Zahnersatz - Zahnimplantate

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Die Qualität unseres Gebisses hängt von vielen Faktoren ab. Seine Beschädigung oder sein Verlust ist psychisch frustrierend und gesellschaftlich benachteiligend. Eine moderne Lösung für dieses Problem bieten Zahnimplantate.

Die Zähne jedes Menschen sind ein wichtiger Teil unseres persönlichen Gesichtsausdrucks. Sie unterstützen unser Selbstbewusstsein und bestimmen im großen Maße unsere Lebensqualität mit. Zähne erlauben uns vollwertiges Kauen, uneingeschränktes Lächeln, richtige und verständliche Ausdrucksweise und nicht zuletzt auch natürliches Selbstgefühl. Gesunde Zähne sind keine Selbstverständlichkeit. Das Leben hinterlässt Spuren auf unseren Zähnen. Sehr häufig werden ein oder mehrere Zähne verloren. Der Zahnverlust wird durch eine Erkrankung infolge von Karies, durch Parodontose, die durch Lockerung der Zähne begleitet wird, oder durch einen Unfall verursacht. Ein fehlender Zahn ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch eine funktionelle Störung in vielen Hinsichten. Eine der vielen Lösungen, wie das verlorene Zahngewebe ersetzt werden kann, sind Zahnimplantate, die seit mehreren Jahrzehnten verwendet werden.

Wie alt sind die Zahnimplantate?

Die Geschichte der Zahnimplantate greift in längst vergangene Zeiten. Die ersten Erwähnungen über die Vorgänger der heutigen klassischen Implantate stammen aus der antiken Welt. Ein archäologischer Fund damaliger Nachahmungen von Zahnimplantaten stammt aus der Zeit von mehr als 1350 Jahren, aus der Mayo-Zivilisation. Es handelte sich um den Unterkiefer einer ungefähr 20jährigen Frau, in die Muschelnteile eingesetzt wurden, die wahrscheinlich die Funktion verlorener Zähne übernehmen sollten. Zu Beginn der 20. Jahre des abgelaufenen Jahrhunderts griffen zu diesem Befund Forscher aus der ganzen Welt und befassten sich mit Studien, die die Grundlagen für die künftige Form heutiger klassischer Implantate bildeten. Diese Implantate haben eine rasche Entwicklung erfahren, insbesondere im letzten Jahrzehnt. Die Weiterentwicklung betraf sowohl die Materialien, als auch die Formen und die Art und Weise der Befestigung in den Kiefern. Zurzeit gibt es eine ganze Reihe von Zahnimplantaten und eine heiße Neuigkeit auf dem tschechischen Markt sind sog. Miniimplantate (nähere Informationen unten im Text).

Was sind Zahnimplantate und womit befasst sich die dentale Implantologie?

Die Zahnimplantate haben die Funktion eines künstlichen Ersatzes für die fehlenden Zähne, die direkt im Kiefer befestigt sind - es handelt sich um eine Analogie zum Zahnwurzel des natürlichen Zahns. Sie sind aus Titan bzw. einer Titanlegierung hergestellt und am häufigsten schrauben - oder zylinderförmig. Das Implantat ist zum größten Teil im Kiefer verdeckt, nur sein Oberteil ist im Zahnfleisch sichtbar. Auf das Implantat wird ein pfeilerförmiges Verbindungselement - sog. Abutment eingesetzt, welches das tragende Fundament für den künftigen Zahnersatz bildet (Krone/Brücke).

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Die dentale Implantologie ist ein ziemlich neues Chirurgiefach, welches sich mit dem Ersatz der verlorenen Zähne befasst, und dies mit unkonventionellen, modernen Methoden, d.h. mit Zahnimplantaten. Es handelt sich immer um einen wenig invasiven Eingriff, der ambulant erfolgt. Der Patient kann also nach der Behandlung nach Hause gehen. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung bzw. in Analgosedation nach Absprache mit dem Arzt, der die Behandlung durchführt. Es handelt sich immer um eine Zusammenarbeit zwischen zahnärztlichen Spezialisten und zwar dem Zahnchirurgen (der das Implantat einsetzt), dem Parodontologen (untersucht die Strukturen, die den Zahn in der Mundhöhle festhalten) und dem Prothetiker (der für das endgültige Aussehen des Zahnersatzes verantwortlich ist).

