Gleich ob schlank oder übergewichtig, durchtrainiert oder nicht, rund 90% aller Frauen leiden früher oder später an Cellulite. Dies macht die Dellen an Oberschenkeln, Po und Bauch zu einem der häufigsten Beauty-Probleme bei Frauen. Die Dellen sind so alt wie die Menschheit, jedoch wurden sie lange Zeit nicht als Schönheitsmakel bewertet. Dies geschah erst in den 1960er, als Frau mit dem Aufkommen des Minirocks immer mehr Bein zeigte. Seither kämpft das weibliche Geschlecht gegen die Dellen an.

Die Bandbreite der dabei eingesetzten Mittel scheint schier unendlich. Spezielle Salben, Seifen und Öle oder Peelings und Tees versprechen Linderung. Während die Cellulite fleißig weggecremt oder gepeelt wird, sind kurze Röcke, Hotpans und Bikinis tabu. Auch Ausflüge an den See oder Strandurlaube werden gemieden.

Früher oder später müssen jedoch die meisten Frauen erkennen, dass trotz der horrenden Summen, die sie für Anti-Cellulite-Produkte ausgegeben haben, die Dellen nicht verschwinden.
Denn zur erfolgreichen Bekämpfung von Cellulite ist neben einer Kräftigung des Bindegewebes auch eine Reduktion des Körperfettes notwendig. Die Beauty-Produkte wirken jedoch meist nur oberflächlich und haben deshalb kaum einen Effekt. Im Folgenden werden unterschiedliche Behandlungsansätze aus der ästhetischen Medizin vorgestellt, die sich bei der Behandlung von Orangenhaut als effektiv erwiesen haben.

Wodurch entsteht Cellulite?

Cellulite ist eine Veränderung des Fettgewebes, welche charakteristischerweise im Oberschenkel- und Gesäßbereich bei Frauen auftritt. Aufgrund der evolutionär bedingten Veranlagung zur Anlagerung von Fettdepots an Hüften und Oberschenkeln und den senkrecht zur Hautoberfläche verlaufenden Bindegewebssträngen sind Frauen weitaus häufiger von Cellulite betroffen als Männer. Kommt es aufgrund von ungesunder, zuckerhaltiger Ernährung und mangelnder Bewegung zur Ausdehnung der Fettzellen, so führt die Bindegewebsstruktur zur Bildung unschöner Dellen. Neben dieser Disposition, die alle Frauen teilen, spielt auch eine genetische Veranlagung zur Orangenhaut eine Rolle.

Je nach Ausprägung wird Cellulite in vier Stadien unterteilt:
1. Stadium: Cellulite wird sichtbar, wenn man die Haut zusammenschiebt.
2. Stadium: Cellulite wird sichtbar, wenn man die Muskulatur anspannt.
3. Stadium: Cellulite ist immer zu sehen.
4. Stadium: Cellulite ist immer zu sehen, knotige Verhärtungen sind zu spüren.

Kann man Cellulite vorbeugen?

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Cremes und Peelings bei der Vorbeugung oder Behandlung von Cellulite meist wirkungslos, vor allem wenn die Orangenhaut bereits stark ausgeprägt ist. Weitaus bessere Mittel gegen Cellulite sind regelmäßige sportliche Betätigung und gesunde Ernährung. Auf diese Weise kann der Körperfettanteil reduziert werden und das Bindegewebe gefestigt werden. Auch Wechselduschen eigenen sich, um die Durchblutung anzukurbeln und die Haut zu straffen.

Behandlungen:

VelaShape

VelaShape ist eine Kombination aus Vakuummassage, Infrarotstrahlung und Radiofrequenzstrom. Durch eine starke Saug-Druck-Massage unter Einbezug von Infrarotlicht, das für eine Erwärmung des inneren Gewebes sorgt,  werden Fettzellen reduziert, die Mikrozirkulation angeregt und das Bindegewebe gefestigt. Außerdem wird die Haut durch Radiofrequenzstrom geglättet.
VelaShape ist eine sehr sanfte Methode, welche gut verträglich ist. Neben einer Verbesserung der Cellulite kann mit dieser Methode zusätzlich eine Umfangreduzierung beispielsweise an der Taille oder den Oberschenkeln um mehrere Zentimeter erreicht werden.
Für ein erfolgreiches Ergebnis sind je nach Hautbild und der Beschaffenheit des Bindegewebes zehn bis 15 Sitzungen nötig.

