Aus einer erschlafften, leeren Brust wieder eine schöne zu schaffen

Herr Dr. Marx spricht in unserem Interview über die Beratung vor der Operation, Nachsorge in seiner Klinik und mögliche Einschränkungen unmittelbar nach dem Eingriff. Plötzlich werden alle unnötigen Sorgen weggeräumt!

Seit fast 20 Jahren arbeitet Herr Dr. Gerhard Marx als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und war u.a. als leitender Oberarzt und Vertreter des Chefarztes der Klinik für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie im evangelischen Krankenhaus in Lütgendortmund tätig. In seiner Praxis in Münster führt er operative Eingriffe eines breiten Behandlungsspektrums durch.

Herr Dr. Marx, seien Sie so nett und beantworten Sie uns einige Fragen zur Bruststraffung mit Implantat. In welchen Fällen, also bei welcher Indikation, empfehlen Sie eine Bruststraffung, bzw. Bruststraffung mit Implantat?

Der Wunsch der Frauen ist eine feminine, volle und jugendlich erscheinende Brust. Viele glauben, dies sei ausschließlich mit Implantaten zu erreichen. Es hängt aber immer von den individuellen Gegebenheiten ab. Immer dann, wenn im Stehen die Brustwarze unterhalb oder nur knapp oberhalb der Unterbrustfalte liegt, muss man eine Brustvergrößerung mit einer Straffung kombinieren. Wenn das vorhandene Brustgewebe nicht genug Volumen hat, kombiniert man dies mit geeigneten Implantaten.

Wenn wiederum genügend Brustgewebe da ist, werden keine Implantate verwendet?

Ja, es gibt auch Patientinnen mit ausreichend vorhandenem Eigengewebe, bei denen durch eine alleinige Straffung ohne Implantate ein ästhetisch sehr ansprechendes Ergebnis erzielt werden kann. Wie auch in anderen Bereichen der ästhetischen Chirurgie gibt es durchaus unterschiedliche Wege, das gewünschte Ziel zu erreichen. Aus einer erschlafften, leeren Brust wieder eine straffe und feminine Brust zu schaffen, stellt erheblich höhere Ansprüche an das ästhetische Verständnis, die Erfahrung und das handwerkliche Können des Operateurs als die Vergrößerung einer kleinen, aber von der Natur harmonisch geformten Brust. Es ist – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Kunst.

Was muss vor der Operation geklärt werden, bzw. welche Komplikationen könnten einen guten Operationsverlauf negativ beeinflussen?

Bei der Beratung schaue ich mir die Patientinnen sehr genau an, beurteile Haut- und Gewebequalität und dokumentiere den Ausgangsbefund auch durch Fotos. Es gilt auch abzuklären, ob Vorerkrankungen an der Brust vorliegen oder Eingriffe vorausgegangen sind. Dann frage ich nach den Wünschen und Erwartungen der Patientinnen, an das gewünschte Ergebnis. Aus Grundlage dieser beiden Voraussetzungen schlage ich der Patientin vor, wie der Eingriff vorgenommen wird, erkläre ihr ausführlich die Schnittführung, den zu erwartenden Narbenverlauf. Wichtig ist auch, der Patientin eine realistische Einschätzung zur möglichen ästhetischen Verbesserung ihrer Brust zu geben.
Der Eingriff ist bei guter Planung nicht mit einer höheren Komplikationsrate als eine „normale Brustvergrößerung“ verbunden.

Gerhard Marx

Wie lange dauert der Eingriff und wie lange die unmittelbare Nachsorge in Ihrer Klinik?

Eine Brustvergrößerung mit beidseitiger Straffung dauert ca.
3 Stunden. Direkt nach dem Eingriff wird ein spezieller BH angelegt, der das Gewebe stützt. Ich empfehle, nach dem Eingriff eine Nacht in unserer Klinik zu bleiben. Hier werden Sie umsorgt und es ist eine perfekte Schmerzbehandlung durch unsere Anästhesisten gewährleistet. Am Morgen nach dem Eingriff und selbstverständlich persönlicher Kontrolle durch mich werden unsere Patientinnen nach Haus entlassen. Bei Abdeckung der feinen Nähte mit speziellen hautverträglichen Pflastern kann man am 2. Tag nach der OP duschen. Nach ca. 14 Tagen werden die Steri stripes einfach entfernt; bei selbstauflösenden, besonders verträglichen Nähten brauchen die Patientinnen kein schmerzhaftes Fäden ziehen fürchten.

Mit welchen Einschränkungen müssen die Frauen nach der Operation rechnen?

Wie bei anderen Brustvergrößerungen auch gibt es Schmerzen nach dem Eingriff, hauptsächlich in den ersten ein oder zwei Tagen. Diese lassen sich aber sehr gut mit entsprechenden Medikamenten beherrschen. Meistens reichen 8 – 10 Tage, um sich soweit zu erholen, dass man in einem Beruf ohne besondere körperliche Belastung wieder tätig werden kann. Die Beweglichkeit der Arme, besonders das Anheben über Kopf ist für etwa eine Woche eingeschränkt. Auf sportliche Aktivitäten sollte man für ca. 4 – 6 Wochen verzichten.

Viele Frauen haben Angst vor auffallenden Narben. Können Sie eine zusätzliche Narbenbehandlung empfehlen und in welchem Zeitabstand von dem Eingriff kommt die Narbenbehandlung eventuell in Frage?

Ich zeige Ihnen vorher-nachher Fotos ähnlicher Fälle. Die Angst vor auffälligen Narben kann man den Frauen nehmen, wenn sie sich realistische Beispiele in Ruhe anschauen können. Hierbei zeige ich Ihnen auch, wie die Narben im Laufe der Monate zunehmend unauffälliger werden. Um eine möglichst optimale Narbenheilung zu unterstützen, gebe ich natürlich auch praktische Empfehlungen zur Nachbehandlung. Bei der Brustvergrößerung mit Straffung gibt es immer eine zarte Narbe um den Warzenhof herum, meistens auch mit einer davon senkrecht zur Unterbrustfalte verlaufenden Narbe. Insofern unterscheidet sich dies von der oft kaum noch wahrnehmbaren Narbe bei einer „normalen“ Brustvergrößerung.

Viele Patientinnen haben mir bestätigt, dass sie sich mit der schönen femininen Form der Brust nach einem solchen Eingriff sehr viel wohler fühlen und die im Verlauf immer unauffälligeren zarten Narben für sie kein Problem darstellen.

Herr Dr. Marx, ich bedanke mich für das Gespräch!

Weitere Informationen: https://www.praxis-marx-muenster.com

Aktualisiert: 21.02.2019

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