Nasenkorrektur - Rhinoplastik  

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Die Nase liegt im Zentrum des Gesichtes und hat daher eine besondere ästhetische Bedeutung. Als zentrales Strukturmerkmal beeinflusst sie in hohem Maße die Mimik und den Gesichtsausdruck. Die Wichtigkeit beider Tatsachen spiegelt sich auch darin, dass Menschen seit jeher dazu neigen, von äußerlichen Erscheinungen Rückschlüsse auf den Charakter zu ziehen. Nasen können nicht nur angeboren sondern auch krankheitsbedingt deformiert sein.

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Nasendeformitäten bedeuteten für die Betroffenen oft Stigmatisierung und Ausgrenzung, teilweise begegnen wir entsprechenden Vorurteilen und Ängsten auch noch heute. Als Beispiele können die syphilitische Nase, die lepröse Nase und vermeintlich unattraktive Nasen verschiedener ethnischer Gruppen angeführt werden.

Die Nase erfüllt drei Funktionen: Sie ist Atmungsorgan, Sinnesorgan und beeinflusst maßgeblich den Klang der Stimme. Deswegen muss bei der Planung jeder Nasenkorrektur auch die Funktion der Nase geprüft werden und die Behebung eines etwaigen Atmungsdefizits in das operative Konzept miteinbezogen werden. Dies ist viel öfter notwendig, als man zunächst annehmen würde und hängt damit zusammen, dass Nasendeformitäten sehr häufig eine Beeinträchtigung der Nasenatmung bewirken (Spannungsnase, Sattelnase, Schiefnase etc., siehe Kapitel 2, 3, 7). Aus diesem Grund sprechen sich immer mehr Experten dafür aus, die Begriffe ästhetische und funktionelle Nasenkorrektur nicht mehr zu verwenden und beide durch die „korrektive Rhinoplastik“ zu ersetzen. In der Praxis wird bei etwa 75 % aller Eingriffe an der Nase auch die Nasenscheidewand (Septum) korrigiert.

Die ästhetische Nasenkorrektur ist die mit Abstand schwierigste Operation im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Drei wichtige Gründe machen ästhetische
Nasenkorrekturen so anspruchsvoll:

1. Bei einer Nasenoperation treffen vier verschiedene Gewebearten zusammen – Haut, Schleimhaut, Knorpel und Knochen – die verschieden abheilen und unterschiedlich vernarben.

2. Manchmal steht der Operateur dem Problem gegenüber, dass die angestrebte ästhetische Korrektur zu einer Verschlechterung der Atemfunktion führen würde. Hier muss ein Kompromiss zwischen der ästhetischen Korrektur und der unbehinderten Atemfunktion gefunden werden.

3. Es gibt viele mögliche bzw. gewünschte Korrekturen, die alle anatomischen Anteile und Formen der Nase betreffen: ihre Länge, Höhe, die Breite und Form der Spitze, einen Höcker, allgemeine Proportion, die Projektion etc.). Jede einzelne Korrektur stellt einen eigenen kleinen Eingriff dar, der fast immer auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden kann. Daher ist es sehr schwierig, in jedem Fall den bestmöglichen Schritt zu wählen.

Ästhetische Richtlinien

Im Zuge der Geschichte haben einige Künstler und Wissenschafter versucht, das menschliche Gesicht und den Körper in normierte Abstände einzuteilen, um die Proportionen ihrer „Ideale“ (Malerei, Bildhauerei) festzulegen. Die Aufgabe eines seriösen plastischen Chirurgen ist es aber nicht, den Rat suchenden Patienten nach vorgegebenen Normen umzuformen, sondern vielmehr zu versuchen, unvorteilhafte Gegebenheiten zu harmonisieren. Dennoch sollten einige Grundprinzipien erwähnt werden, die gemeinhin – von kulturellen Ausnahmen
abgesehen – in Zusammenhang mit der Nase als schön erachtet werden:

  • der Nasenrücken bildet eine gerade Linie (bei Frauen kann er auch leicht konkav verlaufen), sein Winkel zur Gesichtsebene beträgt 36° (nasofazialer Winkel)
  • die Nasenspitze bildet den höchsten Punkt. Der Winkel zwischen Oberlippe und Unterrand der Nase (Nasolabialwinkel) beträgt beim Mann 90° – 100° und bei der Frau 100° – 110°
  • die Verlängerungslinien der drei Nasenebenen bilden ein gleichschenkeliges Dreieck
  • die Nase ist von der Wurzel bis zum Oberrand der Spitze etwa gleich breit
  • der äußere Rand der Nasenflügel bildet eine Linie mit dem Ursprung der Augenbrauen
  • die Nasenlänge beträgt 1/3 der Länge des Gesichts (Stirn-Haargrenze/Kinn)
  • die Nasenbreite beträgt 1/5 der Breite des Gesichts (Kiefergelenk/Kiefergelenk)
  • der am weitesten vorne gelegene Punkt der Stirn und das Kinn befinden sich auf einer Ebene, die Nasenwurzel (Nasion) liegt etwas tiefer.
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Gesichtsproportionen 2

Operative Zugänge

Je nach Ausmaß der gewünschten Korrektur stehen dem Operateur drei operative Zugänge zur Verfügung, die alle ihre klare Indikation haben. Die drei Techniken sind sehr verschieden und unterscheiden sich voneinander vor allem durch das Ausmaß der Invasivität, also darin, wie viel sozusagen „aufgemacht“ werden muss, um den Eingriff durchzuführen. Natürlich soll für das Erreichen des Operationsziels die Methode mit dem geringsten notwendigen operativen Aufwand eingesetzt werden, man soll aber nicht davor zurückschrecken, „mehr“ zu tun, wenn es notwendig ist. Deshalb muss der erfahrene Operateur unbedingt alle drei Operationsmethoden beherrschen.

Die drei operativen Zugänge:

Geschlossene Technik (closed technique): wird bei einfachen Korrekturen ohne schwerwiegende Veränderungen der Nasenspitze angewandt. Es wird ein Schleimhautschnitt in jedem Nasenloch gesetzt, und die Operation erfolgt vollständig im Inneren der Nase.

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Halboffene Technik (delivery approach): Es werden zwei Schleimhautschnitte pro Nasenloch gesetzt, dadurch wird das Herauslösen der beiden Flügelknorpel ermöglicht, die nach unten herausgeklappt werden. Verschmälerungen und formende Nähte können in beschränktem Ausmaß gesetzt werden.


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Offene Technik (transcolumellar approach): Es wird ein Schleimhautschnitt pro Nasenloch gesetzt und die Haut des Nasensteges durchtrennt. Das gesamte Nasenskelett wird durch Abheben des Nasen integuments freigelegt. Diese Technik wird vor allem bei Zweiteingriffen und bei komplexeren Korrekturen angewandt, wenn Knorpeltransplantate und verschiedene Nahttechniken eingesetzt werden.