Cellulaze

Bei der Cellulaze wird mittels minimalinvasiver Vorgehensweise ein Laser über Kanülen ins Unterhautfettgewebe eingebracht, wo er überflüssiges Körperfett zum Schmelzen bringt. Infolge der dadurch erzeugten Wärme wird zudem die Bildung von Kollagen angeregt, welches für mehr Festigkeit und Elastizität der Haut sorgt. Außerdem werden bei dieser Methode die starrren Gewebsfasern, die für das dellige Hautbild verantwortlich sind, durchtrennt. Die Behandlung dauert etwa 90 Minuten und wird in Lokalanästhesie, auf Wunsch auch im Dämmerschlaf vorgenommen.
Das Erscheinungsbild der Haut kann mit Hilfe der Cellulaze bereits durch eine Anwendung um mehrere Grade verbessert werden. Teilweise ist auch ein vollständiges Verschwinden der unschönen Dellen zu beobachten. Endgültige Ergebnisse sind jedoch erst sechs bis zwölf Monate nach der Behandlung zu sehen, da der Körper zur Kollagenneubildung verhältnismäßig viel Zeit benötigt.

Endermologie

Bei der Endermologie handelt es sich um eine Kombination aus Massage-, Roll- und Saugeffekten an der Hautoberfläche. Die Haut wird dabei durch zwei Saugrollen mittels Unterdruck angehoben. Diese dadurch entstehende Falte wird zusätzlich durch  elektronisch gesteuerte Vibrationsrollen massiert. In Folge der Behandlung wird die Durchblutung der Haut angeregt, das Lymphsystem stimuliert und der Abtransport von Stoffwechselprodukten beschleunigt. Die Haut wird somit gestrafft und geglättet. Je geringer das Fettpolster, desto besser ist die Wirkung der Endermologie-Behandlung, da sich die Lymphdrainagewirkung verbessert und damit die Ausleitung überflüssiger Flüssigkeit beschleunigt wird.
Ein Behandlungszyklus erstreckt sich über vierzehn Tage, die einzelnen Behandlungen dauern 45 Minuten und sind mit intensiven Massagen vergleichbar.

Mesotherapie

Die Mesotherapie ist eine Kombination aus neuster Medizinforschung und traditioneller Naturheilkunde. Mit sehr feinen Nädelchen wird dem Patienten dabei eine Mischung aus Vitaminen und Aminosäuren injiziert, um die Mikrozirkulation zu verbessern. Der Wirkstoffcocktail wird zuvor je nach Hautzustand und -typ individuell zusammen gestellt und im Abstand von 0,5 bis 1,5 Zentimeter in die mittlere Hautschicht eingebracht. Da die Nadeln nicht bis in die Fettschicht vordringen, sind sie in der Regel nicht beziehungsweise kaum zu spüren. Optional kann auf Wunsch des Patienten zur Vorbeugung von Schmerzen eine betäubende Creme auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen werden. Um allergischen Reaktionen vorzubeugen, sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob Allergien vorliegen. Eine Behandlung dauert je nach Größe des Hautareals zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Durch mehrmalige Behandlung kann das Hautbild deutlich verbessert werden. Außerdem wird das Bindegewebe gestärkt und die Durchblutung gefördert. Resultat ist eine festere, elastischere Haut.

Wer kann sich einer Cellulitebehandlung unterziehen?

Da es sich bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um risikofreie Verfahren handelt, bestehen hinsichtlich der Anwendbarkeit keine Einschränkungen. Je nach Schweregrad der Cellulite können unterschiedliche Vorgehensweisen angebracht sein. Auch Anzahl und Dauer der Behandlungen sowie deren Ergebnis können je nach Ausprägung der Orangenhaut variieren.

Risiken

Bei den hier angeführten Behandlungen handelt es sich um erprobte Methoden der ästhetischen Medizin, welche sehr risikoarm sind.

Aktualisiert: 17.06.2013

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