Lidstraffung Komplikationen


Komplikationen der Augenlidstraffung

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verbleibende Narben

Sofern Sie eine Augenlidstraffung in Betracht ziehen, sollten Sie all die möglichen Komplikationen kennen, die diesen Eingriff begleiten können. Eine der Komplikation ist der okulokardiale Reflex („Auge-Herz-Reflex“), der durch den Druck auf den Augapfel entsteht. Er äußert sich durch einen Abfall der Herzschlagfrequenz und des Blutdrucks. Dieser Zustand kann sehr ernsthaft sein, aber meist handelt es sich nur um einen kleinen Abfall des Blutdrucks. Manchmal klaffen die Wunden nach der Entfernung der Nähte aufeinander.

Zu den schwierigsten Komplikationen der Augenlidkorrektur gehört sog. Ektropium. Beim Ektropium kommt es zur Auswärtskehrung des Lids und/oder die Bindehaut ist vom Auge abgesetzt. Der Patient tränt permanent und die Haut im Augenbereich wird ständig angefeuchtet und gereizt. Der Patient hat ein Gefühl, als ob er einen fremden Gegenstand im Auge hätte. Das Auge ist dann überempfindlich und für Infektionen anfällig. Das Ektropium entsteht bald nach der Operation infolge von Schwellungen, ist vorübergehend und nach der Abschwellung verbessert sich der Zustand. Ein dauerhaftes Ektropium ist durch die Entfernung eines zu großen Hautteils oder durch tiefe Narben in Muskeln oder Bindegewebe verursacht.

Therapie: Die Therapie ist nicht einfach. Sofern das Ektropium durch übermäßige Entfernung von Haut, Muskel oder Fett verursacht wurde, und dies wird noch während der Operation festgestellt, ist eine sofortige Transplantation der entfernten Haut empfehlenswert. Entsteht dieser Zustand nach der Operation, wird anstatt der entfernten Haut die hinter der Ohrmuschel abgenommene Haut transplantiert. Im Rahmen der konservativen Therapie ist eine Druckmassage und das „Aushängen“ des Lids zu empfehlen. Manchmal wird auch Canthopexie (Straffung des Außenwinkels des Lids) eingesetzt.

Eine andere mögliche und ernsthafte Komplikation ist das trockene Auge.

Therapie: Konservativ mit künstlichen Tränen.

Häufig entsteht auch Lagophtalmus, unvollständiger Lidschluss, insbesondere im Schlaf.

Therapie: Die Therapie ist konservativ, da in den meisten Fällen eine Besserung ohne chirurgischen Eingriff eintritt. Das Auge darf nicht übermäßig austrocknen. Deshalb werden künstliche Tränen in Tropfen und für die Nacht Augensalben verwendet. Manchmal hilft es, das Auge mit angefeuchtetem Pflaster zu bedecken. Nur ausnahmsweise ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Schwellungen und Hämatome verursachen eine postoperative Ptosis, die in einigen Tagen von sich selbst abklingt. Manchmal kann bei der Operation der Lidheber oder seine Innervation beschädigt werden, was zu einer dauerhaften Ptosis führt.

Therapie: Chirurgischer Eingriff mit Hilfe frontotarsaler Aufhängung, die bei der Therapie der angeborenen Ptosis beschrieben ist.

Eine sehr seltene Komplikation sind ausgeprägte Narben, bei denen es zur Vermehrung des Bindegewebes kommt. Sollten Sie eine solche Narbe bereits an Ihrem Körper haben, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt gleich beim ersten Besuch.

Häufig begegnen wir jedoch der Hyperpigmentierung (Betonung der Pigmentierung) des operierten Bereiches.

Therapie: Ist die Hyperpigmentierung sehr ausgeprägt, kann sie mittels Laser korrigiert werden, jedoch frühestens ein halbes Jahr nach der Operation.

Zu den sehr häufigen Komplikationen, die jedoch nicht besonders ernsthaft sind, gehören Milien, kleine weiße Knötchen in den Narben. Sie entstehen durch die Verletzung und den Schluss der Austritte kleiner Drüsen.

Therapie: Die Therapie ist einfach, die Milien werden angeschnitten und deren Inhalt ausgedrückt. Sofern sie wiederholt entstehen, können Sie ausgekratzt werden.

Asymmetrie der Augenspalten muss mit der Operation nicht zusammenhängen. Sofern beim Patienten vor der Operation keine Asymmetrie war, so handelt es sich wahrscheinlich um eine unsymmetrische Entfernung der Fettpolster.

Therapie: Erneute Operation

Häufig kompliziert sich der Zustand nach der Operation durch Infektionen, die jedoch einen leichten Verlauf haben.

Sehr selten ist die postoperative Blindheit. Diese ist durch Blutung hinter den Augapfel verursacht. Der Druck des Blutergusses verursacht das Absterben der Netzhaut. Die Anzeichen einer solchen Blutung sind sehr unauffällig, es handelt sich um einen Druck im Auge, Schmerzen, der Augapfel fühlt sich hart an.

Therapie: Die Therapie ist sehr schwierig. Insbesondere ist die Blutung zu stoppen und die Augenhöhle zu revidieren. Gleichzeitig wird der Bluterguss abgesaugt. Der Blutverlust wird durch Infusionen gedeckt und es werden Kortikoiden verabreicht.

Aktualisiert: 23.11.2010

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