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Die wichtigsten Nasendeformitäten, erworben oder angeboren

anatomien 6a anatomien 6a

Nachstehend die wichtigsten Punkte, die im Rahmen einer ästhetischen
Nasenkorrektur behandelt werden:

1. Höckernase
2. Spannungsnase
3. Sattelnase
4. Deformitäten der Nasenspitze (zu breit, zu schmal, zu klobig)
5. Projektion der Nase, Länge der Nasenbasis
6. Länge der Nase (Strecke von der Nasenwurzel bis zur Nasenspitze ist zu lang oder zu kurz)
7. Verlauf des Nasenrückens (Nase ist schief oder gekrümmt)
8. Niveau der Nasenwurzel
9. Länge des Kinns
10. Behinderung der Atmung durch Veränderungen der Nasenscheidewand (Septumdeviation)
11. Größe der Nasenlöcher
12. Nasolabialwinkel
13. Ausmaß der seitlichen Einsehbarkeit der Nasenlöcher
14. Unfall- bzw. krankheitsbedingte Formveränderung (Sturz, Krankheit, Syphilis, Lepra, Kokainabusus etc.)
15. Angeborene Deformitäten (Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Syndrome)
16. Ethnische Nasen

1. Höckernase

Die Höckernase gehört zu den häufigsten Nasendeformitäten und wird ästhetisch als sehr störend empfunden (Hexennase, Adlernase, Haken-nase etc.).

Weitere Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten einer Höckernase

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2. Spannungsnase

Unter Spannungsnase versteht man eine Nasendeformität, die durch die Überschussbildung der knorpeligen Nasenanteile definiert ist. Hauptproblem ist ein überlanger Knorpel der Nasenscheidewand, kombiniert mit zu großen Dreiecksknorpel und Flügelknorpel. Die Nasenpyramide ist schmal und überprojiziert und erinnert an die Wölbung eines Domes.

Weitere Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten einer Spannungsnase

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3. Sattelnase

Unter dem Begriff „Sattelnase“ versteht man gewissermaßen das Gegenteil der Höckernase, also wennder Nasenrücken umschrieben oder großteils eingesunken ist.

Weitere Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten einer Sattelnase

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4. Deformitäten der Nasenspitze

Die Nasenspitzenkorrektur gehört zu den am häufigsten gewünschten Verbesserungen und ist im Bereich der Nasenchirurgie sicherlich der anspruchsvollste Teileingriff.

Weitere Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten der Nasenspitze

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5. Projektion der Nase, Länge der Nasenbasis

Der Abstand zwischen Nasenspitze und Nasenbasis wird Projektion genannt. Viele Autoren beschäftigten sich mit ästhetischen Normen und teilten das Gesicht in zahlreiche Linien, die sie untereinander in Verhältnisse setzten. So wurde auch die ideale Länge der Projektion bestimmt.

Weitere Informationen zur Projektion der Basis

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6. Länge der Nase

Die Länge der Nase ist mit der Strecke zwischen Nasion und Nasenspitzedefiniert. Im Idealfall beträgt die Nasenlänge 1/3 der Länge des Gesichts (Stirn-Haargrenze/Kinn).

Weitere Informationen zur Länge der Nase
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7. Verlauf des Nasenrückens (Schiefnase, gekrümmte Nase)

Schiefnasen und gekrümmte Nasen sind auffällige Deformitäten, die sehr störend sind, der Leidensdruck der Betroffenen ist stark. Der Rücken von Schiefnasen ist geradlinig in eine Richtung verschoben, bei gekrümmten Nasen wechselt er in seinem Verlauf die Richtung (bogenförmig, S-förmig). Beide Deformitäten sind fast regelhaft mit einer Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation) verbunden. Sie sind beide häufig eine Folge von Verletzungen, können aber auch angeboren sein. Bei der Schiefnase muss zwischen einer knöchernen, septalen (die Nasenscheidewand betreffend) und kombinierten Deformität unterschieden werden. Ist allein der Knochen betroffen, reicht zur Korrektur die (neuerliche) Fraktur der beiden Nasenwände und ein „achsengerechtes redressement“. Ist die Schiefstellung auf das knorpelige Nasenskelett beschränkt, betrifft das immer auch die Nasenscheidewand, die entsprechend korrigiert werden muss, sonst gelingt die Zentralisierung der Nasenspitze nicht. Natürlich kann auch eine Kombination von knöcherner Fehlstellung und knorpeliger (septaler) Deviation vorliegen, dann muss eben beides korrigiert werden. Bei starken knöchernen Fehlstellungen weisen die Nasenwände häufig unterschiedliche Höhen auf, dies muss beim Brechen und Begradigen berücksichtigt werden.

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Durch Einbringen verlängernder Knorpelspangen wird der Dom nach unten gezwungen, und der Nasenrücken wird länger.

Operation

Das Brechen der Nasenwände ist ein anspruchsvoller Schritt (siehe Kapitel Höckerabtragung). Bei starken knöchernen Schiefstellungen muss die unterschiedliche Höhe der Nasenwände ebenfalls korrigiert werden, das geschieht durch bewusste Schiefhaltung des Meißels, so dass die höhere Wand verkürzt wird.

Die Korrektur der Nasenscheidewandverkrümmung bei Schiefnasen ist eher problematisch, weil schief stehende Nasenscheidewände auch nach regelhafter Korrektur innerhalb einiger Monate mit verblüffender Beharrlichkeit in ihre ursprüngliche schiefe Stellung zurückkehren.

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Die üblichen Techniken (Einkerbung, swinging-door-Situation, Kilian-Teilresektion) reichen da einfach nicht aus. Ich folge daher seit einigen Jahren der Empfehlung von Dr. Gubisch, der bei Schiefnasen das Septum grundsätzlich vollständig herausnimmt, extranasal begradigt und wieder einsetzt, ein Manöver, vor welchem viele eher zurückschrecken.

Verwendete Technik: geschlossene Technik, offenen Technik.

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Markante Schiefnase mit Höcker und Nasenscheidewandverkrümmung. Begradigung der Nasenwände, Höckerabtragung und Septumkorrektur.

Komplikationen – Hinweise

Die häufigste Komplikation bei der Korrektur von Schiefnasen und gekrümmten Nasen ist natürlich das Rezidiv, also die Wiederkehr der Nase in die ursprüngliche Schiefstellung. Die Operation kann aber wiederholt werden. Die Komplikationen der begleitenden Maßnahmen (Brechen der Nase, Korrektur des Septums) sind in den jeweiligen Kapiteln beschrieben.

 

8. Niveau der Nasenwurzel

Das obere Ende der Nase mündet in die Nasenwurzel, im Fachjargon Nasion genannt. Das Nasion ist sicherlich kein sehr bedeutendes Detail bei der Planung einer ästhetischen Nasenkorrektur, es kann aber für den Nasenchirurg sehr hilfreich sein, die planungsstrategische Bedeutung dieses Punktes zu kennen.