Welche Typen von Implantaten gibt es heutzutage?

Aus dem historischen Gesichtspunkt gibt es viele verschiedene Typen, in der Praxis werden jedoch nur einige von diesen genutzt. Hier folgen einige Beispiele:

Zylinderförmige Implantate: es handelt sich um die bedeutendsten und am meisten genutzten Zahnimplantate, deren Hauptvorteil eine prinzipiell unbegrenzte Haltbarkeit und unbegrenzte Indikationen sind. Sie werden in den Knochen eingesetzt und sind aus Titan oder seiner Legierung hergestellt. Sie haben die Form eines Zylinders oder einer Schraube und zur Verbesserung des Heilungsprozesses kann deren Oberfläche behandelt werden (durch Sandstrahlung, Plasma oder verschiedene chemische Vorgänge), manchmal wird das Implantat mit einer dünnen Schicht knochenartigen Materials beschichtet - beschichtete Implantate. Der Durchmesser beträgt 4 mm und die Länge zwischen 8 und 16 mm. Diese Implantate werden zu zwei möglichen Zeitpunkten eingesetzt (es sind zwei chirurgische Eingriffe erforderlich) - und zwar unmittelbar oder nach mehreren Wochen nach dem Zahnverlust - SOFORTIGE IMPLANTATION, oder ungefähr nach einem Jahr, wenn die Wunde nach der Zahnextraktion vollständig verheilt ist - SPÄTERE IMPLANTATION.

  • Blattimplantate: diese Implantate werden weniger häufig verwendet, sie ergänzen mit ihren Eigenschaften ganz geeignet die zylinderförmigen Implantate. Sie werden auch in den Knochen eingesetzt und aus Titan in verschiedenen Formen hergestellt. Sie können auch in einen engen Kiefer eingesetzt werden. Sie können bei einem oder zwei Besuchen eingesetzt werden.

  • Subperiostale Implantate: diese Implantate werden zwischen den Knochen und das Zahnfleisch eingeführt, heutzutage fast nicht mehr verwendet. Sie werden aus Chromkobalt-Legierung oder aus Titan nach einem durch Abdruck des freigelegten Knochens gewonnenen Kiefermodell individuell gefertigt.

  • Transdentale Implantate: sie werden durch einen toten Zahn eingeführt und sollen den Zahn stärken.

  • Miniimplantate: das „neue Wunder“ in der Implantologie sind Implantationsschrauben ganz kleinen Durchmessers (1,8 mm) und Länge von 10 bis 18 mm, die aus einer gesundheitlich hoch einwandfreien Titanlegierung hergestellt sind. Von den herkömmlichen Zahnimplantaten unterscheiden sie sich dadurch, dass sie einen viel kleineren Durchmesser haben (und können somit auch bei Patienten eingesetzt werden, die für die gewöhnlichen Implantate ungeeignet sind) und dass auch die Methode der Einführung viel einfacher und schneller ist. In der Tschechischen Republik werden sie seit 2002 eingesetzt. Ein geeigneter Kandidat ist jeder Patient, bei dem das Zahnfleischknochen zumindest 2,2 mm breit ist sowie Patienten mit „lockeren Knochen“. Die Miniimplantate dienen als Verankerung für vorübergehende sowie nachhaltige Befestigung und Stabilisierung des Zahnersatzes. Zu ihren Vorteilen gehört ein niedrigerer Preis, sofortige Belastung durch den Zahnersatz und eine einfache Technik der Einführung unter lokaler Betäubung.

