Alle Inhalte auf dieser Seite werden von echten Benutzern des Portals erstellt und nicht durch Ärzte oder Spezialisten.

Heilungsverlauf Brustvergrößerung Eigenfett

Eingriff vorgenommen Es lohnt sich
Anna8415067
Frankfurt am Main · Erstellt am 15.05.2021 · Update 19.10.2021
Erfahrung

Liebe Community, Im Mai 2021 hatte ich eine BV mit Eigenfett und möchte einen detaillierten Bericht zum Heilungsverlaufes geben, da meines Erachtens viel zu wenig darüber berichtet wird.

Meine Ausgangssituation: Mitte 30, schlank, sehr durchtrainiert (1,64, 55kg, 18% Körperfett) und laut Aussage meiner Ärztin sehr gutes Bindegewebe. Maße: Unterbrustumfang 68 cm, Brustumfang 78 cm, symmetrische Form. Keine "Problemzonen" Implantate waren für mich keine Option. Trotz meines geringen Körperfettanteils war diese Methode bei mir möglich, allerdings musste an Knien, Oberschenkelinnen- und Außenseite sowie Flanken abgesaugt werden um ausreichend Fett zu "ernten". Aufgrund der Ausgangslage war von vorn herein klar, dass es wahrscheinlich zwei OP´s werden.

Es wurde mit WAL und etwas Tumeszenzlösung großflächig abgesaugt. Dem aufbereiteten Fett wurde PRP hinzugefügt. Pro Brust wurden dann 200 ml injiziert.

Nachsorge: Über zwei Wochen habe ich fast jede Stunde eine Kleinigkeit gegessen um den Insulinspiegel oben zu halten. Das hemmt die Fettverbrennung. Um die Durchblutung zu fördern bin ich jede Stunde 10 min spazieren gegangen Ab den 5. Tag habe ich die Hämatome mit Heparin 60.000 Salbe versorgt. Ab der 3. Woche habe ich Narbensalbe verwendet und ab der 6. Woche die abgesaugten Bereiche mit BiOil massiert Hüpfenden Sport habe ich 3,5 Monate weg gelassen Krafttraining für Beine und Bauch bereits nach 2 Wochen wieder 6 Wochen Tag und Nacht Kompressionshose 6 Wochen nur bügellose BH´s

Post OP: Nach der OP war ich schnell wieder klar im Kopf und konnte eine Stunde nach dem Aufwachen wieder essen und nach hause. Der erste Blick unter den Verband hat mich fast etwas enttäuscht, da ich mir unter 200 ml mehr vorgestellt habe. Aber es ist ja zum Glück fast alles geblieben. In der ersten Nacht waren die Oberschenkel schon stark geschwollen und aus einer der Wunden lief gleich Wundwasser raus (das ist normal das Bett also mit Handtüchern auslegen!!!).

Schmerzen: Die Schmerzen waren in Ruhe nur unwesentlich, so dass ich nur in der ersten Nacht Schmerzmittel genommen habe. Ab Tag 2 war ich übersäht mit Hämatomen an den abgesaugten Bereichen und die Oberschenkel sind die ersten Tage noch mehr angeschwollen. Richtige Schmerzen sind das nicht, aber man hat das Gefühl zu platzen. Nur das erste Aufstehen nach längerem Sitzen oder Liegen tut weh. Wenn man sich dann bewegt wird es mit jedem Schritt besser. Ich finde übrigens nicht, dass es sich wie Muskelkater anfühlt, denn die Bein- und Bauchmuskeln waren 100% belastungsfähig. In der Brust ist es eher wie Muskelkater, da hier auch in den Brustmuskel injiziert wurde. In Ruhe waren es gar keine Schmerzen. Leichtes Heben (2 bis 3 Kilo) konnte ich ohne Schmerzen. Schweres Heben ging erst nach 6 Wochen ganz ohne.

Hämatome: Die Hämatome sind nach 3 Wochen langsam besser geworden, aber sogar nach 4 Monaten noch sichtbar gewesen (eher wie Pigmentstörungen, wie man am Bild in der kurzen Hose sieht).

Narben: Die Narben sind sehr klein (2 bis 5 mm) überall gut verheilt. Eine der insg. 10 Narben war Anfangs sehr eingezogen, das hat sich aber durch das tägliche Massieren wieder ganz gut gelöst. Die an der Brust sieht man jetzt schon fast nicht mehr.

