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4.05.2019 · Update 4.09.2021

Sehr zufrieden nach Schlauchmagen-OP

Es lohnt sich
Ungefährer Preis: 4.400€
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Über den Spezialisten

flag Turnov
Bewertung:
Sehr zufrieden nach Schlauchmagen-OP
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Hallo Freunde des gesünderen Lebens :-), ich möchte auch gerne meine Turnov Erfahrung öffentlich kund tun, und da ich meist ein strukturierter Mensch bin, mit Überschriften. Falls die Länge meines Berichts den Ein oder Anderen jetzt schon abschrecken sollte, Ihr könnt ja nur ein "Kapitel" pro Tag lesen :-) (1) Einführung und die Reise nach Turnov: Am 8.4.2019 habe ich mich bei Dr. Hrubý einer Schlauchmagen OP unterzogen. Mein BMI lag über viele Jahre bei ca. 35 - 37, dies hatte bei mir auch nichts mehr mit mangelnder Willenskraft zu tun, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen... Ich habe mich schließlich durchgerungen die OP machen zu lassen. Wie man auch anderen Berichten entnehmen kann, gibt es zig Arten nach Turnov zu gelangen. Da ich in der Nähe von Frankfurt am Main wohne, habe ich mich (geiziger weise) für den IC Bus entschieden. Fährt jeden Abend von FRA nach Prag, von 23:00 bis ca. 06:30. Von Prag nach Turnov bin ich mit dem Zug gefahren, ca. 2 Stunden, und von Turnov zum Krankenhaus (2,5 km) zu Fuß. Das habe ich aber absichtlich so gehalten, weil ich daraus auch ein kleines Erlebnis machen wollte und mir die Gegend angeschaut habe. Außerdem war ich gut vorbereiten, hatte alle Tickets von Zuhause mitgebracht, selbst das von Prag - Turnov konnte ich selber ausdrucken, und Google Maps hat für den Fußweg geholfen. Für den Teil Turnov - Prag meiner Rückreise, bat ich Dr. Hrubý mir einen Fahrer zu organisieren (diesen Service bietet das Krankenhaus für 84,- EUR). Das war auch ein äußerst angenehmer und freundlicher Herr der mich in 55 Min. nach Prag gefahren hat. Allerdings würde ich davon abraten per Bus zurückzufahren. Es war erst der 5. Tag nach der OP. Gute 7 Stunden eingeschränkte Sitzhaltung + die Vibrationen des Busses haben mir nicht so gut getan. Es gab einen günstigen Flug, den ich bereue nicht gebucht zu haben. (2) Das Krankenhaus: Den anderen Berichterstatter die das Krankenhaus loben, kann ich nur zustimmen: es ist nicht die Sorte "Neubau" die man in Deutschland kennt, es ist eher "klassisch", aber sehr sauber und größer als von mir in einer so kleinen Stadt wie Turnov erwartet. Ich hatte mich für ein Einzelzimmer entschieden und hatte Glück dass mir ein wirklich schönes, großes und helles zugeteilt worden ist. Die Wände waren in einem warmen, beruhigenden Gelbton gehalten den ich selbst auch Zuhause habe. Ich dachte: wenn das kein gutes Zeichen ist... Das Bad war ein Nebenraum, vom Zimmer getrennt durch eine Tür, natürlich auch nur für mich. Es war ebenfalls relativ geräumig mit Dusche, Toilette und viel Platz vor dem Waschbecken, und noch ein großes Fenster. Da ich in der ersten Aprilhälfte da war, haben vor dem Fenster auch noch 2 Bäume geblüht + viel Grün und ein schmaler, nicht oft befahrener Weg. Für mich als Romantiker genau das richtige :-) An alle die ein Einzelzimmer haben möchte: Leute! ich empfehle Zimmer 10 im EG !!! Es war alles so, als hätte ich es selbst für mich entworfen. Wirklich, ich übertreibe nicht. Rund um die Uhr wimmeln auch viele Krankenschwestern im Flur herum und helfen sofort wenn was ist oder man was braucht. (3) Dr. Hrubý: Was Menschen angeht täuscht mich mein Gefühl sehr selten. Ich habe etwas im Internet gestöbert, aber auch persönlich habe ich folgenden Eindruck: Dr. Hrubý führt bariatrische OPs (Vorbeugung/Behandlung von Übergewicht) seit 2003 durch. Er ist ein erfahrener und ehrgeiziger Arzt, der seine Beruf liebt. Solchen Menschen kann man vertrauen, die kriegen das schon so hin wie es sein soll! Dr. Hrubý ist auch menschlich sehr i.O.. Gut dass ich mit der Englischen Sprache immer am Ball geblieben bin, so konnte ich mich recht gut mit ihm unterhalten. Es hätte noch besser sein können, wenn mein Wortschatz da mitgemacht hätte, aber im Prinzip war es schon o.k.. Für seine Bewertung habe ich alle möglichen Sternchen geben "müssen". Ich fand nichts wo ich was hätte mit gutem Gewissen abziehen können. Er hat mir in der Kommunikation vor der OP jede Frage schnell beantwortet, am Tag als ich im Krankenhaus ankam, kam er kurz nach 20 Uhr (am Sonntag!) noch vorbei um mich zu begrüßen und Einiges bzgl. der OP am Folgetag zu besprechen. Nach der OP hat er mich Morgens und Abends täglich besucht um zu sehen