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Der Begriff sekundäre Rhinoplastik bezeichnet eine operative Korrektur einer bereits einmal oder mehrfach voroperierten Nase. Da die Nasennachkorrektur zu den anspruchsvollsten Operationen der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie zählt, sollte die Entscheidung ob überhaupt und wenn ja, bei welchem Arzt sorgfältig gewählt werden.

Oftmals ist der Patient mit dem OP-Resultat zufriedener als der Chirurg

nosmozny

Anhand einiger Studien zeigt sich, dass ca. 85% der Patienten nach einer operativen Nasenkorrektur mit dem Ergebnis zufrieden sind. Durch eine Nasennachkorrektur steigt der Prozentsatz lediglich um 5 bis 8 Prozentpunkte obwohl in der Regel deutliche Verbesserungen erzielt werden können. Das heißt nicht automatisch, dass die restlichen Patienten alle schlechte Ergebnisse haben, sondern vielmehr, dass sie sich noch mehr Perfektion gewünscht hätten.

Die häufigsten Gründe für eine sekundäre Rhinoplastik

  • Verschlechterung oder ausgebliebene Verbesserung der Nasenatmung
  • Über- oder Unterkorrektur des Nasenrückens (z.B. Resthöcker)
  • zu hoch oder zu tief positionierte Nasenspitze
  • immer noch zu breite oder übertrieben zu schmale Nasenspitze
  • Asymmetrien und/oder Konturunregelmäßigkeiten
  • unzureichende Veränderung gegenüber dem Ausgangsbefund
  • zu künstlich / operiert aussehende Nase
  • Kollaps des knorpeligen und knöchernen Stützgerüstes mit inneren Vernarbungen

Was sollte man tun, wenn man mit dem Ergebnis einer „ersten“ Nasenkorrektur nicht zufrieden ist?

Zunächst muss man wissen, dass die Heilung mindestens ein Jahr Zeit benötigt und sich v.a. der Nasenspitzenbereich oft noch bis zu 15-18 Monate nach einer Operation verändert. Kurz gesagt, in vielen Fällen ist schlicht und einfach mehr Geduld seitens des Patienten nötig, bis sich das Wunschergebnis ohne weitere Operation von selbst einstellt. Bei Unzufriedenheit sollte man für sich selbst die ein bis drei Dinge benennen die man gerne verbessert hätte. Damit sollte man dann seinen ursprünglichen Chirurgen im Rahmen einer Kontrolluntersuchung konfrontieren. Natürlich ist auch jeder Arzt enttäuscht wenn sein Patient nicht zufrieden ist. In aller Regel ist es sowohl medizinisch als auch finanziell im Interesse des Patienten, wenn der ursprüngliche Arzt die Korrektur durchführt. Er weiß genau was bei der ersten Operation gemacht wurde und was überhaupt im Rahmen des technisch umsetzbaren liegt. Man darf nie vergessen, dass es in der Natur keine perfekte Symmetrie und somit für den kritischen Betrachter auch keine perfekte Nase gibt.

Wann sollte man es in Erwägung ziehen einen anderen Spezialisten aufzusuchen?

Es gibt drei gute Gründe. Das Ergebnis der ersten Operation ist außergewöhnlich schlecht, ein weiterer Korrektureingriff beim Erstbehandler erbrachte keine Verbesserung oder man hat das nötige Vertrauen zu seinem ursprünglichen Arzt verloren. Zunächst ist es sinnvoll nach einem Arzt zu suchen, der sich auch auf sekundäre Nasenchirurgie spezialisiert hat. Dort kann man sich zunächst eine zweite Meinung einholen. Es ist auch nicht verkehrt den „Behandlungsplan“ von 2 oder 3 Spezialisten zu vergleichen. Man darf aber auch nicht enttäuscht sein, wenn man von mehr als einem Chirurgen den Rat bekommt keine erneute Operation durchführen zu lassen.

Erfahrene Ärzte operieren in der Regel nur etwa die Hälfte der Patienten, die mit dem Wunsch einer Korrektur-OP kommen. Warum?

Die Relation von Risiko und Nutzen einer Korrekturoperation steht oft nicht in einem sinnvollen Verhältnis. Die Erwartungshaltung des Patienten ist medizinisch schlichtweg nicht umsetzbar. Und Schlussendlich: „Die Perfektion ist der Feind des Guten“, soll heißen, die Erfahrung lehrt, dass oftmals die Verbesserung eines kleinen Problems ein neues Problem mit sich bringt.

Das Ziel einer operativen Nasenkorrektur ist eine typgerechte, zu den Gesichtsproportionen passende Nase mit guter Atemfunktion, der man es nicht ansieht, dass sie jemals operiert wurde.

Aktualisiert: 25.07.2016

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