Das Nasion sollte etwas tiefer liegen als die Stirn und den Scheitelpunkt der Kurve bilden, die vom Nasenrücken zur Stirn verläuft. Nasenrücken und Stirn bilden im Idealfall einen Winkel vom 120°. Beim Kaukasier ist die Nasenwurzel eher hoch, liegt in der Profilansicht also deutlich vor den Wimpern, bei den Asiaten eher tief. Die Bedeutung der Nasenwurzel im Bereich der ästhetischen Nasenchirurgie liegt einerseits in ihrer jeweiligen Charakteristik (wenn jemand einen „griechischen“ Nasiontyp vertiefen will oder wenn ein asiatischer Patient seinen Nasenrücken erhöhen will, etc.), und anderseits in ihrer chirurgischen Bedeutung bei der Planung von Profilveränderungen der Nase. Liegt beispielsweise bei einer Höckernase das Nasion eher tief, dann muss vom Höcker entsprechend viel abgetragen werden, um ein gerades Nasenprofil zu erreichen, weil der abtragende Meißel präzise in Richtung Nasion gehalten werden muss. Nun kann man aber, wenn es passend erscheint, die Nasenwurzel mit Knorpel aufpolstern. Durch dieses Manöver wird der Niveauunterschied zum Höcker verkleinert, es muss also nach einer Nasionaufpolsterung = Nasenwurzelerhöhung weniger Knochen abgetragen werden. Dieser Aspekt kann aber durchaus sehr bedeutend sein: Man erspart sich dadurch u. U. das Open roof und gleichzeitig die Spreader grafts (siehe Kapitel 1). Zudem entsteht eine Änderung der Verlaufsebene des Nasenrückens nach unten.

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9. Die Länge des Kinns

Die Länge des Kinns spielt eine entscheidende Rolle im Harmoniebild des Gesichts. Im Idealfall bilden der vorderste Punkt der Stirn und das Kinn eine Ebene. Wenn das Kinn hinter dieser Linie liegt, spricht man vom fliehenden Kinn, reicht es zu weit nach vorn, spricht man vom vorstehenden Kinn. Ein fliehendes Kinn lässt die Nase länger und größer erscheinen.

Es ist erstaunlich, dass den meisten Patienten die Bedeutung des Kinns für die Gesichtsharmonie völlig unbekannt ist. Die erfolgreiche Korrektur eines fliehenden Kinns stellte für viele Patienten eine völlig unerwartete Verbesserung dar. Acht von zehn Patienten mit fliehendem Kinn gefiel das angefertigte Computer-Simulations-Bild mit der Kinnverlängerung deutlich besser als die Simulation, bei der lediglich die Profilansicht der Nase gezeigt wurde. Fast alle Befragten bei Betrachtung des Simulationsbildes die Manipulation des Kinns gar nicht erkannten und auf die Frage, „Welche Nase gefällt Ihnen besser?“, auf das Bild mit dem korrigierten Kinn zeigten, obwohl die Nase unverändert geblieben war und lediglich das Kinn verlängert wurde. Ebenso erstaunlich ist der Umstand, dass in weiterer Folge nur etwa 18 % meiner Patienten mit fliehendem Kinn, die sich die Nase operieren ließen, auch ihr Kinn korrigieren ließen, obwohl dieser Teileingriff im Vergleich zur Nasenkorrektur nur wenig Mehraufwand und geringe Mehrkosten nach sich zog. Ähnlich verhielt es sich mit Bildern, wo Profilkorrekturen mit und ohne Verkürzung eines vorstehenden Kinns verglichen wurden.

Plastische ChirurgInnen sollen keine Operationen empfehlen, sondern lediglich gewünschte Eingriffe erläutern und auf wichtige Zusammenhänge hinweisen. PatientInnen wissen bereits erstaunlich viel über die ästhetische Nasenchirurgie, der Zusammenhang mit der Länge des Kinns ist jedoch fast allen völlig unbekannt.

Operation

Fliehendes Kinn

Die Verlängerung eines fliehenden Kinns wird in milden und mittleren Fällen (bis zu einem Projektionsdefizit von etwa 10 – 12 mm) mit einem Silikonimplantat durchgeführt; schwerwiegendere Fälle benötigen einen kieferorthopädischen Eingriff. Es gibt verschiedene Kinnimplantate, auf diese Weise kann man auf die individuellen Gesichtsformen gut Rücksicht nehmen (breiter oder schmaler Unterkiefer, runde oder flache Kinnspitze etc). Der Zugang kann wahlweise enoral (also vom Mundesinneren) oder von außen unter dem Kinn erfolgen.

Vorstehendes Kinn

In milden Fällen kann der Überschuss abgefräst oder abgesägt werden, schwerere Fälle müssen kieferorthopädisch versorgt werden (versetzen, verplatten etc.).

Komplikationen – Hinweise

Bei der Verlängerung eines Kinns mit einem Implantat gilt die Hauptsorge natürlich dem Implantat. Es muss wirklich genau passen, an die Kontur des Kinns angelegt und unverrückbar platziert werden sowie präzise mittig liegen. Da es sich um einen Fremdkörper handelt, muss auf hygienische Verhältnisse im OP besonders Wert gelegt werden. Ein infiziertes Implantat muss entfernt werden, ein neuerlicher Versuch kann erst drei Monate später erfolgen. Sowohl bei der Verlängerung als auch bei der Verkürzung des Kinns kann der Endast des Nervus mentalis verletzt werden. Der Nerv hat aber einen relativ großen Durchmesser (1,5 – 2 mm), ist daher beim Operieren deutlich erkennbar und bei korrekter Arbeitsweise kaum zu übersehen. Wenn die Operation gelingt, wird das Implantat in kürzester Zeit von einer festen Bindegewebsschicht umgeben, ist unverrückbar und kann eine perfekte Harmonisierung des Profils erwirken.

 

10. Behinderung der Atmung durch Veränderungen der Nasenscheidewand – Septumdeviation

Die Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation) ist die häufigste funktionelle Störung der Atmung. Die Nasenscheidewandverkrümmung kann auf den knorpeligen Anteil beschränkt sein, sie kann vor allem die knöcherne Nasenscheidewand betreffen, oder auch beide Septumanteile miteinschließen. Anatomisch ist eine Septumdeviation durch eine seitlich verschobene oder s-förmig gekrümmte Nasenscheidewand charakterisiert, wobei unzählige Variationen solcher Deformitäten vorliegen können. Die knöchernen Septumdeviationen können noch durch massive, manchmal sternförmige Verdickungen der Knochensubstanz begleitet sein, die für die Atmung natürlich besonders behindernd sind. Die Häufigkeit von Nasenscheidewandverkrümmungen ist sehr hoch, nicht jede ist funktionell bedeutsam oder korrekturbedürftig. Die Einschränkung der Atmung kann genau getestet werden, und damit ist auch die Operationsindikation objektivierbar.

NASENSCHEIDEWANDVERKRÜMMUNG
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Darstellung einer einfachen
Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation).

