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Die Injektionslipolyse, auch bekannt als Fett-weg-Spritze ist eine der effektivsten minimal-invasiven Methoden, wenn es um Fettreduzierung geht. Dabei handelt es sich um eine ästhetische Behandlung, die der anhaltenden Reduktion von Fettpolstern dient. Insbesondere wird diese bei Personen angewendet, die trotz regelmäßigem Sport und gesunder Ernährung ihre Problemzonen einfach nicht wegbekommen.

Wie läuft diese Behandlung ab?

Die Fett-weg-Spritze beinhaltet eine Kombination aus Desoxycholsäure (enthalten in der Gallensäure) mit dem natureigenen Stoff „Phosphatidylcholin“, welches ein Lezithin der Sojabohne ist. Dadurch können kleine Fettdepots durch einen chemischen Prozess aufgelöst werden.

Diese Mischung wird nach dem Desinfizieren der zu behandelnden Region mittels kleiner Injektionen direkt in das Fettgewebe injiziert. Anschließend erfolgt eine Massage der behandelten Körperregion, was eine gleichmäßige Verteilung der injizierten Substanz fördert.

Durch das Injizieren dieser Stoffe wird eine sogenannte Lipolyse (Spaltung von Fetten) im Körper angeregt, sodass der Körper über das Lymphsystem und die Leber das Fett an den Stellen, in die gespritzt wurde, abbauen kann.

Ein wichtiger Vorteil dieser Behandlung zur Fettreduktion ist die kurze ambulante Behandlungszeit von circa 20 Minuten, wodurch sich die Injektionslipolyse auch für Berufstätige und Vielbeschäftigte eignet. Zum anderen ist diese Methode eine Behandlung ohne operativen Eingriff, die einen anhaltenden Effekt hat und das Fett somit nicht mehr zurückkehrt.

Welche Partien können behandelt werden?

Eine Injektionslipolyse ist prinzipiell für Personen geeignet, die ein Normalgewicht vorweisen, dennoch kleinere Fettdepots durch Sport und gesunde Ernährung nicht wegbekommen. Die Behandlung eignet sich jedoch nicht für eine Gewichtsreduktion. Dazu muss vorerst eine Ernährungsumstellung erfolgen.

Bei der Injektionslipolyse sind generell alle Körperzonen von Doppelkinn, über hängende Wangen, bis hin zu Bauch, Arme, Hüfte, Oberschenkel usw. für eine Behandlung denkbar.

Das Doppelkinn sowie die hängenden Wangen sind häufige und gut geeignete Stellen für die Fett-weg-Spritze. Eine erfolgreiche Ernährungsumstellung sowie Sport führen oft nicht zum Verschwinden dieser Problemzonen, was Patienten häufig sehr stören kann, da sie das Gesicht schnell schlaff und älter wirken lassen.

Durch die Injektionslipolyse kann das überschüssige Fettgewebe am Kinn "weggeschmolzen" und dadurch das Gewebe gestrafft werden.

Was passiert nach der Behandlung?

Die Wirkung nach einer Behandlung mit der Injektionslipolyse tritt schon nach kurzer Zeit auf. Zunächst wird eine gewollte Nekrose ausgelöst, wodurch die Zellwand der Fettzellen instabil und das enthaltene Fett nach und nach freigesetzt wird. Die Leber kann dieses dann auf natürliche Weise verstoffwechseln.

Durch diese gewollt erzeugte Nekrose wird es zu einer Entzündungsreaktion an der behandelten Stelle kommen. Die Körperregion ist geschwollen und gerötet. In aller Regel klingt die entzündliche Reaktion nach etwa 10 Tagen wieder komplett ab, so dass man als Resumee von einer schonenden aber sehr effektiven Methode sprechen kann.

Die Entzündungsreaktion begünstigt gleichzeitig eine Hautstraffung an der behandelten Körperregion. Somit werden zwei Effekte erzielt – Fettreduktion und Hautstraffung.

Welche Ergebnisse kann man erwarten?

Ein sichtbares Ergebnis kann bereits nach ca. zwei Monaten erwartet werden. Nach dieser Zeit kann die Behandlung erneut wiederholt werden, was natürlich auf das Ausmaß der Fettdepots einer Körperregion und auf das individuell gewünschte Ergebnis ankommt. In der Regel sind Behandlungsserien von zwei bis vier Sitzungen (je nach Region) nötig, um insgesamt ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Komplikationen und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der Fett-weg-Spritze können unter Anderem leichte Hautirritationen wie Rötungen oder Schwellungen sein. Gegeben Falls kann es auch zu einer Empfindlichkeit an den Einstichstellen kommen.

Wie bei den meisten Verfahren ist davor zu warnen, die Injektion selbst durchzuführen. Bei einer Injektionslipolyse-Behandlung ist es besonders wichtig, dass der behandelte Arzt eine fundierte Ausbildung für diese Therapie besitzt, da ansonsten unvorhersehbare Nebenwirkungen entstehen können. Denn nur ein ausgebildeter Arzt kann die erforderliche Menge und die genaue Platzierung der Injektionslipolyse festlegen. So können die Stoffe direkt in die Fettgewebsschichten gespritzt werden und nicht in das Bindegewebe oder einen Muskel. Hier bietet sich das Netzwerk-Lipolyse an, welches die größte Interessensgemeinschaft im deutschsprachigen Raum darstellt und eine standardisierte Ausbildung anbietet, sowie regelmäßig Weiterbildungen organisiert.

Nicht behandelt werden dürfen Minderjährige bzw. Kinder, stillende Mütter und Schwangere.

Aktualisiert: 13.12.2016

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