Body Lift

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Wenn durch Maßnahmen der bariatrischen Chirurgie die angestrebte massive Gewichtsreduktion erreicht ist, resultieren so gut wie immer als Folgezustand deutliche Hautüberschüsse, abgesunkene Gewebestrukturen und eine erheblich veränderte Körpersilhouette. Dies hat bei der Mehrzahl der betroffenen Menschen physische und psychische Belastungen und Probleme zur Folge und führt oft zu einer allgemein deutlich reduzierten Lebensqualität. Hier kann die rekonstruktive Chirurgie der Körpersilhouette ansetzen um die körperlichen Voraussetzungen für eine psychosoziale Reintegration zu schaffen. Bei den rekonstruierenden Eingriffen handelt es sich um eine Palette operativer Maßnahmen mit der Zielsetzung durch chirurgische Körperformung bestehende Hautüberschüsse und abgesunkene Weichgewebestrukturen zu korrigieren.

Zum Verständnis eines dabei wesentlichen operativen Grundprinzips gilt es sich vor Augen zu halten, dass im Bereich der Körperoberfläche unterschiedliche Zonen mit mehr oder weniger starker Anheftung an die tieferen anatomischen Strukturen existieren. Im Verlauf einer übermäßigen Gewichtszunahme können sich deshalb im Bereich des oberflächlichen Haut-Fettgewebsmantels bestimmte Areale deutlicher ausdehnen als andere. Den dabei bewirkten Effekt kann man sich bildlich vorstellen wie bei einem durch unterschiedliche Umfänge segmental geformten aufgeblasenen Kinderluftballon.

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Zonen stärkerer Anheftung, die bei der operativen Rekonstruktion der Körpersilhouette beachtet werden müssen, befinden sich beispielsweise im Leisten-, Brustbein- und äußeren-oberen Oberschenkelbereich, während in der Region oberhalb der Schamgegend eine weniger feste Verbindung mit den darunterliegenden Gewebestrukturen zu finden ist. Diese örtlichen anatomischen Besonderheiten der Körperoberfläche bestimmen zum Beispiel auch Form und Absenkung einer Unterbauch-Fettschürze nach einem definierten voraussehbaren Muster. Für die verschiedenen rekonstruierenden Eingriffe gibt es im internationalen Schrifttum bestimmte Bezeichnungen.

Lower Body Lift

Beim Lower Body Lift wird der untere Teil des Körperstamms zusammen mit der Oberschenkelregion als operative Einheit betrachtet und eine Straffung der Weichgewebe nach Fettabsaugung und Gewebemobilisation teilweise bis zum Knie vorgenommen. Im Rahmen dieses Eingriffs müssen die anatomischen Anheftungen im Leisten- und oberen äußeren Oberschenkelbereich gelöst werden, was neben der Straffung am Rumpf auch eine deutliche Oberschenkelstraffung ermöglicht. Die Position der Narbe am Rumpf ist dabei relativ tief und daher die Rekonstruktion der Taillenregion weniger gut möglich als bei der Belt Lipectomy.

Belt Lipectomy

Bei der Belt Lipectomy liegt die gürtelförmig durchgeführte Entfernung eines Haut-Fettgewebsrings generell höher und ist in der Bauchregion breiter als im Rückenbereich. Dies führt zu einer besseren ästhetischen Taillenbetonung durch die Operation. Auch die obere Gesäß- und die obere seitliche Oberschenkelregion können dabei (allerdings weniger deutlich im Vergleich zum Lower Body Lift) mitgestrafft werden. Probleme und Komplikationen können bei diesem umfangreichen Eingriff durch die Notwendigkeit der operativen Zusammenführung unterschiedlicher Körperumfänge entstehen mit dem Risiko zugrundegehender Gewebsareale (Gewebsnekrosen).

Circumferential Body Contouring

Bei dieser ringförmigen chirurgischen Entfernung von Haut und Fettgewebe erfolgt die Operation sowohl in Bauch- als auch in Rückenlage. Dabei kann die Taillenregion gut geformt werden mit einer zusätzlichen Straffung der oberen Gesäßregion und des Schamberges. Allerdings muss patientenseits eine lange um den Körper herumführende Narbe akzeptiert werden, ggf. auch eine zusätzliche vertikale (senkrechte) Narbe je nach der individuellen Erschlaffungssituation der Weichgewebestrukturen. Die Liposuktion (Fettabsaugung) dient dabei ergänzend zur anpassenden Entfernung von Restfettgewebe. Auch dieser sehr umfangreiche Eingriff ist zwangsläufig mit einem höheren Risiko des Zugrundegehens von Gewebsanteilen verbunden.

Upper Body Lift

Nach erfolgter Straffungsoperation im Bereich des unteren Körperstamms fallen Kontur- und Proportionsprobleme in der oberen Körperhälfte meist weitaus deutlicher auf als zuvor, sodass der Wunsch besteht auch hier eine entsprechende Rekonstruktion durchzuführen. Es kommen dabei unterschiedliche Eingriffe in Betracht und es bestimmen wiederum zwei Regionen mit deutlicher Anheftung der Weichgewebe am oberen Körperstamm die Art und Weise des operativen Vorgehens. Es ist dies die Region des Brustbeins als auch der Bereich des Rückens zwischen den Schulterblättern. Der Upper Body Lift zielt hierbei schwerpunktmäßig auf vier zu rekonstruierende Bereiche:

  1. die Entfernung des Gewebeüberschusses an den Oberarmen,
  2. die Korrektur des zentralen Haut-Fettmantels am Brustkorb,
  3. die Straffung der Gewebe am seitlich-oberen Brustkorb mit Übergang zum Schulterblatt, und
  4. die Wiederherstellung einer möglichst ästhetischen Brustsilhouette bei der Frau.

Hierzu kommen nicht selten noch Eingriffe im Gesicht und am Hals, z. B. auch eine Fettabsaugung des Doppelkinns. Das Gesamtkonzept sollte stets in mehreren Schritten geplant werden unter Respektierung bestimmter notwendiger Zeitintervalle zwischen den Eingriffen.

Darüber hinaus muss sich der Patient (w/m) bei all diesen Maßnahmen immer darüber im Klaren sein, dass nicht die körperliche Perfektion, sondern eine deutliche funktionelle und ästhetische Verbesserung der Körpersilhouette das Ziel unserer operativen Bemühungen ist.

Publiziert: 02.03.2015

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