Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipofilling)

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Der Transfer von Eigenfett zur Brustformkorrektur bietet eine Alternative für Frauen, die keine Implantate wünschen. Eigenfett stand lange in der Kritik sich längerfristig ohne nachhaltigen Effekt wieder abzubauen. Neue Verfahren haben diese Kritik aber widerlegen können, so dass Eigenfett heute ein neues Kapitel in der plastischen Chirurgie eröffnet hat. Denn die Qualität des Fetteigengewebes ist unvergleichbar verträglicher und vor allem hält es ein Leben lang ohne Langzeitkomplikationen, wie es bspw. die Kapselfibrose bei Implantatkissen ist.

Eigengewebstransplantation

Die Methode Eigenfett abzusaugen und es dann in die Brust zu verpflanzen, bewährt sich zunehmend zur Brustvergrößerung. Ein Themenbereich also, der viele Frauen betrifft, wenn sie ihre Brust etwas fülliger wünschen. Aber auch zum Brustformausgleich bei angeborenen Asymmetrien, Entstellungen bis hin zu Krebs(teil-)amputationen bewährt sich die Methode zusehends.

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Das Ziel der Behandlung

Zielsetzung dieses Verfahrens ist es, überschüssiges Fettgewebe, da wo es stört, schonend zu entfernen und in die Brust zu verpflanzen, um sie mit eigenem Gewebe anstatt mit einem Implantat zu vergrößern. Vorgenommen wird das mit der BEAULI Methode - einem Wasserstrahl, dessen Vorteil in der überaus schonenden Methode liegt, das Fettgewebe aus seinem Verbund „auszuwaschen“ und somit die Fettzelle unverletzt zu ernten, damit sie anderswo verpflanzt überlebensfähig bleibt.

Die Fettzelle überlebt nur, wenn sie unverletzt verpflanzt wieder am Stoffwechsel teilnehmen kann, einen Gefäßanschluss findet und durchblutet wird. Es stehen im Gewebe aber nur begrenzt Gefäße zur Verfügung, die die Zelle mit Blut versorgen können. Aus diesem Grund ist ein Überschuss an Zellen kontraproduktiv.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass grob 2/3 der transplantierten Zellen überleben; gefühlt ist es etwa die Hälfte, da Schwellung und Betäubung die Brust subjektiv größer ausschauen lassen als tatsächlich an Fettzellen transplantiert wurde.

Deshalb ist es keineswegs möglich, in einer ersten Sitzung dasselbe Resultat wie mit Implantaten zu erreichen. Wenn die Betroffene bereit ist, das Verfahren zu wiederholen, kann durchaus eine stattliche Brustvergrößerung erreicht werden, vorausgesetzt, dass ausreichend Fettspendezonen zur Verfügung stehen.

Wer ist geeignet?

Ideal sind Frauen mit einem Missverhältnis zwischen zu umfangreichen Hüften oder Oberschenkeln und einer kleinen Oberweite. In solchen Fällen kann man für eine Harmonisierung der Proportionen sorgen. Aber auch "normale" Körpersilhouetten haben üblicherweise in den typischen Körperregionen ausreichend Reservoir zur Verfügung. Typische Körperzonen sind Bauch, Flanken, Oberschenkel, Hüften, Knie innenseitig und manchmal auch Oberarme.
Sehr Magere oder gar Magersüchtige sind für das Verfahren nicht geeignet.

Vor dem Eingriff

Vor dem Eingriff können die Problemzonen ruhig deutlich betont werden: eine Gewichtszunahme durch gutes Essen macht die Spendezone reichhaltig und sichtbar. Dann kann das Fettgewebe leichter geerntet werden. Ansonsten sollte man sich gesund fühlen, vor der OP keine Exzesse leben und sich dem Eingriff auch psychologisch positiv nähern.

