Einen jüngeren Gesichtsausdruck mit sanfteren Methoden erreichen

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Ein junges und frisches Aussehen ist das Schönheitsideal, das sich viele Frauen und Männer wünschen. Dabei geht es nicht darum, jede kleine Falte zu glätten, sondern als störend empfundene Makel zu reduzieren, sodass ein harmonisches Gesamtergebnis erzielt wird. Jedes Behandlungskonzept wird daher individuell an den einzelnen Patienten angepasst. Neben operativen Methoden gewinnen auch sanftere Behandlungsverfahren zunehmend an Bedeutung und die Nachfrage steigt stetig. Auch das Angebot an verschiedenen minimalinvasiven Behandlungsmöglichkeiten wird immer umfangreicher.

Alterung der Haut ist ganz natürlich
Die Alterung der Haut ist ein ganz natürlicher Prozess (illustratives Foto)

Die Hautalterung und ihre Folgen

Die Alterung der Haut und der Zellen allgemein ist ein ganz natürlicher Prozess. Er lässt sich weder mit Pflegeprodukten noch mit chirurgischer Hilfe vollständig aufhalten. Jedoch können ästhetisch-plastische Behandlungen dabei helfen, die unliebsamen Spuren des Älterwerdens etwa zu reduzieren und somit die „Uhr ein klein wenig zurückzudrehen“ – zumindest im Hinblick auf das äußere Erscheinungsbild.

Bereits mit Mitte 20 beginnt die körpereigene Produktion kollagener und elastischer Fasern abzunehmen. Infolgedessen verlieren Haut und Gewebe an Spannkraft und Festigkeit. Falten und Volumenverluste setzen natürlich nicht sofort ein.

Aber mit der Zeit kann das Gesicht müder und älter wirken, als sich die betroffenen Personen innerlich fühlen. Das führt häufig zu Unbehagen und Frust. Mithilfe ästhetisch-plastischer Behandlungen ist es möglich, die Balance zwischen dem inneren Befinden und dem äußeren Erscheinungsbild wiederherzustellen.

Hautverjungerung
Die Alterung der Haut ist ein ganz natürlicher Prozess (illustratives Foto)

Wodurch wird der natürliche Alterungsprozess begünstigt?

Zu einem gewissen Anteil ist es genetisch bedingt, wann und in welcher Intensität der Alterungsprozess einsetzt und seine Folgen sichtbar werden. Doch auch verschiedene innere und äußere Einflüsse können dazu beitragen, dass Haut und Gewebe schneller altern.

Hierzu gehören unter anderem UV- und Sonnenstrahlung, extreme klimatische Bedingungen, eine ungesunde Ernährungsweise, unzureichend Bewegung, zu wenige Erholungsphasen, Stress sowie Alkohol- und Nikotinkonsum.

Auch wenn sich der natürliche Alterungsprozess nicht stoppen lässt, so können Personen ihn dennoch etwas ausbremsen, wenn sie einen gesunden Lebensstil verfolgen und ihre Haut pflegen.

Operative Verfahren

Das chirurgische Facelift (die Gesichtsstraffung) war lange Zeit die Methode der Wahl, wenn es darum ging, störende Falten und erschlaffte Gesichtspartien zu korrigieren. Bei dem Eingriff entfernt der Ästhetisch-Plastische Chirurg Haut- und Gewebeüberschüsse. Die Schnittführung setzt er dabei vorrangig im Bereich der Ohren oder im behaarten Kopfbereich. Durch dieses Vorgehen sind spätere Narben möglichst unsichtbar.

Beim modernen Facelift wird nicht nur die Hautschicht gestrafft, sondern auch die tiefer liegenden Gewebeschichten und Muskeln. Dadurch wird dem Behandlungsergebnis ein guter Halt ermöglicht. Die verjüngende Wirkung professionell vorgenommener Faceliftings hält durchschnittlich zehn Jahre an. Auch durch eine operative Lidstraffung, ein Stirnlifting oder eine Halsstraffung kann das äußere Erscheinungsbild sichtbar verjüngt werden.