Die Nasenscheidewand beeinflusst die Ästhetik der Nase eher selten. Die Septumkorrektur ist daher ein wesentlicher Bestandteil des chirurgischen Alltags von HNO-Ärzten. Es muss aber gesagt werden, dass jeder Plastische Chirurg, der Nasenchirurgie betreibt, auch in der Septumchirurgie „zu Hause“ sein muss, weil man im Rahmen von ästhetischen Korrekturen die funktionellen Aspekte der Nase niemals außer Acht lassen darf.

Atmungsbehinderungen können auch durch luftgefüllte Nasenmuscheln (Concha bullosa) hervorgerufen werden. Es gibt in jedem Nasengang drei Nasenmuscheln, die unterste ist die größte und auch am häufigsten von den drei die Ursache für eine Atmungsbehinderung. Nasenmuscheln können verkleinert werden, ein anspruchsvoller Eingriff, der auch in das Fachgebiet der HNO-Ärzte fällt.

Operation

Der fachgerechten Korrektur von Septumdeviationen werden in den Fachbüchern ganze Kapitel gewidmet. Ihre Zusammenfassung würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Für den interessierten Leser soll festgehalten werden, dass der Knorpel der Nasenscheidewand sehr wertvoll ist und deshalb jede Septumkorrektur möglichst knorpelerhaltend durchgeführt werden soll.

Nachstehend nur ein Beispiel für eine etwas komplexe Septumkorrektur, bei welcher die Nasenscheidewand aufgrund einer traumatischen Vorschädigung, einer extremen Schieflage und gleichzeitiger Verkrümmung vollständig aus der Nase herausgenommen wurde. Danach wurde der nicht korrigierbaren Anteil entfernt und dadurch ein „L“ geschaffen. Dieses L war aber immer noch nicht vollständig gerade, deshalb wurden mit der Aiach-Schablone vier Knorpelstreifen (2 mm breite, 14 – 18 mm lange und 1 mm dicke Struts) geschnitzt, beidseits des Septums etwas versetzt platziert und mit ebenfalls versetzten Nähten fest zusammengezogen. Auf diese Weise wurde das Septum in die Gerade „gezwungen“, ohne aber an Stabilität oder Festigkeit zu verlieren, im Gegenteil, durch die vier Struts wurde es sicher stabiler gemacht als es vorher war.

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Komplikationen – Hinweise

Septumdeviationen sind sehr tückisch, weil eine verkrümmte Nasenscheidewand eine hohe Tendenz hat, nach einer Korrektur in die ursprüngliche Position zurückzukehren. Eine schlecht durchgeführte Septumkorrektur bleibt natürlich ohne Ergebnis, die Atmung bessert sich nicht. Korrekturen sind aber immer möglich. Viel schwerer wiegt jedoch die weit mehr gefürchtete Komplikation der Nasenscheidewandauflösung. Infektionen, Zerstörung der Nasenschleimhaut oder Nachblutungen können die Durchblutung des Septumknorpels so weit beeinträchtigen, dass er abstirbt und sich auflöst. Die Folge ist dann ein Einbruch des Nasenrückens mit Bildung einer Sattelnase.

 

11. Grösse und Form der Nasenlöcher

Größe und Form der Nasenlöcher sind kein unwesentliches Merkmal in der Gesamtschau einer Nase. Eine Nasenkorrektur gilt, wie bereits erwähnt, erst dann als „gelungen“, wenn alle Details harmonisiert wurden, also müssen die Nasenlöcher im Operationskonzept berücksichtigt werden. Nasenlöcher werden selten allein korrigiert, sondern im Rahmen einer ästhetischen Rhinoplastik den allgemeinen Veränderungen der Nase angepasst. Im Normalfall sind Nasenlöcher birnenförmig. Als unschön werden große, runde Nasenlöcher empfunden, deren seitliche Ausläufer buckelartig hervorstehen.

Solche Nasenlöcher können natürlich angeboren sein, oder sie sind die Folge von Nasenoperationen, bei welchen die Projektion der Nase reduziert wird. Wenn der Steg gekürzt wird (= Verkleinerung der Projektion), weichen die seitlichen Wände der Nasenlöcher nach außen aus und ihre Form wird rund.

Schmale (schlitzförmige) Nasenlöcher findet man häufig bei Spannungsnasen oder dann, wenn die Enden der inneren Schenkel der Flügelknorpel (Crura medialia, Footplates) stark nach innen stehen. Schlitzförmige Nasenlöcher behindern oft die Atmung, einerseits weil ihre Form per se wenig Luft durchlässt und andererseits deshalb, weil bei etwas forcierter Einatmung der strömungsbedingte Unterdruck einen Kollaps der Nasenflügel bewirkt und nur mit „geblähten Nüstern“ eingeatmet werden kann.

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Operation

Große Nasenlöcher können durch Entfernung eines Keiles am äußeren unteren Scheitelpunkt verkleinert und so in die ovale Form gebracht werden. Natürlich kann man runde Nasenlöcher auch durch Erhöhung der Projektion verschmälern, vorausgesetzt, dieses Manöver ist Teil des Gesamtkonzepts. Nüsternartige, seitlich zu hoch stehende Nasenlöcher können auch durch eine Versetzung der seitlichen Nasenbasis nach vorne und unten gebracht werden, dadurch werden sie schmäler und höher. Bei diesem Manöver muss aber von außen operiert werden, und die verbleibenden Narben sind oft auffällig. Schlitzförmige Nasenlöcher verbreitert man durch Verkleinerung der Projektion oder durch Verschmälerung des Nasenstegs (Columella). Letzteres geschieht durch Teilentfernung der inneren Flügelknorpelschenkel (Crura medialia, Footplates) oder durch Setzen einer zusammenziehenden Durchzugsnaht. In besonderen Fällen kann man eine Nasenlochvergrößerung auch durch ein keilförmiges, aus mehreren Gewebeschichten bestehendes Transplantat vom Ohr (composit graft) durchführen.

Komplikationen – Hinweise

Am häufigsten misslingt der Eingriff aufgrund von Asymmetrien, also wenn die Nasenlöcher nicht gleich groß wurden oder ungleich geformt sind. Weiters können Narben zu auffällig bleiben oder schlecht platziert sein. Schließlich kann das Transplantat nicht einheilen, weil die Durchblutung nicht ausreicht oder weil eine Wundinfektion vorliegt. Korrektureingriffe sind möglich.

 

12. Nasolabialwinkel

Wie bereits erwähnt, hat der Nasolabialwinkel einen großen Einfluss auf das Gesamtbild einer Nase. Nochmals die seit geraumer Zeit gültigen Idealmaße: Frau 100 – 110°, Mann 90 – 100°. Diese Winkelmaße sind natürlich weder Gesetz, noch sollen sie Anlass zu einem Korrekturwunsch geben: In der ästhetischen Chirurgie geht es um Harmonie und nicht um Normwerte.

Stumpfe Nasolabialwinkel begleiten die „Stupsnasen“ und wirken kindlich, spitze Winkel findet man bei langen (Haken-)Nasen. Wie im Kapitel 6 (Länge der Nase) beschrieben, sind extreme Nasolabialwinkel fast immer mit einer unharmonischen Nasenlänge verknüpft.