Der Eingriff selbst

Die körperlichen Belastungen für den Eingriff halten sich in Grenzen, da keine großen Wunden hinterlassen werden. Meistens wird auf eine Vollnarkose verzichtet, da die Maßnahmen in Lokalanästhesie und im tiefen Dämmerschlaf, auf Wunsch auch in Vollnarkose durchgeführt werden können. Es werden minimal invasive Öffnungen so breit wie ein halber Kleinfingernagel an der Körperoberfläche vorgenommen, sowohl um Fett zu gewinnen, ebenso um es zu transplantieren. Diese Öffnungen sind nach einiger Zeit kaum mehr zu erkennen.
Das Fett aus den obengenannten Körperregionen wird mit dem BEAULI Wasserstrahl schonend herausgelöst. Damit bleibt die gewonnene Fettzelle in ihrer Struktur und Überlebensfähigkeit weitestgehend unversehrt.

So wird das Fett in einem Behälter aufgefangen, in Spritzen aufgezogen und mit einer speziellen Technik aus einer stumpfen Kanüle in die Brust verpflanzt: Nicht ins Drüsengewebe, sondern oberflächlich zwischen Haut und Drüse sowie in der Tiefe zwischen Brustmuskel und Drüsengewebe.

Der Eingriff erfolgt meistens ambulant, auf Wunsch kann man für eine Nacht in der Klinik übernachten.

Nach dem Eingriff

Unmittelbar nach dem Eingriff ist das Ergebnis sehr befriedigend. So gefüllt bleibt die Brust aber nicht, denn Lokalanästhesie, Schwellung und alle verpflanzte Zellen, von denen noch ca. 1/3 sich auflösen werden (alle überleben diese Prozedur nicht), täuschen eine Größe vor, die nicht bleiben wird. Dennoch bleibt deutlich mehr als vorher übrig.

Schmerzen stehen weniger im Vordergrund als muskelkaterähnliche Beschwerden an den Entnahmestellen. Die Brust selbst spannt etwas, wirkliche Schmerzen sind aber hier die ausgesprochene Ausnahme.

Nach 3 Wochen ist das "Schlimmste" vorbei, die blauen Flecken sind verschwunden, stellenweise fühlt es sich noch hart an, aber man bewegt sich wieder ungehindert.

Was ist danach zu beachten?

Dreierlei:

  1. Wärme, um die Durchblutung anzuregen und damit das Anwachsen der Zellen zu fördern
  2. Druckvermeidung, um der frisch verpflanzten Stelle Platz zum überleben zu lassen und sie nicht einzuengen (keine BHs für 3 Wochen!).
  3. "Energielieferung" fürs Überleben der Zellen: sich "ungesund" ernähren (reichlich süß und fett essen), damit die transplantierte Fettzelle in ihrer neuen Umgebung die Energie geliefert bekommt, die sie zum (über-) leben braucht.

Ist die Zelle einmal angegangen, dann wird sie auch im Gewebeverbund bleiben und nicht mehr verloren gehen. Nach 6 Wochen kann das Ergebnis als endgültig bezeichnet werden; dann kann an eine zweite Sitzung gedacht werden, wenn diese erforderlich sein sollte.

Im Gegensatz zu Implantaten nehmen die Fettzellen auch an den „Auf und Abs“ von Gewichtsschwankungen teil. Bei Abnahmen wird die Brust kleiner, bei Gewichtszunahmen größer.

Die Eigengewebstransplantation hat sich derart bewährt, dass zunehmend andere Indikationen für die Anwendung dieser Methode gefunden werden: Asymmetrien unterschiedlichster Körperregionen, vom Gesicht bis hin zur Brust, Narbenauffüllung, Trichterbrust, Gesäß- und Wadenaufpolsterungen und sogar offene Geschwüre. Inzwischen werden auch Brüste nach Krebs in mehreren Eigenfettsitzungen mit Eigengewebe völlig wiederhergestellt. Mit der Eigenfetttransplantation steht die plastische Chirurgie am Anfang einer neuen Ära.

Aktualisiert: 20.06.2017

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