Es gibt diverse minimalinvasive Behandlungsmethoden zur Verfügung (illustratives Foto)
Neben den chirurgischen Verfahren stehen heutzutage auch diverse minimalinvasive Behandlungsmethoden zur Verfügung (illustratives Foto)

Sanfte Methoden zur Gesichtsverjüngung

Neben den chirurgischen Verfahren stehen heutzutage auch diverse minimalinvasive Behandlungsmethoden zur Verfügung. Sie sind vergleichsweise schonend, benötigen weder eine OP noch eine Vollnarkose und ziehen in der Regel eine deutlich kürzere Ausfall- und Schonzeit als ein chirurgischer Eingriff mit sich. Zu den Möglichkeiten der modernen, nichtoperativen ästhetischen Gesichtschirurgie zählen unter anderem folgende Behandlungen:

  1. Die Faltenunterspritzung mit Fillern

    Bei der Falteninjektion mit sogenannten Fillern wie Hyaluronsäure werden als störend empfundene Unebenheiten und Falten von innen heraus aufgepolstert. Die natürlichen Wirkstoffe injiziert der Ästhetisch-Plastische Chirurg direkt in die jeweilige Falte oder in den Bereich, in dem sich der Patient mehr Fülle wünscht. Hyaluronsäure bindet relativ viel Flüssigkeit und kann dem Bindegewebe somit verloren gegangenes Volumen zurückgeben und die Hautstraffheit positiv beeinflussen.
  2. Die Faltenbehandlung mit Botox® 
    Mimisch bedingte Falten entstehen durch wiederkehrende Muskelbewegungen im Gesicht. Zu den bekanntesten Vertretern gehören die Zornes- und Denkfalten sowie die Lachfalten. Mithilfe der Injektion von Botulinumtoxin (allgemein bekannt als Botox®) wird die Aktivität der entsprechenden Muskeln reduziert.
    Das ist möglich, indem der Wirkstoff Botulinumtoxin die Ausschüttung des Neurotransmitters Acetylcholin hemmt. Infolgedessen erhalten die Muskeln nicht länger die Information, zu kontrahieren, sodass sich die Gesichtshaut entspannen und glätten kann. Auch wenn es sich bei Botulinumtoxin um ein starkes Nervengift handelt, ist die Behandlung für den Organismus (bei fachgerechter Anwendung) ungefährlich. Botox® als Anti-Aging-Mittel wird in einer stark verdünnten Konzentration eingesetzt und stellt damit ein sicheres Verfahren dar.
  3. Gesichtskonturierung und/oder Faltenbehandlung mit Eigenfettunterspritzung
    Nicht nur Hyaluronsäure kann zur Faltenaufpolsterung verwendet werden, auch die Injektion von körpereigenen Fettzellen eignet sich, um unliebsame Falten zu glätten und Volumendefizite aufzufüllen. Auf diese Weise lässt sich das Gesicht harmonisch konturieren und einzelne Partien können gezielt betont oder leicht angehoben werden (z. B. die Wangen). Die Fettzellen werden mithilfe einer Fettabsaugung gewonnen, speziell aufbereitet und anschließend unterspritzt.
    Sie heilen in das Gewebe ein und führen somit zur gewünschten Volumenzunahme. Da nicht unbedingt alle Fettzellen in das Gewebe einheilen, können für ein optimales Ergebnis mehrere Behandlungen notwendig sein.
  4. Das Fadenlifting
    Beim Fadenlifting werden spezielle Fäden (meist aus Polymilchsäure, kurz PLA) mithilfe von dünnen Kanülen unter die Gesichtshaut gesetzt. Dort heben sie abgesunkene Gesichtspartien an und glätten Falten. Gleichzeitig regen sie den körpereigenen Aufbau von Kollagen an, wodurch der Straffungseffekt zusätzlich verstärkt wird beziehungsweise längere Zeit erhalten bleibt.
  5. Die Faltenbehandlung mit Radiofrequenztherapie
    Zu den neuesten Verfahren der sanften Gesichtsverjüngung zählen moderne Radiofrequenzmethoden. Bei diesen Behandlungen wird gezielt Radiofrequenzenergie in das Gewebe abgegeben. Folglich kommt es zu einer Wärmeentwicklung, die eine Bindegewebsschrumpfung hervorruft und die körpereigene Kollagensynthese anregt.