Neuigkeit des 21. Jahrhunderts - Zirkonoxid(Keramik) - Implantate

Die Zirkonoxidimplantate sind eine neue Generation von Implantaten, die aus superfester Zirkonoxidkeramik hergestellt werden, die weiß ist. Im Gegenteil zu ihren Vorgängern aus Titan sind diese Implantate ästhetischer (manchmal ist die graue Farbe der Titanimplantate im Zahnschmelz sichtbar). Es gibt einige Vorteile im Vergleich zu den klassischen Implantaten:

  1. können auch bei titanallergischen Patienten eingesetzt werden, da die Keramik von jedem menschlichen Gewebe absolut toleriert wird und daher keine allergischen Reaktionen hervorruft.

  2. können auch bei Patienten mit dünnen weichen Geweben eingesetzt werden, bei denen die klassischen Implantate im Zahnschmelz sichtbar sein können.

Im Vergleich zu den klassischen Implantaten werden die Keramikimplantate auf einmal, als ein Stück (Schraube im Knochen mit dem Abutment zusammen) eingesetzt. Hiermit wird bedeutend die Gefahr reduziert, dass sich diese zwei Teile voneinander trennen, was zum Scheitern der Implantation führt. In der Tschechischen Republik werden die Keramikimplantate erst in die Zahnarztpraxen eingeführt, daher gibt es noch nicht viele Erfahrungen mit diesen.

Sind Sie ein geeigneter Kandidat für Zahnimplantate?

Mit Zahnimplantaten kann jeder Defekt des Patienten behandelt werden, wie der Verlust eines oder mehrerer Zähne oder aller Zähne im Ober - und Unterkiefer. Trotzdem kann in einigen Fällen die Implantation nicht empfohlen werden (ungenügende Mundpflege, unbehandeltes Diabetes, mit Insulin behandeltes Diabetes, schwere Störungen der Blutgerinnung, langfristige Therapie mit Kortikoiden, Osteoporose und die damit verbundene Einnahme von Medikamenten, erhöhte Funktion der Schilddrüse, Geschwulsterkrankung in der Mundhöhle, schlechte Gewohnheiten wie Aufeinanderbeißen der Zähne und Zähneknirschen). Über die mögliche Behandlung entscheidet immer der Zahnarzt nach sorgfältigen Überlegungen und nach der Beurteilung der Untersuchungsergebnisse von Zahnspezialisten, der Ergebnisse seiner eigenen Untersuchung der Mundhöhe sowie der Stellungnahme des Hausarztes zum allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten (Einnahme von Medikamenten, schwere Krankheiten, die den Eingriff unmöglich machen).

Die Zahnimplantate werden ab dem Alter von fünfzehn Jahren bei Mädchen und sechzehn Jahren bei Jungen eingeführt, also im Alter, wenn die Kiefer nicht mehr wachsen. Es gibt keine obere Altersgrenze und auch Implantationen bei Patienten im Alter von mehr als achtzig Jahren sind keine Ausnahme.

Vor dem Eingriff

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Bei der ersten Untersuchung beurteilt der Arzt den Zustand Ihres Gebisses sowie die Qualität des Kiefers und des Zahnfleisches, er macht ein Röntgenbild der Kiefer. Er fragt Sie wahrscheinlich nach Ihren Vorstellungen und bestimmt die erforderliche Anzahl der Zahnimplantate. Ist Ihr Kiefer für den Einsatz eines Implantats nicht genug breit, schlägt der Arzt wahrscheinlich eines der Vergrößerungsverfahren vor. In diesem Fall sind vor dem Einsatz des Implantats ein chirurgischer Eingriff sowie ein ziemlich langer Heilungsprozess erforderlich. (6-9 Monate Heilungsdauer).

Falls Sie gerade unter einer Infektionskrankheit (Erkältung, Virenkrankheit, Aphthen, Lippenblase u.ä.) leiden, wird er empfehlen, die Implantation um einige Tage zu verschieben. Auch kann die Implantation bei Krankheiten der Mundhöhle nicht erfolgen. Falls Sie einen Herzklappen-, Gefäß- oder Gelenkersatz haben, sollte Ihnen der Arzt für mehrere Tage vor dem Eingriff Antibiotika vorschreiben, um eine eventuelle Infektion zu verhindern.

