Revision der Ohrenkorrektur

Revision der Ohrenkorrektur

Seb_87  |  Visitor  |  Illinois
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Hallo...

am 20.7. wurde mir mit der Methode nach Stenström (glaube so hats geheißen) die Ohren angelegt... Es war jeweils 7x1 Stich je Ohr und im Inneren ein selbstauflösender Faden....

Nach 1,5 Monaten war ich überglücklich über meine Ohren... kein Vergleich zu vorher...

Nach 2 Monaten ist mir dann der linke innere Faden "rausgeeitert"... Seitdem steht das linke Ohr fast soweit ab wie davor :( (Der Arzt den Faden herausgeholt)

Jetzt nach 3 Monaten hat sich binnen weniger Tage auch mein rechtes Ohr wieder fast in die "Ausgangsstellung" bewegt... Allerdings ohne Eiter etc... Jetzt wird sich wohl der Faden aufgelöst haben?

Montag hab ich einen Termin für eine Revision (links) ich werde aber ansprechen dass ich mit rechts auch nicht mehr zufrieden bin... Kann das dann gleich mit gemacht werden?

Macht eine Revision beider Ohren überhaupt Sinn oder hab ich dann wieder 2 Monate schöne Ohren und dann gehts von vorne los? Bin gerade wirklich am Tiefpunkt :(

Danke
Univ. Prof. Dr. Edvin Turkof  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Wien
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Bei dieser Methode wird der Knorpel von der Vorderseite geraspelt, dadurch schwächt sich die Eigenspannung und danach wird er von hinten mit Nähten nach hinten gebogen. Die meisten Palst. Chir. lehnen diese Form der Korrekturen (wie auch die Fadenmethode) strikt ab, weil das Ohr prinzipiell nicht neu geformt sondern lediglich VERFORMT wird, dabei wie bei Ihnen unter Spannung bleibt, und nach Auflösen der Nähte recht oft wieder in die ursprüngliche Position zurückschnellt.. Wenn das Ohr absteht, muss das korrigiert warden, was das Ohr auffällig erscheinen last, eine breite Muschel muss tatsächlich verschmälert warden, ein antitragus korrigiert und abstehende Läppchen ggf. separate angelegt warden, und es darf keine Eigenspannung zurückbleiben. Natürlich ist diese OP auffwendiger, sie dauert auch 60-90 min, sie kostet mehr und man muss 50 Ohren allein gemacht haben, um das zu beherrschen. Aber das ist fast immer so, Qualität hat seinen Preis...
Näheres zu Ihrer OP können Sie in meinem Buch nachlesen, 'Ohrkorrektur', speziell für Patienten geschrieben; dieser Ratgeber beschreibt auf 120 Seiten den Eingriff, es gibt Zeichnungen, vorher-nachher Fotos, und alle Komplikationen werden in einem eigenem Kapitel aufgelistet; weiters finden Sie ausführliche und erklärende Texte zu den verschiedenen Techniken/OP-Methoden; erhältlich online unter XXXXXXXXXXXXXXXX, und ein read-in können sie unter XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX durchführen. Viel Spaß beim Lesen !
Dr. med. Friedemann Ruß  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Karlsruhe
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Ich persönlich verwende immer nicht resorbierbare Fäden, da genau das von Ihnen geschilderte Problem bei resorbierbaren Fäden auftritt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Friedemann Ruß
http://www.parkklinik.info
Dr. med. Joachim Karl Grab  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Mannheim
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Hallo Seb_87, in den allermeisten Fällen abstehender Ohren ist eine unzureichende Faltung des Knorpels die Ursache. Diese Faltung kann in der Regel ohne Schwächung, Entfernung oder Durchtrennung des Knorpels mit Hilfe von in geeigneter Technik eingebrachten Nähten korrigiert werden. Der Knorpel formt sich auch beim Erwachsenen entsprechend der Zug- und Druckbelastung um. Die meisten resorbierbaren Fäden halten allerdings nicht lange genug, sodass es dann zu einem "Zurückfedern" der Ohrmuschel kommt. Aus diesem Grund verwende ich farblose permanente Nähte, die zum Schutz gegen Infektion oder Perforation mit einem Eigengewebsläppchen bedeckt werden. Man vermeidet so die nach Schwächung, Resektion oder Durchtrennung nicht selten zu beobachtenden Instabilitäten und sichtbaren Kanten. Eine Korrektur, diesmal mit dauerhaften Nähten sollte erfolgversprechend sein. Alles Gute und herzliche Grüße aus Mannheim! Dr. med. Joachim Grab
Seb_87  |  Visitor  |  Illinois
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Abend,

danke für die schnellen Antworten.
Ich war im Vorfeld bei drei Ärzten... Einer ist leider ausgeschieden da er nicht mit der Kasse abrechnet... dann bin ich bei No 2 gewesen...

Kosten spielen in meinem Fall keine Rolle (Berufsbedingt wurde der Eingriff von meiner KK übernommen). Der ausführende Kollege führt ausschließlich Ästhetische Operationen und Handchirurgie durch. (Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie seit 2005)

Ich denke/hoffe der Kollege wird diesmal eine andere Methode als beim ersten Versuch anwenden...

Ist beim zweiten mal eine schnellere Heilung zu erwarten? Konnte beim ersten mal knapp 2 Wochen nicht auf der Seite schlafen und die ersten Tage waren die Ohren sehr empfindlich gegenüber berührungen...
Dr. med. Paul J. Edelmann  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Frankfurt
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Komplikationen wie von Ihnen beschrieben kommen vor.
Eine Revisionsoperation sollte erst nach abgeschlossenem Heilungsprozess, d.h. wenn das Gewebe weich ist und die Narben abgeblasst sind, vorgenommen werden.
Und natürlich werden dann bei entsprechendem Befund beide Seiten in der selben Sitzung operiert.

Beste Grüße aus Frankfurt,

Dr. med. Paul J. Edelmann.
http://www.praxis-edelmann.de

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