
Guten Tag, ich würde den Eingriff Brust Eigenfett am liebsten in örtlicher Betäubung durchführen lassen und viele Ärzte bieten das ja auch an. Allerdings habe ich jetzt von einem Arzt gehört, dass die transplantierten Fettzellen unter Lokalanästhesie zum größten Teil absterben würden und der Eingriff deshalb weltweit unter Narkose durchgeführt wird. Stimmt diese Behauptung vom Absterben der Fettzellen durch das Lokalanästhetikum? Danke für eine Antwort.
Wir haben 2008 die weltweit erste Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Lokalanästhetika und Fett gemacht. Das Ergebnis war, das sich einige Lokalanästhetika wie Prilocain schädlich auf die Überlebensrate der Fettzellen auswirken. Lidokain in der üblichen Verdünnung hat keinen nachgewiesenen negativen Einfluss. Sie können den Eingriff daher auch in örtlicher Betäubung durchführen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Klaus Ueberreiter

Hallo PaulaRose,
Lokalanästhetika beeinflussen entsprechend ihrer Einwirkdauer und der vorgegebenen Konzentration der verwendeten Lösung in negativer Hinsicht die Vitalität der übertragenen Adipozyten wobei Lidocain noch den geringsten Einfluß hat.Dabei hat auch Lidocain einen Einfluß auf die notwendige Mikrozirkulation,entzündliche Reaktionen und die Aggregation der Thrombozyten.Das in der TLA-Lösung verwendete Adrenalin hat dagegen keinen negativen Einfluß .Aus dieser Situation ist es sinnvoller den Eigenfetttransfer ohne einen Einsatz von Lokalanästhetika d.h.unter Narkose durchzuführen.
Mit freundlichen Grüßen
Prof.Dr.med.Ralf Thomas Michel

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