Warum resorbierbare Substanzen?

Sowohl Hyaluronsäure als auch PLA-Fäden gehören zu den resorbierbaren Materialien. Das bedeutet, dass der Körper sie nach einiger Zeit wieder abbaut. Das hat zur Folge, dass auch der Verjüngungseffekt nicht dauerhaft anhält. Viele der sanfte Methoden der Gesichtsverjüngung müssen also in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wenn sich die Personen eine anhaltende Wirkung wünschen.

Bei der Injektion körpereigener Fettzellen werden die transplantierten Zellen, sobald sie in das Gewebe eingeheilt sind, für gewöhnlich nicht wieder abgebaut. Unmittelbar nach der Unterspritzung kann es jedoch durchaus passieren, dass nicht alle Fettzellen einheilen und somit mehrere Unterspritzungen notwendig sind, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Warum werden dennoch abbaubare Substanzen eingesetzt? Der Grund hierfür ist, dass die eventuellen Risiken von Materialien und Wirkstoffen, die dauerhaft im Gewebe verbleiben, nur schwer bis gar nicht abschätzbar sind. Demnach können auch Jahre nach der Behandlung Gewebeveränderungen auftreten. Um Langzeitfolgen zu vermeiden und den Patienten ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, werden resorbierbare Substanzen verwendet.

Sicherheit ist durch resorbierbare Mittel gewährleistet
Um die Sicherheit den Patienten zu gewährleisten werden resorbierbare Substanzen verwendet (illustratives Foto)

Wie lange halten die Ergebnisse minimalinvasiver Behandlungen?

Je nach verwendeter Substanz variiert die Wirkungsdauer minimalinvasiver Behandlungen. Auch von Person zu Person kann die genaue Effektdauer unterschiedlich sein, da jeder Körper individuell ist und anders reagiert. Durchschnittlich hält die Wirkung von Hyaluronsäure (je nach Zusammensetzung) vier bis zwölf Monate an, bei Botox® sind es meist drei bis sechs Monate.

Die Resultate von anderen nichtoperativen Verfahren wie dem Fadenlift können auch mehrere Jahre bestehen bleiben. Hierüber informiert der Ästhetisch-Plastische Chirurg den Patienten im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches.

Fazit: Chancen und Grenzen minimalinvasiver Methoden

Nichtoperative Verfahren stellen eine gute Alternative zu operativen Behandlungen dar. Sie sind vergleichsweise schonend und risikoarm, die Behandlungszeit ist in der Regel geringer und auch die eventuellen Ausfallzeiten und Nachsorgemaßnahmen sind meist sehr gering.

Insbesondere bei leichten bis moderaten Falten und Volumenverlusten bieten sie eine gute Möglichkeit, ein natürlich aussehendes, verjüngtes Äußeres erzielen.

Bei starken Haut- und Gewebeerschlaffungen und tiefen Falten kann es hingegen sein, dass diese sich nur mithilfe eines operativen Eingriffs harmonisch beheben lassen. Denn die Möglichkeiten der minimalinvasiven Verfahren bewegen sich nach wie vor innerhalb gewisser Grenzen, auch wenn fortwährende Forschungen und Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet immer neue Optionen bieten.

Ob ein sanftes Verfahren angewendet werden kann oder eine chirurgische Behandlung empfehlenswert ist, schätzt der Experte für Ästhetisch-Plastische Chirurgie im individuellen Gespräch ein.

Publiziert: 10.12.2019

Autor

Der erfahrene Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie führt seine eigene Praxis für Plastische Chirurgie im Zentrum von München. Prof. Kovacs wurde für seine Tätigkeit mit vielen Auszeichnungen geehrt. Seine Schwerpunkte sind Fettabsaugung, Lipödem-Behandlung und Rekonstruktive Chirurgie.

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