Ergebnis Fettabsaugung: Bei den abgesaugten Stellen war der Heilungsverlauf sehr unterschiedlich. Die Flanken und Oberschenkelaußenseiten haben sich schon nach wenigen Wochen wieder normal angefühlt. Die Oberschenkelinnenseiten waren von Beginn an verhärtet. Deswegen steht Massieren und Dehnen auch immer noch auf der Tagesordnung. Nach 4 Monaten war ich bei ca 70% der Beweglichkeit von vorher. Wer zu Wassereinlagerungen in den Waden neigt sollte auf jeden Fall eine lange Kompressionshose tragen. Meine ging nur bis unter die Knie, so dass ich zusätzlich Kompressionsstrümpfe tragen musste. Die Haut ist überall wie vorher. Keine Dellen oder Unebenheiten und genauso straff wie zuvor. Wie gesagt: es wurde wenig Fett auf viel Fläche abgesaugt, da ist nicht mit überschüssiger Haut zu rechnen Von den Konturen gab es eine kleine Verbesserung. So sah ich vorher mit 54 kg aus, aktuell sind es 56kg. Bei echten Problemzonen macht das bestimmt mehr aus.

Ergebnis Lipofilling: Die Brüste haben stolze 6 cm an Umfang gewonnen!!! Ich habe ab dem 5. Tag morgens und abends gemessen und am Umfang hat sich seitdem nichts geändert. Der Brustmuskel war Anfangs etwas geschwollen, das ging nach 2 bis 3 Wochen weg, das tangiert aber den Umfang nicht. Insgesamt würde ich sagen, dass sie sich die ersten 3 Wochen praller angefühlt haben, aber ich war selbst mehr als überrascht, dass so viel geblieben ist. Die Narben (2mm) sieht man fast gar nicht mehr. In Unterbrustweite 70 hab ich jetzt ein Körbchen mehr (vorher A/B, jetzt B/C). Der Brustumfang schwankt jetzt mit dem Gewichts, das ist super :-) Theoretisch könnte ich mir jetzt Brüste anfuttern, aber da ich trotzdem gerne schlank bleiben möchte werde ich im November ein zweites Lipofilling machen lassen, um meine Zielgröße (volles C) zu erreichen. Wobei ich jetzt auch schon sehr glücklich mit meinen neuen Brüsten bin.

Fazit: Es ist besser gelaufen als erwartet. Man braucht viel Geduld, aber es hat sich in meinem Fall mehr als gelohnt. Ich werde kurz vor der zweiten OP noch kurz berichten geben, falls sich noch etwas Signifikantes tut.

Sind Sie sicher, dass Sie dieses Bild entfernen möchten?

sonnenblume1989w

· Frankfurt am Main

· 19.10.2021

Hallo Anna,
ich möchte mich erstmal herzlich bei dir bedanken, dass du so ausführlich deine Erfahrungen teilst und auch regelmäßig updatest.
Mir steht der gleiche Eingriff bevor kommenden Dezember. Meine Ausgangslage
173cm Größe, 69 kg Gewicht, 20% KFA, jetzige Cupgröße kleines B
Abgesaugt werden sollen die Flanken, oberer und unterer Rücken, ggf. der Oberbauch (Zielvolumen der Absaugung 1-1,5 l Fett)

Mein aktuelles Gewicht und KFA habe ich mir mühsam durch Sport und Ernährungsumstellung erkämpft (komme von ca 74 kg und ~ 25 %KFA). Halte mein Gewicht und KFA jetzt ca 3 Jahre relativ stabil.
Mir ist es wichtig nach der Fettabsaugung und Fetttransplantation natürlich alles dafür zu tun, dass genügend Fett in der Brust anwächst, aber ich bestensfalls nicht im gesamten viel zunehmen werde. Dadurch, dass eine 6 wöchige Sportkarrenz an die OP folgt, habe ich doch große Bedenken, dass ich meine Figur und KFA Anteil halten kann. Mein Plan ist, dass ich ca. 2500 kcal in der ersten Woche post Transplantation und in den Wochen danach ca. 2000 kcal essen werde. Ich gehe von einem Grundumsatz bei mir von ca 1500 kcal aus. Dann kommen ja noch die verbrannten Kalorien aus der Alltagsbewegung dazu. Darf ich fragen wie du dich ernährt hast? Hast du die Kalorien getrackt? High carb, high fat? Hast du den Proteinanteil trotzdem hoch gelassen um dem Muskelabbau entgegen zu wirken? Mich interessiert deine Erfahrung diesbezüglich sehr, da unsere körperliche Ausgangslage ja ähnlich ist und dein Ergebnis wirklich super geworden ist.

Ganz viele Grüße :-)

Sind Sie sicher, dass Sie dieses Bild entfernen möchten?

Sind Sie sicher, dass Sie dieses Bild entfernen möchten?

Erfahrung aktualisieren
Erfahrung aktualisieren
Hat Ihnen diese Geschichte gefallen?
Schildern Sie Ihre Erfahrungen mit der ästhetischen Medizin
Jetzt loslegen
Alle

Mehr Erfahrungsberichte

Die auf Estheticon.de erschienen Informationen ersetzen in keinem Fall den Kontakt zwischen Arzt und Patient. Estheticon.de übernimmt keinerlei Haftung für jedwede Aussagen oder Dienstleistungen.