Hyaluronsäure und Botox - Nebenwirkungen

Hyaluronsäure und Botox - Nebenwirkungen

FAQ
FAQ
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Welche Nebenwirkungen können nach der Behandlung mit Hyaluronsäure oder Botox vorkommen?
Dr. med. Mathew Muringaseril  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Reutlingen, Hannover
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Die Nebenwirkungen von Hyaluronsäure sind sehr selten, da Hyaluron ein körpereigener Bestandteil ist. In seltenen Fällen könnte eine allergische Reaktion vorkommen, eventuell auch blaue Flecken oder Schwellungen. Botox wird schon seit Jahrzehnten in der klinischen Medizin verwendet. In den zahlreichen langfristigen Studien zu Botox konnte kein negativer Einfluss z.B. auf die Nerven bewiesen werden.

Bei der Anwendung von Botox können selten Kopfschmerzen oder blaue Flecken auftreten. Bei Überdosierung kann es zu Nebenwirkungen kommen, zum Beispiel in dem Bereich der Zornesfalte zum Hängen des Augenlides.
Dr.med. Rolf Bartsch  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Wien
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Botox® ist ja eigentlich der Markenname für Botulinumtoxin ein Medikament - kein Gift :-)
Die Nebenwirkungen bei "Botox" beschränken sich auf die von den Nadelstichen. Dadurch können blaue Flecken oder Rötungen an den Einstichstellen entstehen. Eine "Allergie" gegen Botox ist extrem selten und äußert sich, wenn in der "fehlenden Wirkung" von Botox. Der Körper bildet Antikörper und dadurch bleibt die Wirkung aus. Dies tritt so gut wie nie bei dem von mir verwendeten Produkt Bocouture statt, da dieses frei von Komplexproteinen sind, die andere Produkte enthalten. Warum sind diese Proteine bei anderen enthalten? Sie dienen dazu das Produkt stabil zu halten und wurden in dem jeweiligen Verfahren nicht "entfernt". Diese anderen Produkte weisen aber gleiche Wirkungen auf.
Nebenwirkungen von Botox können bei falscher Anwendung in einem hängenden Augenlid oder hängenden Mundwinkel resultieren. In diesem Fall ist Geduld angesagt, da es kein Gegenmittel gibt.

Behandlungen mit Hyaluron, die oft als harmlose abgetan werden sind in meinen Augen viel gefährlicher. Für mich ist es komplett unverständlich, warum mittlerweile Heilpraktiker oder Kosmetikerinnen in manchen Länden OHNE jegliche Ausbildung Filler spritzen dürfen. Die Gefahr liegt neben einer Infektion durch unsaubere Handhabung vor allem darin, Gefäße zu verletzten oder gar zu verstopfen.
Die Berichte von Erblindungen nach Fillerbehandlungen sind in den letzen Jahren rapid im ansteigen. Dies aber nicht weil die Produkte schlechter geworden sind, sondern die Zahl der Unwissenden die diese anwenden massiv gestiegen ist.
Eine fundierte Ausbildung und Training im Notfallmanagement sind unbedingt erforderlich, wenn man beginnt mit Fillern zu hantieren. Wie Kollegen auch hier berichtet haben sind häufigere Nebenwirkungen aber eher Rötungen oder Schwellungen - die können gerade bei der Verwendung von Kanülen über mehrere Wochen bestehen bleiben.
Erkundigen Sie sich genau, welche Ausbildung Ihre oder Ihr Behandler gemacht hat und fragen Sie nach, ob ein Markenprodukt verwendet wird, denn der Preisunterschied zwischen Behandlern hat einerseits mit Produkten, aber vor allem damit zu tun was der Arzt oder die Ärztin für die Behandlung verlangt.
Wenn unter 250€ pro Ampulle verlangt wird, kann es wohl nicht mit rechten Dingen zu gehen.
Beigefügt Bilder von dem was wir wöchentlich von auswärtigen Behandlern sehen und korrigieren:
Schiefer Mund nach Botox
Falsch gespritzte Filler in den Lippen die in der Schleimhaut Knoten bilden
Infektionen...
Alexander Eisenbrand  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Schweinfurt
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Mit dieser Frage bin ich praktisch täglich in meiner Praxis beschäftigt. Viele Patienten fragen, wie gefährlich das Ganze den überhaupt ist. Andere lehnen von vornherein eine Behandlung mit Botox® grundsätzlich ab. Das Argument ist dann sehr häufig: "Ich will mir kein Gift spritzen lassen!"
Man muss zum genauen Verständnis von Wirkung und Nebenwirkung zunächst erläutern, dass es sich bei beiden Produkten um völlig unterschiedliche Materialien und somit auch Therapieansätze handelt:
- Botulinum-Toxin ist ein Medikament mit ganz spezifischem Wirkmuster. Es ist flüssig.
- Hayaluronsäure ist ein Medizinprodukt, dass weitgehend passiv - im Wesentlichen als Füllstoff - arbeitet. Es ist viskös, also gelartig.

