Barthaar und Schamhaar transplantieren bringt Erfolg

Haartransplantation findet nicht nur auf dem Kopf statt, sie erzielt auch bei zu wenig Bartwuchs und bei Schamhaarausfall gute Resultate. Für das Verfahren gibt es verschiedene Techniken.

Bärte sind seit Jahren im Trend. Schauspieler, Musiker und Hipster haben es vorgemacht. Doch nicht jeder Mann verfügt über einen lückenlosen Bartwuchs. Eine Barttransplantation kann sein Aussehen verbessern. Eine Schamhaar-Transplantation hilft hingegen Frauen, die kahle Stellen in ihrer Schambehaarung verbergen möchten.

Warum Männer eine Barttransplantation wünschen

Vor allem bei Haarausfall hat sich die Haartransplantation schon seit vielen Jahren als wirksame Behandlung bewährt. Lichte Stellen und Areale bei denen das Haar zurückgewichen ist, können mit zuvor an anderer Stelle entnommenen Haaren überdeckt werden. Doch auch unzureichender Bartwuchs kann mit einem Eingriff therapiert werden.

Denn nicht bei jedem Mann sprießt automatisch auch ein lässiger Dreitagebart oder ein markanter Vollbart. Bei manchen klaffen auch einfach unschöne Lücken im Barthaar. Nicht wenige Männer suchen einen Facharzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie auf, um eine Barttransplantation durchführen zu lassen. Für diese stehen dem Arzt verschiedene Techniken zur Verfügung.

Die beiden häufigsten Techniken der Haartransplantation

Die FUT- und die FUE-Technik sind die Methoden, die Fachärzte bei der Haartransplantation und der Barttransplantation am häufigsten anwenden. In beiden Fällen greifen sie dafür auf Eigenhaar des Patienten zurück. FUT bedeutet Folicular Unit Transplantation.

Dieses Verfahren ist auch als Streifentechnik oder Strip-Methode bekannt. Demgegenüber steht das Kürzel FUE steht für Follicular Unit Extraction. Damit ist die Einzelhaarentnahme gemeint. Die Dauer der Behandlungen hängt stets von der Anzahl der Haarzwurzeln ab. Sie kann aus diesem Grund zwischen 1 und 15 Stunden betragen.

Ablauf und Vorteile der Streifentechnik

Bei der Streifentechnik wird am behaarten Hinterkopf des Patienten ein ca. 1 cm breiter und 20 cm langer Hautstreifen entnommen. Die auf dem Streifen vorhandenen Haarfollikelgruppen werden präpariert und in den zu behandelnden Bereich verpflanzt.

  • Der Eingriff geschieht unter örtlicher Betäubung und ist schmerzfrei
  • Die Streifentechnik kann sehr große Mengen an follikularen Einheiten extrahieren
  • Die Methode kann größere haarlose Areale überdecken
  • Die Narben im Entnahmebereich sind nicht sichtbar, wenn die Haare ab 1cm lang sind
  • Die optische Dichte des Haarkranzes bleibt gleich
  • Es treten keine Abstoßungsreaktionen des Körpers auf
  • Sie ist ideal für Männer mit viel Haar
  • Die Technik hilft auch Parienten, die Verbrennungen im Bartbereich erlitten haben und deshalb dort haarlose Stellen aufweise

Ablauf und Vorteile der FUE-Technik

Die FUE-Methode verläuft ein wenig anders. Bei diesem Eingriff entnimmt der Facharzt mit einer Hohlnadel einzelne Haarwurzelgruppen. Etwa 10 bis 15 dieser follikularen Einheiten kann er extrahieren.

Das Entnahmegebiet rasiert er kurz. Nur bei kleinen Transplantatmengen werden die Haare lang gelassen. Die transplantierten Haare pflanzt der Arzt in zuvor geschaffene Einpflanzkanäle im Behandlungsareal.