Augmentation - Kiefervergrößerung

Die Kiefer passen sich dem zahnlosen Zustand an und falls Sie Ihr Gebiss schon seit längerer Zeit verloren haben, haben sich Ihre Kiefern bereits erheblich verengt. In einen engen Kiefer können keine Implantate eingesetzt werden und der Arzt kann auf eine der Techniken zur Erweiterung der Knochenmasse zugreifen.

Es handelt sich um eine breite Skala von Verfahren. Einige von diesen belasten den Patienten überhaupt nicht und werden gleichzeitig mit dem Einsetzen des Implantats durchgeführt, bei anderen ist ein separater chirurgischer Eingriff erforderlich. Am häufigsten wird das Zahnfleisch geöffnet und der Kiefer mit speziellem Material gefüllt, der mit dem Knochenschrott aus Ihrem Kiefer gemischt wird. Eine andere Möglichkeit ist die Kiefervergrößerung mithilfe einer Transplantation des eigenen Knochengewebes, welches zum Beispiel aus dem Kinn, dem Schien- oder Hüftbein entnommen wurde. Dieser Eingriff erfolgt stationär unter Vollnarkose. Der wichtigste und häufig eingesetzte Eingriff ist der SINUS LIFT. Dieser wird beim Verlust der oberen Backenzähne angewandt. Der Knochen ist in diesem Bereich bei den meisten Menschen durch eine Kieferhöhle geschwächt, der Oberkiefer ist nämlich hohl und für einen Zahnimplantat unausreichend. Deshalb muss der Boden der Kieferhöhle mit einem speziellen Kunstmaterial ausgefüllt werden, aus welchem sich der Knochen nach einer gewissen Zeit selbst bildet. Gleichzeitig mit diesem Eingriff werden auch Implantate eingesetzt, die dann 9 Monate lang heilen müssen. Sinus lift macht keine Narkose oder Klinikaufenthalt notwendig. Bei allen Vergrößerungsverfahren dauert die Heilung mehrere Monate.

Nutzung der Zahnimplantate

Die Zahnimplantate werden zu zweierlei Zwecken genutzt. Sie erlauben, einen herausnehmbaren Zahnersatz durch eine feste Brücke zu ersetzen. Mit den Implantaten ist es auch nicht erforderlich, gesunde Zähne wegen der Brücke zu schleifen, wenn ein Zahn oder mehrere Zähne fehlen, Implantate mit Kronen oder Brücke ersetzen die fehlenden Zähne. Sind in den Kiefern keine Zähne, kann mit Implantaten auf den zahnlosen Kiefer eine feste Brücke oder ein herausnehmbarer Zahnersatz gefertigt werden und das Gebiss erneuert werden. Der Ersatz der unteren Zähne ist im Vergleich zu oberen Zähnen viel einfacher und billiger.

Vorgehensweise beim Einsetzen des Zahnimplantats

Implantate können in ein frisches Loch nach einem gerade gezogenen Zahn sowie in einen bereits länger zahnlosen Kiefer eingesetzt werden. Das Einsetzen eines Implantates dauert 30 bis 90 Minuten, erfolgt ambulant und zwar meist in zwei Phasen. In der ersten Phase wird das Implantat eingesetzt (die meisten heutzutage verwendeten Typen in den Knochen), die Wunde wird vernäht, und zwar mit resorbierbaren Nähten, die später nicht entfernt werden müssen oder mit nicht resorbierbaren Nähten, die nach 7-10 Tagen zu entfernen sind. Das Implantat muss anheilen. Die Anheilung des Implantats ist für die Bildung einer festen Basis für den künftigen Ersatz wichtig. Im Oberkiefer dauert dies 6 Monate, im Unterkiefer 3-4 Monate. Danach, wenn keine Komplikationen vorkommen, besucht der Patient wieder den Zahnarzt, der einen anderen (zweiten) chirurgischen Eingriff durchführt. Bei diesem wird die Schleimhaut an der Implantatstelle angeschnitten und ein vorübergehender Titanpfeil (Abutment) eingesetzt, der bereits in den Mund herausragt. Ungefähr in zwei Wochen bildet das Zahnfleisch um den Titanpfeil eine Art von Manschette, die das Durchdringen von Mikroben in die Implantattiefe verhindert. In diesem Moment wird der vorübergehende Pfeil gegen einen definitiven ausgetauscht und auf diesen kann ein Zahnersatz (Krone, Brücke oder eine ganze Prothese) gefertigt werden, der von den natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden ist.