Bei der Unterspritzung mit Botulinumtoxin können wie bei jedem Nadelstich blaue Flecken und leichte Schwellung entstehen. Durch die Verwendung sehr feiner Nadeln und eine ordentlichen Kompression nach dem Einstich ist das aber sehr selten. Mittelfristig kann aus der eigentlich gewünschten Wirkung - nämlich der Schwächung eines bestimmten Muskels zur Faltenreduktion - auch ein benachbarter Muskel betroffen sein. Das ist zwar sehr selten, kann aber vorkommen. Je erfahrener der Behandler, desto seltener wird das jedoch passieren. Diese Nebenwirkung lässt aber - so wie die gewünschte Wirkung auch - im Verlauf auch wieder nach. Es wird bei Botox® IMMER der Ausgangszustand erreicht. In der Regel nach 4-6 Monaten. Mit einer dauerhaften Schädigung durch das Produkt ist also nicht zu rechnen.

Anders verhält sich das bei der Hyluronsäure: Sie hat zwar keine spezielle arzneimitteltechnische Wirkung, kann aber - wenn nicht sachgerecht ausgeführt - zu großen Problemen führen. Das Produkt kann langfristig Knötchen bilden, die schwer zu therapieren sind.
Bei falscher Produktwahl kann es auch zu starken Schwellungsneigungen durch starke Wasseransammlung kommen.
Es wurden in letzter Zeit auch vermehrt sog. Embolien beschrieben. Hier gelangt das eher feste Produkt durch nicht ausreichende Kenntnis der komplexen Anatomie des Gesichts in ein Gefäß oder drückt es von außen zusammen. So kommt es zu einem Gefäßverschluss. Folge ist eine schlechtere oder ausbleibende Durchblutung der folgenden Areal. Das kann von Hautnekrosen (Absterben von Hautbezirken) bis hin zur Erblindung reichen. Auch dann, wenn das Produkt scheinbar weit entfernt vom Auge eingebracht wurde.

Um Komplikationen und Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, sollte man darauf achten, einen sehr erfahrenen Behandler aufzusuchen. Keinesfalls sollten derartige Produkte von Kosmetikerinnen oder anderen, nicht-ärztlichen Personengruppen, unterspritzt werden -ein Negativ-Trend, den wir in den letzten Jahren zunehmend mit Sorge beobachten. Viele der o.g. Komplikationen sind durch keine und unzureichende Kenntnis von Anatomie hervorgerufen.

Fragen Sie also vor einer geplanten Behandlung, wie oft eine solche in der Praxis schon durchgeführt wurde. Lassen Sie sich auch zu Therapiemöglichkeiten bei Komplikationen beraten. Hier sollten Sie ebenso wie über die eigentliche Behandlung ausreichend Infos bekommen!
stinkerle987654321  |  Visitor  |  Sachsen
Sehr geehrter Herr Eisenbrand,

Sie haben völlig Recht mit Ihrer Aussage, das man sich wirklich einen guten Arzt suchen sollte, gerade wenn es um Unterspritzungen im Gesicht geht.
Denn wenn da etwas schief geht, kann man es nicht verstecken.
Ich bin jetzt seit fast 3 Jahren bei meiner Heilpraktikerin Frau Arlom in Berlin zum Unterspritzen mit HS.
Das Gute ist, sie spritzt von früh bis abends nur Gesichter. Sie macht nichts anderes.

Sie spritzt viele Schauspieler, Prominente und sie kommen von überall her zu ihr eingeflogen.

Sie kann es einfach.


Von Ihnen hab ich ja die Achseln botoxen lassen. Da bin ich auch happy gewesen. Das haben Sie so toll gemacht!!! Frau Arlom spritzt ja kein Botox. Nur HS.


Und mein Bauch ist nach der BDS bei Ihnen auch super flach. :-)))

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen im November.

Bis dahin eine schöne Zeit und viele liebe Grüße nach Schweinfurt :)
Dr. med.univ. Maria Wiedner  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie  |  Bonn
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Es kann bei der Verwendung von Botox zu unerwünschten Muskellähmungen kommen. Das bedeutet, dass auch Gesichtsmuskeln gelähmt werden können, die wir im Alltag brauchen. Es kann unnatürliche Mimik entstehen. Allergische Reaktionen kommen bei der Anwendung von Botox nur selten vor.

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