Der spitze Nasolabialwinkel ist natürlich leichter zu korrigieren als der stumpfe. Die Nasenspitze wird hinaufrotiert, was meistens nicht sehr aufwendig ist. Die Korrektur des stumpfen Nasolabialwinkels ist viel schwieriger, weil die dafür notwendige Abwärtsrotation der Nasenspitze entweder mit einer Nasenrückenverlängerung sowie einer Projektionserhöhung einher geht, oder man senkt den Nasenrücken, was wiederum mit einer Rückenabtragung und der Fraktur der Nasenwände verbunden ist.

Operation

Korrekturen der Nasenlänge sind im Kapitel 6 beschrieben, Projektionsveränderungen stehen im Kapitel 5. Zur alleinigen Korrektur des Nasolabialwinkels genügt in seltenen Fällen die Korrektur der Position der inneren Flügelknorpelschenkel (Crura medialia). Sie können gelöst und nach oben gedreht werden, dann wird der Winkel spitzer. Wenn statt den inneren Flügelknorpelschenkel die Unterkante des Nasenseptums formbestimmend ist, kann durch dessen Verkürzung eine Winkeländerung bewirkt werden. Umgekehrt kann man auch durch Anstückelung von Septumknorpel an den Septumunterrand eine Winkelkorrektur erreichen.

Komplikationen – Hinweise

Komplikationen nach Änderungen des Nasolabialwinkels sind nicht schwerwiegend und betreffen lediglich das angestrebte Ergebnis, das u. U. nicht erreicht wurde. Eine Korrekturoperation ist möglich.

 

13. Ausmass der seitlichen Einsehbarkeit der Nasenlöcher (hidden columella, columella show)

Wenn man eine Nase von der Seite betrachtet, registriert man natürlich vorrangig das Profil. Als nächstes wechselt die Aufmerksamkeit auf die Projektion, danach werden die Nasenlöcher wahrgenommen, bzw. das Ausmaß an Einsehbarkeit. Wenn der Nasensteg (Columella) im Vergleich zum Unterrand der Nasenflügel zu hoch liegt, kann man von seitlich nicht in die Nasenlöcher hineinsehen (hidden columella). Liegt die Columella zu tief, kann die Einsehbarkeit zu stark sein (columella show). Dieses Problem kann auch sekundär als Operationsfolge auftreten, wenn sich der Nasenflügel aufgrund exzessiver Verschmälerung der Flügelknorpel bogenförmig verzieht und nach oben wandert. Die Korrektur von zu starker Einsehbarkeit der Nasenlöcher ist zwar kein schwerwiegendes Problem, die chirurgische Lösung ist aber eher schwierig. Leichter ist es, die Einsehbarkeit bei einer hidden columella zu erhöhen.

Operation

Verkleinerung der erhöhten Einsehbarkeit (Korrektur eines columella show) Bei mäßiger Ausprägung können 2 – 3 mm breite und 5 – 8 mm lange Knorpeltransplantate an die Unterkante der seitlichen Flügelknorpelanteile angenäht werden, dadurch werden diese breiter und der Hautrand wandert hinunter. Diesem Manöver sind naturgemäß Grenzen gesetzt, weil die Dehnbarkeit der Haut bei den Nasenflügeln eher beschränkt ist. Soll mehr verbreitert werden, verwendet man sog. „Composit grafts“, also „zusammengesetzte“ Transplantate aus Haut und Knorpel (vom Ohr), wo neben der Knorpelverbreiterung auch die Hauterweiterung erzielt wird.

Vergrößerung der erhöhten Einsehbarkeit (Korrektur der hidden columella)

Man kann die Flügelknorpel verschmälern, dann ziehen sich die Nasenflügel nach oben oder man verlängert den Unterrand des Septums, dann wandert der Nasensteg nach unten. Welcher Vorgang den Vorzug bekommt, ist natürlich von der Gesamtsituation abhängig, der Operateur wird sich für die Methode entscheiden, deren Ergebnis mit der Nase besser harmonisiert.

Komplikationen – Hinweise

Die Verkleinerung der Einsehbarkeit misslingt relativ oft, weil sich die Haut über den Nasenflügel nicht leicht ausdehnt. Die Operation mit Composit grafts ist erfolgreicher, die Narben sind jedoch leichter erkennbar.

 

14. Unfall - bzw. krankheitsbedingte Nasendeformitäten

Fast alle bisher beschriebenen Formveränderungen können auch durch Unfälle oder bestimmte Krankheiten entstehen (Sturz, Syphilis, Lepra, Kokainabusus etc.). Die Folgen von stumpfen Verletzungen sind meist Höcker- und Schiefnasen, natürlich kann es dabei auch zu anderen Entstellungen kommen. Nach Syphilis oder Lepra können die Nasen einbrechen und es bilden sich Sattelnasen bzw. weitere Gewebedefekte. Ursache ist die krankheitsbedingte Minderdurchblutung der Nasenscheidewand, die sich dann auflöst, und der Nasenrücken sinkt ein. Die
Korrekturoperationen richten sich nach den vorhandenen Problemen und können natürlich auf Wunsch des Patienten ergänzt werden. Beim Kokainabusus führt die wiederholte Verätzung der Nasenschleimhaut zur Durchblutungsstörung und zum Gewebedefekt.

 

15. Angeborene Deformitäten

Deformitäten der Nase kommen bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sowie im Rahmen angeborener genetischer Defekte (chromosomale Anomalien, Syndrome) vor. Meist sind diese Nasen kurz, sattelförmig und haben einen stumpfen Nasolabialwinkel. Solche Nasen können höchst stigmatisierend
sein. Die Dankbarkeit dieser Patienten hat mich jedes Mal mit tiefer Demut erfüllt und mir besondere Freude bereitet.

 

16. Ethnische Nasen

Die Korrektur ethnisch bedingter Varianten der Nasenform bedarf großer Erfahrung und besonderen Einfühlungsvermögens. Die ethnische Charakteristik darf nicht verändert werden, das Aussehen sollte lediglich verfeinert werden. Alle eingangs erwähnten Idealmaße beziehen sich auf den kaukasischen Nasentyp, also auf Menschen europäischer Abstammung. Nachstehend einige Merkmale der afrikanischen und der asiatischen Nase.

Afrikanische Nase

Hat eine tief liegende Wurzel, der Rücken ist kurz und eher sattelförmig, eher klobige Nasenspitze, kurze Projektion, breite Nasenbasis mit runden Nasenlöchern. Die Haut ist sehr dick.

Asiatische Nase

Tief liegende und breite Wurzel, breiter und kurzer Rücken, kurze Projektion, runde Nasenspitze, runde Nasenlöcher, die Hautdicke liegt zwischen der europäischen und der afrikanischen Nase.

