Brustvergrößerung mit Eigenfett mit Hilfe der Beauli™-Methode

Autor: Lucie Splichalova

Heutzutage legen viele Frauen Wert auf ein natürliches Aussehen, bei einer Brustvergrößerung kann dieser Aspekt auch eine wichtige Rolle spielen. Das Lipofilling, die Eigenfett-Transplantation, wird auch bei der Brustvergrößerung angewandt. Dr. med. Nikolaus Linde spricht in diesem Interview über diese Alternative zur Brustvergrößerung mit Implantaten, welche ein natürliches und schönes Ergebnis verspricht. Dr. Linde führt diese Behandlung seit mehreren Jahren mit Hilfe der Beauli-Methode erfolgreich durch.

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Herr Dr. Linde, wieso haben Sie sich entschieden, bei Brustlipofilling die Beauli-Methode anzuwenden? Wo sehen Sie die wichtigsten Vorteile dieser Technik?

Es gibt viele Methoden zur Gewinnung von Eigenfett, allerdings so gut wie keine Standards. Die Brustvergrößerung mit Eigefett nach der Beauli-Methode ist die zurzeit einzige Methode der Welt, die tausendfach weltweit angewandt wird und bei der jedes Detail und jeder Arbeitsschritt mit Studien untersucht und seit über einem Jahrzehnt optimiert wurde.

Man kann sagen, dass das BEAULI Verfahren, die weltweit führende Eigenfettmethode, zum Standard geworden ist. Kein anderes Verfahren zur Liposuktion  gewinnt das Fett so schonend wie die Wasserstrahlabsaugung, bei der die Fettzellen sozusagen “sanft herausgelöst” werden.Dies er klärt die hohe Qualität an lebenden Fett- und intakten Stammzellen, die injiziert werden.

Kollegen in Marbella bekamen gerade kürzlich eine Auszeichnung für ihre hervorragenden Ergebnisse beim Aufspritzen vom Gesäß (bis zu 2000 ml) – auch sie verwenden die Beauli-Methode, hatten zuvor mit vielen anderen Techniken experimentiert und nie so gute Ergebnisse erzielen können.

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Können Sie bitte kurz den Ablauf einer Brustvergrößerung mit Eigenfett beschreiben?

Der Patient kommt zu uns ambulant und erhält eine leichte Sedierung. Mit der Wasserstrahlabsaugung wird dann das Fett sanft dort gewonnen, wo es den Patienten stört. Dies dauert ca. 30 Minuten. Dann wird das Fett direkt aus dem sterilen geschlossenen System entnommen und in die Brust injiziert.

Hierbei ist es wichtig, viele kleine Fettlinien zu spritzen, so dass das Fett rasch einen Anschluss an gut durchblutetes Gewebe hat. Nur so ist seine Versorgung mit Sauerstoff gesichert, ohne sie kann es nicht einwachsen. Diese Behandlung dauert ebenfalls ca. 30 Minuten. Anschließend kann man nach Hause gehen.

Am übernächsten Tag kann man wieder zur Arbeit, ohne sich an bestimmte Richtlinien halten zu müssen, wie es bei der Brustvergrößerung mit Implantaten zwingend notwendig ist. Ein großer Vorteil der Beauli-Methode ist auch der sehr kleine, kaum sichtbare Einstich, durch den das Fett in die Brust eingebracht wird. Eine sichtbare Narbe, wie bei einer Silikonoperation, entfällt.

Ein weiterer Vorteil von Eigenfett ist die Qualität des Brustgewebes nach der Behandlung. Dieses fühlt sich ganz normal und weich an. Man spürt keinen Fremdkörper wie bei Implantaten. Direkt nach der Behandlung darf man nach Hause gehen. Eine Überwachung ist nicht notwendig, weil es ja nur einen leichten Dämmerschlaf und keine Narkose gegeben hat. Dieser reicht aber aus, da der Eingriff absolut schmerzfrei ist.

Bei welchen Patientinnen raten Sie lieber eine Brustvergrößerung mit Eigenfett anstatt einer "traditionellen" Brustvergrößerung mit Implantaten?

Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile.

