Tumore nach OP als Grund zur Mastektomie?

Tumore nach OP als Grund zur Mastektomie?

Djxjjsn  |  Visitor  |  Bayern
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Hallo!
Nach einer Brustreduktion vor einem Jahr habe ich tastbare Verhärtungen im Bereich der Achseln entwickelt. Noch dazu sind mir die Brüste immer noch zu groß.
Könnte ich diese „Tumore“ als Grund für eine Mastektomie bei der Krankenkassen einreichen, oder wäre das zu weit hergeholt? Ich möchte noch eine Verkleinerung, aber die würde die Kasse nicht bezahlen.
(Die Tumore müssten so oder so raus, weil die wehtun und direkt unter meinen Armen sehr unangenehm sind.
Es wäre mir sehr wichtig das zu wissen, da ich mir (falls das ginge) einen anderen Chirurgen suchen müsste. Ich hatte es so im August geplant.
Ich habe ein Foto vom Befund des Radiologen beigefügt.

Vielen Dank!
IamNisi  |  Visitor  |  Berlin (mit Stadtbezirken)
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Hey , einreichen kannst du ja generell sowieso ersteinmal alles ... die Frage ist nur wie es beschieden wird. Ich würde es einfach probieren. Why Not. Mehr als Arbeit macht es doch nicht ...
Gartenzwerg  |  Visitor  |  Baden-Württemberg
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also nur anhand dieses Befundes ist es echt weit hergeholt. Da steht ja bei Beurteilung keine Auffälligkeiten oder Verdacht auf Bösartigkeit.

Möchtest Du eine weitere Verkleinerung oder tatsächlich eine Mastektomie?
Mastektomie wird meines Wissens nur bei Krebs, Gynäkomastie oder Transsexuellen und als Vorsorge bei vorliegender Gen-Mutation um das sehr hohe Risiko an Brustkrebs zu erkranken auf ein "normales" Level zu senken, erstattet. Dazu reicht für die Kostenübernahme kein Bericht vom Radiologen aus, es benötigt da schon eine med. Rund-um-Betreuung in einem Brustzentrum mit entsprechender Beratung und Unterstützung zur Kostenerstattung.
Weil Du schreibst Du hast Schmerzen, kannst Dir die Knoten zwar entfernen lassen, sollten aber dann auf jeden Fall histologisch untersucht werden. Dazu haben viele privatärztliche PCs aber nicht die Möglichkeit, da sie nicht über Kasse abrechnen können. Aber auch da wirst Du keinen Anspruch auf eine weitere Verkleinerung haben, es fehlt die med. Indikation. Besprich das mit den Knoten erst mal mit Deinem Frauenarzt.
Alles Gute für Dich!
Dr. med. Hans Bucher  |  Premium member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  Nürnberg
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Das wäre zu weit hergeholt. Eine Kassenübernahme scheidet aus. Es ist ja auch nur ektopes Drüsengewebe und kein Tumor.
Dr. med. Christina Irene Günter  |  Basic member  |  Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie  |  München
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Hallo Djxjjsn, also wie im Bericht geschrieben, handelt es sich um ektopes Drüsengewebe in der Axilla. Also nichts bösartiges, an sich ist es vollkommen normal, dass der 4. Quadrant bis hoch zur Axilla reicht. Eine Kostenübernahme für eine weitere Brustreduktion ist damit sicher nicht zu begründen. Wenn Sie Schmerzen in der Axilla haben, gibt es natürlich die Möglichkeit das ektope Gewebe in der Axilla direkt zu entfernen, das wird dann meiner Erfahrung nach auch von den KK übernommen. Grundsätzlich ist für diese Fragestellungen aber ihr Gynäkologe zuständig, das ist primär kein Thema für uns PCH. Eine Mastektomie können und dürfen wir nur bei einer harten medizinischen Indikation vornehmen. Ektopes Drüsengewebe in der Axilla reicht da NICHT aus! Herzliche Grüsse Dr Dr Christina Günter
Uli  |  Moderator
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Hallo Djxjjsn!
Ich hoffe, dass Dir die Antworten hier in unserem Forum weiterhelfen können. Hast Du denn schon bei der Krankenkasse angefragt und einen Antrag ausgefüllt? Versuchen kannst Du es ja einmal. In diesem Link findest Du Spezialisten in Bayern: https://www.estheticon.de/chirurgen/brustverkleinerung/deutschland?region=bayern. Wir wünschen Dir alles Liebe und senden die besten Grüße
Uli und das Estheticon Team

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