Korrekturwünsche betreffen bei beiden Gruppen die Nasenspitze, die Nasenlöcher und die Projektion („Doctor, my nose is too flat“). Die alleinige Verkleinerung der Nasenlöcher ist sicher selten angebracht, sie soll meistens mit einer leichten Erhöhung der Projektion verbunden werden. Dann können die Nasenflügel ohne dysproportionale Veränderung verschmälert werden. Die Erhöhung der Nasenwurzel kann erwogen werden, muss aber mit der Position der Augen und der Gesichtsebene abgestimmt werden. Afrikaner haben sehr selten einen Höcker, bei Asiaten kommt er gelegentlich vor. Afrikaner muss man vor übertriebenen Erwartungen nach Nasenspitzenkorrekturen warnen, weil die Dicke der Haut die chirurgischen Veränderungen oft nicht mitmacht.

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Typische asiatische Nase mit tiefer Nasenwurzel und geringer Projektion. Außerdem mäßiger Höcker und breite Nasenspitze. Höckerabtragung, geringe Wurzelaugmentation, Nasenspitzenverschmälerung, Erhöhung der Projektion.

Planung

Bei keiner anderen Operation der ästhetischen Chirurgie ist die exakte Planung des Eingriffs von so großer Bedeutung. An erster Stelle steht die Beratung des/der Patienten/in, damit die Vorstellungen dem Operateur unverfälscht übermittelt werden können und damit der Operateur seinerseits dem/der Patienten/in den oft notwendigen Kompromiss zwischen Machbarem und Gewünschtem nahe bringen kann.

Zu diesem Zwecke werden oft bei der Beratung drei Hilfsmittel eingesetzt:
1. Computergrafik
2. Operationsschema
3. Umfangreiches Bildmaterial von vorher/nachher Beispielen,
sowie ggf. auch intraoperatives Bildmaterial

1. Computergrafik

Die Nase wird beim Erstgespräch digital fotografiert und die möglichen bzw. gewünschten Korrekturen am Computer durchprobiert. Das geschieht mit einem sog. Morphing Programm, mit welchem umschriebene Areale eines digitalen Bildes verschoben, vergrößert oder verkleinert werden können. Auf diese Weise kann die gewünschte Korrektur nachvollziehbar am Computer simuliert und festgehalten werden. Dem/der Patienten/in können allfällige ergänzende Vorschläge bildhaft nahe gebracht werden. Durch die Konfrontation des Ist-Zustandes mit der vorgeschlagenen Veränderung kann der/die Patient/in realisieren, wie die Nase aussehen könnte. Bei dieser Gelegenheit wird häufig auch die Notwendigkeit einer Kinnkorrektur erkannt.

Der vielleicht wichtigste Aspekt beim Einsatz des Morphing Programmes ist das Vermeiden standardisierter Nasenkorrekturen. Ein erfahrener Nasenchirurg erwirbt mit der Zeit subjektive Idealvorstellungen, die mehr oder weniger unbewusst bei der Durchführung einer Rhinoplastik einfließen. Die klare Visualisierung des Patientenwunsches vermeidet diese Gefahr und ermöglicht eine individuelle Operationsplanung. Selbstverständlich kann das tatsächliche Operationsergebnis niemals zu 100 % dem gezeichneten Computerbild entsprechen. Dem erfahrenen Nasenchirurgen gelingt es aber durchaus, dem Morphing Bild in hohem Maße zu entsprechen.

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Einige Beispiele von Operationsplanungen, die mit Hilfe des Morphing Programms durchgeführt wurden. Bei guter Planung gelingt es oft, dem Computerbild mit dem postoperativen Ergebnis recht nahe zu kommen.

 

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Einige Beispiele von Operationsplanungen, die mit Hilfe des Morphing Programms durchgeführt wurden. Bei guter Planung gelingt es oft, dem Computerbild mit dem postoperativen Ergebnis recht nahe zu kommen.

2. Operationsschema

Ein weiteres spezielles Programm zeigt schematisch die Anatomie der Nase von vier Betrachtungsebenen und zeichnet die vom Operateur geplanten Korrekturen farbig ein. Der/die Patient/in bekommt einen genauen und auch verständlichen Überblick über die geplanten Maßnahmen und kann sich dadurch ein Bild über den Eingriff, dessen Umfang und Komplexität machen.

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3. Umfangreiches Bildmaterial

Einen weiteren Schritt zum besseren Verständnis stellen Beispiele ähnlicher Korrekturen dar. Dazu werden unten Bilder anderer PatientInnen angezeigt, an denen ähnliche Eingriffe durchgeführt wurden. Mein Archiv umfasst hunderte Beispiele, sodass fast für jeden Patienten ein ähnliches Vorher-Nachher-Foto vorhanden sein sollte. Abschließend sei noch erwähnt, dass viele PatientInnen während des Beratungsgesprächs die Sorge äußerten, die Nasenkorrektur könnte ihre Physiognomie zu stark verändern, dass ArbeitskollegInnen, Bekannte und Freunde die Veränderung sofort bemerken würden. Diese Befürchtung kann mit gutem Gewissen entkräftet werden. Nach einigen hundert Nasenkorrekturen und zahlreichen Kontrollbesuchen und begleitenden Gesprächen mit den PatientInnen zeigte sich erwartungsgemäß, dass nur eine verschwindend kleine Anzahl an Personen die Nasenkorrektur bemerkt hatten. Oft ist der Eingriff nicht einmal engsten Familienmitgliedern aufgefallen. Diese Erfahrung unterstreicht die Tatsache, dass fast alle Menschen nur sich selbst genau und höchst kritisch beobachten und die Aufmerksamkeit für solche Details bei Mitmenschen nur sehr gering ausgeprägt ist.

Beispiel einer komplexen Planung einer Nasenoperation

Operationsvorbereitung

Op-Vorbereitung, Op-Verlauf, Spitalsaufenthalt

Wie bei kaum einem anderen Eingriff ist für die gewissenhafte Durchführung einer ästhetisch-funktionellen Nasenkorrektur die Zusammenarbeit mit Ärzten anderer Fachrichtungen (HNO, Radiologen) notwendig. Zur besseren OP-Planung lässt man oft ein coronares Nasen-CT durchführen, um das tatsächliche Ausmaß der Veränderungen genau zu erfassen und unerwartete Situationen im Inneren der Nase auszuschließen. Zeigt die Bilddiagnostik korrekturbedürftige Veränderungen an den Nasenmuscheln, wird ein HNO-Arzt zur OP hinzugezogen (z. B. zur Korrektur einer Concha bullosa).

Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten blutgerinnungshemmende Medikamente (Aspirin, Marcoumar, Vitamin E etc.) abgesetzt werden, da diese die Blutgerinnung verzögern können. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitestgehend vermeiden, weil sie die Gerinnungsbereitschaft des Blutes herabsetzen und damit das Risiko einer Nachblutung erhöhen. Der Zigarettenkonsum sollte möglichst eingestellt werden (Nikotin hat eine gefäßverengende Wirkung, was zu Wundheilungsstörungen führen kann).

