Problem der zusammengewachsenen Zehen (Syndaktylie)

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Syndaktylie. Was versteht man unter diesem Begriff? Es geht um zusammengewachsene Zehen. Es handelt sich um eine Fußdeformität, die ziemlich selten vorkommt. Warum kommt es eigentlich zu dieser Deformität? Gewöhnlich wurden die Zehen während der Embryonalphase nicht getrennt.

Problematik der zusammengewachsenen Zehen

Welche Zehen sind gewöhnlich zusammengewachsen? Meistens geht es um die 2. und 3. Zehe. In manchen Fällen können aber mehrere Zehen zusammengewachsen sein, dies wird Poly-Syndaktylie genannt. Es handelt sich um eine bleibende Zehenverformung, weil das Problem nach der Geburt nicht korrigiert wird.

Welche weitere Verformungen am Fuß (sog. Dysmelie) gibt es? Zum Beispiel bei der Polydaktylie liegen zu viele Zehen vor, bei der Oligodaktylie legen die Zehen zu wenig an und bei der Amelie handelt es sich um einen Extremfall, weil die ganzen Arme oder Beine fehlen.

Die zusammengewachsenen Zehen werden auf dem Bild gezeigt:

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Zusammengewachsene Zehen

Häufigkeit des Problems

Das Problem der Syndaktylie tritt sehr selten auf. Prozentuell kann man über 0,04% sprechen, das heißt, dass nur eine Person von 2500 betroffen ist. Warum kommt es überhaupt zu dieser Fehlbildung? Dies ist noch nicht ganz bekannt und überprüft, aber einer der Gründe könnte die Tatsache sein, dass die Mutter während der Schwangerschaft viel Alkohol getrunken hat. Meistens ist es doch ein Zufall, dass es zu der Fehlbildung kommt.

Doch etwas positives: Die zusammengewachsenen Zehen verursachen keine funktionellen Komplikationen. Es ist vorwiegend aus den ästhetischen Gründen, dass die Patienten eine Korrektur überlegen.

Behandlungsmöglichkeiten

Wie kann das problem gelöst werden? Die einzige Möglichkeit ist die Operation.
Die Operation ist anspruchsvoll, da die Haut zwischen den Zehen entfernt werden muss. Manchmal ist sogar die Transplantation der Vollhaut erforderlich. Wie wird sie durchgeführt? Das Transplantat wird aus der Leiste/unter dem Außenknöchel des Fußes entnommen. Dann wird das Transplantat eingepflanzt.

Nach der OP

Die Wundheilung dauert in den meisten Fällen 3 Wochen, selten etwas länger. Je nach der Technik der OP müssen entweder Spezialschuhe getragen werden, oder wird der Fuß an Gehstützen entlastet.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter https://adem-erdogan.de >>

Publiziert: 07.01.2019

Autor

Adem Erdogan, M.D. ist zertifizierter Fußchirurg bei der Deutschen Gesellschaft für Fußchirurgie(GFFC) und Facharzt für Chirurgie. Der ehemalige Chefarzt ist ein erfahrener und anerkannter Spezialist im Bereich der ästhetischen und rekonstruktiven ('orthopädischen'') Fußchirurgie.

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