Es gibt auch etliche Verfahren, die sich von der herkömmlichen Implantateinführung in zwei Phasen unterscheiden. In bestimmten Fällen kann z.B. auf die für die Anheilung erforderliche Zeit verzichtet werden und die Krone oder Brücke werden sofort hergestellt.

Meist ist es kein Problem, bei einem Besuch mehrere Implantate einzusetzen, auch der komplette Ersatz aller Wurzel in dem ganzen Kiefer ist möglich. Für den Ersatz eines Zahns reicht immer ein Implantat aus, genauso wie meist als Basis für eine Brücke. Soll das Implantat als Stützpunkt für den kompletten Zahnersatz dienen, werden meist in jeden Kiefer mindestens zwei (Unterkiefer) oder vier (Oberkiefer) Implantate eingesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Dentallabor wird dann Ihr Zahnersatz so angepasst, dass er an die Implantate "angeklickt“ bzw. aufgehängt wird.

Anästhesie

Die Zahnimplantate werden unter örtlicher Betäubung oder Analgosedation eingesetzt, was Ihnen einen schmerzfreien Verlauf gewährleistet. Teilen Sie dem Arzt eventuelle Arzneimittelallergien, v.a. auf Mezokain, Lidokain usw., mit.

Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff können Sie nach Hause gehen. Die postoperativen Beschwerden sind überraschend leicht, dennoch kann auf Wunsch des Patienten ein Krankenschein ausgestellt werden. Nach dem Einsatz der Implantate treten leichte Beschwerden auf, die am gleichen Tag nach dem Abklingen der Betäubung am intensivsten sind, ungefähr drei Tage dauern und allmählich nachlassen. Es handelt sich um angeschwollene und schmerzhafte Wangen mit blauen Flecken, die Wunde ist angeschwollen und schmerzt. Es kann auch leichte Blutung und Versteifung der Kaumuskeln vorkommen, die das Mundöffnen erschwert. Es werden kalte Umschläge auf die betroffene Wange empfohlen, der Arzt schreibt Schmerzmittel vor. Die Nahrung sollte während der ersten Woche weich bis breiartig sein. Sollten diese Beschwerden länger als eine Woche andauern, informieren Sie sofort den Zahnarzt.

Die postoperativen Beschwerden hängen vom Umfang des erfolgten Eingriffs ab. Das Risiko der Komplikationen wird durch das Rauchen bedeutend erhöht, welches auch den Heilprozess erheblich verlängert. Nach den ersten, zur Verheilung der Wunde nötigen Tagen können Sie einen provisorischen Zahnersatz verwenden, der Ihnen eine normale Nahrungsaufnahme und gesellschaftlichen Kontakt ermöglicht. Die Wahrscheinlichkeit einer vollkommenen Heilung des Implantats ist fast 100% und der langfristige Erfolg des Ersatzes fehlender Zähne ist mit den "klassischen“ Brücken vergleichbar.

Welche Risiken können im Zusammenhang mit dem Einsatz der Implantate auftreten?