Wenn die Operation unter Allgemeinnarkose stattfindet, benötigen Sie vor dem Eingriff folgende Untersuchungen:

  • Untersuchung durch einen HNO-Arzt
  • Lungenröntgen und EKG, eventuell coronares Nasen-CT
  • Komplettes Blutbild inkl. Blutgruppe, HIV-Test und Hepatitis A, B, C
  • Operationsfreigabe durch den Allgemeinmediziner oder Internisten

Bringen Sie das Röntgenbild und alle Befunde zum OP-Termin mit. Zur reibungslosen Abwicklung der Aufnahmeformalitäten sollten Sie sich im Krankenhaus mindestens 2 Stunden VOR der Operation einfinden. Das Gesicht sollte völlig ungeschminkt sein, Cremes zur Hautpflege können getrost verwendet werden. Der/die PatientIn kann das Krankenhaus in der Regel am zweiten Tag nach der OP verlassen.

Nasenkorrekturen, die auf die Weichteile beschränkt sind, können zumeist in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Sobald das Nasenbein gebrochen werden muss, ist eine Vollnarkose vorzuziehen.

Zumeist genügen zwei Nächte stationären Aufenthalts. Wenn die Nasenscheidewand korrigiert wird und/oder das Nasenbein gebrochen werden muss, sollte für zehn Tage eine Infektionsprophylaxe (Antibiotika) durchgeführt werden.

Wenn die Nase gebrochen wird, müssen die instabil gewordenen Knochenteile geschient werden bis sie wieder stabil sind. Das geschieht zumeist mit einem
Gips. Manche Kollegen bevorzugen Kunststoff, manche geben dem Gips den Vorzug, weil sich Gips am besten modellieren lässt.

Bei Operationen an der Nasenscheidewand und bei Frakturen der Nase erfolgt die Sicherung der operierten Gewebeteile mit einer angemessenen Gewebekompression. Damit sollen die in mühsamer Kleinarbeit in die neue, verbesserte Position gebrachten Gewebeteile in ihrer Lage verbleiben und keinesfalls mehr verrutschen. Außerdem sollen Schwellungen und Hämatome herabgesetzt werden.

Mit dem Nasengips von außen und der Tamponade von innen erzielt man eine äußere und innere Stabilisierung der flottierenden Gewebeteile.

Als Tamponadematerialien kann man verschiedene Materialien verwenden:

  • Silastik-beschichtete Schaumstoff-Tamponaden (Rhinotamps)
  • Selbstexpandierende Polyvinylacetat-Tamponaden (Merocel, Ivalon)
  • Hydrogel-beschichtete Tamponaden (Rhino-Force)
  • Salbenimprägnierte Gazestreifen (Tampograss)
  • Telfa-Gaze

Jeder Chirurg verwendet das Produkt mit dem er am besten vertraut ist. Die Tamponade kann mit einem inneren Schlauch versehen werden, um trotz „verstopfter Nase“ die Nasenatmung zu gewährleisten, dies geht jedoch aufgrund individueller anatomischer Verhältnisse nicht immer.

Nachsorge

Was ist nach der Operation zu beachten? Langzeitergebnisse

Bei Frakturen des Nasenbeins wird der Gips für zehn Tage angelegt. Wenn er infolge frühzeitiger Abschwellung der Nasenoberfläche nicht mehr fest anliegt, kann er vorzeitig entfernt und ein neuer angelegt werden. Die Schleimhautnähte lösen sich aufgrund des Einsatzes von resorbierbarem Nahtmaterial von selbst auf, der Wundverschluss des Nasensteges bei der offenen Technik erfolgt mit nicht resorbierbarem Nahtmaterial, das nach sechs bis acht Tagen entfernt wird.

Während der ersten fünf Tage nach der OP sollte mit leicht erhöhter Kopf- und Oberkörperposition geschlafen werden. Intensive Wärmeeinwirkung (Sauna, Solarium) und Sonneneinstrahlung sollten für drei Monate vermieden werden. Gegen die Schwellung um die Augen hat sich das Auflegen von fettarmem Speisetopfen als effektivstes Hausmittel bestens bewährt. Bis zu acht Tage nach der OP sollte die Nase ruhig gehalten werden: Intensive Bewegungen des Gesichts sind daher zu vermeiden. Sportliche Aktivitäten und sonstige Anstrengungen sollten wenigstens vier Wochen nach der OP vermieden werden. Schnäuzen ist strikt zu unterlassen, beim Niesen muss der Mund geöffnet bleiben. Das Rauchen und der Genuss alkoholischer Getränke ist in den ersten zwei Wochen nach der Operation ebenfalls zu unterlassen.

Besuche in der Ordination sind nach einer Rhinoplastik innerhalb des ersten Jahres wichtig, um den Abheilungsprozess und die Funktion der Nase laufend kontrollieren zu können.

Langzeitergebnisse

Selbst bei gelungenem Eingriff sind die Langzeitergebnisse nicht immer vorhersehbar, weil man das Ausmaß und den Verlauf der inneren Narbenbildun nur schwer abschätzen kann. Außerdem wächst die Nase ein Leben lang, daher ist grundsätzlich mit einer stetigen Veränderung zu rechnen. Es gilt: vorläufiges Endergebnis frühestens nach sechs Monaten, weitere, kleinere Veränderungen innerhalb von einem bis drei Jahren. Gerade bei der offenen Technik dauert das Abschwellen der Nase relativ lang. Ist das Ergebnis einer Rhinoplastik unbefriedigend, sollte mit einer Korrektur üblicherweise ein Jahr gewartet werden.

 

Risiken und Komplikationen

Komplikationen bei der Nasenkorrektur betreffen in erster Linie das postoperative Ergebnis und sind weniger Probleme, die einer sofortigen Revision bedürfen. Bei der Nase unterscheidet man zwischen Kurzzeitund Langzeitkomplikationen.

1. Kurzzeitkomplikationen

Narkoserisiko

Jede Operation in Allgemeinanästhesie birgt ein Restrisiko in sich. Dieses Restrisiko ist jedoch bei ästhetisch-chirurgischen Eingriffen vergleichsweise gering, weil grundsätzlich nur gesunde PatientInnen operiert werden sollten. Außerdem unterscheiden sich die modernen Narkoseformen von den früheren Techniken durch sehr kurzlebige Narkosemittel (werden vom Körper schnell abgebaut), sodass bei Sistieren der Narkosemittelzufuhr der Schlafzustand rasch beendet wird. Dadurch ist die Kontrolle der Narkosefolge durch den Anästhesisten entscheidend gesteigert worden und die Komplikationsraten sind deutlich gesunken. Vor jeder Operation sollte der/die AnästhesistIn mit den PatientInnen ein ausführliches Aufklärungsgespräch führen, in dem die Narkose, ihr Verlauf und die möglichen Gefahren und Komplikationen genau erklärt werden.

Infektion

Die Nase ist wie das Gesicht besonders stark durchblutet, weshalb die körpereigenen Abwehrstoffe besonders gut das Nasengewebe erreichen. Aus diesem Grund sind Infektionen nach Nasenkorrekturen sehr selten. Mitunter gibt es punktförmige, oberflächliche Hautinfektionen, die unter dem Verband entstehen und nach dessen Entfernung rasch abklingen.

