Wann ist eine Filler-Behandlung geeignet?

Mit zunehmendem Alter überlegen viele von uns eine Faltenbehandlung. Sehr oft entscheiden sich Patienten für eine Filler-Behandlung, wobei zum Beispiel Hyaluronsäure oder Eigenfett sehr oft zum Einsatz kommen. Erfahren Sie in dem Interview mit den erfahrenen Spezialisten Dr. Klaus Hoffmann und Silas Soemantri aus dem Hautteam Bochum, welche Falten mit Fillern behandelt werden können und welche Risiken mit solch einer Behandlung verbunden sind.

Was sind Filler?

Filler ist ein Überbegriff für verschiedene Substanzen zur Reduzierung von Falten. Häufig verwendet werden hier vor allem die Hyaluronsäure, Eigenfett, Poly-L-Milchsäure oder Calcium-Hydroxylapatit.

Filler-Behandlung
Nach der Faltenunterspritzung mittels Filler

Gibt es Risiken? Was muss ich bei der Filler-Behandlung beachten?

Risiken gibt es bei jedem medizinischen Eingriff. Insbesondere bei kosmetischen Indikationen sollte daher vor dem Eingriff sorgfältig über Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt werden.

Am häufigsten treten nur geringe Nebenwirkungen wie Schwellungen, Hämatome oder Verschorfungen auf. Diese Nebenwirkungen sind unbedenklich und heilen nach einiger Zeit von selbst ab.

Selten kann es zu Infektionen an den Injektionsstellen kommen. Auch Unverträglichkeiten im Sinne von allergischen Reaktionen sind möglich.

 

Muss die Filler-Behandlung wiederholt werden? Wenn ja, wie häufig?

Der Filler wird direkt in das Behandlungsareal injiziert. Das Ergebnis ist sofort sichtbar. Da Hyaluronsäure noch Wasser anzieht, zeigt sich das endgültige Resultat jedoch erst nach 1-2 Wochen.

Je nach ausgewähltem Filler (mit unterschiedlichen Vernetzungsgraden), Behandlungsareal, Mimik, Umwelteinflüssen und Lebensgewohnheiten hält das Ergebnis 12-24 Monate an.

Die Behandlung kann ohne Probleme wiederholt werden. Bei mimischen Falten, die durch Bewegung ausgelöst werden, ist die Wirkung meist geringer als bei Falten, die altersbedingt sind. Hier wird man ggf. zusätzlich Botulinumtoxin einsetzen.

Für wen sind Filler geeignet?

Filler eignen sich insbesondere für die Behandlung von statischen Falten, wie:

  • Nasolabialfalten
  • Marionettenfalten („Merkelfalten“)
  • Falten um den Mund herum (periorale Falten)
  • tief eingegrabene Mimikfalten.

Weiterhin können Filler bei Volumenverlust im Wangenbereich oder im Bereich von eingesunkenen Narben, Lippen, Augenringe, Nasenkorrektur, Modellierung von Gesichtskonturen angewendet werden.

Fillery Hautteam 2
Nach der Filler-Behandlung

Was muss ich nach der Filler-Behandlung beachten?

Vermeiden Sie intensive Sonnenbestrahlung in der ersten Woche nach Behandlung. Gemieden werden sollte außerdem körperliche Anstrengung sowie Sauna- und Solariumbesuche. Sollte es zu leichten Rötungen und Blutergüssen kommen, können diese direkt mit Camouflage abgedeckt werden.

Publiziert: 23.04.2019

Beitrag über:

Der erfahrene Facharzt für Dermatologie und Virologie hat Humanmedizin an den Universitäten Düsseldorf, Essen und Bochum studiert. Seit 2014 ist er als Leitender Arzt der Abteilung für ästhetisch-operative Medizin sowie Leiter des Zentrums für Lasermedizin an der Universitätshautklinik Bochum tätig.

Nach dem Studium der Humanmedizin an der Universität zu Köln absolvierte Herr Soemantri zahlreiche medizinische Auslandsaufenthalte. Als Facharzt für Dermatologie und Venerologie ist er in der Abteilung für ästhetisch operative Medizin im JosefCarée Bochum und dem Laserzentrum des Landes NRW tätig.

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