ob alles o.k. ist, obwohl ich mir denken kann, dass ihn eigentlich die Krankenschwestern ausreichend über meinen Zustand informieren. Ich hätte vielleicht folgendes subjektives "Meckern" auf sehr hohem Niveau, für das ich statt 5,00 Sterne 4,99 gegeben hätte: Ich hätte mir persönlich gewünscht, er wäre bei seinen Visiten ein paar Minuten länger geblieben, weil man sich mit ihm so gut unterhalten kann. Objektiv betrachtet ist das allerdings Blödsinn da mir ja bewusst ist, dass er viel zu tun hat und es noch andere Patienten gibt. Ich erzähle aber manchmal nunmal gerne viel, wie man unschwer erkennen kann :-) Ich freue mich aber einen Beitrag zu leisten, und anderen mit detaillierten Infos zu helfen. (4) Fazit und Dr. Hrubýs Videos: Bin sehr froh darüber, mich während meiner präoperativen Recherche für Dr. Hrubý entschieden zu haben, und kann ihn wärmstens und mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Ebenso wäre es gut sich seine YouTube Videos anzuschauen, für die Neugierigen unter Euch, die vorher schon wissen wollen was sie erwartet. Ich hatte Links angegeben, musste diese aber wieder entfernen da sie in den Patientenbericht leider nicht rein dürfen. Bei YouTube in's Suchfeld "Dr Hruby Turnov" eingeben. Wichtig ist auch sich von Anfang an für die persönlich richtige Art der bariatrischen OP zu entscheiden, und nicht erst das Eine probieren und wenn es nicht funktioniert das Andere. Ich habe mich selbst über Bypass, Schlauchmagen usw. erkundigt und mich anschließend entschieden. Was Bariatrisches angeht, hat das Krankenhaus auch den Fokus auf Schlauchmagen. Das hat mir Vertrauen in diese Methode gegeben. (5) Für mich persönlich war es eine gute Entscheidung: Der erste Tag nach der OP war zwar etwas unangenehm, Zwicken und Ziehen in der "Ex-Magen Gegend", aber man wird gut mit Schmerzmittel versorgt. Und es hat sich gelohnt, denn wie sich Hunger anfühlt, ist nur noch in meiner Erinnerung. Appetit ist zwar noch da, aber deutlich gedämpft durch das Gefühl dass da kaum noch was reinpasst (100 - 120 ml). Zur Zeit der OP war mein BMI 37,0. Nach 17 Tagen lag er bei 33,2. In meinem Fall entspricht das - 9 kg. Heute ist mein 24. postoperativer Tag und der BMI ist unverändert, das aber mit Absicht! Ich wünsche mir die Gewichtsabnahme stufenweise, und denke das auch steuern zu können. Durch den totalen Ausfall des Hungergefühls, kann ich relativ "emotionslos" die tägliche Kalorienzufuhr über die flüssige bis breiförmige Nahrung die ich z.Z. zu mir nehme gut steuern. Ich möchte mind. ca. 4 Wochen das erreichte Gewicht halten, und erst anschließend weiter reduzieren, dann wieder da verweilen usw. bis mein Wohlfühlgewicht erreicht ist. Ich glaube nicht dass es gut ist, das Übergewicht das ich mir die letzten undisziplinierten Jahre angegessen habe, in wenigen Wochen plötzlich zu verlieren. Ich möchte dem Körper die Chance und Zeit geben sich immer der jeweiligen Gewichtsstufe anzupassen. Das kann ja jeder so machen wie er will, ich spreche da nur für mich und vielleicht gefällt diese Idee ja auch anderen. Ein positiver Nebeneffekt dieser OP ist auch, dass man gleichzeitig auch was für den Rücken tut. Ich habe ein unangenehmes Gefühl wenn meine Wirbelsäule nicht gerade ist., z.B. beim Auto fahren und am Schreibtisch achte ich darauf gerade zu sitzen. Mit dem letzten Foto im Anhang will ich zeigen wie klein die Narben sind mit denen man zurückbleibt. Wenn diese verblassen, wird man kaum noch was erkennen können. Das habe ich etwas schlimmer erwartet. Ich bin auch mit dem von außen sichtbaren Ergebnis sehr zufrieden, ich finde dass die Schnitte so gut vernäht wurden, dass schon nach 2 Wochen nur glatte Haut am Ort der Narben zu sehen und fühlen ist. Bitte ignoriert die gereizte Haut um die Narben herum, das kommt NICHT vom Pflaster des Krankenhauses, sondern von meinem billigen das ich Zuhause hatte. Die Fäden hat meine Hausärztin am 9. Tag nach der OP entfernt. Ich wünsche jedem von Euch für sich die richtige Entscheidung zu treffen, und bin gerne bereit Fragen zu beantworten, soweit ich das kann. LG

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Kommentare (81)

Liebe Moni,

wie bist du das Thema denn mit deiner Hausärztin angegangen? Du hattest ja nur danach geschrieben, sie hat dir die Fäden gezogen...
Aber vorab? Habt ihr darüber geredet, dass du dir im Ausland den Magen verkleinern lassen möchtest?
Wie habt ihr es mit einer Krankschreibung danach gemacht? Man fällt ja ca. 4 bis 6 Wochen in der Arbeit aus...
Danke dir schon jetzt, für eine Antwort :)
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