Vorübergehende subfebrile Temperatur

Nach einer Nasenoperation steigt die Körpertemperatur geringgradig an, ohne dass dies die Folge einer Infektion wäre. Subfebrile Temperaturen sind vielmehr ein Ausdruck für die Reaktion des Körpers auf den Eingriff und klingen ab dem zweiten postoperativen Tag wieder ab.

Nachblutung (Hämatom)

Nachblutungen sind aufgrund des relativ kleinen Operationsgebietes eher selten. Treten sie auf, sind sie meist die Folge von komplizierten Nasenscheidewandkorrekturen, deren knöcherne Anteile mit einbezogen waren. In solchen Fällen kann eine neuerliche stationäre Aufnahme notwendig sein, um die Blutungsquelle ausfindig zu machen und die Blutung zu stoppen.

Kopfschmerzen

Typisch für Operationen im endonasalen Bereich sind Kopfschmerzen. Sie entstehen durch eine reaktive Schleimhautschwellung, welche den Zugang zur Stirnhöhle verschließt. Die Schwellungen bilden sich zumeist nach einigen Tagen spontan zurück und lassen die Kopfschmerzen ebenfalls verschwinden.

Verletzungen des Tränenkanals (Augentränen)

Wenn es im Rahmen einer Nasenkorrektur erforderlich ist, die Seitenwände der Nase zu brechen, kann in Ausnahmefällen der Tränenkanal verletzt werden. Diese Komplikation ist wirklich äußerst selten, eine Korrektur ist relativ aufwendig aber möglich.

Nervenverletzungen

Der Nervus infraorbitalis kann bei unsachgemäßer Fraktur der Nasenwand verletzt werden. Die Folge ist eine Gefühllosigkeit der Nasenwand und der Oberlippe, die verschieden lang andauern kann. Man kann zwar davon ausgehen, dass sich die Nerven wieder erholen, eine Sicherheit besteht jedoch nicht.

Störungen des Geruchsinns

Bleibende Störungen des Geruchssinns sind extrem selten und kommen eher bei komplizierten Septumoperationen vor. Vorübergehende Aussetzer der Geruchsempfindung sind häufig, sollten jedoch keinen Anlass zur Besorgnis geben.

Verletzungen der Schädelbasis (Austritt von Liquor)

Bei Verletzungen der Schädelbasis kann der Liquorraum eröffnet werden und glasklare Flüssigkeit tritt aus. Diese Komplikation ist extrem selten und eine Folge von komplizierten Septumoperationen, bei denen man besonders tief in den Nasenraum eindringen musste. Eine Korrektur ist immer möglich, bedarf jedoch der Mitarbeit eines Neurochirurgen.

Verschlechterung der Atmung

Wenn durch eine ästhetische Nasenkorrektur eine Verkleinerung des Naseneingangs erfolgt (Verkleinerung der Projektion, Abtragung eines großen Höckers, Verkleinerung der Nasenlöcher etc.), kann es zu einer Verschlechterung der Atmung kommen. Dieses Problem ist aber kein Kunstfehler, sondern muss oft als reguläre Folge einer Operation angesehen werden, bei welcher verhältnismäßig viel von der Nase entfernt und das innere Volumen deutlich reduziert wurde.

Äußere Schwellungen

Die Nase schwillt nach jeder Operation an. Das Ausmaß der Schwellung hängt einerseits von der gewählten Technik (geschlossene Technik – weniger Schwellung; offene Technik – mehr Schwellung) und andererseits davon ab, wie ausgedehnt der Eingriff war. Bei der Operation werden kleine Lymphgefäße durchtrennt, das Ausmaß der Schwellung entspricht der Lymphabflussbehinderung. Je nachdem wie rasch der Lymphabfluss wieder hergestellt wird, nimmt die Schwellung wieder ab und verschwindet. Bei einer offenen Rhinoplastik kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Schwellung vollständig abgeklungen ist. Ggf. kann eine Lymphdrainage die Abschwellung beschleunigen.

Innere Schwellungen

Schwellungen im Inneren der Nase betreffen die Schleimhaut der Nasenwände, der Nasenmuscheln und des Nasenseptums. Im Allgemeinen klingen die Schleimhautschwellungen in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen ab, bei hartnäckigen Schwellungen muss mit Medikamenten oder mit Sprays nachgeholfen werden.

Hautnekrosen

Die Haut stirbt ab, wenn ihre Durchblutung zusammenbricht. Durchblutungsstörungen der Haut können im Rahmen einer Nasenkorrektur dann vorkommen, wenn der Operateur volumenvergrößernde Formveränderungen ohne Berücksichtigung der Hautdehnbarkeit durchführt, dann dehnt sich die Haut beim Wundverschluss so stark, dass der Gewebedruck die Blutzirkulation sistieren lässt. Ein anderer Grund für die Durchblutungsstörung der Haut ist ein innerer oder äußerer Verband, der mit zu starkem Druck angelegt wurde. Bei der offenen Technik ist die Haut am Nasensteg am stärksten gefährdet. Hautnekrosen heilen grundsätzlich narbig ab, was sekundär zu Verziehungen führen kann. Korrekturen von Narben nach Hautnekrosen können nur durch lokale
Lappenplastiken oder Composit grafts erfolgen.

 

2. Langzeitkomplikationen

Kallusbildung

Ein überschießender Kallus entlang der Bruchlinien der Nasenwände bildet sich bei Verwendung unscharfer Meißel und bei Hinterlassung breiter Knochenspalten. Die spontane Heilung ist mit seltenen Ausnahmen regelhaft.

Unebenheiten des Nasenrückens und Abweichungen von der Gerade

Entstehen durch Narbenbildungen und unkontrollierbare Narbenzüge. Narbenzüge können zu Verziehungen des Nasenrückens führen, wenn die Operationstechnik zu traumatisch war. Abweichungen von der Geraden können auch dann auftreten, wenn die Fraktur halbherzig war und die Wände nicht vollständig und frei beweglich wurden. Die häufigste Langzeitkomplikation im Weichteilbereich ist das Absinken der Nasenspitze mit darauf folgender Bildung eines Supratips (Polly-beak-Deformität). Ursache dafür ist eine ungenügende Abtragung des knorpeligen Nasenrückens sowie eine unzureichende Stabilisierung der Nasenspitze.

Nasenspitzendeformitäten

Obwohl das Prinzip der Bastelstube für die Korrektur der Nasenspitze einen echten Segen darstellt, muss sie gleichzeitig auch als Fehlerquelle angesehen werden. Unpräzises Setzen von Nähten und asymmetrische Flügelknorpelkorrekturen können nach einigen Monaten zu Deformitäten der Nasenspitze führen, die nur durch aufwendige Revisionen korrigierbar sind.

 

 

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Dr. med. Paul J. Edelmann

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Facharzt für Chirurgie

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