ästhetischen Operationen kommen die Ärzte entweder nach einer gewissen Zeit als Oberarzt oder aber sie lassen sich nieder und verfolgen dann das Prinzip "learning by doing", was natürlich nicht im Sinne unseres Qualitätsverständnisses ist.

Lässt sich also sagen, dass die Reoperationsrate bei jungen Ärzten höher ist, als bei erfahrenen Plastischen Chirurgen?

Nein. Es hängt nicht mit dem Alter zusammen und es geht nicht darum, wie lange man im Fach ist. Es geht darum, wie intensiv man sich mit ästhetisch-chirurgischen Problemen beschäftigt hat.

Es gibt viele ältere Ärzte, die sich jahrelang mit Handchirurgie und Mikrochirurgie beschäftigen und plötzlich auch Ästhetik machen möchten. Das sind dann keine Spezialisten für Ästhetik.

Also stimmt es, dass es durchaus ein Qualitätskriterium ist, wenn sich der Arzt auf einen Eingriff spezialisiert?

Das behaupte ich schon lange. Man kann in der Spitze nur dann mitmischen, wenn man sich auf ganz Weniges konzentriert. Dies sollte dann aber auch nach außen entsprechend angezeigt werden, ist aber leider politisch nicht durchsetzbar.

Welche Fragen sollte der Patient seinem Arzt stellen, um zu erfahren ob er kompetent genug für den Eingriff ist?

Alle Ärzte sind von sich selbst überzeugt. Auf die Frage "Können Sie diesen Eingriff?" antwortet jeder mit "Ja". Auf die Frage "Haben Sie diesen Eingriff schon oft gemacht?" werden Sie ebenso die Antwort "Ja" bekommen. Deshalb sollten die Fragen viel gezielter sein. Die Frage "Wie oft haben Sie den Eingriff in den letzten 4 Wochen durchgeführt?" wird die Antwort viel präziser ausfallen lassen.

Ferner würde ich als Patient folgendes fragen: "Sie sind sicherlich ein hervorragender Chirurg, aber Sie können sich ja nicht selbst operieren. Wo würden Sie sich, oder Ihre Frau, die nicht von Ihnen operiert werden möchte, operieren lassen?" Wenn Sie die Frage bei weiteren drei oder vier Ärzten stellen und einen Namen dreimal hören, dann wissen Sie wo Sie hingehen sollen.

Lässt sich sagen, wie die Aufteilung zwischen der Ästhetik und Funktionalität im Hinblick auf die Reoperationen ist?

Funktion und Ästhetik können Sie nie voneinander trennen. Bei einer Operation, die sowohl ästhetische als auch formverbessernde Aspekte hat, kann es dazu kommen, dass ein Aspekt nicht genügend berücksichtigt wird. Dies muss man vorher in der Analyse klären.

Schicken Sie manchmal Patienten zum Psychologen, weil Sie denken, dass hier keine ästhetische Operation hilft?

Es gibt Patienten, die an einem Dysmorphophobie Syndrom leiden. Das heißt, sie haben eine falsche Sicht von sich selbst. Diese Patienten darf man nicht operieren und ein Besuch beim Psychiater hilft ebenso wenig. Oft sind die Psychologen aber auch überfordert, um solche schwierige Situationen richtig einschätzen zu können.

Deshalb sehe ich nur einen geringen Bedarf meine Patienten bei Psychologen vorzustellen, andererseits gibt es aber jugendliche Patienten, die ein minderwertiges Selbstwertgefühl haben, bei denen es durchaus Sinn macht, fachliche Unterstützung mit einzuholen.

Fragen Sie den Patienten nach dem Namen des Erstoperateurs, wenn Sie eine Operation nach einem Ihrer Kollegen revidieren?

Ich revidiere nur dann, wenn ich weiß, wer der Erstoperateur war. In vielen Fällen kann ich dann schon ahnen, welches Problem mich erwartet. Da ich oft die Erstoperateure meiner Patienten kenne, weiß ich, dass bei einigen immer wieder die gleichen konzeptionellen Fehler gemacht werden.

Kontaktieren Sie den Kollegen in solch einem Fall und teilen Sie ihm Ihre Meinung mit?

Manchmal rufe ich den Kollegen an, aber ich bin bisher auf wenig Verständnis gestoßen. Nicht selten sind sie verärgert. Deshalb finde ich, dass es wenig Sinn macht.

Revidieren Sie Operationen, die eher einen psychologischen als ästhetischen Hintergrund haben, wie etwa eine kaum sichtbare Unebenheit oder Asymmetrie?

Die wichtigste Frage in solch einem Fall ist es für mich, ob ich das Problem des Patienten nachvollziehen kann. Wenn nicht, dann operiere ich auch nicht und umgekehrt.

Das Profil von Prof. Dr. med. Wolfgang Gubisch besichtigen.

Aktualisiert: 08.06.2020

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Autor
Hybner

Diskussion zum Thema

RiecheNichts  |  Visitor  |  Hessen
  • 1 Antworten
Kommt der Meister zur Übung oder die Übung zum Meister!?

Hallo Herr Prof. Gubisch,
ich hatten Ihnen bereits eine E-Mail geschickt und Sie waren mir von einer Bekannte empfohlen worden. Ich habe eine ungerade Nasenscheidenwand, bekomme nicht so gut Luft und rieche nicht gut. Außerdem stört mich der Knorpel an der rechten Nasenspitze, welcher sich vergrößert hat in den letzten Jahren. Eine geschlossene OP wäre toll und ohne Vollnarkose (mit Dämmerschlaf) super. Kann man bei Ihnen einen Termin machen? Operieren Sie nach wie vor 3 Patienten pro Woche. Viele Grüße aus Essen .

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