Patienten, die ihre Vergrößerung mit Eigenfett wünschen, kommen oft aus folgenden Gründen: sie wollen einen Eingriff ohne Narkose, ambulant, ohne sichtbare Narben mit ganz natürlichen Ergebnissen. Und sie wollen keine riesigen Brüste sondern ein bis zwei Körbchengrößen mehr. Diesen Wünschen wird die Vergrößerung mit Eigenfett gerecht. 

Weitere Gründe für eine Entscheidung für Eigenfett ist die Angst vor einem Fremdkörper (Silikon) im Körper; Angst, die neue Brust fühlt sich unnatürlich an und Angst vor dem Narbencarcinom, also einem Krebs, der aus dem Narbengewebe entsteht, wie es im Rahmen von Silikonimplantat Operationen entstehen kann. Hiervon sind weltweit einige Fälle bekannt und dokumentiert.

Eigenfett macht keinen Sinn, wenn die Patientin keinerlei Fett zum Transplantieren hat, wenn die Brustform korrigiert werden muss (z.B. hängende Brüste nach Schwangerschaften) und wenn der Wunsch nach einer viel größeren Brust im Vordergrund steht. 

Für die Brustvergrößerung mit Eigenfett muss die Patientin als Grundvoraussetzung genug Fett und eine gute Form der Brust haben. Die Eigenfettmethode hat inzwischen ihren festen Platz in der rekonstruktiven Brustoperation nach Krebseingriffen und wird weltweit mehr und mehr eingesetzt, vor allem weil es durch die standardisierten Methoden, wie die Beauli-Technik, Verfahren gibt, die wirklich wirken und weltweit zufriedene Patienten kreieren.

Der einzige Nachteil der Eigenfettmethode ist, dass man nie im Einzelfall versprechen kann, wieviel Fett einwächst. Aus diesem Grund sind im Einzelfall auch mehr als ein Eingriff nötig, um das Ergebnis, welches sich die Patientin wünscht, zu erzielen. Als Faustregel gilt, dass pro Sitzung eine halbe Körbchengröße erzielt werden kann.

Eine der wichtigsten Kritiken bei Brustlipofilling ist der Fettzellenabbau, was sollte die Patientin nach dem Eingriff beachten, um dieses zu minimalisieren?

Das tolle an der Eigenfettmethode ist, dass man nach der Operation keinerlei besonderen Maßnahmen beachten muss, wie Sie z.B. nach Implantaten unabdingbar sind. Man sollte schauen, dass möglichst wenig Druck auf die frisch aufgespritzten Brüste ausgeübt wird, denn nur dann kann das Fett am besten einwachsen. Hierzu sollte man einen weiten BH tragen und möglichst nicht auf dem Bauch schlafen. Diese Regeln gelten für 1–2 Wochen.

Was sagen Sie, Herr Dr. Linde, zu der Frage, ob man lieber bei einem Eingriff überkorrigiert, um nur eine Sitzung zu gewährleisten. Oder raten Sie Ihren Patientinnen eher mehrere Sitzungen mit kleineren Dosierungen?

Ja, eine Überkorrektur ist immer angezeigt, weil man weißt, dass in etwa die Hälfte an implantierten Fett resorbiert, also verschwinden wird.

Bei welchen anderen Körperpartien kann Eigenfett zum “Aufspritzen” angewendet werden. Wo erzielen Sie die besten Ergebnisse?

Lipofilling, die Transplantation von Eigenfett kann überall zur Modellierung des Körpers eingesetzt werden, neben der angesprochenen Brustvergrößerung kann man auch im Gesicht einfach und langfristig das Volumen zurückgeben, d.h. Falten und Lippen aufspritzen. Aber auch das Gesäß (“Brazilian Po”), den Handrücken (“Aging hand”), den Genitalbereich (Schamlippen) und andere Körperteile kann man so unproblematisch aufspritzen. Durch die Verwendung von eigenem Fett halten die Ergebnisse oftmals lange an und wirken immer natürlich.

Vielen Dank, Herr Dr. Linde, für Ihre Zeit.

 

Weitere Informationen: http://www.lipoclinic.ch

Aktualisiert: 07.12.2018

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Lucie Splichalova

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