Genauso wie alle chirurgischen Eingriffe, ist auch der Einsatz der Zahnimplantate zum gewissen Maße mit bestimmten gesundheitlichen Risiken verbunden, die jedoch sehr selten sind. Falls sie doch vorkommen, müssen sie behandelt werden. Es sind:

  • Infektion in der Implantationswunde

  • Beschädigung umliegender Strukturen (restliche Zähne, Blutgefäße und Nasenhöhle)

  • Beschädigung umliegender Nervenenden, die Schmerz und Brenngefühle in diesem Bereich verursachen

  • Probleme mit den Nasenhöhle (wenn die Zahnimplantate im Oberkiefer nah an diese Strukturen eingesetzt sind)

Pflege der Zahnimplantate

Die meisten Implantationen gelingen. Hilfreich sind:

1) Richtige Pflege der Zahnimplantate und Einhaltung einer optimalen Mundhygiene

Damit die Anheilung der Implantate problemlos verläuft, muss für eine perfekte Mundhygiene gesorgt werden. Die Zahnimplantate müssen mit einer speziellen Zahnbürste, die von Ihrem Zahnarzt empfohlen wird, sowie mit einer Zwischenzahnbürste und Zahnseide gereinigt werden, die jedoch zur gewöhnlichen Mundhygiene gehören sollten. Die Verwendung der rotierenden Elektrozahnbürsten ist nicht empfehlenswert, da diese die Zahnkrone oder sogar das Implantat selbst ausschrauben könnten. In fehlerfreier Mundhygiene werden Sie entweder von Ihrem Arzt oder einer Dental-Hygienistin angewiesen.

Eine Zahnfleischentzündung ist sorgfältig vorzubeugen. Bei einer Entzündung kann der Körper auf das Implantat wie auf einen Fremdkörper reagieren und es abstoßen oder seine Stabilität beeinträchtigen.

2) Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt

Die Häufigkeit dieser Besuche sollte zweimal im Jahr sein (ca. nach 6 Monaten). Der Arzt kontrolliert die Mundhygiene, den Implantatzustand, ggf. Erkrankungen der Mundhöhle. Die regelmäßigen Besuche sollten eine mangelnde Pflege der Implantate und eventuelle damit zusammenhängende Komplikationen vorbeugen. Nur eine rechtzeitige und wirksame Therapie kann das Abstoßen des Implantats als Fremdkörpers verhindern.

3) Änderung alter Gewohnheiten

Der Patient sollte harte Lebensmittel meiden (wie Eis, harte Bonbons...), die den Ersatz beschädigen können.

Wie lange halten Zahnimplantate?

Eine wichtige Voraussetzung für die Haltbarkeit der Zahnimplantate ist deren Anheilung. Weitere Faktoren sind die Qualität der Mundhygiene und das Volumen des Kieferknochens, die Anzahl der Implantate und viele andere. Theoretisch gilt, dass die Lebensdauer unbegrenzt ist. In der Praxis bleiben jedoch nicht alle Implantate so erhalten, so dass nach zehn Jahren im Unterkiefer ung. 95% und im Oberkiefer 90% der Implantate im perfekten Zustand sind. Bei Rauchern, die mehr als 10 Zigaretten täglich rauchen, sind die Ergebnisse um mehrere Prozente schlechter. Die nachhaltige Zuverlässigkeit der Implantate ist im Wesentlichen durch die Qualität (und also auch durch den Preis) des Implantats selbst beeinflusst.

Wie viel kostet ein Implantat?

Der Preis für die Behandlung setzt sich aus dem Preis für die Implantation und für den prothetischen Ersatz (Krone, Brücke, Prothese) zusammen. Die Zahnimplantate werden bis auf einige Ausnahmen von den Krankenkassen nicht vergütet. Der Preis für die Behandlung hängt insbesondere von der Anzahl, vom Typ und vom Preisniveau der eingesetzten Implantate ab. Bei der ersten Untersuchung wird jede Situation individuell beurteilt. Der Typ, die Anzahl und die Anbringung der Implantate werden vom Zahnarzt aufgrund theoretischer Regeln und seiner Erfahrungen bestimmt. Das Preisniveau bestimmt der Patient. Ein Zahnimplantat ohne Krone kostet 6000 - 9000 CZK (Schraubenimplantat inländischer Produktion oder Blattimplantat) oder 15000 - 23000 CZK bei Schraubenimplantaten ausländischer Herkunft.

Aktualisiert: 26.04.2013

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