Brustvergrößerung Komplikationen


Allgemeine Komplikationen der Brustvergrösserung

Bei jedem chirurgischen Eingriff können operative Komplikationen auftreten, mit denen zu rechnen ist, auch wenn sie nur bei einem niedrigen Prozent der Fälle vorkommen. Auch die Vollnarkose bringt bestimmte Risiken, die Ihnen der Anästhesist noch vor der geplanten Operation erklärt.

Es handelt sich um Komplikationen im Zusammenhang mit der Heilung und Infektionen der Wunde und der Implantatumgebung. Es wurden auch Fälle beschrieben, in denen das Implantat wegen Infektion entfernt werden musste.

Zu Komplikationen gehört auch die Blutung. Deshalb ist es erforderlich, eine Laboruntersuchung der Blutgerinnung vor dem Eingriff durchzuführen und nach der Brustoperation in Ruhe zu bleiben. Ein weiteres Problem ist die Heilung der Narben. Patientinnen können manchmal auch zur Bildung von sog. Keloiden oder hypertrophen Narben neigen. In einigen Fällen ist auch eine Korrektur der Narben erforderlich, die bei diesen Narbentypen ziemlich schwer ist.

Bei der Brustvergrösserung müssen die Arme der Patientin gestreckt sein. Daher können die Patientinnen nach der Operation manchmal Schmerzen empfinden, die in die Unterarme und Hände schießen. Dies ist durch die Überbeanspruchung der Nerven verursacht, die von den Achselhöhlen in die Arme führen. Diese Beschwerden sind temporär und verschwinden in ein paar Tagen oder Wochen.

Komplikationen im Zusammenhang mit dem Einsetzen des Brustimplantats

Kapselkontraktur

Es handelt sich hierbei um die am häufigsten beschriebene und befürchtete Komplikation bei der Brustvergrösserung. Um das Implantat herum wird eine bindegewebeartige Kapsel gebildet. Das Bindegewebe reagiert somit natürlich auf einen Fremdkörper im Organismus. Die Kapseln werden daher bei allen Patientinnen gebildet und können dünn oder dicker sein. Deren Ausbildung ist individuell. Bei 5% der Fälle kann sich die Kapsel um das Brustimplantat herum zusammenziehen, was durch Schmerzen und feste bis harte Brust begleitet wird. Dies kann bei einem oder bei beiden Brüsten entstehen. Es gibt Methoden zur Vorbeugung oder zumindest Minimierung der Kapselbildung, wie z.B. eine genügende Größe der Öffnung für das Einsetzen des Implantats. Auch Implantate mit texturierter Oberfläche minimieren das Risiko einer Kapselkontraktur. Oft muss eine solche zusammengezogene Kapsel chirurgisch freigemacht werden. Es wurden auch Fälle beschrieben, in denen eine Kapselkontraktur wiederholt gebildet wurde, sowie Fälle, in denen die Verhärtung der Brust wiederholt erfolgt, sodass die einzige Möglichkeit das Entfernen des Implantats ist.

Implantataustritt

Die Haut wird im Bereich der Operationswunde sowie durch die Implantatgröße ständig angespannt, sodass sie nach und nach ganz dünn werden bis platzen kann und das Implantat dadurch austreten kann. Diese Komplikation ist häufiger bei Patientinnen, bei denen die Haut bereits beschädigt oder genarbt ist, z.B. nach der Bestrahlung bei Geschwulsterkrankungen.

Serom

Es handelt sich um eine Flüssigkeitsansammlung in der Implantatumgebung unmittelbar nach der Brustoperation oder auch später, was sich durch Schmerzen und Vergrößerung der Brust äußert. Der häufigste Grund dafür ist eine frühzeitige körperliche Belastung nach der Operation oder übermäßige Sportaktivitäten oder eine Verletzung.

Blutgerinnsel am Brustimplantat – Hämatom

Der häufigste Grund für die Blutansammlung in der Implantatumgebung ist die Nichteinhaltung des Ruheregimes nach der Operation oder eine Störung der Blutgerinnung.

Platzen oder Sickern des Implantats

Die vom Hersteller angegebene Lebensdauer des Implantats sind ungefähr 10 bis 15 Jahre. Das Brustimplantat verschleißt nach und nach und seine Oberfläche wird glatt und dünn, sodass das Implantat dann auch platzen kann. Die Brust kann ihre Form ändern und ab und zu mal schmerzen. In diesem Fall ist der Implantataustausch erforderlich. Das Implantat kann auch bei einer Verletzung, beim Unfall oder extremer Sportaktivität platzen. Durch die äußere Hülse eines mit Gel gefüllten Implantats können mikroskopische Silikonpartikel durchsickern. Diese wurden in der Implantatumgebung sowie in anderen Körperbereichen festgestellt. Deren Schädlichkeit wurde jedoch nicht bewiesen.

Implantatschrumpfung

Die Schrumpfung der Implantathülse äußert sich durch kleine Falten, die unter der Haut tastbar sind. Diese Erscheinung kann schmerzhaft sein und große Falten können die umliegende Haut reizen und beschädigen. Dies kann bei dünnen Patientinnen mit dünner Haut, einer sehr kleinen Brustdrüse und beim Einsetzen des Implantats unter die Brustdrüse passieren.

Empfindlichkeit der Brustwarzen

Eine Änderung der Empfindlichkeit der Brustwarzen, im Sinne einer größeren sowie reduzierten Empfindlichkeit, wird von Frauen nach der Operation oft beschrieben. In den meisten Fällen wird dieser Zustand nach einigen Monaten bis einem Jahr normalisiert. Manchmal kann die Änderung auch nachhaltig sein.

Asymmetrie der Brüste

Auch eine mit Implantat vergrößerte Brust kann mit der Zeit erschlaffen. Es treten auch Asymmetrien auf, bei denen eine Seite mehr erschlafft ist, als die andere. Der Grund dafür kann in der Nichteinhaltung der postoperativen Anweisungen liegen, aber auch andere Ursachen sind möglich. Durch eine Bewegung der Brustmuskel unmittelbar nach der Brustvergrößerung kann das Implantat seine Lage ändern. Ein größeres Risiko droht bei tropfenförmigen Brustimplantaten.

Verkalkung

In der Implantatumgebung können kleine Kalziumpartikel vorkommen, die mit den anfänglichen Stadien des Brustkrebses verwechselt werden können.

Kleine thrombosierte Adern

Nach der Brustoperation können mit Thromben verstopfte Adern vorkommen, die in der Achselhöhle oder unter der Haut der Bauchwand verlaufen. Diese Adern verschwinden von sich selbst innerhalb einiger Monate.

 

Dieser Text ist mit der freundlichen Hilfe von Dr. Ticlea entstanden.

Aktualisiert: 30.10.2014

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