Welche Methoden sind bei Eigenhaar-Verpflanzungen erfolgreich?

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Haarverpflanzungen sollen laut Überlieferungen bereits im 18. Jahrhundert Anwendung gefunden haben. Heutzutage stehen zwei bewährte, innovative Methoden zur Verfügung, um Eigenhaare umzusetzen: die F.U.E. Technik (Follicular Unit Extraction) und die F.U.T. Methode (Follicular Unit Transplantation), die wird auch als Strip-/Streifen-Methode bezeichnet.

Ablauf der F.U.E Methode

Durch die vorherige Rasur der Haare oder Kürzung auf ein/zwei Millimeter im Rahmen der FUE Haarverpflanzung wird die Extraktion der Grafts vereinfacht. Die follikularen Einheiten aus dem Donor (Haarkranz) werden nun mittels feinster Hohlnadel einzeln gewonnen, bis die benötigte Anzahl komplett ist.

Für die F.U.E. Technik wird, gegenüber der F.U.T. Methode, mehr Spendeareal und Zeit benötigt. Die minimalen Löcher hinterlassen Mikronarben und verheilen anschließend eigenständig, sodass weder Naht noch weitere Behandlungen erfolgen müssen. Kurzhaarfrisuren sind somit möglich.

Wie werden Eigenhaare verpflanzt?

Nach Entnahme der Grafts setzt der Chirurg minimale Slits (Öffnungen) im Empfangsbereich, um die Follikel dort umgehend einzusetzen. Eine Haar-OP nach F.U.E. Technik kann ungefähr fünf bis zehn Stunden in Anspruch nehmen und richtet sich nach Menge der zu verpflanzenden Grafts. Handelt es sich um einen sehr umfangreichen Eingriff, können auch zwei Behandlungstage nötig sein.

Nach Ende der OP wird eine spezielle Lösung aufgetragen, die die Haut regeneriert, den Haarwuchs stimuliert, sowie die Haarwurzeln stärkt. Der Heilungsprozess wird so ebenfalls beschleunigt. Während des Eingriffs erhalten die Patienten eine lokale Anästhesie, können sich unterhalten oder Musik hören.

Vor- und Nachteile der F.U.E. Methode

Die F.U.E. Technik bietet Patienten den Vorteil, dass keine linearen Narben zurückbleiben. Des Weiteren dient sie jungen Menschen, die nur einen minimalen Eingriff benötigen, und ist die optimale Lösung zur Transplantation von Körperbehaarung sowie für die korrigierende und wiederherstellende Haarchirurgie.

Nachteilig kann von manchen Personen die Rasur des Haarkranzes empfunden werden. Zudem wird deutlich mehr Zeit benötigt. Die aufwendige Arbeitsweise ist auch der Grund für das höhere Preisniveau.

 

Haarausfall
Haarverpflanzungen sollen laut Überlieferungen bereits im 18. Jahrhundert Anwendung gefunden haben.

Ablauf der F.U.T. Technik

Hierbei entfernt der Chirurg zu Beginn einen schmalen Streifen/Strip aus dem Donor (Haarkranz). Sofort danach präparieren Haarspezialisten die Grafts mittels hoch auflösender Mikroskope, um Anwachsen wie auch Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

Damit keine Störungen beim Wachstum der Follikel auftreten, wird eine Nährlösung (Storage Solution) genutzt, in der die Grafts ab Extraktion lagern. Die Wunde im Haarkranz wird danach mithilfe einer kosmetischen Naht verschlossen. Die Fäden kann der Hausarzt nach wenigen Tagen entfernen.

Wie vorab besprochen, wird der Facharzt nun die Stirnhaarlinie anzeichnen. Die kahlen oder schütteren Bereiche bekommen etwa porengroße Inzensionen (Slits/Öffnungen). Nachfolgend setzt der Chirurg die extrahierten Grafts (Haarwurzeln) in Haarwuchsrichtung ein. Der Eingriff kann, je nach Follikelmenge, ungefähr drei/sieben Stunden dauern.

Vor- und Nachteile der F.U.T. Technik

Größter Vorteil der F.U.T. Methode besteht darin, dass sich innerhalb kürzester Zeit etliche Follikel umsetzen lassen. Die Extraktion der Grafts ist bereits nach 30 bis 45 Minuten abgeschlossen.

Nachteilig zeigt sich allerdings, dass eine Wunde entsteht, die eine abschließende Naht erfordert. Hierdurch sind ultrakurze Frisuren schwierig zu realisieren. Bei der F.U.T. Technik können zudem leichter Verletzungen an Blut-/Nervenbahnen sowie Entzündungen entstehen.

Publiziert: 27.03.2018

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