  • Sie ist besonders für kleine kahle Stellen geeignet
  • Es sind weder Schnitt noch Naht erforderlich
  • Diese Entnahme der Haarwurzeln ist punktförmig
  • Der Eingriff ist schmerzfrei, er wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen
  • Bei geringeren Mengen follikularer Einheiten ist die Entnahmestelle überkämmbar
  • Diese Art der Haartransplantation ist eher diskret und funktioniert als Korrektur des Bartwuchses oder der Kopfhaare
  • Das Transplantat kann nicht nur vom Hinterkopf, sondern von jeder behaarten Körperregion entnommen werden

Welche Nachbehandlung ist bei der Barttransplantation erforderlich?

Nach dem Eingriff können im Entnahmebereich, aus dem die Haare stammen und im Transplantatbereich, in den die Haarfollikel eingepflanzt wurden, kleine Schwellungen und rote Flecken auftreten. Diese verschwinden aber nach wenigen Tagen wieder.

Die ersten Tage nach der OP sollte der Patient darauf achten, dass seine Haare an diesen Stellen nicht verschmutzen. Auch Schwitzen und körperliche Anstrengungen sollten vermieden werden.

Grundsätzlich kann der Patient aber schon einen Tag nach dem Eingriff die meisten seiner Aktivitäten wieder aufnehmen. Duschen und Baden sind kein Problem. Eine Bartrasur ist nach etwa 4 Wochen wieder möglich.

Bei der Streifentechnik muss der Patient jedoch bis zu 12 Tage warten, bis die Fäden gezogen werden können.

Die transplantierten Haare fallen direkt nach der Verpflanzung häufig aus. Das ist kein Grund zur Sorge, denn es dauert etwa 10 bis 12 Wochen, bis sich das endgültige Wachstum eingestellt hat.

Schamhaar

                   Schamhaar - Transplantation

Warum lassen sich Frauen Schamhaar transplantieren?

Während heutzutage viele Frauen und Männer einen rasierten Intimbereich bevorzugen, gibt es auch Frauen, die sich einer Schamhaar-Transplantation unterziehen. Dieser kosmetische Eingriff kann einen Schamhaarausfall korrigieren. Zu einem solchen kommt es häufig nach der Menopause.

Es entstehen dann kahle Stellen im Genitalbereich der Frauen, die unansehnlich wirken. Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie können Schamhaare transplantieren und damit die haarlosen Bereiche verdecken.

Wie funktioniert die Schamhaar-Transplantation?

Bei der Schamhaar-Verpflanzung werden die zu implantierenden Haare aus dem unteren Teil des Nackens entnommen. Ein Vorteil dieser Art von Haar ist, dass es ein Leben lang hält.

Die Anzahl der nötigen Sitzungen hängt von der Menge der zu behandelnden Haare ab. Oft reicht aber schon eine Sitzung aus. Nur wenn das Transplantationsareal zu groß ist, muss eine zweite Sitzung nach 3 Monaten durchgeführt werden.

Bei dem Eingriff kommt die FUE-Technik zum Einsatz. Der Facharzt muss akribisch und mit Feingefühl vorgehehen, da die Haartransplantation in Gruppen von ein bis drei Follikeln erfolgt.

Die Vorteile der Schamhaar-Transplantation auf einen Blick:

  • Sie erfolgt ambulant und unter Lokalanästhesie
  • Das Verfahren ermöglicht eine vollere Schambehaarung
  • Die Patientin kann nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen
  • Die Schamhaar-Transplantation ist auch ideal für Frauen, die ihre Kaiserschnittnarben verbergen möchten
  • Das Ergebnis der Transplantation ist dauerhaft

Unmittelbar nach dem Eingriff wird ein Verband zum Schutz des behandelten Bereichs angelegt. Während der ersten 7 Tage muss die Patientin besondere Pflegemaßnahmen beachten. Anschließend kann sie ihr normales Leben wieder aufnehmen. Das Wachstum der transplantierten Haare dauert etwa 12 Wochen.

Aktualisiert: 05.02.2020

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